November 25

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3 merkwürdige Prinzipien des Erfolgs für Kreative Unternehmer

3 Prinzipien des Erfolgs für Künstler, Autoren und Texter

Heute reden wir über drei komische Prinzipien des Erfolgs – und zwar für Künstler, Autoren, Fotografen, Filmemacher, Texter, Romanschreiber.

Egal wer du bist, wenn du ein Künstler bist, wenn du ein „Artisan“ bist so wie ich, also ein Künstler, der auch das Ziel hat, mit seiner Kunst Geld zu verdienen, dann ist dieser Podcast für dich.

Und zwar reden wir über drei merkwürdige Gesetze des Erfolgs.

1) Das Nebelparadox

Was heißt das?

Stell dir vor, du sitzt in deinem Auto und es ist richtig nebelig und du fährst auf der Autobahn und du siehst nur zehn Meter weit oder zwanzig Meter weit und du fährst aber trotzdem weiter. Du bleibst ja nicht stehen. Du siehst zwanzig Meter, du fährst diese zwanzig Meter.

Dann hast du diese zwanzig Meter geschafft, was passiert dann? Du siehst weitere zwanzig Meter – und so kannst du die ganze Reise schaffen. So kannst du Tausende Kilometer zurücklegen. Stück für Stück. Aber du siehst immer nur zehn Meter weit und das ist das Nebelparadox.

Es ist selten, dass du als Künstler das Ende siehst. Du siehst selten das große Finale und du weißt ganz genau wo du hinkommst.

Nein, bei den meisten Künstlern ist es so: Sie sehen nur zehn Meter weit und sie gehen diese zehn Meter. Dann sehen sie weitere zehn Meter und gehen diese auch wieder. Und so arbeiten sie sich weiter vor, wie durch einen Dschungel. Man sieht das Ende nicht, man weiß nur, dass die Richtung stimmt, aber man weiß nicht ganz genau, wo man hinkommt.

Als ich anfing mit dem Bloggen, da hatte ich keine Ahnung, wo mich das hinführen wird. Ich wusste nur, ich will das machen. Ich wusste, ich will damit irgendwie Geld verdienen. Ich wusste, ich will davon leben und ich wusste, was für einen Lifestyle ich damit leben möchte, aber wie ich da genau hinkomme und was für Stufen ich erklimmen werde, wo ich überall durch muss, was ich alles lernen muss, das wusste ich gar nicht.

Aber ich habe zehn Meter weit gesehen, ich wusste, ich muss jetzt erst mal schreiben, dann habe ich das gemacht.

Ich wusste, jetzt muss ich einen Newsletter machen, dann habe ich das gemacht.

Dann habe ich angefangen Outreach zu machen, einen Gastartikel zu schreiben und so weiter.

Immer zehn Meter weiter.

Produktives Schreiben ist stärker als kreatives Schreiben.

Man sieht meist nur zehn Meter weit, aber wenn die Richtung stimmt, dann wirst du an deinem Ziel ankommen, früher oder später. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt. Und als Künstler ist die richtige Richtung eigentlich immer zu produzieren, create.

Verlaufe dich nicht in allerhand komischen Techniken, Marketing-pi-pa-po und sonst was, sondern konzentriere dich immer auf deine Kunst, auf das create und mache weiter und dann wirst du im zweiten Schritt auch lernen, dich zu vermarkten, dich zu verkaufen und so weiter und das ist das Nebelparadox.

Deshalb, wenn du denkst: Boah ich habe keine Ahnung was mein Endziel ist, dann ist das total normal. Ich denke, 98 Prozent aller Künstler wussten nicht von Anfang an, wo sie am Ende landen werden.

Lesetipp: Schreibblockade überwinden !

2) Das Stufenprinzip

Das bedeutet, nimm erst mal eine Stufe und dann die nächste.

Die meisten Menschen wollen sofort auf das zehn Meter Brett klettern und am besten ohne Leiter, ohne Stufe, sondern sofort mit einem Hops direkt auf die zehn Meter Rampe und los geht es.

So funktioniert das Leben aber nicht. Es gibt bei uns Treppen, es gibt bei uns Leitern. Den Aufzug zum Erfolg den gibt es in der Regel nicht, du musst leider die Treppe nehmen.

Und zwar funktioniert eine Treppe so, dass du immer eine Stufe nach der anderen nimmst.

Stephen King wurde mal gefragt, wie er seine Romane schreibt und man erhoffte sich dabei, dass er irgendein tolles Geheimnis verrät, eine Geheimzutat für seine Romane und was sagte er? Er sagte: „Ich schreibe einen Satz nach dem anderen. Ganz banal.“ Und so schafft man ganze Bücher.

Bücher schreibt man einen Satz nach dem anderen. Kurse erschafft man ein Video nach dem anderen und einen Blog erschafft man Artikel für Artikel und die Artikel erschafft man Satz für Satz.

Also eins nach dem anderen.

Das Stufenprinzip ist extrem wichtig. Arbeite dich Stück für Stück weiter vor und lasse dich nicht von anderen irritieren. Das Problem ist, wir haben heute Instagram, wir haben Facebook, wir haben Youtube und wir sehen lauter erfolgreiche schöne Menschen, die mit ihrem Tesla am Strand entlang fahren. Und die sind noch jung und gut gebräunt, haben einen großen Bizeps, große Brüste und alles, was dazu gehört.

Und dann vergleichen wir uns mit denen und denken uns: Ey, wenn der das mit 25 geschafft, dann muss ich das auch bis 25 schaffen. Aber jeder hat sein eigenes Tempo und vergleiche dich nicht mit anderen.

Erstens ist sehr viel sowieso Fake, was du im Internet siehst und du weißt es nicht. Deshalb solltest du wirklich nur denen Menschen glauben, die du persönlich kennst, denen du begegnet bist, und zweitens vergleiche dich mit anderen.

Du hast dein eigenes Tempo.

Vielleicht hat der andere keine Kinder. Ich zum Beispiel, ich habe drei Kinder, deshalb vergleiche ich mein Tempo überhaupt nicht mit anderen Menschen.

Oder diese digitalen Nomaden, die mit ihrem Rucksack durch die Welt reisen. Sollen sie gerne machen, aber ich vergleiche mich nicht mit denen. Ich bin gerne hier ansässig im regnerischen Duisburg, weil ich drei Kinder habe, weil ich hier meine Verantwortung habe und ich habe mein eigenes Tempo und ich gehe meine Stufen entlang und du solltest deine Stufen auch nehmen und nicht hoffen sofort auf das zehn Meter Brett zu springen.

3) Die 10.000 Stunden Regel

Die 10.000-Stunden-Regel findest du unter anderem im Buch Mastery* von Robert Greene, sowie auch im Buch Malcolm Gladwell, Outliers*.

Was besagt diese Regel?

Du brauchst 10.000 Stunden, um in einer Sache richtig gut zu werden und den Meisterstatus zu erreichen.

Schauen wir mal auf die Beatles. Malcolm Gladwell bringt die Beatles als Beispiel. Und zwar haben die Beatles in Hamburg acht Stunden pro Tag gespielt und das monatelang ohne Pause auf der Bühne. Das war kein Studio, das war Live-Erfahrung.

Welche Band hat die Möglichkeit, acht Stunden pro Tag Bühnenerfahrung zu sammeln? Kaum eine.

Bill Gates hatte bereits als Jugendlicher Zugang zu einem Computer. Nicht mal jede Uni hatte zu der Zeit einen Computer. Bibliotheken hatten nicht mal einen Computer und Bill Gates hatte als Jugendlicher schon Zugang zu einem Computer.

Als dann das goldene Zeitalter der Computer begann, hatte Bill Gates schon seine zehntausend Stunden Programmiererfahrung auf dem Buckel und hatte damit einen extremen Vorsprung allen anderen gegenüber.

George R.R. Martin ist jetzt sehr berühmt geworden. Doch das Interessante an ihm: Er hat schon immer geschrieben. Er hat als Kind Horrorgeschichten für Pfennige in der Nachbarschaft verkauft und er hat den Rest seines Lebens weiter geschrieben. Das, was wir heute erleben mit Game of Thrones, das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Das ist Finale von fünfzig Jahre Schreibarbeit.

Heißt für dich:

Erwarte nicht, dass dein erstes E-Book ein riesiger Erfolg wird. Die beste Methode, mehr E-Books zu verkaufen, ist mehr E-Books zu schreiben.

Hasche nicht nach dem Wind

Und deshalb möchte ich dich ermutigen, dass du diese drei Gesetze im Hinterkopf behälst. In einer kurzlebigen Zeit, wo Instagram-Millionäre plötzlich auftauchen und wieder verschwinden, wo Facebook Gurus kommen und gehen, wo irgendwie Superblogger dir irgendwas versprechen und in einem Jahr gibt es die plötzlich nicht mehr.

Lass dich in dieser schnelllebigen Zeit nicht davon ablenken und halte dich an die Dinge, die wirklich die Zeit überdauern.

Wenn deine Bloggingreise oder deine Fotografenreise, deine Video-, Filmemacher-, Künstlerreise länger dauert als erwartet, dann kann ich dir Mut zusprechen, das ist total normal. Es dauert immer länger als man denkt und man braucht wirklich viele Tausend Stunden, um dorthin zu kommen, wo man hin möchte.

Und ich wünsche dir dabei viel Erfolg, ich wünsche dir dabei viel Kraft und Mut.

Schreib großartig, sei großartig,

Dein Walter.


  • Der Beitrag kommt mir wie gerufen. Vielen Dank für die Infos.
    So viele Informationen zusammen zu tragen, macht sicher auch immer eine Menge Arbeit.
    Komme bestimmt öfter mal vorbei, um zu sehen ob es etwas Neues gibt.

  • Meter für Meter. Stufe für Stufe. Wort für Wort. Danke für deine wertvollen Impulse! Ich bin dabei. Schreib nun täglich meine Seiten, keine Meisterseiten – dafür das Gegenteil. Aber meine 10000 Stunden hab ich ja noch nicht beisammen. Ich bleib dran. Und freu mich über deine täglichen Schupser per Newsletter.

  • Um am Arbeitsplatz kreativ zu bleiben, egal ob Sie ein Unternehmer oder nur ein Angestellter ist, müssen Sie die Routine aus den täglichen Prozessen eliminieren. Der große Helfer dabei sind Automatisierungslösungen für das E-Mail-Management, das Teilen von Dokumenten und das Posten in sozialen Medien , etc.

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    Deine ersten 10.000 Leser:
    Mit diesen 11 Rezepten in meinem E-Book.

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