September 19

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Growth Hacking mit Content – Interview mit Hendrick Lennarz

In dieser Episode der Schreibsuchtishow spreche Ich mit Hendrick Lennarz.

Ich spreche mit ihm über Growth Hacking und wie Hendrick Lennarz sein Business aufgebaut hat.

Schaut gerne bei Hendrick Lennarz vorbei:


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Jetzt Hören:

Die komplette Episode auf Youtube schauen:

Hier zum Transkript:

Walter: Herzlich willkommen zur Schreibsuchtishow.

Heute reden wir über Content Hacking oder Growth Hacking mit Content, mit einem der Growth Marketer schlechthin: Hendrik Lennarz.

Herzlich willkommen, stell dich kurz vor, was ist deine Mission und warum ist das wichtig?

Hendrik Lennarz: Yes, also lieber Walter, herzlichen Dank für die Einladung.

Ich grüße aus Kölle.

Heute ist am Tag der Aufnahme Aschermittwoch.

Das heißt, ich darf nicht mehr "Kölle Alaaf" sagen, aber vielleicht erklärt das noch so ein bisschen meine komische Stimme.


(Lesenswert: 17 Content Marketing Techniken, die 2024 funktionieren)

Wer ist Hendrick Lennarz? Wie hat er angefangen?

Hendrick Lennarz: Ja, ähm, was ist meine Mission?

Ich schimpfe meine Berufsbezeichnung als Growth Hacker.

Dahinter verbirgt sich auch meine Mission.

Das heißt, wir helfen Unternehmen, egal welcher Größe – komme ich vielleicht später nochmal zu – Startups, Mittelstand, großen Konzernen, dabei, mit datenbasierten Experimenten so schnell es geht, Ergebnisse zu erzielen.

Und was auch beim Hacking dazugehört, ist: Was ist eigentlich ein Ergebnis?

Ein Ergebnis ist nicht, dass wir sagen: "Wir machen euch reich in drei Sekunden, drei Minuten oder drei Tagen" oder so, sondern wirklich Ergebnisse zu erzielen.

Das heißt, zu gucken: Hat es funktioniert oder hat's nicht funktioniert?

Und wenn es funktioniert hat, wie kann ich das noch weiter verbessern?

Oder, wenn es nicht funktioniert hat, sich immer die Frage zu stellen: Okay, war’s das oder habe ich einfach irgendwas falsch gemacht?

Wo kann ich optimieren?

Und das immer in kleinen experimentellen Schritten, um immer so schnell es geht herauszufinden, was funktioniert und was nicht.

Wir haben einfach vor 2017 diese Company hier gestartet und herausgefunden, dass das egal welche Zielgruppe eigentlich alle brauchen.

Denn wir kennen das ja: Man hat eine große Idee, eine kleine Idee, dann probiert man es vielleicht mal aus oder auch nicht, weil die Idee zu groß ist.

Am Ende gewinnt man aber so nicht.

Wenn du schnell klein schneidest, testest und auf Datenbasis herausfindest, ob es funktioniert oder nicht, das ist der Weg, von dem wir sagen: Damit gewinnst du eigentlich immer.

Walter: Also du bringst System in das Chaos, sozusagen.

Für mich ist das immer wie so ein Wollknäuel.

Wo ist eigentlich der Anfang von dem Ding?

Dass du sagst: Okay, wir fangen klein an, das Ding auseinander zu klamüsern, in kleine Prozesse.

Was funktioniert, was war gut, lass uns das einfach wiederholen.

Solche also ganz stark prozessorientiert, nehme ich an?

Hendrik Lennarz: Ja, sehr prozessorientiert.

Und was du sagst, ist das große Wollknäuel.

Ich würde sagen, 95 % der Kunden, die bei uns ankommen, sind sich ihres Wollknäuels gar nicht so richtig bewusst.

Aber nach einem Tag oder zwei mit uns wird klar: Ah, wir sind nicht fokussiert genug.

Ich bin auch jetzt nicht jemand, der hier das fünfte Fokusbuch aus dem Regal holt, weil ich glaube, wir wissen alle, dass Fokus auf die richtigen Dinge am Ende die Lösung ist.

Aber wir wissen ja nicht, was ist das, worauf wir uns fokussieren sollten.

Walter: Absolut.

Jetzt angenommen, ich und meine Zielgruppe – wir sind alles Content-Unternehmer.

Das heißt, wir verkaufen unser Wissen, wir verkaufen Content in Form von Büchern, Workshops, Seminaren, Coachings und so weiter.

Welche Content-Formate würdest du wählen, wenn du sagst: Okay, was würdest du machen, um Growth Hacking für so ein contentbasiertes Business zu machen?

Hendrik Lennarz: Also, ich habe mir geschworen, Anfang 2017 niemals mit "Kommt drauf an" zu antworten.

Weil damit kann die Zielgruppe wiederum nichts anfangen.

Deswegen sage ich: Kommt drauf an und gebe euch ein paar Beispiele.

Erstmal: Wer ist die Zielgruppe?

Ich glaube, das muss ich euch eigentlich nicht erklären, ist natürlich wichtig.

Bist du eine B2B-Zielgruppe, bist du eine B2C-Zielgruppe, bist du alt, jung?

Auf welcher Plattform erreiche ich dich eigentlich am besten mit meinem Content?

Und dann ist ja auch die Frage: Was ist überhaupt Content?

Du hast verschiedene Formate schon angesprochen, ob das jetzt Event-Formate sind, ob das LinkedIn-Posts sind.

Das kommt ja wirklich leider komplett darauf an.

Ich kann vielleicht mal erklären, weil das, was ich schon sehr oft gesagt habe und da immer Feedback zu bekommen habe, viele spannend finden: Wie habe ich eigentlich mit Content gestartet?

Weil ich bin von Haus aus eigentlich gar kein Content-Guy, sondern ich bin es irgendwie geworden.

Als ich 2017 gestartet bin, hatte ich vorher die Möglichkeit, bei einem Startup mitzumachen, zehn Jahre lang Trusted Shops.

Vielleicht kennst du das?

Walter: Ja, kenne ich, kenne ich.

Ich habe auch einen Online-Shop, daher kenne ich Trusted Shops.

Hendrik Lennarz: So, da bin ich quasi groß geworden, von der Pike auf.

Nach zehn Jahren bin ich da raus, weil ich mich in dieses Growth-Hacking-Ding verliebt hatte.

Ich hatte einen ganz guten Job, ein Team von 56 Leuten und, glaube ich, auch ein ganz gutes Gehalt für mein Alter damals.

Ich musste von Tag 1 an Geld verdienen.

Dann habe ich überlegt, wie.

Man denkt ja, dass alle auf einen warten, und dann stellt man nach drei Tagen fest, dass keiner gewartet hat.

Ich überlegte: Ja, ich muss jetzt irgendwie die Miete für meine Familie bezahlen.

Also habe ich mir gesagt: Ich mache jetzt ein Bootcamp-Format, hochpreisig, weil Miete ist auch hochpreisig.

Sonst reicht das irgendwie nicht.

Ich dachte: Wenn ich nur zehn Leute in mein Bootcamp-Tagesbootcamp bekomme und jeder davon 980 € zahlt, dann reicht das.

So habe ich das überlegt: Was erzählst du den ganzen Tag, welche Übungen?

Dann dauerte das auch nicht lange und ich hatte die ersten zehn Leute für 980 € in meinem Bootcamp drin.

Ich habe das Bootcamp gemacht, es war mega, alle haben sich gefreut.

Ich habe mich gefreut, bin nach Hause und habe zu meiner Frau gesagt: Pass auf, das mache ich jetzt einmal im Monat und alles, was dazu kommt, ist on top.

Das war so mein Plan.

Zweiter Monat: Nicht in Köln, sondern in Düsseldorf.

Ich habe das Gleiche wieder probiert.

Bis zwei Tage vor dem Event hatte sich noch keiner angemeldet.

Das war dann der Crash auf dem Boden, wo ich dachte: Okay, die zehn Leute, die wirklich auf mich gewartet hatten, die hatte ich alle im ersten Bootcamp, und mehr war es dann auch nicht.

So bin ich gestartet.

Ich habe dann aber gedacht: Moment, das Bootcamp war aber doch richtig was.

Wenn die jetzt nicht zu dir kommen, dann musst du halt zu ihnen gehen.

Das heißt, von da an bin ich losgezogen.

Damals bezeichnete man das noch nicht so als Content wie heute.

Ich sagte: Okay, dann gehe ich halt jetzt.

Dann habe ich ein Bootcamp in Hamburg gemacht, in München, in Berlin, in Frankfurt, in Zürich, in Wien.

Ich bin dann eigentlich losgezogen, habe mein Fähnchen genommen und gesagt: Ihr kommt nicht zu mir, ihr wisst nicht, was Growth Hacking ist, dann komme ich zu euch mit meinem Tagesbootcamp.

Ich habe das natürlich dann billiger gemacht.

Das war mein erstes Content-Format als Event.

Mit der Zeit habe ich an den Events nichts mehr verdient, weil sie hauptsächlich für Marketing genutzt wurden.

Aber ich konnte aus jedem Event mit 15 bis 20 Teilnehmern immer vier bis fünf Kunden gewinnen.

Walter Epp: Das klingt jetzt so einfach.

Viele fangen mit Content-Produkten an, erstellen einfach erstmal Content und schauen, wen sie erreichen, bevor sie überhaupt ein Produkt haben.

Du hast es anders gemacht, hast direkt ein Produkt und Content-Format erstellt.


(Lesenswert: Die 10 besten Marketing Bücher aller Zeiten)

 

Wie hat Hendrick geschafft Leute auf seine Events zu bekommen?

Hendrik Lennarz: Damals war das vor allem über Facebook Ads.

Ich konnte gezielt Leute aus einer bestimmten Region wie Hamburg und Umgebung ansprechen.

"Growth Hacking" war damals ein Buzzword, das half, Leute neugierig zu machen.

Es war etwas Neues und niemand wusste so genau, was es bedeutet.

Walter Epp: Der Name deines Produkts scheint dabei eine große Rolle gespielt zu haben.

Der Name allein hat Menschen angezogen, oder?

Hendrik Lennarz: Absolut.

Der Name muss sitzen.

Er sollte sofort den Pain und das Desire der Zielgruppe ansprechen.

Es ist wichtig, dass die Zielgruppe sich direkt angesprochen fühlt und versteht, worum es geht.


(Lesenswert: Mit Schreiben Geld verdienen: 10 lukrative Wege)

 

So erstellt Hendrick eine Headline für ein Webinar!

Walter Epp: Wie sieht das aus, wenn du zum Beispiel eine Headline für ein Webinar oder ein Content Piece erstellst?

Was sind die wichtigsten Zutaten?

Hendrik Lennarz: Ehrlich gesagt, seit es ChatGPT gibt, läuft vieles über Inspiration von dort.

Aber grundsätzlich muss die Zielgruppe immer klar erkennbar sein, und entweder der Pain oder der Gain muss direkt angesprochen werden.

Die besten Headlines sind die, die beides kombinieren: Den gewünschten Gewinn und das Vermeiden eines negativen Zustands.

Walter Epp: Und was ist, wenn jemand sagt, sein Produkt ist für "jeden"?

Warum ist das problematisch?

Hendrik Lennarz: Unternehmen oder Menschen sind keine Zielgruppe.

Du musst die Zielgruppe spezifisch definieren, sonst fühlt sich niemand direkt angesprochen.

Es ist wichtig, dass du die Zielgruppe so ansprichst, wie sie sich selbst sieht, nicht wie du sie nennst.

Walter Epp: Interessanter Ansatz!



(Lesetipp: 17 Content Marketing Techniken)

Wie arbeitet Hendrick mit großen Unternehmen?

Walter Epp: Wie sieht das bei großen Unternehmen aus?

Welche Content-Hacks können kleinere Teams von den Großen lernen?

Hendrik Lennarz: Ehrlich gesagt, tun sich große Unternehmen oft schwerer als kleine.

Sie haben mehr Ressourcen, aber oft wenig Ahnung von den wirklichen Problemen ihrer Zielgruppe.

Kleine Teams sind da viel agiler und flexibler.

Der größte Fehler, den viele machen, ist, auf allen Plattformen gleichzeitig aktiv zu sein.

Ich sage immer: Macht eine Plattform richtig gut, bevor ihr die nächste in Angriff nehmt.


(Lesetipp: Schreibstil verbessern mit diesen 5 Übungen)

"Was funktioniert auf LinkedIn gut?"

Walter Epp: Welchen Kanal versucht ihr gerade zu meistern?

Hendrik Lennarz: Unser Fokus liegt seit einigen Jahren voll auf LinkedIn.

Zusätzlich haben wir einen Podcast, der uns hilft, langfristig bei unserer Zielgruppe präsent zu sein.

LinkedIn und Podcast ergänzen sich gut.

Wir recyceln Inhalte vom Podcast für LinkedIn und E-Mail-Marketing.

Walter Epp: Was funktioniert auf LinkedIn gut?

Hendrik Lennarz: Pain first.

Wenn du die zehn größten Probleme deiner Zielgruppe kennst, hast du damit schon zehn Posts, die relevant sind.

Das zieht die richtigen Leute an, ohne dass der Post viral gehen muss.

Walter Epp: Versuchst du überhaupt, viral zu gehen?

Hendrik Lennarz: Klar, viral zu gehen ist immer cool, aber das muss nicht der Hauptfokus sein.

Es bringt oft nicht viel, wenn ein viraler Post nicht mit deinem Business zusammenhängt.

Kontinuierlich relevanten Content zu liefern, der deine Zielgruppe anspricht, ist langfristig viel wertvoller.

Walter Epp: Interessant!

Welche Content-Formate funktionieren für dich am besten?

Hendrik Lennarz: Früher habe ich ein Format namens "Growth Hack a Day" gemacht.

Jeden Tag ein einminütiges Video auf LinkedIn, ohne großen Aufwand.

Es ging nicht darum, viral zu gehen, sondern kontinuierlich sichtbar zu bleiben.

Die Leute haben mich auf Events angesprochen und gesagt, wie sehr sie die Videos gefeiert haben.

Solche Formate sind goldwert, wenn sie kontinuierlich und authentisch gemacht werden.

Ein bisschen stilkantig ist, was nicht kopiert ist und zieht es verdammt noch mal durch.

Scheißegal, wie viele Views es hat.

Es ist, wenn es in eure Zielgruppe reinsticht und kantig ist und euch repräsentiert und euch das einfach fällt, dann ist das das richtige Format.

Ja, Beständigkeit.

Das ist, ich sage, die gewöhnlichen Dinge außergewöhnlich gut und außergewöhnlich lang machen.

Damit kommst du echt weit.

Ja, es ist dann ein Video pro Tag oder aber.

Video ist mega mächtig.

Das ist jetzt, weil ich auch von anderen großen Influencern gehört habe.

Die haben zwar einen großen Blog, die haben eine große E-Mail-Liste, aber die Leute kommen immer und sagen: "Hey, ich kenne dich aus YouTube."

Das ist immer das, was die Leute sagen.

Da ist so eine krasse Verbindung da.


(Lesetipp: Der 10.000 Euro-Newsletter: So schreibst du einen Newsletter, der geöffnet, gelesen und geklickt wird)

Hendricks Verhältnis zu YouTube Content...

Hendrik Lennarz: Unsere Strategie sieht so aus, dass wir keine hatten über Jahre.

Wir haben alles in unseren Podcast, Longform, in unseren Podcast gehauen.

Ich glaube, wie du auch.

Wir nehmen den Podcast mittlerweile als Video auf, machen ihn aber eigentlich als Podcast und recyceln ihn auf YouTube.

Also spielen den einfach auf YouTube aus, so wie das jetzt viele machen.

Für mich gibt es, und jetzt fängt das so ein bisschen an eine Strategie zu werden.

Warum?

Weil ich finde, was wir auch zu lange vernachlässigt haben, YouTube ist halt ein SEO-Kanal.

Das heißt, darüber bleibt dein Podcast da, weil die Leute suchen danach und das ist ja mit in deiner Podcast-App im Normalfall nicht der Fall.

Also das wäre der strategische Punkt dahinter.

Nummer eins.

Und Nummer zwei ist, da haben wir vielleicht einen kleinen Hack hier für alle.

Das haben wir sehr gut rausexperimentiert in unseren E-Mails.

Wenn wir eine E-Mail, also Newsletter, wir haben da eine ganz gute fette Base am Start, wenn wir unseren Podcast quasi dort announcen, sage ich einfach mal.

Dann haben wir getestet, funktioniert der YouTube-Link oder der Podcast-Link mehr geklickt von den Menschen da draußen.

V unserer Zielgruppe.

Ich könnte dich jetzt fragen, aber ich glaube, ich habe es schon angespoilert, und natürlich ist das der YouTube-Link.

Weil das Podcast-Verhalten von den Menschen ein anderes ist.

Du kriegst nicht jetzt eine E-Mail, wo ein geiler Podcast beworben wird und klickst da drauf und hörst jetzt den Podcast.

Das machen die Menschen nicht, weil sie sind auf der Arbeit.

Sondern im besten Fall merken sie sich das Ding für heute Abend oder so.

Bei YouTube wiederum ist es anders.

Bei YouTube ist es zugänglicher als der ganze Podcast-Kram.

Und deswegen haben wir YouTube damit am Start.

Also ich persönlich sehe für mich ist YouTube jetzt die Nummer eins Podcast-Plattform geworden.

Ich habe damals Podcasts immer über Apple Podcasts gehört, über mein iPhone und so.

Aber mittlerweile, die ganzen Podcasts, die ich höre, die habe ich bei YouTube abonniert und die gucke ich auch bei YouTube beziehungsweise höre ich.

Weil, wenn man YouTube Premium hat, kann man ja Display ausmachen und so.

Und dann einfach im Hintergrund laufen lassen und auch keine Werbung und so.

Deshalb ist für mich YouTube die Podcast-Plattform geworden.

Deshalb ist bei mir damals, habe ich auch gedacht, okay, ich mache Podcast und recycle es auf YouTube.

Mittlerweile mache ich YouTube und recycle es als Podcast.

Walter Epp: Spannend, finde ich super spannend.


(Lesetipp: 30 erprobte Wege deine E-Mail-Liste aufzubauen)

 

Warum YouTube besser ist als jede andere Podcast Plattform

Und so wie du sagst, ich würde jetzt mal Hypothese raushauen.

Wenn ich nicht dafür oder, ich meine, wenn die Masse dafür nicht YouTube Premium bräuchte, dann würde YouTube das Podcast-Game sofort gewinnen.

Weil, ehrlich, die Apple Podcast-App ist der größte Schrott, finde ich.

Aber ich glaube, solange das in der Premium-Funktion da drin hängt, glaube ich, wird es schwieriger.

Aber ich glaube, sobald das da draußen wäre, würden die Leute das.

Ich schaue halt immer so ein bisschen über den großen Teich nach Amerika.

Und ich sehe halt, dass die ganz großen Interviewformate auch bei YouTube Millionen von Klicks haben.

Das sind ja nicht nur Leute, die Premium haben, denke ich.

Und deshalb denke ich, das wird bei uns hier auch ankommen.

Spotify hat das jetzt auch gemacht.

Ich hoste ja auch über Spotify, dass du bei Spotify jetzt auch Video gucken kannst.

Dass du dein Podcast auch direkt mit Bildfunktion, wenn du unbedingt sehen willst, wie zwei Leute sich unterhalten.

Ich weiß ja nicht, was das so spannend ist.

Aber deshalb Video-Podcast ist eigentlich, denke ich, so die Zukunft.

Deshalb bewege ich mich in die Richtung.

Und was ich cool finde bei YouTube ist der Algorithmus.

Der ist viel besser.

Also du hast die Chance, bei YouTube entdeckt zu werden.

Ich habe das Gefühl, bei Apple Podcasts entweder die Leute kennen dich und suchen dich und finden dich oder die kennen dich nicht.

Bei YouTube hast du diese Entdeck-Funktion durch den Algorithmus.

Na, jemand hat vielleicht ein Podcast über Marketing gehört, dann wird der Growth Marketing Podcast von euch vorgeschlagen.

Na, oder jemand hat die Schreib-Such-Diät gehört und dann kriegt er einen anderen Podcast zum Thema Schreiben.

Das finde ich bei YouTube.

Das ist einer der Hauptgründe, warum ich YouTube mache.

Ist diese Entdeckbarkeit.

Und dass der Content viel länger auch gefunden und geklickt wird.

Ich habe Videos, die ich vor ein paar Jahren gemacht habe, die immer noch geklickt werden.

Das ist ab.

Deshalb, mein Ansatz bei Content ist immer langfristig denken.

Deshalb, ich weiß nicht, ob du mich so ein bisschen verfolgst, aber ich mache ja kein Social Media.

Das ist mir alles zu kurzlebig.

Ich mache nur Longform-Content.

Also Longform-Blogartikel, Longform-Podcast, Longform-Video.

Kein Social.

Als Tipp jetzt noch für meine Zuhörer, die jetzt Content machen.


(Lesenswert: 17 Content Marketing Techniken, die 2024 funktionieren)

 

Wie schaffe ich es, nicht alles direkt preiszugeben?

Der Haken ist, bei einem Content-Business ist ja gleichzeitig Content das Marketinginstrument.

Sagen wir, ich verrate meine Tipps auf LinkedIn, aber ich verkaufe ja auch mein Wissen.

Es ist ja auch Content.

Wie balancierst du das oder würdest du das balancieren, wenn du sagst, okay, ich bin jetzt Content, ich bin auch flink, bin relativ bekannt, habe mehrere tausend Follower.

Die Leute hören gerne meine Tipps.

Aber wie schaffe ich das, nicht alles rauszugeben oder gebe ich alles?

Walter Epp: Was ist jetzt, wenn ich sage, okay, ich verkaufe nicht das Umsetzen, sondern wirklich nur die Workshops, also ich verkaufe wirklich einfach nur Wissen?

Würdest du dann etwas ändern oder würdest du sagen, es ist egal, die Leute kommen trotzdem?

Hendrik Lennarz: Gute, richtige, wichtige Frage.

Ich nehme wieder uns als Beispiel.

Wir hauen Hacks raus die ganze Zeit.

Und ich habe einfach gelernt, also zu, zu was auch immer du mich fragst, ich sage auch übrigens, wenn ich keinen Hack habe.

Aber wir machen das pa.

Meistens haben wir schon irgendwie woi.

Das heißt, wir hauen immer Hacks raus.

Und ich glaube, ich habe gelernt, dass mit dem einzelnen Hack die Person oder die Zielgruppe XY außer sich inspiriert zu fühlen, gar nicht so richtig was anfangen kann.

Ein Hack ist ja nur ein Hack.

Aber den jetzt mitzunehmen, den jetzt auf deine Situation, auf deine Zielgruppe, auf dein Ding, was du da gerade hast, jetzt zu transferieren, um dann zu gucken, ob der auch bei dir funktioniert, das ist das, was wir verkaufen.

Das heißt, ich verkaufe nicht das Wissen und den einzelnen Hack zum Thema, wie machen wir Content als Beispiel.

Sondern den kann ich raushauen, jeden Tag 20 Mal auf verschiedenen Plattformen.

Sondern damit inspiriere ich.

Ich will den Pain damit triggern.

Und wie das aber genau, das wie das jetzt für dich am besten funktioniert, das ist das, was wir verkaufen.

Und damit kommen wir gar nicht in die Situation, dass wir zu viel erzählen oder so.

Sondern diese methodische, systematische, also dieser Fokus darauf, das ist das, was wir verkaufen und nicht der einzelne Hack zum Thema E-Mail-Marketing, LinkedIn, whatever.

Ja, und das kann ich, fehlend gesagt, Alex Hoshi sagte dazu: „Tell all the secrets and sell the implementation.“

Also die Umsetzung.

Ich habe auch einen Vortrag zum Thema SEO gehalten.

Und am Ende kamen die Leute dann und sagten: „Ja, willst du das für uns umsetzen?“, obwohl ich eigentlich im Vortrag alles mehr oder weniger verraten habe.

Trotzdem wollen die Leute das dann einfach nicht selber machen und denken sich so: „Okay, willst du das für uns machen?“

Das ist, wenn man, aber wiederum, da ist man ja eher Dienstleister.

Man verkauft die Implementierung, also das Umsetzen oder das Anpassen auf die einzelne Sache.

Was ist jetzt, wenn ich sage, okay, ich verkaufe nicht das Umsetzen, sondern wirklich nur die Workshops, also ich verkaufe wirklich einfach nur Wissen?

Würdest du dann etwas ändern oder würdest du sagen, es ist egal, die Leute kommen trotzdem?

Walter Epp: Guck mal, mein Beispiel mit meinen Bootcamps von ganz am Anfang.

Da habe ich ja nicht 8 Stunden nur Hacks rausgeballert, sondern wir haben schon echte Beispiele gezeigt, wie wir das gemacht haben.

Also theoretisch hätte jeder da so, war ist auch das Format aufgebaut gewesen.

Das Format von den Bootcamps ist bei mir immer so, dass ich sage: „Du hast nicht 100 Sachen, sondern am Ende wirst du im Workshop priorisieren, was sind deine Top drei Dinge, die du morgen umsetzt?“

Das heißt, wir haben denen schon wieder beim Priorisieren geholfen, wo man schon wieder sagen könnte: „Hey, Moment, das musst du doch verkaufen.“

Wo ich sage: „Gar nicht, muss ich so.“

Deswegen haben die aber trotzdem dann montags angerufen und gesagt: „So, ich habe jetzt nochmal drüber nachgedacht, den Top 1, den kriegen wir nicht hin.“

Also selbst da würde ich sagen, ich glaube, du kannst da draußen gar nicht zu viel verraten.

Und jetzt mache ich bewusst einen Disclaimer aus: Natürlich, du bist Coca-Cola und willst dir deine Secret Formel für den Coca-Cola Sirup nicht verraten.

Also es gibt schon Dinge, die du nicht verraten sollst.

Aber meistens ist das super klar, was du nicht verraten solltest.

Hendrik Lennarz: Also das ist auch wie ich das mache.

Es ist so wie du es auch gesagt hast.

Nur ich verkaufe keine Implementierung.

Ich bin kein Dienstleister, also kein „Done for you“ oder so.

Sondern wirklich die Leute kommen zu mir, sagen: „Hey Walter, du redest über Content. Wie geht das?“

Dann sage ich: „Hier, mein Buch so.“

Und die Sachen, die im Buch vorkommen, die kommen auch hier und wieder mal vor.

Aber der Haken ist, das sind so, ich sage immer, das Gleichnis von Puzzle.

Es sind so Puzzleteile, wo ich sage: „Hier, das ist ein schönes Puzzleteil, das ist ein Puzzleteil.“

Die Leute sagen immer: „Aha, cool, cool. Was hast du noch?“

Und am Ende kaufen sie das fertige Puzzle, weil es ist ziemlich frustrierend, sich die Puzzleteile selbst zusammenzusuchen oder wenn ein paar Teile fehlen.

Das ist mega nervig.

Ich habe kleine Kinder, mit denen zu puzzeln, es ist ultra frustrierend, wenn dann ein Teil fehlt.

Da würde ich so viel Geld für bezahlen, wenn das jetzt komplett wäre.

Und genau deswegen, du erzählst eigentlich Puzzleteile, aber kaufen die Leute immer das System.

Also ein Buch im Grunde ist ja genau das, ein zusammengefügtes System von Wissenshäppchen, das am Ende ein gemeinsames Puzzle ergibt.

Hendrik Lennarz: Ich bin komplett d'accord.

Ich finde technische Companies, also die technischen Produkte verkaufen, dazu gehört aber auch so ein Schraubenhersteller aus Baden-Württemberg, ne.

Also so, die so sehr technisch, ingenieursmäßig angehaucht sind, die wiederum aus meiner Sicht eine ganz andere Herausforderung haben als diese, wenn ich das so sagen darf, Nerd-Herausforderungen im Contentbereich, die wir beide gerade hier besprechen.

Weil die haben ja den Punkt, dass sie niemals gelernt haben, in diesem Pain zu sprechen.

Sondern die reden von ihrem „Wir produzieren diese Fernbedienung hier und die hat 33 Knöpfe und bla bla bla“.

Das interessiert niemanden im ersten Schritt, dass die 33 Knöpfe hat, sondern: „What the fuck, was kann ich mit dem Ding machen?“

So, das können die nicht.

Und das ist etwas, was wir bei unseren Kunden sehr, sehr oft haben: Die erstmal aus dieser Box rauszuholen, die ganze Zeit über sich selbst zu reden und über ihre tollen Features Schnickschnack.

Und nicht darüber, wie das Beispiel eben mit deinem Fischer aus Sicht des Fisches:

„Ich brauche keine Fernbedienung mit drei Knöpfen, sondern ich brauche vielleicht ein Smart TV, auf dem ich Netflix gucken kann, weil meine alte Kiste kann das noch nicht.“

Das ist so das, was ich viel mehr sehe, ehrlich gesagt.

Hendrik Lennarz: Menschen überschätzen, wie interessant das Produkt ist.

Also ich denke: „Boah, ich habe so ein tolles Produkt gebaut.“

Dann kommen Leute, die sagen: „Boah, ich habe ein Jahr in diesem Buch geschrieben, die Welt wartet auf dieses Buch.“

Sage ich: „Ganz ehrlich, überschätzt nicht das Interesse an deiner Person oder an deinem Buch oder so.“

Sondern du musst da reingehen, wo die Unterhaltung fortgesetzt wird, die im Kopf deines Lesers, Zuhörers oder Zuschauers ist.

Der hat eine Unterhaltung im Kopf, da musst du weitermachen.

Und da kommt das Thema Storytelling.

Ist Storytelling nützlich für Growth Hacking?

Ich bin großer Fan von Storytelling.

Ich mache das Tag ein Tag aus, bringe es meinen Leuten auch bei.

Wie bist du mit dem Thema Storytelling?

Benutzt ihr das beim Thema Growth Hacking?

Also du sagst: „Hey Leute, wir machen neue Story, jetzt erzählt ihr diese Story und zwar so.“

Und das hat dann Erfolg gehabt oder wie geht ihr mit Storytelling um?

Hendrik Lennarz: Ja, auf jeden.

Storytelling ist für mich ehrlich gesagt alles.

Egal, ob in dem Sales Pitch, in einer Keynote oder in diesem Podcast.

Meine Bootcamp-Geschichte eben, die hätte ich euch auch anders nüchterner oder so erzählen können.

Als dass ich das nach meinem Start des Unternehmens und ich musste meine Miete verdienen und so.

Also könnt ihr selber bewerten, ob das gut ist oder schlechtes Storytelling war.

Aber was ich weiß ist, mit einer Geschichte drumherum wirst du damit eher, wie man neudeutsch vielleicht sagt, relaten.

Also das spricht die Leute einfach besser an.

Es ist spannend dazu zu hören.

Für mich ist das das A und O.

Ich hätte jetzt wieder eine total geile Geschichte, die ich erzählen könnte, wie ich mein „First Time Storytelling Moment“ hatte.

Aber ich weiß nicht, ob wir so viel Zeit haben.

Wenn ja, mache ich es gerne.

Hendrik Lennarz: Ich hatte Führungskräftetraining damals in meiner Zeit bei Trust Jobs.

Es waren einmal im Monat, sechs Mal.

Und ich habe mich nie vorbereitet, weil eigentlich wollte ich da auch gar nicht hingehen.

Und beim sechsten Mal bin ich morgens aufgewacht: „Scheiße, heute, ich habe das verpeilt. Heute ist ja diese letzte Session. Was war noch mal die Hausaufgabe?“

Habe ich schnell nachgeguckt.

Hausaufgabe war, einen 15-Minuten-Vortrag zum Thema meiner Wahl zu halten.

Ich habe schon sehr viele Vorträge gemacht, auch bis dato schon.

Das heißt, so ganz so schlecht war ich darin nicht.

Und dann habe ich überlegt, was machst du jetzt?

Du könntest dir über dein aktuelles Projekt gerade irgendwas erzählen.

Das ist ja dann irgendwie da und wäre einfach gewesen.

Ich stand aber bei uns im Schlafzimmer und da hängt so ein schönes, so ein ganz toller heller weißer Strand mit türkisblauem karibischem Wasser dahinter.

So wie ein Olivenbaum im Vordergrund.

Aber so ein ganz großer.

Vielleicht habt ihr ungefähr so ein Bild.

Ein ganz warmes Bild.

Das hängt bei uns mitten im Schlafzimmer.

Und da stand ich vor und habe da drauf geguckt.

Und dieses Bild hat für uns eine Geschichte, weil damals, als wir uns kennengelernt haben, wussten wir nicht, wo das ist.

Und wir haben dann irgendwann mal zwei Monate eine Weltreise gemacht, um zu finden, wo dieses Bild aufgenommen wurde.

Und ich stand davor und habe dann gedacht: „Ja komm, Scheiße, so ein Business-Ding muss ich heute eh nicht präsentieren, sondern ich erzähle denen einfach diese Geschichte.“

Und dann bin ich in dieses, müsst euch vorstellen, so ein Hotel mit so einem Seminarraum, wo die Cola-Flaschen auf dem Tisch stehen.

Business-Leute und ich so ungefähr.

Und jeder erzählt da seine beste, seine beste tolle Business-Präsentation.

Und ich komme dann da um die Ecke und erzähle meine Urlaubsgeschichte mit Sinn.

Und das war danach wie so ein schlechter amerikanischer Film, als ich fertig war.

Weil es war so leise und auf einmal fing die so langsam an.

Kannst du dir vorstellen?

So, so, und das, das war mein Moment, weil der Trainer ist dann zu mir gekommen, vor allen anderen, und hat gesagt: „Henrik, ich mache das seit 24 Jahren hier, das war die beste Präsentation, die ich in 24 Jahren hier gesehen habe.“

Und das war mein Klick, wo ich gemerkt habe: „Alter, diese ganzen Business-Kram-Sachen, du musst einfach geile Geschichten erzählen.“

Und natürlich nicht zu irgendwas.

Ich hatte da jetzt ja die Freiheit, über irgendwas reden zu dürfen.

Aber so das war ehrlich gesagt mein Moment.

Und ich sage jetzt einfach mal, seitdem kann ich das ganz gut.

Macht mir selber ohne Ende Spaß und das, das merken die Leute.

Das war jetzt schon wieder eine lange Storytelling-Geschichte.

Sorry.

Walter Epp: Nee, alles gut.

Auf jeden Fall, wir machen ja hier Longform-Content.

Hat Hendrick Lennarz ein Storytelling System?

ine Frage hätte ich noch: Hast du dir das mal so zurechtgelegt in Form eines Systems, wo du denkst: „Ne, erst eins, dann zwei, dann drei.“

Oder machst du das so, bist du einfach ein guter Storyteller?

Hendrik Lennarz: Ja, ich habe das einfach so gelernt, ohne System.

Aber dann bin ich ja irgendwann wirklich so Speaker geworden.

Auch, ich glaube, für gutes, gutes Geld.

Und dann fängst du auf einmal an, das zu systematisieren.

Weil das kannst du dann immer nicht nur aus der linken Hosentasche machen, wenn da auf einmal 15 Leute vor dir hast.

Das musst du dann schon anders machen.

Das heißt, für Keynotes habe ich schon ein sehr sauberes System.

Für diese ganze Business-Welt wiederum bin ich großer Fan von der „Build Story Brand“, also von dieser Hero-Story.

Sag mal, wie das Framework richtig heißt.

Ich weiß immer nur, wie man es benutzt.

Boah, ich weiß, dass das Buch hier liegt.

Und der Alex liest das gerade.

Ich habe selbst noch nicht gelesen.

Ich habe so meine eigene Storytelling-Formel.

Aber ich weiß, dass Story mega wichtig ist.

Und meine ganze Brand um Story bauen kann, sollte.

Also das ist wirklich ein ganz einfacher Prozess.

Also einfach ist der nicht.

Aber ich glaube, es sind acht Stufen.

Fängt immer gleich an mit der Zielgruppe.

Dann kommt der Hero, du bist nicht der Hero und so.

Was ich zum Üben an meine Leute, und wenn wir Kunden haben, mit denen wir sowas machen, nehme ich immer gerne mit und sage: „Hier, komm, füllt das einmal für euch aus.“

Und danach machen wir zusammen.

Dann haben wir ja so, schwer ist das finde ich eigentlich auch nicht.

Storytelling ist super wichtig.

Und mir hat’s geholfen, das einfach zu systematisieren, damit ich nicht jedes Mal raten muss: „Wie erzähle ich jetzt diese Story?“

Ich bin halt so ein Fan von A, B, C, D, E und so weiter.

Das ist so mein einfacher Prozess, den ich für mich so zusammengestellt habe, wo ich dann mal weiß: „Okay, so erzähle ich die Story. Worum geht’s? Was sind die Konflikte? Was sind die Stakes, also was steht auf dem Spiel?“

Das ist das Wichtigste, denke ich auch, was die Leute auch in der Story hält.

Und einfach immer nur Story, Story, Story.

Die Leute, obwohl ich mich selbst nie als Storyteller bezeichnet habe, schreiben die Leute immer: „Boah Walter, ich mag deine Geschichten und so.“

Weil ich die auch bewusst einbaue, weil es einfach funktioniert.

Walter Epp: Ich selbst mag auch Geschichten, kann ich mir ganz stark anhören.

Geht mir genauso.

Also ich bezeichne mich auch nicht als Storyteller.

Und außer wie jetzt hier bei dir, wo ich drauf angesprochen werde, mache ich das auch total nativ.

Also ich überlege mir nicht: „Ich muss jetzt dazu eine Geschichte erzählen, weil das besser funktioniert.“

Sondern mir macht einfach auch selber Spaß, das mehr Spaß zu erzählen als eine Geschichte.

So, da bist du auch schon im Bereich der unbewussten Kompetenz angekommen.

Ne, Level 4 der Kompetenz.

Das kann sein, Level 4 der Kompetenz.

Aber für die, die noch nicht so weit sind:

Man fängt ja an, erstmal: „Ich habe keine Ahnung.“

Dann lernt man das, dann macht man es erstmal ganz bewusst.

Und dann irgendwann macht man das schon unbewusst.

Das ist, denke ich, wo wir alle hin wollen mit unserem Content-Game.

Ein Tipp für alle die Neu im Content-Game sind!

Walter Epp: Wenn jemand da anfangen würde, jetzt Content zu machen.

Ein letzter Tipp zum Abschluss an meine Content-Creator, Content-Marketer da draußen.

Henrik, was würdest du den raten, um zu sagen: „Okay, ich will mit Content vielleicht nicht viral gehen, aber mir was aufbauen, bekannt werden und ein Business drum bauen?“

Hendrik Lennarz: Also nochmal, leider, aber es ist halt so:

Super klarer Blick, wer ist deine Zielgruppe?

Erstens.

Zweitens, was sind die zehn wirklichen Probleme, die diese Zielgruppe hat?

Wirklich.

Und die musst du validieren.

Die darfst du dir nicht ausdenken.

Sondern sind das wirklich die zehn?

Und wenn du mit fünf startest, weil zehn zu viel sind, ist auch gut.

Aber was sind so die fünf oder zehn echten Probleme, die diese Zielgruppe hat?

Drittens, und dann viertens:

Schreib zu jedem mal eine kleine Story auf, welchen Kontakt du mit diesem Problem der Zielgruppe hattest.

Ich hatte eben schon mal so ein Beispiel gesagt, ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Kunden, der hatte dieses Problem.

Damit hast du auch schon dich nicht mehr in den Vordergrund gespielt, sondern den Kunden, der dieses Problem hat.

Und wenn du das mal so systematisch, ganz einfach aufbaust, das hört sich ja einfach an, als das ist ehrlich gesagt dann mein letzter Tipp, den ich bei Content immer gebe:

Durchziehen.

Hört nicht nach dem dritten, vierten Mal auf, weil ihr immer noch nicht Millionär seid oder viral gegangen seid oder so.

Sondern zieht es durch.

Weil wenn ihr es durchzieht, die, also es scheitern alle, weil sie nicht durchziehen.

Und alle, die es geschafft haben, haben eins gemeinsam: Sie haben durchgezogen.

Und deswegen, ja, zieht’s durch.

Walter Epp: Super.

Ja, super Schlussworte.

Da werde ich auch nichts mehr hinzufügen.

Leute, deshalb schreibt großartig, seid großartig, und wir sehen uns, hören uns beim nächsten Mal.

Ciao.

Hendrik Lennarz: Perfekt. Ciao.

Walter Epp: So, meine Lieben, wenn ihr euer Wachstum entfesseln wollt, dann schaut bei Hendrik Lennarz und seinem Team vorbei.

Und zwar beim Podcast.

Der heißt „Unlock Growth Podcast“.

Einfach bei der Podcast-Plattform eurer Wahl:

„Unlock Growth“ eingeben und da dann die ganzen Hacks, Tricks und so anhören, reinziehen.

Und wenn ihr sagt:

„Wir wollen das aber nicht selber umsetzen, brauchen Hilfe“,

dann könnt ihr das Team auch gerne kontaktieren.

Und ihr könnt natürlich Hendrik bei LinkedIn folgen.

Da gibt’s auch ganz tolle Hacks und Tricks und anderen tollen Content.

Und ich sage nochmal danke an Hendrik.

Schreibt Großartig,

seid großartig.

Dein Walter.

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