November 30

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29 Wege, um deinem Leser zu zeigen, dass er dir nicht egal ist und ihn damit zum Fan zu machen

„Ohne den treuen Leser bin ich nur eine quakende Stimme im Nichts.“

– Stephen King

Du willst deine ersten 1.000 Fans, die alles kaufen, was du hast?

Dann ist dieser Artikel das Wertvollste, was du im Internet finden wirst.

Wenn du aus müden Zombies wahre Berserker-Fans machen willst, dann lies weiter.

In diesem Artikel verrate ich 29 erprobte Wege, um dir eine Leserschaft aufzubauen, die treuer ist als ein Schäferhund.

Legen wir los:

#1 Der eigene Name klingt am schönsten

Ich habe einen Kater.

Sein Name ist Garfield.

Garfield hat gelernt auf seinen Namen zu hören und stolziert zu mir, wenn ich ihn rufe. Das Einzige, was er lieber hört als seinen eigenen Namen, ist das Wort „Futter“.

Worauf will ich hinaus?

Jeder hört gerne seinen eigenen Vornamen (auch die Gehrinaktivität nimmt dabei zu).

Wenn du E-Mails personalisieren kannst, dann tue es.

Doch selbst wenn nicht: Baue Leser in deine Artikel ein („Luise hat unter meinem letzten Artikel Folgendes geschrieben…“)

Was denkst du, wie groß die Freude eines Lesers, wenn er seinen Namen in deinem Artikel findet?

#2 Der ultimative Tipp:

Wie kannst du einem Menschen zeigen, dass er dir nicht egal ist?

Indem du etwas machst, worüber sich jeder Mensch freut.

Es ist eine der stärksten Formen der Wertschätzung.

Was ist es?

Du gratulierst ihm zum Geburtstag.

Das kannst du natürlich nicht bei jedem machen. Höchstens bei einer Handvoll Lesern. Wenn du also den Geburtstag eines Lesers erfahren hast (z.B. bei einem Workshop), dann mach dir eine Erinnerung im Kalender.

Gratuliere deinem Leser hinterher zum Geburtstag und lass dich von seiner überwältigenden Reaktion überraschen.

#3 Brauchst du Hilfe?

brauchst du hilfe?

Nachdem du einen Blog erstellt hast, brauchst du Reichweite.

Wenn dein Blog schon läuft, brauchst du ein besseres Ranking.

Kurz:

Irgendwann braucht jeder einmal Hilfe.

Was kannst du also tun?

Du kannst deinen Leser gerne um Hilfe bitten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Akt der Menschlichkeit. Die meisten Menschen sind gern dazu bereit, anderen zu helfen – und fühlen sich hinterher sogar besser.

So gibst du deinem Leser auch das Gefühl, etwas zu deinem Erfolg beigetragen zu haben.

#4 Schreibe deine E-Mails nicht an alle Leser gleichzeitig

Wie schreibst du deine E-Mails und Blogbeiträge?

Adressierst du deinen Leser direkt oder schreibst du das breite Publikum an?

Hier ist eine alte Weisheit vom legendären Dan S. Kennedy:

Auch wenn deine Texte an Tausende Menschen raus gehen, werden sie immer nur von einer Person gleichzeitig gelesen.

Adressiere deine Mails und Blogartikel also immer nur an eine Person.

Mit dem Personalpronomen ‚Du‘ kannst du dabei nichts falsch machen.

So erweckst du den Eindruck, als würdest du persönlich mit deinem Leser sprechen, wenn er deine Texte liest.

 

#5 Lass ihn in dein Wohnzimmer

Keine Sorge, ich meine das nicht wörtlich.

Ich meine damit die “Kevin Hart Methode”.

Nach einer Reihe erfolgloser Auftritte änderte Kevin Hart seine Methode:

Er fokussierte sich in seinen Shows auf seine persönlichen Niederlagen, Misserfolge und Schwächen.

Das war sein Durchbruch und sein Publikum fing an, ihn zu lieben. Was solltest du tun?

Zeig deinem Leser, dass du es ernst meinst:

Lade ihn in dein intimes Wohnzimmer und teile mit ihm deine peinlichen Geheimnisse.

 

#6 Sie sagen, dass dein Leser Unrecht hat.

Du weißt es aber besser.

Auch dir hat man gesagt, dass du Unrecht hast.

Dass du dir einen sicheren Job suchen sollst.

Dass ein Blog einfach keine Zukunft hat.

Freunde, Kollegen und Mäuler voller Neid wollten dich davon abbringen, deine Träume zu verwirklichen – wir alle kennen das.

Was will ich damit sagen?

Wenn dein Leser große Pläne und Träume hat (und dazu solltest du ihn inspirieren), bekommen sie viel Gegenwind und Ablehnung.

Aber nicht von dir!

Gib deinem Leser Recht, ermutige ihn und zeig ihm, dass du zu denen gehörst, die an seine Vision glauben.

Der Weg eines Bloggers oder Autors ist oft einsam – deshalb darfst du deinem Leser auch gerne mal als Freund begegnen und ihm auf die Schulter klopfen.

So wie in diesem Artikel: 10 Gründe, warum ich schlechte Texte schreibe

#7 Auch wenn du Batman sein kannst – sei lieber du selbst

batman

Spiderman ist beliebter als Batman.

Weißt du auch warum?

Weil Bruce Wayne ein gutaussehender und reicher Playboy ist, der (fast) alles hat – und sich kaum jemand mit ihm identifizieren kann.

Peter Parker dagegen ist klug, aber extrem unbeliebt in der Schule und ein Außenseiter – er hat Fehler, Macken und ist nicht perfekt.

Und genau das macht die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft so beliebt bei den Fans. Seine persönlichen Niederlagen machen ihn zu einem Underdog in einer Welt, in der alle perfekt sein wollen.

Deshalb lieben wir den fehlerhaften Peter Parker und viele können sich mit ihm eher identifizieren als mit Bruce Wayne.

Deine Aufgabe?

Sei du selbst.

Verstecke nicht deine Fehler. So zeigst du, dass du ein echter Mensch bist und dein Leser kann dich besser verstehen.

Beim Schreiben geht es nicht darum, den Leser zu beeindrucken – sondern ihn zu berühren.

#8 Fanpost

Kriegst du manchmal Fanpost?

Wenn ja, bist du auf einem guten Weg. Wenn nicht, solltest vielleicht die Richtung wechseln. Meine Frage ist:

Was tust du mit deiner Fanpost? Geht sie in der Masse der “schon gelesen” Kategorie deines E-Mail Accounts unter? Falls du noch keine Verwendung für die Liebesbriefe deiner Leser gefunden hast, ist hier ein Vorschlag:

Frag deinen Leser, ob du seine Antwort als Testimonial für ein Produkt oder für deine Seite nutzen kannst (mit Foto und Namen).

Auf diese Weise sammelst du dir nicht nur Testimonials, sondern zeigst deinem Leser, dass dir seine Meinung wichtig ist.

 

#9 Trinkst du gern Kaffee?

Wir alle tun es.

Auch die, die es verneinen, tun es heimlich, wenn niemand hinguckt:

Pupsen.

Aber wie du es dir vermutlich gedacht hast, geht es nichts ums Pupsen, sondern um’s Kaffee trinken.

Falls du nicht auf dem Mond lebst, wirst du sicher den einen anderen Leser finden, der in deiner Nähe wohnt.

Wenn du jemanden gefunden hast, kannst du ihn auf eine Plauderrunde zum Kaffee einladen.

Ein kleiner Hinweis:

Die Adresse deiner Leser findest du am einfachsten im E-Mail Footer, wenn sie auf deine E-Mails antworten.

Tipp: Bei solchen Kaffeerunden solltest nicht du reden, sondern der Leser. Schließlich willst du ihn besser verstehen, um später noch besser für ihn zu schreiben.

#10 “Nuff said”

In den letzten Monaten habe ich einige deutsche Blogs angeschrieben und ihre Blogbeiträge kommentiert.

Über die Reaktionen bin ich enttäuscht und schockiert gleichermaßen.

Die meisten deutschen Blogger sind faul und fahrlässig und ihre Arroganz wird sie irgendwann vor die Wand schleudern. Warum?

Weil sie nicht auf E-Mails antworten.

Weil sie Fragen in den Kommentaren nicht beantworten.

Weil sie ihre Leser ignorieren.

Gehörst du auch zu diesen „Elite“-Bloggern, die sich zu fein sind, um mit „Fremden“ zu kommunizieren?

Antworte auf die Mails deiner Leser. Der großartige Comic-Vater Stan Lee beantwortete die Fragen seiner Leser persönlich und publizierte einige Leserfragen in den Ausgaben seiner Comic-Hefte.

Er signierte seine Antworten immer mit den Worten: “Nuff said.”

Übrigens: Walter beantwortet immer noch jede einzelne Mail seiner Leser persönlich. Vielleicht betreibt er deshalb den lukrativsten Newsletter Deutschlands?

#11 Nicht alle werden dich lieben

“Auf einer Skala von 1 bis 10 ist sie keine 10 mehr”

~ Donaldo Trump über Heidi Klum in einem Interview.

Egal wie sehr du es auch versuchst, am Ende stehst du da wie ein Donald Trump:

Einige werden dich hassen – andere werden dich lieben.

Deshalb kannst du „Hater“-Kommentare und Mails nicht vermeiden.

Wie kannst du das zu deinem Vorteil nutzen und die Beziehung zu deinen Lesern verstärken? Indem du Folgendes machst:

Führe deine Hater auf’s Schafott – teile ihren Missmut und Hass mit deinen Leser (z.B. in einer E-Mail). Genauso wie eine Bärenmutter ihre Jungen vor Feinden verteidigt, werden sich deine Leser für dich einsetzen.

Denn je mehr Gegenwind du von Hatern bekommst, desto größer ist der Rückenwind, der von deinen Lesern ausgeht.

Nichts schweißt so gut zusammen, wie ein gemeinsamer Feind.

 

#12 Die Stan Lee Technik

Stan Lee Tecnique

60.

Das ist die Zahl seiner Cameo-Auftritte.

So oft konnten Fans ihren Lieblings-Comic-Autor Stan Lee in Filmen für einen kurzen Moment beobachten.

Wie kannst du diese Technik anwenden, um die Beziehung zu deinen Lesern zu festigen?

Leser teilen manchmal ihre Geschichten und Erlebnisse mit dir oder machen dich auf Fake-Gurus aufmerksam, die dich kopieren oder über dich herziehen.

Teile diese Stories mit deiner E-Mail Liste und nenne deine Leser-Quelle beim Namen (natürlich nur, wenn sie es erlaubt).

Das ist so, als würdest du einen Leser als Ehrengast in deine E-Mail Show einladen und ihn in der Geschichte deines Blogs verewigen.

Wünschst du dir nicht auch manchmal – wenigstens für einen Augenblick – auf der Bühne deiner Lieblings-Show zu stehen?

Gib deinem Leser einen Cameo-Auftritt.

#13 Ein Blog ist kein Tagebuch

“Ich bin großartig.

Ich schreibe großartig.

Ich träume großartig und alles dreht sich nur um mich.”

Wenn sich alles nur um dich dreht, solltest du anfangen, ein Tagebuch zu schreiben – da kannst du die Sau rauslassen und machen, was du willst.

Auf deinem Blog steht aber dein Leser im Fokus.

Wenn du also über Probleme und Träume sprichst, sollten es die Probleme und Träume deiner Leser sein – und nicht immer nur deine eigenen.

Du zeigst deinem Leser, dass er dir nicht egal ist, wenn du seine Probleme ansprichst und ihm auch eine Lösung zeigst.

 

#14 Der gute und der dumme Leser

Deine Leser sind nicht dumm.

Zumindest nicht alle.

Bei einigen wirkt es aber so, als würden sie ihre Schädeldecke aufreißen, das Gehirn beiseite legen und erst danach Videos oder Artikel kommentieren.

Doch um diese spezielle Gruppe geht es aktuell nicht.

Wir fokussieren uns auf den guten Leser:

Er schreibt fantastische Kommentare, die Spaß machen und von denen du hin und wieder etwas lernen kannst.

Und hier ist der Punkt:

Wenn du etwas Neues von deinem Leser gelernt hast, dann zeig es ihm.

Es gibt wenig Befriedigenderes, als wenn dein Vorbild, Mentor oder Lehrer zu dir kommt und dir sagt:

„Danke, jetzt habe ich auch etwas von dir gelernt.“

Das ist wie Honig für die Seele – gib deinem Leser ruhig etwas davon.

 

#15 “Ich stehe über dir”

Der David von Michelangelo ist eine 5,17 Meter hohe Monumentalstatue.

Wenn du vor ihr stehst, wirkt sie doppelt so groß und du so winzig wie eine Ameise.

Worauf will ich hinaus?

Genau so präsentieren sich viele Blogger – monumental, unerreichbar und ultra-beschäftigt für ihre Leser.

Wenn du deinem Leser zeigen willst, dass er dir nicht egal ist, dann blase dich nicht auf. Sei erreichbar – zumindest über E-Mail.

Mach dich aber auch nicht zur Klatsch-Tante, die man jederzeit anschreiben kann. Finde eine gesunde Mitte.

 

#16 Ist dein Leser es dir wert?

Manchmal packen Leser all ihren Mut zusammen und fragen dich, ob du ihren neuesten Blogbeitrag lesen könntest.

Das ist selten, kommt aber vor.

Wie reagierst du darauf?

Ignorierst du es?

Verschiebst du es auf die “Mach ich später”-Insel?

Wenn dein Leser dir nicht egal ist, dann solltest du den Artikel lesen oder zumindest überfliegen und viel wichtiger:

Kommentiere seine Arbeit.

Du zeigst deinem Leser, dass er deine Zeit Wert ist.

Oder wenn du keine Zeit hast, dann antworte wenigstens: „Danke für deine Mail. Leider habe ich keine Zeit, deinen Text zu lesen. Aber lass dich davon nicht abbringen deinen Traum weiterzuverfolgen. Es gibt genug Menschen da draußen, die deine Sachen lesen und lieben werden.“

 

#17 Gemeinsame Freunde

Hier ist die harte Wahrheit:

Du bist nicht die einzige Person, die gelesen wird.

Und das ist auch gut so.

Dein Leser hat wahrscheinlich noch ein “Vorbild”, das auch dein Vorbild ist. Oder es gibt eine Branchen-Legende, die euch beide inspiriert.

Dann sprich das an. Verrate deine Lehrer und Mentoren. Das sagt auch viel über dich aus.

Es bestätigt nicht nur deine Autorität, sondern verbindet dich ein Stück mehr mit deinem Leser.

Auch wenn ein gemeinsamer Feind dich und deine Leser zusammenschweißt – ein gemeinsamer Freund ist manchmal besser.

 

#18 Jeder macht mal Fehler

KFC ist berühmt für ihre Chicken Wings.

Ist nur doof, wenn die Chicken Wings ausgehen und deine Kundschaft hungrig bleibt.

Was tust du in einem solchen Moment?

Da gibt es nur eine Lösung: Du entschuldigst dich.

Genau so macht es KFC und startete die Werbekampagne “We’re Sorry” unter dem Titel “FCK.”

Was lernst du daraus?

Wenn dir mal ein Erreur passiert, dann spiel nicht den harten Kerl und schiebe die Schuld auch nicht auf andere.

Entschuldige dich einfach und zeig deinem Leser, dass er dir nicht egal ist und du für einen Fehler auch mal grade stehen kannst.

Beispiel: Walter hat mal einen Newsletter mit einem Fehler rausgeschickt. Danach schickte er eine Richtigstellung. Die Richtigstellung brachte ihm mehr Verkäufe als die erste Mail.

 

#19 Öxperten ziehen sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf

“Alles was ich weiß, habe ich mir selbst beigebracht.

Jahrzehnte langes Wissen auf eigene Faust erforscht und etabliert.”

Selten gibt ein Guru zu, dass er etwas von jemand anderem gelernt hat, jemandes Technik kopiert oder Methoden übernommen hat.

Wenn du aber die Lorbeeren deinem Vorbild oder Lehrer gibst, näherst du dich dadurch deinem Leser.

Wie das?

Auf diese Weise öffnest du dich und bringst ihm dein Vertrauen entgegen:

“Hier ist einer, der mehr weiß als ich und von dem ich alles gelernt habe. Von ihm kannst du vielleicht mehr lernen. Aber ich vertraue dir, dass du weiterhin mein treuer Leser bleibst.”

Das ist Ehrlichkeit – und damit kommst du bei deinem Leser weiter als mit geheucheltem Expertenwissen.

 

#20 “Ich habe Angst, meinen Lesern auf die Nerven zu gehen”

Viele haben Angst, täglich einen Newsletter zu schreiben.

Viele wagen sich nicht über die Grenze von einer E-Mail pro Monat hinaus.

Einige fühlen sich bei dem Gedanken schlecht, ihre Leser über einen neuen Artikel via Mail zu informieren.

Schluck die rote Pille und erkenne die Wahrheit:

Um treue Leser zu gewinnen, musst du die Fake-Leser aus deinem Newsletter wegekeln.

Wie machst du das am besten? Sei präsent.

Erscheine öfter im Posteingang deiner Leser als die Konkurrenz und pflege damit den Kontakt zu deinen Lesern.

Viele Newsletter-Leichen werden so aus dem Newsletter gespült.

Aber noch mehr werden bleiben, deine E-Mails lesen und sich an dich gewöhnen – und dich sogar vermissen, wenn du dich mal ’ne Woche oder länger nicht meldest.

Fakt: Walter kriegt immer Post von Lesern, wenn mal zwei Tage hintereinander KEIN Newsletter kommt.

 

#21 Ein Dankeschön reicht

Kommentiert dein Leser einen Beitrag auf deiner Seite?

Antwortet er auf deine E-Mail?

Schreibt er dir ein Lob für deine Arbeit?

Falls ja, kannst mit dieser Antwort nichts falsch machen:

Bedank dich bei deinem Leser.

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn du deine Leser einfach ignorierst.

Übrigens, wenn du kommentarlos ihre Kommentare unter deinem Artikel veröffentlichst sagst du damit mit anderen Worten:

„Ich habe keine Zeit für deine Kommentare und habe sie einfach veröffentlicht, damit mein Blog nicht so leer aussieht. Was du schreibst, ist mir eigentlich egal.“

Sag wenigstens Danke!

Das hier geht vor allem an all die “großen” Blogger da draußen, die sich zu fein sind, um die Kommentare ihrer Leser zu beantworten.

Schäm dich.

 

#22 Pro Bono

„Zum Wohle der Öffentlichkeit“.

Das ist die Bedeutung des lateinischen pro bono (publico) und impliziert die freiwillige und professionelle Arbeit ohne Bezahlung für das Gemeinwohl.

In dem Film „Ich bin Sam“ überzeugt der geistig behinderte Sam eine Star-Anwältin, ihn im Rechtsstreit um das Sorgerecht für seine Tochter zu vertreten – pro bono.

Worauf will ich hinaus?

Hin und wieder kannst du deine Spendierhosen anziehen und deinem Leser helfen, ohne ihm etwas zu verkaufen.

So zeigst du deinem Leser, dass du in ihm einen Menschen siehst anstelle eines Geldsacks auf zwei Beinen

Beispiel:

Walter hat unter dem Artikel zum Werbetexten die Leser aufgefordert, ihre Salespage zu verlinken. Dann gab er kostenlos ein paar Tipps dazu.

#23 Wie gehst du mit dieser Situation um?

Er streckt seine Arme empor, schließt die Augen und hebt seinen Kopf zum Himmel.

Mit einer überschwänglichen Freude atmet er den Duft der Freiheit ein und lässt sich vom Gewitterregen rein waschen, nachdem er zuvor durch ein Rohr voller Schei$e gekrochen war.

Eine ähnliche Erleichterung wie Andy nach seinem Gefängnisausbruch (im Film „Die Verurteilten“), fühlt auch dein Leser, nachdem er seinen Mut zusammengefasst und dir seinen Vorschlag für einen Gastbeitrag geschickt hat.

Leider ist der Vorschlag ein Mega-Flop.

Wie gehst du damit um?

Wenn dir der Beitrag nicht gefällt, dann antworte wenigstens mit einem kurzen „Nein Danke“.

Oder schick ihm (so wie Walter) kommentarlos einen Artikel, in dem du erklärst, warum du 99% der Gastbeiträge nicht nimmst.

 

#24 Sei kein Psychopath

Je öfter du E-Mails an deinen Newsletter verschickst, desto öfter werden dir deine Leser antworten.

Einige deiner Leser werden dir Komplimente schreiben.

Andere werden sich bei dir ausheulen und von ihren Problemen berichten.

Und wie wir alle wissen, sind Probleme nervig – vor allem die Probleme anderer Leute.

Deshalb meine Frage:

Sind dir die Probleme deiner Leser egal?

Oder gehst du auf die Probleme deiner Leser ein und fügst deiner Antwort eine Prise Empathie bei?

Zeig deinen Leser, dass du sie verstehst und dass sie nicht ihre Zeit vergeuden, wenn sie deine Artikel und E-Mails lesen.

 

#25 Manche Leser wollen einfach nur plaudern

Das Internet bietet uns eine unendliche Fülle an Gesprächsthemen.

Jeder (der eine Meinung hat) kann zu allem seinen Senf dazu geben.

Falls du mal eine Schreibblockade hast oder dir einmal die Themen für einen Newsletter ausgehen, kannst du einfach ein aktuelles Geschehen kommentieren und deine Leser nach ihrer Meinung dazu fragen.

Dadurch erhöhst du nicht nur die Interaktion zu deinen Lesern, sondern zeigst auch, dass dir die Meinung deiner Leser nicht egal ist.

Eine große Bloggerin in Deutschland hat neulich nach einigen Buchtipps gefragt zum Thema Unternehmertum, weil sie den Schritt von Bloggerin zur Unternehmerin wagt.

Da hab ich natürlich auf die Mail geantwortet und einige Buchtipps mit ihr geteilt.

Zum Thema Leser-Bindung alles richtig gemacht, vor allem als sie auf meine Mail geantwortet hat und sich für die Tipps bedankte.

# Lesetipp: Die besten Business Bücher aller Zeiten

#26 Was ist deine Aufgabe?

Neulich habe ich Google eine Frage gestellt:

“Was ist die Aufgabe eines Mentors?”

Die Antwort ist die Folgende:

“Die Aufgabe des Mentors ist es, zur Entwicklung des Mentee beitragen zu wollen.”

Als Blogger bist du nichts Geringeres als ein Mentor für deine Leser.

Hilf deinem Leser, seinen Traum zu verwirklichen und er wird dich niemals vergessen.

Und dir niemals fremd gehen.

 

#27 Respektiere deinen Leser

Respekt ist eine Art, seine Zuneigung zum Ausdruck zu bringen.

So kannst du auch deinem Leser zeigen, dass er dir nicht egal ist, indem du ihm mit Respekt begegnest.

Wie machst du das?

Indem du ehrlich zu ihm bist.

Neulich hab ich eine Salespage gesehen, die einen Kurs im Angebot für knapp 300 Euro hatte – anstelle von 32.000€ !!!

Deine Leser sind keine Idioten.

Du solltest aufrichtig mit ihnen sein.

Mit solchen Aktionen beleidigst du die Intelligenz deiner Leser.

 

#28 Woher die besten Ideen kommen…

Ein junges Mädchen schrieb ihm einen Brief.

Darin stand, dass ihre Brüder sich über ihn lustig machten, weil er keinen Bart trug.

Sie gab ihm den Vorschlag, er möge sich einen Bart wachsen lassen. So würden sich mehr Männer mit ihm identifizieren und ihn auch wählen. Auch für die Frauen wäre er mit einem Bart attraktiver, schrieb das Mädchen.

Sie würden ihre Männer dann dazu überreden, ihm ihre Stimme abzugeben.

Daraufhin lies sich Abraham Lincoln einen Bart wachsen und wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Die Moral?

Manchmal kommt es vor, dass Leser dir Vorschläge machen, wie du etwas besser machen kannst.

Nimm ihre Vorschläge an. Erwähne sie namentlich, wenn du den Ratschlag das nächste Mal umsetzt und du gewinnst eine treuen Leser fürs Leben.

 

#29 Liebe deine Leser

Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin.

Aber ich muss es an dieser Stelle loswerden:

Ich hasse es, in den Briefkasten zu schauen.

Entweder ist der Briefkasten leer und ich weiß, dass ich keinen einzigen Brieffreund habe.

Oder der Briefkasten ist voller Rechnungen und einem Hinweis, dass der Paketbote meine Lieferung wieder beim Nachbarn abgegeben hat, weil er zu faul war, in den dritten Stock zu laufen.

Was will ich damit sagen?

Zeig deinem Leser, dass du ihn liebst.

Schreibe hin und wieder einen Liebesbrief und bedanke dich bei ihm für seine treue Leserschaft.

Schließlich wünscht sich jeder von uns hier und da mal einen Liebesbrief, anstelle von Rechnungen und nervigen Newsletter-Werbungen.

Jetzt liegt es an dir

Welchen dieser Punkte setzt du heute noch um?

Schreibe es in die Kommentare.

Mach damit ein öffentliches Bekenntnis, dass du nicht zu den beschäftigten, abgehobenen und leserfremden Bloggern gehören willst.

Und teste, ob ich auf deine Kommentare eingehe 😉

Schreib großartig, sei großartig,

Alex

PS

Wenn du dich fragst: Wer ist Alex? Sagen wir es mal so: Offiziell ist er Texter bei Schreibsuchti. Inoffiziell ist er die Reinkarnation von Eugene Schwartz.

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  • Viele wertvolle Tipps, vielen Dank!

    „Lade ihn in dein intimes Wohnzimmer und teile mit ihm deine peinlichen Geheimnisse.“

    Das mache ich tatsächlich auch gern. … damit die LeserInnen auch mal was zum Lachen haben. 😁

    Ganz treuen und aktiven Followern schenke ich auch mal gern eine Kleinigkeit.

    Herzliche Grüße

    Carolina

    • Hallo Carolina,
      Ich habe in einem Newsletter vor kurzem auch ein peinliches Detail verraten.

      Wurde sehr gut gelesen und hat mir etwa 3000 Euro eingebracht 🙂

      Wenn man weiß, wie es geht, dann ist das ein wertvolles Instrument, um Leser zu binden – und auch um menschlich zu verkaufen 😉

      LG, Walter

      • Das ist ja Wahnsinn, Walter! Cooler Nebeneffekt!

        Ich versuche es mit peinlichen Geschichten nicht zu übertreiben. Sonst kommen die Leser meiner Kolumne aus dem Lachen gar nicht mehr heraus! 😁

        Da wir aber beim Thema sind … Eine Geschichte muss ich hier mal loswerden:

        Eines Samstags stieg ich mit Tüten voller Beute in den Bus. Ich schlürfte also meinen lauwarmen Cappuccino und hörte Musik auf meinem MP3-Player. Berauscht vom Koffein und schnellen Beats fühlte ich mich super. Einfach fantastisch! Die Ideen für neue Romane flogen mir nur so zu.

        Kurze Zeit später nahm eine Frau mit ihren Kindern Platz am anderen Ende des Busses. Da sie mit dem Rücken in Fahrtrichtung saß, kreuzten sich unsere Blicke immer mal wieder. Irgendwann ärgerte ich mich, weil sie meiner Meinung nach zu oft hinübersah. Aber dann dachte ich mir, dass ich an diesem Sommernachmittag wohl ausnahmsweise richtig gut aussehe. Und schon entspannte ich mich.

        Zu Hause angekommen, stellte ich die Tüten ab, zog die Schuhe aus und wollte gerade in etwas Gemütliches schlüpfen, als mein Blick den Spiegel streifte.

        Mir klappte die Kinnlade herunter.

        Mein weißes Oberteil war voller Kaffeeflecken. Nicht ein wenig hier und da, sondern komplett, als hätte ich den halben Becher auf mich gekippt! 😳

        Ich musste wohl so euphorisch gewesen sein, dass ich nicht einmal gemerkt habe, wie es passiert ist. 😅

  • Hallo Walter
    Deine Tips waren sehr ehrlich und eben menschlich! Ich setze viele Punkte schon seit einiger Zeit um.
    Jetzt muss oder darf ich das Motto einbringen in mein nagel neues Online-Projekt !
    Lese gerne Deine Ratschläge und binde sie ein, allgemein in mein Leben, oder ich speichere sie so oder so in meinen Gedanken.
    Danke Dir……
    Gruss aus der Schweiz……..
    René

  • Voll süß und witzig geschrieben!
    I Danke, ich habe sehr gelacht. Unsere Leser sind tatsächlich intelligenter, als der Durchschnitt und riechen faule Marketing – Eskapaden von der Stange 10 Meilen gegen den Wind.

    Behandel deine Leser*innen, wie deine besten Freunde. Sei einfach du selbst. Ehrlich, Authentisch und hilfsbereit. Ich rufe mir immer wieder Walters Frodo-Gandalf Vergleich in Erinnerung. Sei einfach Gandalf, der dem wahren Helden hilft, sein Ziel zu erreichen.

    Ich verschenke grad 3 Bücher unter meinen Newsletter Abonennt*innen. Einfach so, weil ich sie mag <3 🙂

    Danke für den Beitrag!

  • Hallo Walter
    es sind so viele gute Ideen, die du beschreibst. Die Leser um Hilfe bitten finde ich eine tolle Idee. Wie kann ich es anstellen, dass sie sich auch melden? Ich glaube ich habe viele Ghost Follower, die nie einen Kommentar schreiben. Oft erhalte ich Mails, wenn meine Artikel gefallen.
    Ja und ich liebe meine Leser und der Respekt, den ich ihnen entgegen bringe ist, dass ich interessante Blogs schreibe, mit denen man etwas anfangen kann. Für einen Liebesbrief kenne ich meine Leser zuweinig – aber ich kanns ja mal ausprobieren. Im Sinn von Danke dir mein treuer Leser – möchtest du mich heiraten? Oder so.
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz Rita

    • Wenn du willst, dass sich deine Leser „outen“, dann kannst du sie mit verschiedenen Methoden aus der Konserve locken.

      Ich schreibe demnächst einen Artikel dazu.

      Hier schon ein Tipp: Schreibe etwas extrem kontroverses. Da können Menschen nicht anders als dir zuzustimmen oder zu widersprechen 😉

      LG, Walter

  • Danke für den Artikel :-). Wundervolle Tipps dabei lieber Alex!

    Gerade dieses Abgehobene großer „Blogger“ und Unternehmer hat mich am Anfang wahnsinnig eingeschüchtert. Dann habe ich deinen Blog und deinen Newsletter entdeckt und das hat mir Mut gemacht. Und gezeigt, dass man es auch anders machen kann. Danke Walter.

    PS: Mir fehlen die Mails auch sobald mal eine Weile keine kommen ;-).

  • Hallo Walter,
    danke für den tollen Artikel und die tollen Tipps. Ich hab mir sogar nebenbei sogar ganz streberhaft ein paar Notizen gemacht. 😀

    Tatsächlich schrieb ich gerade beim Lesen mit einem „Fan“ meiner Seite und sie hat mich zu einem Beitrag inspiriert. Ich habe sie daraufhin gefragt, ob ich ihren Namen in dem Artikel verwenden darf. Sie schrieb mir wortwörtlich „Ja sehr gerne, es wäre mir eine Ehre.“ Da bekam ich gerade einen kleinen Schauer.. Danke für den Tipp!

  • Ein toller Blog. Das Schreiben ist auch meine Leidenschaft. Ich habe mein Werk zu drucken und binden lassen und halte nun mein Buch in den Händen

  • Danke für die Tipps. Als junger Autor hat man es nicht immer leicht. Ich kann da ein Lied von singen. Wer sein Buch drucken und binden lassen möchte, sollte sich an die Druckerei Mohnmedia wenden. Ich habe da wirklich gute Erfahrungen gemacht. Super Beratung und schnelle und qualitativ hochwertige Arbeit. Ich kann sie euch nur weiterempfehlen.

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