April 15

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Wie du in nur 8 Schritten deinen verdammten Roman endlich fertig schreibst

Roman schreiben: In 8 Schritten zum Erfolg

Ein schwarzes Loch.

Mitten auf meinem Desktop.

Der Ordner namens „Buchideen“, um meinen Roman zu schreiben.

Dieser Ordner verschlang alles, was mir an Ideen in den Kopf kam. Ich hatte auch mal drei Worte auf ein leeres Blatt getippt. Monate später sogar einige Zeilen.

Und weiter?

Irgendwann fürchtete ich das leere Blatt. Achselzuckend schloss ich: Schreibblockade.

Aber wieso? Wenn ein Chirurg nie eine Operationsblockade, ein Koch nie eine Spaghetti-Blockade und ein Bauarbeiter nie eine Baublockade hat?

Weil es ihr Job ist.

Und weil sie einem bewährten Prozess folgen, der sie immer ans Ziel bringt.

„Eine Geschichte ist nicht wie eine Straße, der man folgt“, hat Alice Munro geschrieben, „sie ist mehr wie ein Haus.“

Für ein fertiges Buch brauchst du also keine ewig lange Roadmap, sondern eine einfache Bauanleitung.

Diese werde ich dir heute geben.

Hier sind die 8 Schritte, die deinen Roman vom Grundstein bis zum fertigen Wohngemach führen werden:

Schritt 1: Lege das Fundament für deinen Roman

Jetzt wird es unangenehm:

Schraub die Erwartungen herunter.

Ja, du hast richtig gelesen.

Akzeptiere, dass dein erstes Buch kein Meisterwerk wird. Vielleicht wird es sogar grässlich. Die Hauptsache ist: du schreibst es fertig. Denn dann weißt du, dass du ein Buch schreiben kannst, und dass das nächste Buch dich näher zum Meisterwerk bringt.

Das Schreiben von Romanen ist kein Raketenstart, sondern eine Bergwanderung.

Es dauert lange. Du brauchst Ausdauer.

George R. R. Martin schrieb „Game of Thrones“ mit 48 Jahren. Davor hatte er schon mehr als 20 Jahre Schreiberfahrung.

20 Jahre !

Damit ist eins klar: Das Schreiben von Romanen ist kein Sprint. Es ist ein Lebensstil.

Und wie Hemingway schon sagte:

„Der erste Entwurf ist immer scheiße.“

Das heißt nicht, dass du gezielt Scheiße schreiben solltest. Aber du solltest akzeptieren, dass es nicht beim ersten Versuch klappt.

Gib nicht auf.

Frage dich selbst: Möchtest du wirklich einen Roman schreiben?

Call to Action:

Schreibe jetzt auf ein Blatt Papier: „Ich schreibe meinen Roman bis zum Ende“. Hänge dieses Blatt dort auf, wo du es immer sehen kannst.

Schritt 2: Mach ein „Date“ mit deinem Roman

Stephen King wurde mal gefragt:

„Wie schreiben Sie ihre Romane?“

Der Interviewer erhoffte sich, ein paar „Geheimtipps“ des Großmeisters zu hören.

Darauf antwortete Stephen King kalt:

„Einen Satz nach dem anderen.“

Du kannst kein Haus an einem Tag bauen. Auch nicht in einer Woche.

Wichtig ist, dass du Tag für Tag erscheinst und einen Stein nach dem anderen legst.

Was passiert, wenn du eine Baustelle für Monate liegen lässt? Wetter und Wind werden das bisher Erreichte vernichten.

So ist es auch mit deinem Roman. Je länger du dein Manuskript liegen lässt, desto schwerer ist es, weiterzumachen.

Nimm dir jeden Tag Zeit, um an deinem Buch zu arbeiten. Sei realistisch. Sind es nur 30 Minuten vor der Arbeit oder eine Stunde am Abend.

Je mehr Zeit du investierst, desto schneller schreibst du den Roman fertig.

Logisch.

Doch das Entscheidende: Arbeite jeden einzelnen Tag.

Noch einmal Stephen King:

„Amateure sitzen da und warten auf die Muse. Der Rest von uns steht auf und geht an die Arbeit.“

Call to Action:

Schau jetzt auf deine Woche und mach ein „Date“ mit deinem Buch aus. Wo kannst du eine Stunde in deinem Plan freischaufeln? Behandle diese Stunde wie jede andere Verpflichtung, und lass sie dir durch nichts nehmen. Mache einen Termin mit deinem Roman.

Schritt 3: Beginne den Roman bloß nicht mit Kapitel 1

Achtung: Fang nicht mit Kapitel eins an.

Das ist das Schlimmste, was du machen kannst.

Wer fängt denn an, die Wände zu legen, ohne vorher einen Grundriss zu zeichnen?

Egal, wie toll deine Idee ist, noch ist sie zu abstrakt. Du musst sie zunächst aufschreiben.

Es geht darum, dir über deine Prämisse klar zu werden, Figuren und Plot grob zu skizzieren und zumindest Variationen für ein Thema zu entwerfen.

John Grisham sagte dazu:

„Schreibe niemals die erste Szene, wenn du nicht die letzte Szene fertig hast.“

Sprich: Beginne mit dem Ende.

Du musst wissen, wohin die ganze Reise geht – es sei denn du willst eine qualvolle und endlose Odyssee durch die Welt des Schreibens erleben.

Schreiben, löschen, schreiben, löschen – auch bekannt als die Hölle für Schriftsteller.

Call to Action:

Schreibe alles auf, was du über deine Geschichte weißt – Charaktere, Szenen, Handlungen. Schreibe Fragen auf, bei denen du dir noch unsicher bist. Versuche grob, das Skelett deines Buches auszuarbeiten.

Call to Action 2:

Schreibe zuerst das Ende und gehe dann zum Anfang. Fülle die Lücken zwischen den beiden Punkten.

Schritt 4: Bestelle alle Baumaterialien

Aus Luft kannst du nichts bauen.

Und Steine fallen auch nicht vom Himmel, wenn du es dir lang genug wünscht. Du musst in den Baumarkt gehen und sie kaufen.

So entsteht dein Roman auch nicht, wenn du nur lang genug grübelst.

Dass die Muse dich plötzlich küsst und du wie ein Besessener in einer Nacht ein Meisterwerk schreibst ist leider nur ein Ammenmärchen.

Warte nicht auf die Muse. Halte dich lieber an folgenden Ratschlag:

„Egal, wie langsam du gehst. Du schlägst immer noch den Typen auf der Couch.“

Doch woher nimmst du dein Baumaterial als Autor?

Recherche !

Hole dir von Außen so viel Material, wie möglich. Recherchiere zu allem, was in deinem Buch vorkommt: von historischen Ereignissen über biologische Vorgänge zu künstlicher Intelligenz.

Ich bin sogar an die Orte gereist, an denen sich mein Roman abspielt.

Bei meinem ersten Buch bin ich die Strecke meiner Hauptfigur von Isle of Skye über Wales bis nach London nachgefahren – und das hat meinen Plot von Grund auf verändert.

Call to Action:

Je geordneter du recherchierst, desto besser. Du musst auch nicht gleich ein teures Flugticket kaufen. Benutze Google Street View, speichere Fotos ab und hole dir E-Books zu den verschiedenen Themen deines Buches. Überflieg die Bücher nach den wichtigsten Kriterien.

Ich garantiere dir: Du wirst vor tausend neue Ideen für deinen Roman haben.

Schritt 5: Überwinde jede Schreibblockade und zieh die Wände hoch

Nun wird es Zeit, deinem Haus die erste Form zu geben.

Endlich: Jetzt fangen wir an den eigentlichen Roman zu schreiben.

Manche schreiben sofort drauf los, und wenn du dazu gehörst, dann überspring diesen Schritt.

Aber wenn du so bist, wie ich, dann wird dieser Schritt für dich den Unterschied zwischen Erfolg und Versagen ausmachen.

Wenn du das weiße Blatt fürchtest, stundenlang vor der Tastatur sitzt und dir die Haare ausreißen könntest, dann ist das deine Antwort:

Die Gliederung.

Auf Neudeutsch auch „Outline“ genannt.

Eine Outline bedeutet, dass du dein Buch von Anfang bis zum Ende wie eine Zusammenfassung aufschreibst.

James Patterson geht so weit, dass er seine Bücher Szene für Szene vorschreibt.

Ich habe diese Technik übernommen und bin begeistert.

Warum?

Wenn du ein Kapitel abgeschlossen hast, musst du nicht mehr raten, was du als nächstes schreiben sollst. Du schaust in deine Szenen-Outline und legst los.

Außerdem erlaubt es dir, dein Buch auf einen Blick zu sehen und zu erkennen, ob es funktioniert. Das erspart seitenlanges Umschreiben, wenn dir plötzlich bei zwei-drittel des Buches klar wird, dass du noch eine weitere Figur benötigst.

Call to Action:

Erstelle eine Outline.

Benutze dazu die Drei-Akten-Struktur und weitere Tools des Storytelling zur Ausarbeitung von Plot und Charakteren.

Schritt 6: Lege das Dach

Manche lieben ihn.

Manchen geht er leicht von der Hand.

Doch das ist mein Cryptonit – der erste Entwurf.

Deswegen beherrsche ich mittlerweile all die Tricks, um es durch dieses Stadium zu schaffen.

Das Geheimnis ist: Durchpowern.

Wie Dori sagt: „Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen …“.

Wenn du dich in Schritt 5 (Gliederung) gut vorbereitet hast, heißt es jetzt: einfach schreiben. Lass deinen inneren Perfektionisten Wort für Wort sterben.

Egal wie grottenschlecht es dir vorkommt. Egal wie abgrundtief du gerade an dir zweifelst. Du musst bis ans Ende kommen. Denn einen schlechten ersten Entwurf kann man verbessern. Was kann man nicht verbessern? Heiße Luft.

Call to Action:

Setze dir ein tägliches Wortziel.

Stephen King schreibt 2000 Wörter am Tag. Doch du kannst auch mit 500 Wörtern anfangen.

Erinnerst du dich noch an Schritt 2? Das „Date“ ist erst zu Ende, wenn du dein Schreibziel erreicht hast.

Schritt 7: Widme dich dem Innenausbau

Jeder weiß es:

Der Innenausbau dauert immer länger als der Rohbau.

Bei Romanen ist das nicht anders.

Das Lektorat ist der Innenausbau, der deinem Haus erst Charakter verleiht.

Wenn du beim Innenausbau planlos Farben, Formen und Materialien zusammenwirfst, hast du einen abstoßenden Design-Brei.

Wenn du das Lektorat nicht strategisch angehst, wird sich dein Buch genauso anfühlen. Arbeite an deinen Storytelling Kenntnissen, betrachte deine Arbeit ehrlich und versetze dich in deine Leser hinein.

Und vor allem: Plane viel Zeit für das Lektorat ein.

Viele Autoren schwören: Beim Überarbeiten passiert die wahre Magie.

Deshalb: Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten.

Call to Action:

Engagiere einen Coach oder Lektor und arbeite mit Beta-Lesern. Zusätzliche Augen vermeiden Betriebsblindheit und helfen dir mit neuen Ideen und Sichtweisen.

Jetzt ist es auch an der Zeit auf die Sprache einzugehen. Achte auf deinen Schreibstil. Übungen für kreatives Schreiben können dir hier helfen.

Schritt 8: Verkauf das Haus

Du hast richtig gehört.

Dieses Haus hast du nicht für dich gebaut, sondern für deine Leser. Sie werden jetzt die geheimen Räume, gemütlichen Ecken und herrschaftlichen Ausblicke genießen.

Dein Buch wird erst dann zum Leben erweckt, wenn du es in die Welt hinausschickst und es fortan deinen Lesern gehört. Sie dürfen sich an deiner harten Arbeit erfreuen.

Jetzt musst du eins lernen: Loslassen.

# Lesetipp: Ebook schreiben in nur 7 Tagen?

Ein Roman ist niemals perfekt. Es gibt immer etwas, was man verändern könnte. Es gibt immer ein Wort, dass man ersetzen oder streichen könnte.

So viele Autoren „fummeln“ monatelang an ihrem Roman rum.

In Wahrheit haben sie nur Angst, sich der Welt zu stellen und den Roman endlich zu veröffentlichen.

Wie überwindest du diese Aufschieberei?

Durch eine Deadline.

Setze dir selbst eine Frist.

Und vor allem: Veröffentliche diese Frist.

Das führt dazu, dass du keinen Rückzieher machen kannst.

Victor Hugo machte es so: Er schrieb nackt.

Sein Diener entferne jegliche Kleidung aus seinem Zimmer, damit Hugo nicht das Zimmer verlassen konnte. Alles damit er seine Deadline für das Buch einhalten konnte.

Call to Action:

Setze dir eine Deadline. Wann soll das Buch erscheinen?

Veröffentliche diese Deadline.

Veröffentliche dein Buch.

Fertig.

Welchen Roman wirst du schreiben?

So, nun hast du eine Anleitung, und es wird Zeit, sich ans Bauprojekt heranzuwagen.

Natürlich kommt nach dem Schreiben des Romans noch der zweite Schritt:

Marketing.

Doch diese Geschichte steht auf einem anderen Blatt.

Meine Frage an dich ist:

Wirst du deinen Roman jetzt endlich fertig schreiben?

Und vor allem: WELCHEN Roman wirst du schreiben?

Schreibe es in die Kommentare.

Schreibe auch in die Kommentare, wenn du gerade fest hängst und Hilfe brauchst.

Wir antworten auf jeden Kommentar.

Und vergiss nicht: Schreiben ist ein Handwerk – du lernst es nur, wenn du dir die Hände schmutzig machst.

Deine Diana

Über die Autorin:

Diana Wink: Wie du deinen Roman endlich fertig schreibst.

Diana Wink ist Romanautorin, Regisseurin und Bloggerin. Sie zeigt auf ihrem Blog Story Artist, wie du exzellente Storys schreiben und vom Schreiben leben kannst. Dort gibt’s auch ihr kostenloses Ebook “8 Dinge, die erfolgreiche Autoren jeden Tag machen”.

Weitere Artikel, die dir gefallen werden:


  • Welch ein schöner, inspirierender Artikel voller hilfreicher Tipps! Danke!

    Auch wenn ich momentan nicht vorhabe, einen Roman zu schreiben: Den Beitrag speichere ich in meinen Lesezeichen. Man weiß ja nie. 😀

    Liebe Grüße
    Patrick

  • Mega Beitrag! Krass, Ihr habt sowas von den Nagel auf den Kopf getroffen, „Kopfer“ geht gar nicht mehr. Ich will seit meiner Kindheit schreiben, habe vor einem Jahr sogar angefangen. Mit einem Roman, und ein paar Blogartikel.
    Seitdem? Ghostown.
    Was mich abhält? Alles andere: ich habe mir ein so komplexes Konstrukt von Nebenjobs und Selbstständigkeit aufgebaut, dass am Ende keine Energie mehr bleibt zum Schreiben (ja, ich sage bewusst nicht „keine Zeit“).
    Ist wohl alles darauf zurückzuführen, dass ich zu viel Schiss vor dem eigentlich Schrieben hab: weil das alles ist, was ich immer wollte. Vom Schreiben leben.
    Und jetzt mache ich alles, außer Schreiben. Oder davon leben.
    Ihr habt recht. Am Ende nutzt es alles nix: Ich muss es einfach tun. Aber würdet ihr ein Stück eines „sicheren“ Fundaments wirklich aufgeben, um die Energie in etwas unsicheres zu stecken?

    • Lustig, genau darauf wollte ich auch verweisen 😉

      Außerdem lernen wir als Kreative und Schriftsteller von Anfang an, in dieser „Unsicherheit“ zu leben, allein wenn wir vor dem weißen Blatt Papier sitzen und keine Ahnung haben, was am Ende dabei herauskommt.

      Meine Erfahrung: es lohn sich absolut!

      • Wunderbar, das schaue ich mir direkt an.
        Danke für die ermutigenden Worte – ich dachte bereits, dass ich durch die Selbstständigkeit schon meine Freiheit und genug Unsicherheit hab 😀 aber das Thema Schreiben schreit umso lauter, je mehr ich mich davon abwende… Danke für den entscheidenden Push von euch. ich gehe das jetzt an. <3

  • Danke Walter für die Empfehlung in deinem Newsletter.
    Guter Artikel, Diana. Auch dir danke. Ich habe auch gleich noch eine Frage dazu:
    Mein Buch besteht aktuell aus drei Kapiteln. Ein Ende habe ich noch nicht. Es ist mein erster Roman und er soll eine Mischung aus sozial-ökologischen Investment und Geschlechtsverkehr/Witz und Leidenschaft werden, mit dem Ziel das ganze Thema der nachhaltigen Geldanlage an den Leser zu bringen. Deadline hab ich bis Ende des Jahres. Nur habe ich jetzt noch keine Ahnung wie der Roman ausgehen wird. Ich schreibe eher Kapitel für Kapitel und hoffe, dass sich dann alles fügt. Hast du einen Tipp?

    • James Patterson behauptet: 90% aller Autoren brauchen eine Outline. Ob das nun stimmt oder nicht, darüber kann man sich streiten – aber er ist einer der erfolgreichsten Autoren der Welt.

      Natürlich kann es sein, dass du zu den 10% gehörst, die sich „discovery writers“ nennen. Und wenn es dein Prozess ist, dann bleib dabei. Sei dir nur bewusst, dass ohne Outline sehr sehr viel Lektorieren und Umschreiben dazu gehört.

      Als ich meinen ersten Roman ohne detaillierte Planung geschrieben habe, musste ich ihn fast komplett umschreiben. Mehrmals.

      Mittlerweile schwöre ich auf die Outline, denn sie erspart mir Zeit und Nerven (auch wenn ich dennoch viel umschreiben muss nach dem ersten Entwurf). Meine Meinung ist: man sollte zuerst annehmen, dass man zu den 90% gehört und eine Outline ausprobieren. Wenn es nicht funktioniert, dann musst du den schweren Weg des „discovery writers“ beschreiten 😉

      Viel Erfolg bei deinem Roman!

  • Die Aussage „Jeder Erstentwurf ist Scheiße“ hat mir bereits vor einiger Zeit Aufschwung gegeben. Diese Info hätte ich Jahre vorher gebraucht, in denen mich der Perfektionismus stets hat aufgeben lassen.
    Aber zu dieser Zeit hatte ich noch kaum Schreibtipps, Ratgeber, oder anderes Wissen intus, welches mich jetzt anders denken lässt.

    Der Vergleich mit den anderen Berufen war aber eben die Motivation, die ich zurzeit brauche.

    Und dazu möchte ich eine Aussage ergänzen, die ich aus einem anderen Blog mitgenommen habe: „Um Zeit zum Schreiben zu finden, muss man Zeit für etwas anders opfern“. Klingt logisch, muss man sich aber trotzdem mal von jemand anderen sagen lassen, um zu realisieren und zu begreifen, dass der Wunsch zu schreiben nicht einfach durch den Wunsch selbst erfüllt wird, sondern man aktiv Zeit investieren und andere Sachen dafür aufgeben muss.

    Seit wenigen Wochen arbeite ich endlich wieder an meiner Geschichte. Diesmal kämpfe ich darum, dabei zu bleiben.
    Daher kommt dieser Beitrag gerade richtig als zusätzliche Motivation.

    Mein aktueller Antrieb: „Eine gute Geschichte für sich zu behalten ist Verschwendung und Egoismus. Mach die Welt ein Stückchen schöner, indem du sie um deine Geschichte bereicherst.“

    • Freut mich, dass es dich motiviert hat!

      Es ist tatsächlich so, dass unsere Geschichte oft genau das ist, was ein Leser gebraucht hat. Deswegen liegt es in unserer Verantwortung, diese Story zu erzählen 😉

  • Toller Beitrag! Ich finde alle Tipps wichtig, aber das tägliche Schreiben ist ein muss. Ich schaffe es selbst noch nicht ganz, aber ich arbeite daran. Und versuche auszublenden, dass es dann noch nicht fertig, geschweige denn perfekt ist.

    • Hallo Julia,

      danke! Ja, das ist eigentlich der Schlüssel zum Erfolg – das tägliche Schreiben. Wenn es zur Gewohnheit wird, dann ist es umso einfacher. Perfektion kommt später 😉

  • Wieso immer „outline“, „call to action“ und nicht einfach Gliederung und Ran an die Sache? Wer Denglisch und Angeberanglizismen benutzen muss um attraktiv zu wirken, der ist meiner Meinung nach nicht professionell.

    • Hey Ludwig, keine Sorge, es geht überhaupt nicht darum, anzugeben 😉 Es ist nur leider so, dass viele der Bücher und Prinzipien nicht einheitlich ins Deutsche übersetzt wurden. Im bekannten Buch vom K. M. Weiland heißt Outline zum Beispiel nicht „Gliederung“ sondern „Plan“. Im englischen Gebrauch sind diese Worte jedoch einheitliche Begriffe für ganz bestimmte Dinge, und bevor ich Verwirrung stifte und einfach frei heraus übersetze, benutze ich diese Begriffe lieber. Ist vielleicht nicht absolut richtig, aber so fühle ich mich wohler 😉

  • Beim Lesen klingt das Alles ziemlich gut…Ich hoffe ich kann es auch umsetzen. Der Wille ist da. Ich habe mit 12 angefangen Texte, Gedichte und Geschichten zu schreiben, aber bis zum Roman kam ich dann doch nie…Ich kam mir irgendwann immer dumm vor und meine Gesichte wurde mir peinlich. Jetzt liegt schon die dritte Romanidee in meinem Ordner und wird nie fertiggestellt.
    Vielleicht ändert sich das durch die Tipps.

    LG
    JD

  • Hallo Diana und Walter,

    das ist ein sehr eindrucksvoller Beitrag, der das Wesentliche auf den Punkt bringt. Dabei gefällt mir auch die Analogie zum Hausbau. Ich habe ein anderes Bild gefunden: einen Roman zu schreiben ist, wie ein Puzzle mit 10.000 Teilen zusammenzusetzen.
    Den Szenenplan brauche ich nicht so detailliert, wie dir das hilft. Und ich würde auch nicht von hinten nach vorne schreiben, aber es stimmt natürlich, dass man das Ende kennen muss, bevor man richtig anfängt. Auf jeden Fall werde ich diesen Beitrag verlinken. 🙂

    • Hallo Daniela,

      Danke für deinen Kommentar und auch danke für das Bild mit dem Puzzle.

      So kann man es auch sehen 🙂

      Viel Erfolg beim Schreiben und danke für den Link.

      LG, Walter

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    Deine ersten 10.000 Leser:
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