9 Gebote für Werbetexte, die mehr Geld bringen als ein Bankraub

Werbetexten: So lukrativ wie ein Bankraub

Werbetexten oder Bank ausrauben?

Beides bringt viel Geld.

Doch weil ich keine schwarze Mütze habe, die ich über mein Gesicht stülpen kann, bin ich beim Werbetexten geblieben.

Schau dir mal diese Zahlen an:

Umsätze von Schreibsuchti erwirtschaftet durch Werbetexte

Das sind meine Netto-Einnahmen.

Dieses Geld habe nicht ich verdient – sondern meine Worte.

Und in diesem Artikel zeige ich dir, wie ich das geschafft habe.

Ich zeige dir:

Wie du Werbetexte schreibst, die deinen Verkauf noch heute ankurbeln werden.

Hast du Bock drauf?

Dann legen wir los:


Was ist Werbetexten?

Werbetexten ist das Verkaufen mit geschriebenen Worten.

Das hier ist KEIN Werbetexten:

Werbetexten ist kein Slogan, sondern Long Copy

Slogans, Mottos und Logos gehören zum Marketing – nicht zum klassischen Werbetexten.

Warum?

Weil Slogans nicht verkaufen.

Sie locken an. Sie bleiben hängen. Sie erschaffen eine Assoziation.

Aber sie verkaufen nicht.

Das hier ist Werbetexten:

Long Copy ist Werbetexten

Der Werbetext macht den Sack zu.

Hier findet der "echte" Verkauf statt.

Deshalb sind gute Werbetexter auch Freelancer, die monatlich 10.000+ Euro verdienen können.

Die 6 berühmtesten Arten von Werbetexten

Doch Werbetexte stehen nicht nur auf einer Salespage. Du findest sie überall dort, wo der Kunde eine Handlung vornehmen soll.

Deshalb nutzen schlaue Unternehmer Werbetexte auch für:

1) Landingpages

Das sind Seiten, auf denen sich Webseiten-Besucher eintragen sollen.

Beispiel:

Anmeldeformular, um eine Landingpage zu erstellen

2) Sales Pages

Das sind Seiten, die ein Produkt verkaufen.

Beispiel:

Beispiel für eine Salespage, die Werbetexte nutzt

3) E-Mails und Newsletter

Das sind Newsletter, die verkaufen.

Beispiel:

Beispiel für E-Mail mit Werbetexten

4) Werbebriefe

Das ist praktisch der Großvater der digitalen Salespage.

Ein Brief mit dem Ziel, ein Produkt zu verkaufen.

Ein Werbebrief

5) Video-Sales-Letter

Kurz: VSL – das ist eigentlich nur eine gut vorgelesene Sales Page mit ein paar Illustrationen.

Ja, das sind die nervigen Videos, die du nicht vorspulen kannst 😉

Beispiel:

Der VSL von Frank Kern nutzt auch das Werbetexten

6) Webinar

Online Verkaufspräsentation, der meist eine geschriebene Salespage zugrunde liegt

Beispiel:

Webinar Beispiel

Das sind die häufigsten Anwendungsfälle für Werbetexte.

Und jetzt zeige ich dir, wie du großartige Werbetexte schreiben kannst, die genau das tun, was sie sollen:

Verkaufen.

Eine Warnung !

Ich muss dich warnen:

Das hier ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum schnellen Reichtum.

Wenn dein Produkt ein Haufen Sch3i$$e ist, dann wird dir auch der beste Werbetext nichts bringen.

Werbetexten ist nur ein Beschleuniger und kann lahme Esel zu Rennpferden machen.

Aber das Werbetexten kann keine Toten zum Leben erwecken.

Die Verkaufsseite ist nur ein Faktor der Gleichung.

Und um diesen Faktor kümmern wir uns jetzt.

Gebot 1: 

Der Mann im Schrank

Arnold Schwarzenegger kommt nach Hause.

Ohne ein Wort zu sagen, zückt er seine Pistole und schießt zweimal in den eigenen Schlafzimmerschrank.

Erst danach öffnet er die Schranktür und ein bewaffneter Ninja fällt tot auf den Boden.

"Woher wusstest, dass da einer drin ist?", fragt ihn der kleine Danny.

Schwarzenegger antwortet:

"Da ist immer einer drin."

Was hat diese Szene aus dem Film "Last Action Hero" mit deinem Werbetext zu tun?

Ganz einfach:

So wie kleine Kinder Angst vor einem "Mann im Schrank" haben, so haben auch Kunden Ängste, Sorgen und Nöte.

Du musst diese Ängste kennen.

Was versteckt sich im Schrank deines Kunden?

Hier sind ein paar Fragen, die du beantworten musst, bevor du das erste Wort deines Werbetextes schreibst:

  • Was hält deinen Kunden nachts wach?
  • Welche Sorgen verstecken sich in seinem mentalen Schrank?
  • Welcher "Bösewicht" verfolgt deinen Kunden?
  • Was nervt ihn?
  • Was ärgert ihn?
  • Was ist unbequem und umständlich?

Wenn dein Kunde zum Beispiel ein Mann ist, der Muskeln aufbauen möchte, dann sind folgende Antworten möglich:

  • "Ich habe keine Zeit, um morgen zu trainieren..."
  • "In meiner Ernährung ist zu wenig Eiweiß. Aber ich will kein Pulver fressen..."
  • "Ich will nie wiedder "Lauch" genannt werden..."

Das sind alles Bösewichte, die dein Kunde mit sich herumträgt.

Sie verstecken sich in seinem mentalen Schrank.

Finde sie.

Sprich sie im Werbetext an und versprich, dass du den bösen Mann im Schrank erschießen kannst.

Beispiel:

Auf meiner Salespage zum Content Terminator greife ich folgende Frage einer Leserin auf:

Greif bei deinen Werbetexten die Sorgen des Kunden auf

Um diese Frage auf der Salespage auch zu beantworten.

Und so habe ich schon einen (von vielen) Bösewichten mit nur zwei Absätzen eliminiert.

Gebot #1 des Werbetextens ist damit:

Kenne deinen Kunden.

Gebot 2: 

Kein Schwein will einen Computer

Wer braucht schon eine kleine, schwarze Plastikkiste zuhause?

Denn so sieht ein typischer Schachcomputer aus.

1978 verkaufte Joseph Sugarman die kleinen Schachcomputer, die eine technische Revolution waren.

Doch sie waren auch eins:

Langweilig.

Unspektakulär.

So überlegte sich Sugarman folgendes Konzept: Er ließ den Computer gegen den sowjetischen Weltmeister Karpov antreten.

Er schrieb dafür folgende Werbeanzeige:

Headline: Sowjetische Herausforderung

Wie Sugarman mit Werbetexten seinen Schachcomputer verkaufte

Und zack.

Schon hast du eine Intrige. Einen Wettkampf. Und damit ganz viele Emotionen.

Was hat Sugarman hier gemacht?

Er verkaufte kein Produkt.

Er verkaufte ein Konzept.

Das Konzept: Gut gegen Böse (es herrschte der kalte Krieg).

Mensch gegen Maschine.

Der Westen gegen den Osten.

All das findet sich in diesem Konzept, den Computer gegen Karpov antreten zu lassen.

Das Ergebnis?

Mehr als 20.000 verkaufte Schachcomputer.

Gebot #2 ist damit:

Verkaufe kein Produkt. Verkaufe ein Konzept.

Gebot 3: 

Herz über Kopf

Was ist stärker?

Eine Geschichte oder Zahlen?

Hier ein Beispiel:

Eine Geschichte ist der bessere Werbetext

Geschichte:

"Die süße Blondine lächelte mir bereits vom Weiten zu. Sie kam näher. In nur wenigen Sekunden wurde klar: Sie will nicht nur über mein neues Auto reden..."

Zahlen:

350 PS, Verbrauch von 20 Litern pro 100 Kilometer, Keramikbremsen, 20 Zoll-Alufelgen, etc.

Was bringt mehr Verkäufe?

Ich glaube du spürst es schon: Die Geschichte.

Warum?

Menschen kaufen emotional – und begründen es dann rational.

Heißt:

Ein Mann kauft einen teuren Sportwagen wegen der Gefühle, die ihm dieser Sportwagen verleiht. Und wegen der Phantasien, die er mit diesem Sportwagen verbindet.

Nur nachher begründet er diesen Kauf mit "geschäftlicher Investition" oder dass er "einen guten Deal" gemacht hat. Oder mit dem Klassiker: "Man gönnt sich ja sonst nichts."

Mehr dazu kannst du nachlesen in dem Buch Robert Cialdinis: Influence.

# Hier sind noch mehr Business Bücher, die du lesen solltest.

Ein Mensch handelt immer aus Emotionen.

Selbst wenn sich jemand als "besonders rational" bezeichnet, dann nur, um stolz darauf zu sein, dass er angeblich nicht emotional handelt.

Deshalb solltest du mit deinem Verkauf immer das Herz ansprechen.

Nicht den Kopf.

Sprich zuerst die Phantasien, Wünsche und damit verbundenen Emotionen an.

Und liefere ihm danach ein paar Argumente, damit er den Kauf seinem Partner gegenüber rechtfertigen kann.

Zuerst Herz, dann Kopf.

Noch ein Beispiel:

"Sie lachten, als ich mich ans Klavier setzte. Aber als ich anfing zu spielen..."

Klavier Anzeige mit genialem Werbetext

Das ist eine der berühmtesten Werbeanzeigen der Welt – geschrieben von John Caples für die U.S. School of Music.

Darin erzählt er eine Geschichte aus der "Ich-Perspektive", wie ein erwachsener Mann, von dem niemand erwartet hatte, dass er Klavier spielen könne, plötzlich ein wunderschönes Stück präsentierte.

Aus Lachen wurde Stille.

Und Erstaunen.

John Caples spielt hier ganz bewusst mit verschiedenen Emotionen (und Konzepten, siehe oben).

Konzept: Der Underdog gegen den Rest.

Wir Menschen lieben solche Underdog-Heldengeschichten (Spider Man, David gegen Goliath)

Gefühle, die man hier empfindet sind: Genugtuung ("denen habe ich es gezeigt"), Stolz ("schaut was ich kann") und das angenehme Gefühl im Mittelpunkt zu stehen.

Null Fakten.

100 % Geschichte.

Voller Erfolg.

Gebot #3 ist:

Fokussiere dich auf Emotionen.

Liefere erst nachher rationale Argumente, damit der Kunde den Kauf rechtfertigen kann.

Gebot 4: 

Tote Kunden kaufen nicht

Was lieben Frauen an Männern?

Natürlich hat da jede Dame ihre eigenen Vorlieben.

Doch in Umfragen taucht immer wieder eine Eigenschaft auf.

Welche Eigenschaft ist das?

Das verrate ich dir gleich.

Schau dir zuerst diese Werbeanzeige aus den 1940er Jahren an:

Warum Humor beim Werbetexten so wichtig ist

Diese Anzeige verwendet einen genialen Kniff, um Versicherungen zu verkaufen.

Was denkst du, wenn du an Versicherungen denkst?

Krawattenträger? Endlose Verträge? Papierkram und Bürokratie?

So sehen die meisten Menschen Versicherungen.

Der Erfinder dieser Anzeige ging deshalb in eine komplett andere Richtung und wählte ein mächtiges Stilmittel:

Humor.

Und ja, das ist auch die Eigenschaft, die sich viele Frauen bei Männern wünschen. Das legt zum Beispiel diese Studie nahe.

Die obige Werbeanzeige benutzt das Stilmittel der maßlosen Übertreibung (Hyperbel) – eine sehr beliebte Methode, um ein Lächeln beim Leser hervorzubringen.

Warum ist Humor so wichtig?

Er öffnet Herzen. Er entwaffnet Skeptiker. Humor macht den Schreiber sympathisch.

Humor zeugt auch von Intelligenz (siehe Studie).

Das wiederum sorgt für Vertrauen und dann ist der Verkauf nicht mehr weit.

Aber Vorsicht:

Sei nicht albern. Sei nicht der Klassenclown.

Wer will schon bei Homer Simpson etwas kaufen?

Humor ist immer ein Risiko.

Wenn du das Risiko eingehst, dann kannst du ziemlich auf die Nase fallen – oder große Erfolge feiern.

Verwende die Waffe des Humors nur auf eigene Gefahr.

Doch eine Waffe solltest du immer verwenden:

Unterhaltung.

Sei es durch Humor, durch Bilder oder interessante Geschichten.

Sieh es mal so:

Wenn du deinen Kunden zu Tode langweilst, dann kann er nicht mehr kaufen.

Und wie du siehst geht Humor und Unterhaltung auch bei so trockenen und ernsten Themen wie Versicherungen.

Hier sind ein paar Hilfsmittel, um unterhaltsame Werbetexte zu schreiben:


1) Die Hyperbel

Eine offensichtliche und maßlose Übertreibung.

"Ich weiß nicht mehr wohin mit dem Geld. Ich muss mit der Schaufel ständig die 100-Euro-Scheine in die Garage scheffeln..."

2) Der Vergleich

Lustige Vergleiche sorgen für einen Lacher und machen deine Botschaft deutlich:

"Seine Anmache war genauso billig wie sein gefälschtes Gucci-Shirt."

3) Ungewöhnliche Bilder

Das sorgt zwar nicht für den großen Brüller, aber es lockert den Text auf und sorgt für ein paar Schmunzler:

"Ein Dementi ist der Versuch, die Zahnpasta zurück in die Tube zu quetschen."

4) Kürze

Nicht neu, aber die Meisten haben es immer noch nicht verstanden:

Schreibe kurz.

Finde immer das kürzere Wort, den schnelleren Satz.

Vergiss:

"Nach jahrelanger Forschung, kann ich, gemeinsam mit meinem Team, euch endlich unsere neue, technische Errungenschaft vorstellen."

Und denke:

"Endlich: Unser Prototyp ist fertig."

Das sind nur ein paar Stilmittel.

Das sollte für den Anfang reichen.

Gebot #4 ist damit: 

Sei unterhaltsam.

Gebot 5: 

Kein Mann kauft eine Bohrmaschine

Ich kam in den Baumarkt.

Dort sah ich einen der lustigsten Vertipper aller Zeiten:

"Lüfter für Feuchtträume"

Ich fand nicht, dass der Lüfter so erotisch war, dass er Feuchtträume verursachte – doch über Geschmack lässt sich nicht streiten...

Was hat diese kleine Geschichte mit dem Werbetexten zu tun?

Nichts.

Ich wollte dich nur in die Welt der Baumärkte entführen und dir das nächste Prinzip erklären.

Warum kauft ein Mann eine Bohrmaschine?

Weil er morgens aufsteht und sich beim Kaffee denkt: "Heute ist ein guter Tag, um eine Bohrmaschine zu kaufen..."

Natürlich nicht.

Vermutlich möchte er eine Gardinenstange aufhängen und braucht dafür zwei Löcher.

Dafür kauft er die Bohrmaschine.

Sprich:

Der Kunde kauft kein Gerät. Er kauft die Löcher in der Wand.

Der Kunde zahlt also immer für das Ergebnis, das ihm das Produkt liefert.

Deshalb interessiert sich der Kunde kaum für die Features.

Aber er interessiert sich maximal für den Nutzen.

Also:

Zeige in deinen Werbetexten keine Features (Produkteigenschaften).

Zeige Nutzen.

Was ist der Unterschied?

Nutzen gegen Eigenschaften

Betone den Nutzen deines Produktes, nicht die Eigenschaften

Nutzen

  • Müheloses Löcherbohren in allen Materialien
  • Keinerlei Kraftaufwand nötig
  • Arbeiten ohne lästiges Kabel
  • stundenlanges Arbeiten ohne zu ermüden

Eigenschaften

  • 1900 Umdrehungen pro Minute
  • 50 nM Drehmoment
  • Akku 2 Ah
  • 2,5 kg Gewicht

Fazit:

Stelle den Nutzen in den Vordergrund.


Denn das ist, was der Kunde kauft.

Diese Unterscheidung wirkt zunächst trivial.

Doch gerade bei komplexeren Produkten neigen Verkäufer dazu, sehr stark auf die Eigenschaften einzugehen und eben nicht auf den Nutzen.

Beispiel:

"Unser Kurs wurde monatelang entwickelt. Du findest dort 40 Lektionen und 20 Arbeitsblätter. Es gibt ein Forum für Mitglieder und E-Mail-Support."

DAS waren gerade alles nur Eigenschaften.

Absolut nicht attraktiv.

So ist es besser:

"Du lernst, wie du abnehmen kannst, ohne Diät – dank unserer 1-2-3-Formel. Du gehst diesen Weg nicht allein, denn wir nehmen dich per E-Mail-Support an die Hand und helfen dir jede Woche 1kg zu verlieren. Und andere motivierte Teilnehmer spornen dich ebenfalls an."

Gebot #5 ist:

Zeige, was dein Produkt macht. Nicht, was dein Produkt ist.

Beispiele:

Verkaufe ein müheloses Loch in der Wand – keinen Bohrer.

Verkaufe ein Sixpack – keinen Bauchtrainer.

Verkaufe mehr Umsatz – kein Mitarbeiter-Training.

Gebot 6: 

Warum ist der Onkel so glücklich?

Es ist kalt.

Trotzdem fährt Johnny mit offenem Verdeck über die Landstraße und dann kommt der Moment, auf den alle gewartet haben:

Er drückt kräftig aufs Gas.

Du hörst, wie der Motor aufheult, der Fahrtwind zunimmt und Johnny die Augen aufreißt.

Er jubelt.

Er staunt.

Und schreit vor Glück – jedes Mal, wenn er aufs Gaspedal drückt.

Hast du dich schon Mal gefragt, warum solche Szenen in JEDEM Autotest vorkommen?

Weil sie eine ganz spezielle Emotion wecken.

Welche Emotion das ist?

Das erfährst du gleich.

Vorher noch eine kleine Geschichte:

Ein gewisser Herr Staudinger beantragte im Jahre 1976 beim Münchener Verwaltungsamt Folgendes:

"Eine Bühne für Aktmodelle mit Kabinen, damit mittellose Maler diese malen können."

In Wirklichkeit war dies keine "Malschule", sondern die erste Peepshow Deutschlands.

Männer waren bereit, für eine Minute Guckzeit, eine Mark zu zahlen – und standen sogar Schlange.

Und nein, das ist kein klassischer Fall von "Sex Sells" – denn Sex konnte man anderweitig kaufen.

Hier geht es um eine der mächtigsten Emotionen im Verkauf:

Neugier.

Diese Emotion brachte Männer dazu, solche Orte zu besuchen und die Menschenwürde der Frau mit Füßen zu treten.

(Peepshows wurden übrigens im Jahr 1982 vom Bundesverwaltungsgericht verboten)

Diese Emotion sorgt dafür, dass Männer sich ein teures Auto kaufen, weil sie auch wissen wollen, wie es sich anfühlt, mit offenem Verdeck über die Landstraße zu rennen.

Diese Emotion sorgt dafür, dass jährlich Milliarden Bücher verkauft werden.

Alles aus Neugier.

Natürlich rufe ich dich nicht auf, unwürdige Peepshows zu veranstalten.

Du kannst Neugier sehr leicht und effektiv bei fast jedem Produkt einbauen.

Hier ein paar Beispiele:

- Kunden schauen durch eine Sonnenbrille und staunen. Eine Kamera zeigt nur die Reaktion der Nutzer – aber nicht wie es durch die Brille aussieht. Erzeugt Neugier für die Sonnenbrille. Man möchte wissen: Wie fühlt es sich an, durch die Brille zu schauen?

- Der Onkel im Cabrio reißt die Augen auf und jubelt jedes Mal, wenn er das Gaspedal betätigt. Man möchte wissen: Warum ist der Onkel so glücklich?

- Ein Kunde erzählt, wie sich sein Webseiten-Traffic durch die 1-2-3-Methode in nur 6 Monaten verdoppelt hat. Man möchte wissen: Wie funktioniert diese 1-2-3-Formel?

Du brauchst keine Peepshow. Du brauchst kein "Sex Sells".

Aber du brauchst Neugier im Verkauf.

Gebot #6:

Erzeuge immer Neugier.

Gebot 7: 

"Ich bin geheilt"

Die gesamte Menschheit leidet an einer schrecklichen Krankheit.

Die Symptome siehst du vor allem im Büro:

- Menschen trinken Kaffee

- Laufen ständig zur Toilette

- Quatschen im Flur

Wozu?

Nur aus einem Grund:

Um die Arbeit aufzuschieben.

Wir alle leiden an "Aufschieberitis" – die einen mehr, die anderen weniger.

Gibt es dafür ein Heilmittel?

Ja, das gibt es.

Und zwar hat der Sozial-Forscher Parkinson eine Sache herausgefunden:

Eine Aufgabe braucht so lange, wie viel Zeit du ihr gibst.

Sprich:

Gib einem Angestellten eine Aufgabe und einen 8-Stunden-Arbeitstag.

Dann braucht er für die Aufgabe 8 Stunden.

Gib ihm für die Aufgabe nur 4 Stunden und er liefert das Ergebnis in 4 Stunden ab.

Je mehr Zeit wir haben, desto mehr trödeln wir.

Und wenn es gar keinen Zeitrahmen gibt, dann wird eine Aufgabe praktisch nie fertig.

So sind wir Menschen.

Das hat auch zur Folge:

Menschen schieben das Kaufen auf

Für dich als Werbetexter natürlich ein Problem.

Doch du kannst dir das Parkinson-Prinzip zunutze machen.

Und zwar so:

Gib den Menschen weniger Zeit.

Sprich:

Erschaffe Dringlichkeit.

Die meisten Landingpages und Salespages haben keinerlei Dringlichkeit.

Und konvertieren deshalb auch miserabel.

Füge deinem Werbetext Dringlichkeit hinzu und schau wie die Verkäufe eintrudeln.

Wie?

Meistens durch einen Countdown:

Dringlichkeit gehört zum Werbetexten

Doch das reicht nicht.

Du kannst nicht einfach irgendeinen Countdown auf die Seite klatschen.

Was du brauchst, ist echte Dringlichkeit.

Es muss logisch sein, dass der Countdown dort steht.

Hüte dich vor "Fake-Dringlichkeit".

Das sind zum Beispiel:

- Countdowns, die immer wieder von vorne starten

- Ein Countdown ohne ersichtlichen Grund

Vielmehr solltest du auf echte Dringlichkeit setzen:

- Schließe den Zugang zum Produkt

- Biete eine Rabattaktion an

- Biete einen Bonus an

Achte darauf, dass du in deinem Werbetext erklärst, warum der Countdown dort steht.

Sonst machst du dich unglaubwürdig.

Gebot # 7 ist also:

Erzeuge echte Dringlichkeit.

Gebot 8: 

Das Klopapier-Phänomen

Klopapier.

Der begehrteste Rohstoff im Jahr 2020.

Warum?

Aus einem einfachen Grund:

Die Angst, nichts mehr abzubekommen.

Diese Angst des Menschen ist so tief in ihm verwurzelt, dass er bereit ist, wegen ihr seinen Stolz, sein Geld und seine Zeit abzulegen.

Es ging in Deutschland so weit, dass Geschäfte solche Aushänge machten:

Klopapier Hinweis von real

Doch dieser Aushang bringt nicht viel.

Zu stark ist die Angst des Menschen, etwas nicht zu bekommen.

Und gerade deshalb musst du diese Angst in deinen Werbetexten ansprechen.

Wenn du denkst, dass das moralisch verwerflich ist, dann denk nochmal.

Überall auf der Welt siehst du "Knappheit".

Beispiele:

- Limitierte Schuh-Kollektion

- Limitierte Anzahl  von Konzertkarten zum Madonna Konzert (nicht alle dürfen rein)

- Streng limitierte Anzahl von Männern, mit denen eine Frau ins Bett steigt (meist nur einer)

- Streng limitierte Anzahl von Büchern, die es "gratis" gibt

Die Begrenzung von Ressourcen ist natürlich - und nicht verwerflich.

Auch als Unternehmer (und Werbetexter) solltest du deine Ressourcen (Produkte) nicht an "alle" verkaufen. Sondern ganz bewusst auswählen. Und bei Bedarf auch bewusst verknappen.

So kannst du:

- Die Zahl deiner Coaching-Teilnehmer bewusst klein halten

- Die Zahl der Webinar-Teilnehmer bewusst klein halten

- Die Zahl der gedruckten Bücher bewusst klein halten

Aber Achtung:

Wie bei der Dringlichkeit sollte es "echt" sein.

Wenn du behauptest, es gibt nur 100 Plätze im Webinar und du lässt trotzdem 500 rein, dann bist du unglaubwürdig.

Und bei Lügnern kauft keiner gern.

Gebot #8 ist damit:

Erzeuge Knappheit.

Gebot 9: 

Das größte Gebot beim Werbetexten

Wenn du gut aufgepasst hast, dann solltest du eins bemerkt haben:

Alles dreht sich nur um ein Prinzip.

Wenn dieses fehlt, dann helfen dir auch die besten Werbetexter-Tricks nicht.

Welches Prinzip ist das?

Das verrate ich dir jetzt:

Die Bauleute brauchten für einen Turm aus nur 7 Stockwerken ganze 200 Jahre.

Kannst du dir das vorstellen?

Mehrere Generationen von Menschen bauten an diesem Gebäude.

Warum dauerte es so lange?

Weil das Gebäude einen schlechten Untergrund aus Morast und Sand hatte.

Deshalb neigte sich das Gebäude, der Bau musste unterbrochen werden und konnte erst nach 200 fertiggestellt werden.

Natürlich kennst du den Namen dieses Gebäudes:

Der schiefe Turm von Pisa.

All die Probleme entstanden nur, weil das Fundament nicht stimmte.

Was ist das Fundament des Werbetextens?

Vertrauen.

Ohne Vertrauen helfen dir die besten Tricks nicht.

Und genau das ist das Problem an den ganzen "Gurus". Sie nutzen zwar die obigen Gebote des Werbetextens, aber irgendwie spürst du immer, dass da was nicht stimmt.

Es fehlt das Vertrauen.

Und deshalb solltest du dich beim Werbetexten immer fragen:

Fördert dieser Satz das Vertrauen?

Oder zerstört er es?

Kein Vertrauen = kein Verkauf.


Alles, was du in deinem Werbetext schreibst, dient dazu, dass der Kunde dir vertraut.

Und dir damit sein Geld anvertraut.

Wenn du also ehrlich bist, dann solltest du vor den obigen Techniken nicht zurückschrecken.

Ganz im Gegenteil.

Wenn du ein Produkt hast, das Menschen brauchen, dann wird es höchste Zeit, dass du lernst, gute Werbetexte zu schreiben.

Denn sonst kaufen die Kunden bei der Konkurrenz.

Und das willst du doch nicht, oder?

Zeige uns deinen Werbetext !

Das waren jetzt die wichtigsten Gebote des Werbetextens.

Natürlich waren das nicht alle.

Und es braucht mehr als nur die "Gebote" zu kennen.

Es braucht ein System, mit dem du zuverlässig von A bis Z deinen Werbetext schreiben kannst.

Wo du solch ein System finden kannst?

Bei mir.

Ich schreibe dazu gerade ein Buch.

Das dauert natürlich noch etwas.

In der Zwischenzeit:

Poste deine Salespage oder einen anderen Werbetext hier in die Kommentare.

Ich und die Schreibsuchti-Community geben dir dann ein paar Tipps.

Schreib großartig, sei großartig,

Dein Walter

PS

Diese Artikel werden dir auch gefallen:

  • Uff, wieder mal ein Artikel, der Maßstäbe setzt. Der ist nichts für „mal eben in der S-Bahn lesen“.
    Deinen Artikel habe ich ausgedruckt, damit ich später immer wieder darauf zurückgreifen und ihn standesgemäß mit Stift und Textmarker durcharbeiten kann. Nur für die Bookmarks ist er mir zu schade.

    Viele Grüße
    Jan

    • Schreibsuchti ist grundsätzlich nicht für die „Toiletten-Blog-Leser“.
      Sondern etwas für die, die es ernst meinen und sich Zeit nehmen, ihr Fach zu meistern.
      Viel Erfolg beim Durcharbeiten.

      LG, Walter

    • Lächerlich ist es, wenn man nicht besser werden will 😉

      Hier nur ein paar Tipps:

      1) „Website-Wunder“ -> Was heißt das?
      Abstrakte Aussagen prallen am Kunden ab wie Wasser an einer Ente.
      Sag es konkret: Mehr Kunden? Mehr Klicks? Mehr Umsatz? Mehr Anmeldungen? Mehr Anfragen?

      Gleiches gilt für „Planeten bereichern“. Was genau versteckt sich dahinter?
      Je konkreter, desto besser.

      2) Eine Zahl wäre deshalb auch gut: „Meine Kunden erhalten nach dem Webseiten-Check bis zu 50% mehr Anfragen.“

      3) Das ständige „Fetten“ macht den Text schwer lesbar und zerschießt ihn.
      Wenn es wichtig ist, dann schreib es. Wenn es nicht wichtig ist, dann lass es weg.
      Wenn du ständig fettest, dann überliest man den Rest… und damit lädst du zum „Scannen“ ein.

      Und persönlicher Tipp: Ich mag das Leser*innen Sternchen nicht. Macht den Text unnötig klobig. Ist aber Geschmackssache und mein persönlicher Stil.

      Das ist mir beim ersten lesen aufgefallen…

      Ich vermisse noch Punkte wie Neugier, Unterhaltung, Storytelling und bildhafte Sprache.

      LG, Walter

  • Wie im Boxring. Jeder Schlag sitzt, bringt dich ne Runde weiter.
    Oder der Schuss von Arnie in den Schrank. Peng!
    Du hechelst nach Luft. Genau SO musst du es machen!
    Wieder SUPER, Walter!

    • Hallo Peter,
      Danke dir. Freut mich, wenn die Schläge gesessen und einen bleibenden „Eindruck“ hinterlassen haben – wie ein Baseballschläger auf einer Windschutzscheibe 😉
      LG, Walter

    • Hi Norbert,

      In meinem Browser steht „nicht sicher“.

      Da ja Vertrauen das wichtigste Prinzip ist, solltest du das mal ändern und auf SSL umstellen (ist mittlerweile auch gesetzliche Pflicht).

      Sonst vertrauen dir viele Menschen ihre Daten nicht an.

      LG, Walter

      • Hallo Walter,
        in meinem Land ist das kein Gesetz. Und es macht auch keinen Sinn, das bei einer normalen Info-Seite umzustellen, ausser das Techniker etwas Geld verdienen. Wenn es zur Zahlung geht, ist es natürlich verschlüsselt. Das Problem mit den Browsern ist, dass sie sich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen. Ich empfehle Dir einen anderen Browser oder eine andere Einstellung.
        Beste Grüsse
        Norbert
        PS: Um den Text zu lesen, kannst Du auch diese Links nehmen (2 zum Test). Die Seiten funktionieren noch nicht, aber Text ist da.
        http://www.leben-im-ausland.net
        http://www.leben-im-ausland.net/ausland.html

        • Hallo Norbert, du kannst natürlich auf Gesetze und Browser schimpfen. Tatsache ist: Du verlierst Vertrauen und dadurch Kunden, da hat Walter völlig recht. Die SSL Verschlüsselung ist also tatsächlich sinnvoll für die komplette Webseite. Zudem ist es leicht zu realisieren, da die meisten Webhoster SSL Zertifikate mittlerweile kostenfrei anbieten.

          • Hallo Franz, mein Hosting-Anbieter bietet das auch kostenlos an, aber das Problem ist ja, dass auf der ganzen Webseite inklusive Admin-Bereich unzählige Links geändert werden müssten. Leider ist mein Techniker, der mir die Seite gebaut hat, 2013 gestorben. Seitdem lasse ich nur wirklich wichtige Dinge ändern bzw reparieren, und ich habe dabei noch keinen Techniker kennen gelernt, zu dem ich ein zweites Mal gehen würde.

    • Interessant.

      Kopier einfach den Text von John Caples „Sie lachten als ich mich ans Klavier setzte…“

      😀

      Spaß beiseite:
      In der Headline fände ich ein konkreteres Versprechen noch besser. Mit einer Minutenangabe: „So lernst du als Anfänger oder Wiedereinsteiger das Klavier spielen mit nur 10 Minuten pro Tag.“

      Ich mag die Testimonials.

      Doch mir fehlt noch das Storytelling und die Unterhaltung im Text.

      Du zeigst sehr gut den Nutzen, aber auch auf Kosten der Neugier. Davon könnte die Seite mehr vertragen.

      Und ich finde du drückst zu wenig in die Wunde. Viele Menschen haben es ja mal probiert und sind gescheitert, weil sie die Lust verloren haben. Erzähle hier eine persönliche und emotionale Geschichte, damit sich diese Menschen auch angesprochen fühlen.

      Du merkst:

      Rein „technisch“ hat deine Seite alle „Informationen“.

      Mir fehlen aber die Emotionen.

      Ich drücke dir die Daumen bei der Umsetzung.

      LG, Walter

      • Herzlichen Dank, lieber Walter, deine Tipps helfen mir weiter. Obwohl die Seite schon recht gut verkauft, bin ich noch nicht ganz zufrieden. Sie ist vor allem viel zu lang und zu ausführlich, so dass der Faktor Neugierde tatsächlich fehlt. Und du hast Recht, den Finger in die Wunde legen und am besten dreimal rumdrehen, … 😉 Ich arbeite daran und werde eine verbesserte LP gegen die alte splittesten. LG, Franz

    • Und da hat sich beim Optimieren tatsächlich ein Fehler eingeschlichen – also, falls Ihr Euch mein kostenloses eBook „7 magische Tricks zu sofort mehr Gelassenheit“ holen möchtet – nun sollte es funktionieren!
      Sorry und much love!
      Cornelia

  • Starker Artikel, danke dafür.

    Aber mal zur Dringlichkeit: Ich dachte es wäre verboten sowas einzusetzen?

    Wurde Eventim (oder ein ähnlicher Anbieter, weiß nicht mehr genau) dafür nicht verklagt?

    Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht zumindest bedingt in den unlauteren Wettbewerb fällt.

    VG
    Ronny

    • Hi Ronny,
      Wenn es echte Dringlichkeit ist, warum denn nicht?

      Stell dir mal ein Konzert vor und dort gibt es keinen „Vorverkauf?“ Solch ein Vorverkauf gilt immer nur eine begrenzte Zeit. Das ist echte Dringlichkeit.

      „Fake“ Dringlichkeit ist verboten…

      LG, Walter

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

    Deine ersten 10.000 Leser.
    Meine 11 Rezepte zeigen dir wie:

    >