Februar 23

72 comments

Warum deine Schreibarbeit für die Katz ist und der Traffic niemals kommen wird

Kein Traffic auf dem Blog – Bloggen ist kein Marathon, sondern ein Labyrinth.

„Gib nicht auf.

Schreib weiter und die Leser werden von selbst kommen.“

Hast du diesen Ratschlag schonmal gelesen?

Oder: „Baue etwas auf und die Menschen werden von selbst kommen.“

Das klingt schön und motivierend, doch leider ist diese Aussage so weit von der Wahrheit entfernt wie der Mond von der Sonne. Ja, es schimmert etwas Wahrheit in dieser Aussage, aber sie ist nicht die ganze Wahrheit.

Das Problem dieser Aussage ist: Sie macht Bloggen zu einem Marathon.

Einfach weiterlaufen, dann wirst du schon ankommen. Einfach durchhalten, dann wirst du schon erfolgreich. Mach einfach dein Ding, dann werden sich die Menschen dir anschließen.

So ist das beim Marathon – doch leider ist das beim Bloggen nicht so.

Bloggen ist nämlich kein Marathon, sondern ein Labyrinth.

Warum ist das wichtig, diese Unterscheidung zu verstehen? Aus folgenden Gründen:

1) Die ewig falsche Richtung

Wenn du Bloggen für einen Marathon hältst, dann tust du vor allem eins: einfach weiterschreiben.

Du schreibst, schreibst und schreibst. Du tust immer wieder dasselbe und erwartest neue Ergebnisse. Du hast dich von Motivation-Gurus inspirieren lassen und du gibst nicht auf.

Du siehst keinerlei Fortschritte, doch du gibst nicht auf. Du ziehst einfach dein Ding durch.

Ich muss dich enttäuschen: Das ist Quatsch.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, 1879–1955)

Was nützt es dir, mit Gewissheit und Selbstbewusstsein in die falsche Richtung zu laufen?

Wenn du noch stärker läufst und dir mehr Mühe gibst, dann wird es nicht besser. Es wird nur noch schlimmer.

Wenn du nach Spanien in den Urlaub willst, dann musst du in den Süden. Doch einige Blogger geben einfach noch mehr Gas in Richtung Norden. Ganz nach dem Motto: Ohne Fleiß kein Preis.

Das stimmt.

Doch ohne Hirn gibt es auch keinen Preis. Du musst nicht härter arbeiten, sondern schlauer.

Don’t work harder. Work smarter.

Wie man als Blogger in die falsche Richtung läuft

Um als Blogger in die falsche Richtung zu laufen, muss man eins tun:

Über etwas schreiben, das niemanden interessiert.

Ich wiederhole: Schreibe über etwas, das niemanden interessiert und wirst ewig in die falsche Richtung laufen.

– Ende der Durchsage –

Gefühlt 80 Prozent der Blogs beschäftigen sich mit einem Thema: sich selbst. Der Autor schreibt über Dinge, die ihn interessieren. Der Autor schreibt über seine Gedanken und wie er die Welt sieht.

Wen interessiert’s?

Ich habe mal einen Blog über „Wolken“ gesehen.

Ernsthaft?

Wann hast du das letzte Mal eine Unterhaltung mit dem Satz begonnen: „Hey, schau dir mal diese Wolke an. Sie erinnert mich an die Nase meines Chefs.“

Wahrscheinlich nie.

Es tut mir leid, aber „Wolken“ sind kein passendes Thema für einen Blog. Warum? Weil es niemanden interessiert.

Wie man die Richtung ändert

Wenn du von mehr als drei Menschen gelesen werden möchtest (Vater, Mutter, Kind), dann musst du über ein Thema schreiben, das Menschen interessiert.

Und rate mal, was Menschen am meisten lieben: sich selbst.

Du musst also für den Leser schreiben. Schreibe etwas, das ihm nützt, ihm hilft, ihn unterhält.

Was heißt das für deinen tollen „Das-ist-mein-Leben-Blog“?

Du musst ihn schließen.

Sorry für die harten Worte, aber wenn du weiter in die falsche Richtung läufst, dann wird es nicht besser, sondern nur noch schlimmer.

Woran man die richtige Richtung erkennt

Du fragst dich jetzt bestimmt: Bin ich auf dem richtigen Weg oder bretter ich gerade mit 180 Sachen in den Fluss?

Du kannst deinen Blog anhand dieser 6 Kriterien testen, ob er überhaupt (rein theoretisch) Leser erreichen kann:

  • Deine Zielgruppe ist zwischen 25 und 55 Jahren (Jüngere oder Ältere lesen nämlich kaum Blogs)
  • Ist die Zielgruppe groß genug? Du solltest etwa 500.000 potenzielle Leser haben. Wolken ist leider zu klein. Marketing ist schon besser.
  • Ist das Thema ein Dauerbrenner? Saisonale Ereignisse wie Hochzeit oder Einschulung eignen sich kaum zum Bloggen, weil Menschen nur wenige Monate daran interessiert sind.
  • Sind die Leser vernetzt und erreichbar? Wenn deine Zielgruppe nicht bei Facebook ist, dann hör auf, da deine Artikel zu promoten.
  • Gibt es schon große Blogs zu deinem in deiner Blog-Nische? Wenn nicht, dann bist du auf dem Holzweg. Wenn es keine Konkurrenz gibt, dann gibt es auch keine Kunden.
  • Interessierst du dich für deine Leser? Wenn nicht, dann wirst du bald aufgeben. Wenn du nur auf den Trend „Online Business“ aufspringst, dann ist das Käse, wenn du da nicht mit ganzem Herzen dabei bist.

Orientiere dich an diesen 6 Punkten.

Wenn dein Blog diese Kriterien nicht erfüllt, dann bist du auf dem Holzweg. Vielleicht musst du deinen Blog schließen.

Vielleicht reicht es aber auch, wenn du dein Thema anpasst und etwas modifizierst.

Doch eins solltest du auf keinen Fall machen: Einfach weitermachen.

Der Labyrinth-Modus

Schalte lieber um in den Labyrinth-Modus. Das heißt: Schlage eine Richtung ein und wenn es nicht weitergeht, dann korrigiere deinen Kurs.

Ich habe die Ausrichtung von „Schreibsuchti“ innerhalb der ersten zwei Jahre mehrmals geändert. Zuerst ging es nur um „kreatives Schreiben“. Danach ging es ums Bücher schreiben. Und nach mehreren Schreibblockaden und noch einem weiteren Schwenk hatte ich meine Richtung gefunden: das Bloggen.

Passe also deinen Kurs an und lauf nicht ständig gegen die Wand.

Bloggen ist kein Marathon, sondern ein Labyrinth. Klick um zu Tweeten

2) Die ewig falsche Methode

Wenn du schon deine richtige Richtung gefunden hast, dann ist dieser Teil jetzt für dich:

Hast du schon mal Kinder beim Ostereiersuchen beobachtet?

Die schlechtesten Sucher sind immer die, die ein Ei unter einem Topf gefunden haben und immer wieder zu diesem Topf zurückkehren – in der Hoffnung ein weiteres Ei zu finden.

Doch es kommt kein Ei dazu.

Diese Technik ist offensichtlich nicht erfolgreich und doch machen es die Kinder immer wieder.

Viele Blogger handeln genau so: Sie benutzen immer wieder die gleiche Taktik und hoffen auf den Durchbruch.

Sie schreiben Artikel und posten diese dann bei Facebook, wo sie Mama, Papa und Tante Frieda lesen und sogar auch teilen!

Respekt.

Mach ruhig weiter so und dann wird deine Leserschaft so schnell wachsen wie eine Wassermelone in der Wüste. Nach ein paar Jahren wirst du ein verschrumpeltes, kleines Etwas haben.

Was heißt das für dich als Blogger?

Probier etwas Neues aus! Wenn dein Traffic auf der Stelle trampelt, dann hör auf zu tun, was du getan hast, und gehe auf ein neues Level. Hör auf, immer wieder durch dieselbe Tür zu gehen. Offensichtlich geht es hier nicht weiter!

Was du tun kannst?

Hier sind 37 Traffic-Ideen für dich.

Probiere diese 37 Türen aus und schau, was bei dir am besten funktioniert. Du hast dein eigenes Labyrinth und du musst den Weg schon selbst finden. Aber du findest ihn nur, wenn du im Labyrinth auch mal die Richtung änderst und auch mal eine neue Tür öffnest.

Für mich war die mit Abstand erfolgreichste Tür das Gastbloggen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es auch deine Erfolgstür. Doch probier es selbst aus.

Es ist dein Labyrinth. Du kommst nur durch „Trial and Error“ voran. Und du musst bereit sein, deine Methoden anzupassen.

Für dein Blogging-Labyrinth gibt es leider keine Karte. Klick um zu Tweeten

Anstatt also einfach noch mehr Kraft in die falsche Aktivität zu stecken, solltest du andere Methoden ausprobieren.

Wenn deine Zielgruppe nicht bei Facebook ist, dann versuch es mal mit Gastbloggen.

Wenn Gastbloggen nicht funktioniert, dann versuche es mit SEO.

Wenn SEO nicht funktioniert, dann versuche es mit klassischer Werbung.

Egal, was du tust: Teste und schau auf die Ergebnisse.

Benutze dein Hirn.

Manche Blogger sind wie Fliegen, die die ganze Zeit gegen die gleiche Scheibe fliegen und hoffen, dass es besser wird.

Blog smarter, not harder. Klick um zu Tweeten

3) Der ewige Feigling

Einen Marathon zu laufen ist leicht – jedenfalls was die Richtung angeht.

Einfach immer den Pfeilen und dem Mob folgen. Folge der Masse, dann kann nichts schief gehen.

Leider bloggen viele nach genau diesem Motto: Einfach der Masse folgen, dann kann nichts schief gehen.

Das Dumme ist nur: Das funktioniert nicht. Es ist wie ins Bett pinkeln: Es ist am Anfang warm und angenehm, aber langfristig nicht gesund.

Alle schreiben über „Online Business“, also mache ich es auch.

Alle schreiben einen „Mamablog“, also mache ich es auch.

Alle bloggen über das Bloggen, also mache ich das auch.

Wenn du so deinen Blog gründest, dann wird dein Blog ein ewiger „Ich-auch“-Blog sein. Also lass es.

Klick um zu Tweeten

Stattdessen solltest du experimentieren. Ausprobieren. Eigene Wege gehen. Mit der Machete einen Weg durch den Dschungel bahnen.

Die große Frage ist jetzt: Wie findest du ein Thema, das genug Menschen interessiert (damit du nicht alleine im Wald stehst) und das auch zu dir passt?

Ganz einfach: Finde die Schnittmenge.

Nimm deine Leidenschaft, die niemanden interessiert und schau, wo sie sich mit einem Thema überschneidet, das viele Menschen interessiert.

Ich schreibe gerne, doch wenn ich einfach nur über mein Leben schreibe, dann interessiert es niemanden. Also schreibe ich, um Menschen das Schreiben beizubringen. So verbinde ich meine Leidenschaft mit der Not der Menschen.

Lauf nicht dumm deinen eigenen Weg und kopiere andererseits auch nicht die anderen Blogger. Sonst wirst du für immer der ewige Feigling sein, der immer den gleichen Weg geht und nie ankommt.

Im Labyrinth muss man mutig sein, seinen eigenen Weg zu gehen.

Doch pass auf, dass du ihn nicht ohne Leser gehst.

Denn schließlich geht es bei diesem Labyrinth um eins: Das Leben des Leser zu berühren.

Da gibt es viele Wege.

Finde deinen.

Du findest ihn aber nicht durch nachahmen, sondern durch ausprobieren.

Als Blogger brauchst du Mut zum Experimentieren! Klick um zu Tweeten

Und hör auf, dich wie auf einem Marathon zu verhalten und schalte um in den Labyrinth-Modus.

Bitte.

Korrigiere deine Richtung. (Punkt 1)

Verbessere deine Methoden. (Punkt 2)

Trau dich, zu experimentieren. (Punkt 3)

Schreib großartig und sei großartig,

Dein Walter


  • Hallo Walter
    Es fühlt sich an als hättest du meinen Blog gelesen 🙂
    Na ja fast.
    Jedenfalls ist es an der Zeit meine Leser einzubeziehen, für diese zu schreiben und diesen etwas zu geben, sowie in meinem Labyrinth neue Wege zu suchen 🙂

    Danke für deine Inspirationen, klaren und messerscharfen Worte.
    Beste Grüsse
    Guido

      • Hi ihr zwei,
        Nein ich habe nicht bei euch recherchiert – jedenfalls nicht für diesen Artikel 😀

        Aber schön, dass ihr euch wiedererkennt.

        @ Guido: So schlecht ist dein Blog gar nicht. Es wird klar, worum es geht: Raus aus dem tristen Alltag. Damit hast du auch eine große Zielgruppe. Alter passt: 30+. Was fehlt ist halt das Lösen von Problemen. schreibe einfach mal mehr „Wie du ARtikel“ 😉

        LG, Walter

  • Ketzer! 😉

    Nein, im Grunde hast du ja recht.

    Nur bei der Zielgruppe haderte ich zunächst, denn eigentlich gibt es keine zu kleine Zielgruppe, sondern nur zu wenig Marketing. Siehe IBMs Prophezeiung für den personal computer. Doch gutes Marketing, das einen Markt erst erschafft, ist sicher ein extrem Marathon. Und gerade wenn man Geld mit dem Bloggen verdienen möchte, haben wohl nur die wenigsten einen so langen Atem.

    Den besten Tipps finde ich die Kombination von Leidenschaft und Markt.

    Wie denkst du, kann man dieses Testen der Richtung mit einem scharfen Profil und einem klaren USP vereinbaren?

    • Also grundsätzlich sollte man nicht versuchen, einen Markt zu erschaffen – es sei denn man heißt Steve Jobs.

      Man sollte lieber die Bedürfnisse, die Menschen schon haben, stillen.

      Richtung wechseln und USP? Ich hatte am Anfang auch keine USP. Diese stellt sich auch mit der Zeit ein, wenn man genau weiß, was man eigentlich macht und für wen man eigentlich schreibt.

      Ich glaube Richtung finden, USP finden, klare Botschaft finden – das ist alles ein Prozess. WIchtig ist, dass man dabei nicht immer in die selbe Richtung denkt, sondern wie in einem Labyrinth alle Möglichkeiten durchgeht.

      LG, Walter

  • Lieber Walter, was für ein „brutaler“ Artikel – und so wahr. Ich war zum Glück noch nie jemand, der der Masse folgte. Du beschreibst auch das, was ich auch oft beobachtet habe: Die meisten Leute interessieren sich nur für sich selbst. Darum hört und liest man auch kaum einen Satz von ihnen ohne das Wort „ich“.

    • Hi Lothar,

      Jeder Mensch empfindet sich selbst als Mittelpunkt des Universums – mich eingeschlossen.

      Wenn unser kleiner Finger weh tut, dann ist uns das näher als ein sterbender Delphin im Mittelmeer.

      Das ist leider so. Und als Autor sollte man das nicht vergessen.

      Ein gutes Buch ist deshalb das Buch, in dem sich der Leser selbst erkennt 😉

      LG, Walter

  • Messerschar, lieber Walter! 🙂

    Ich bin ja mittlerweile absoluter Fan von solchen „Wach-Rüttel-Posts“ geworden. Direkt und mit Nackdruck und vor allem mit Argumenten & trotzdem dem nötigen Respekt! Die Schiene der Direktheit im Schreiben schlag ich mittlerweile auch etwas mehr ein. Ich stimme dir inhaltlich völlig zu, auch wenn ich wie Guido das Gefühl habe, du hast auch bei mir heimlich gelesen und deine Notizen gemacht. 🙂 Wie auch immer, es ist definitiv was dran und logisch! Irgendwie.
    Danke für diesen Schub am Morgen und weiter so 🙂

    Alles Liebe und viele Grüße, Maxie

  • Hi Walter,
    du hast völlig Recht. Meine Themen werden nicht oft gesehen.
    Bin aber auch noch neu unter den Bloggern und am Rumprobieren, wie ich Leidenschaft und Thema geschickt vereine.
    Interessant ist, dass ein von mir bei Facebook promoteter Artikel über Nacht fast 3000 mal gesehen wurde. Damit habe ich aus vielen möglichen Richtungen die vorerst potenteste gefiltert.

    Danke für deine guten Tipps. Ist immer viel direkt zum Anwenden dabei.

    Grüße Stefan

    • Hi Stefan,
      Bleib dran und pfeile weiter.
      Die Grundidee ist schon gut: In Bewegung kommen. Körperlich und geistlich. Die Frage ist nun: Wohin? Überleg dir mal, wohin du den Leser führen möchtest.

      Sprich: Ich helfe dir in Bewegung zu kommen, damit du deinen Marathon schaffst.
      Oder: Ich helfe dir in Bewegung zu kommen, damit du dich selbständig machst.

      So etwas macht deine Mission klarer und der Leser weiß, worum es geht.

      LG, Walter

  • Au Au Auah, Walter! 😀
    …De Beitrag tut weh, aber du gibst ja auch großartige Tipps, wie man den Status Quo ändern kann.
    Ich hol‘ mir erst mal einen zweiten Kaffee, um mich von der Schockstarre zu erholen 😉

  • Hallo Walter,

    ich fand den Beitrag interessant und auch in vielen Teilen durchaus zum Nachdenken anregend. Zwei Anmerkungen hätte ich dennoch dazu:

    1. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, es gibt eine Menge Grautöne – oder noch besser – Farben im Spektrum. Und bei allem Respekt vor der Klarheit von Aussagen vermisse ich doch manchmal etwas die Demut vor dem „sowohl als auch“ Es gibt nicht immer ein richtig oder ein falsch, es hängt sehr oft von 1000 weiteren Dingen ab, ob etwas funktioniert oder nicht.
    2. Ist es mittlerweile zur Pflicht geworden, in Blogs nach jedem Satz einen Absatz zu machen? Sorry, aber das z.B. nervt mich. Können Menschen keine zusammenhängenden Absätze mehr lesen? Ich habe nichts gegen eine feine Form der Schlichtheit, frage mich aber schon manchmal, was danach kommt. Wird alles doppelplusgut? 😉

    Viele Grüße,
    Peter

    • HI Peter,

      Danke für deine Anregung.

      Zu 1: Natürlich gibt es Grautöne. Aber ich bin hier, um Klarheit und eine Richtung vorzugeben. Graue Schrift auf grauem Hintergrund liest sich schlecht. Deshalb schreibt man schwarz auf weiß.
      Ich schreibe deshalb auch die zwei Extreme: Erfolgreicher Blog – Schlechter Blog. Dass sich die Mehrheit dazwischen bewegt ist ja klar. Aber zur Orientierung brauchen wir Menschen Fixpunkte: und das sind nun mal die Ränder, also die Extreme.

      Zu 2: Ich liebe Absätze. Mit Pflicht hat das nichts zu tun.

      LG, Walter

  • Ach, jetzt wird mir einiges klar! Jetzt weiß ich endlich, warum ich plötzlich einen Blog habe. Dabei wollte ich doch eigentlich einen Roman schreiben und mehr über das kreative Schreiben erfahren. So bin ich damals zu Schreibsuchti gekommen und Lesesuchti geworden. Und jetzt erzählst du hier ganz nebenbei, wie du dein Ausrichtung auf’s Blogschreiben verlagert hast. Und was mach ich, fange an zu Bloggen…

    Nein, im Ernst. Ich muß jetzt deine Liste mal durchgehen und meinen Blog durchleuchten und vielleicht auch neu ausrichten, aber schließen – pah, niemals!

    • HI Daniela,

      Kleiner Tipp von mir: Was hältst du von der Headline: Jaban verstehen.

      Oder: Werde zum Japan-Versteher.

      So gehst du auf den Leser ein (und schreibst nicht „ich“, sondern „du“). So löst du auch ein Problem: Japan verstehen.

      War mein erster Eindruck.

      Was sagst du?

      LG, Walter

  • Ein guter Wachrüttler. Das Problem ist ja, dass man mit der Strategie „wie eine Fliege immer wieder gegen die gleiche Scheibe“ durchaus kleine Erfolge erzielen kann und daher denkt, man fliege in die richtige Richtung.

    Ich glaube auch, dass einige Blogger gar nicht beabsichtigen, ihren Blog groß zu machen. Wer über Wolken schreibt, dem dürfte doch (hoffentlich) klar sein, dass er fast ausschließlich für sich selbst schreibt.

    Bei der Anzahl an Blogs, die es heutzutage gibt, ergibt sich fast automatisch, dass der überwiegende Teil dieser Blogs niemals groß werden kann. Das ist ja einfachste Mathematik: Es gibt eine bestimmte Anzahl von Lesern, die in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Blogartikeln lesen können. Diese Leser verteilen sich – vermutlich in Form der Pareto-Verteilung – auf alle Blogs. Selbst wenn auf einmal alle Blogger anfangen würden, alles richtig zu machen, würde der größte Anteil der Blogs (zu) klein bleiben.

    • Hi Jan,

      Das stimmt. Die Leser verteilen sich nach dem Pareto-Prinzip – so wie fast alles. Dazu wollte ich auch mal was schreiben 😉

      Und ja: Wer bewusst nur für sich schreibt und keine Leser haben will, der sollte meinen Blogartikel ignorieren.
      Einfach wegklicken.

      Meine Zielgruppe sind ja Menschen, die gelesen werden wollen – und zwar von mehr als der tröstenden Verwandtschaft 😉

      LG, Walter

  • Hallo, Walter,

    sehr schöner Beitrag. Klar zweifelt man dann auch immer mal wieder an sicher selber. Wenn man diese Energie aber nutzt, um seinen eigenen Blog zu hinterfragen, dann kann man sicherlich nur gewinnen.

    Was ich mich aber frage ist folgendes:
    Es gibt Themen und Sichtweisen die vielleicht noch keine große Leserschaft haben, da der Zielgruppe noch nicht klar ist, dass sie dagegen etwas tun sollte. Weißt Du was ich meine? Sie interessiert sich noch nicht für das Thema, da sie nicht weiß, dass dieses „Problem“ vorhanden ist und/oder dass es gelöst werden kann.

    Wie geht man dann vor? Wie bekommt man raus, ob man seine Zielgruppe für dieses Thema sensibilieren kann?

    Grüße

    • Hi Patrick,

      Ich verstehe, was du meinst.

      Zur Klarheit solltest du zwischen Nische und Thema unterscheiden.

      Beispiel:
      Nische: Schreiben
      Thema: Schreiben als Therapie – Wie schreiben deine Seele heilt
      Zielgruppe: Menschen, die eine seelische Therapie brauchen (und sich NICHT fürs Schreiben interessieren).

      Die Nische ist GROSS. Es gibt sehr viele Menschen, die sich fürs Schreiben interessieren.
      Das Thema ist sehr speziell und spricht nur Menschen an, die eine Therapie brauchen.
      Die Zielgruppe sind also eben NICHT Schreiberlinge.

      Du bietest also eine Lösung an, die die Menschen noch nicht kennen (schreiben). Aber du bedienst ein Problem, das die Menschen kennen (seelische Probleme).

      Fazit: Das Problem/Bedürfnis muss schon bei den Menschen da sein.
      Deine Lösung kann neu sein, aber nicht das Problem! Sonst hast du eine Lösung für ein Problem, das nicht existiert.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    ich danke Dir. Deinem Artikel konnte ich nicht widerstehen, obwohl meine To-Do-Liste was anderes vor hatte. Ich habe herzhaft gelacht … grinse immer noch. Deine Bilder sind so treffend. Ich bin eine junge und nebenberufliche Schreiberin … neben meinem Hauptjob: Massage lehren. Dein Artikel hat mich motiviert noch freudiger dranzubleiben, als ehemalige Marathonläufern, und zwar ausdauernd an den Sehnsüchten meiner Leser und an meiner Verrücktheit und daran mich an „noch mehr“ Neues zu vagen. Denn es steht ein Video an. Herzliche Grüsse Sabine

  • Hi Walter,
    du übertriffst dich wieder mal selbst. Das packst du nur, weil du dich nicht von der eigenen Feigheit ausbremsen lässt. Ich spüre, wie du für dein Thema brennst. Alles andere wäre auch schal und deiner nicht würdig.
    Manchmal treffe ich auf Blogs richtig gute Ideen und freue mich, wenn jemand einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Sehr häufig bin ich aber nicht nur enttäuscht sondern fühle mich sogar betrogen, wenn so ein Artikel genau dann, wenns in die Tiefe geht aufhört. Klar – dazu gehört Mut. Wer den nicht hat, sollte überlegen, warum er in die Öffentlichkeit geht. Übrigens ist Kneifen auch nicht gesund. Früher oder später zeigt sich das durch Knieschmerzen o.ä.
    Liebe Grüße
    Birgit

  • Walter, wieder ein klasse Artikel! Danke!
    Ich möchte heute eine Lanze für die Wolkenblogger brechen. Diejenigen nämlich, die es für die Kunst tun. Die Bloggen als Weg verstehen.
    Denn die Motivation des Bloggens ist nicht für jeden gleich. Nicht jeder Blogger ist an einer Fangemeinde von 300.000 Leuten interessiert. Die wenigsten haben ein Angebot, das sie darüber verkaufen wollen oder wollen Geld damit verdienen. Viele tun es einfach nur aus Spaß oder wollen mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Bloggen muss nicht notwendigerweise ein Geschäftsmodell sein.
    Vor ein paar Jahren hab ich einen Blog für eine Erstklässlerin aufgezogen, damit sie Spaß am Lesen und Schreiben entwickelt: Wir haben ihren Teddy bloggen lassen und sie hatte viel Spaß dran. Mission erfüllt. Die Leserorientierung? Blogger = Leser = 1 = OK!
    Ich denke, es gibt im Netz Platz für die unterschiedlichsten Blogs. Ausprobieren ist immer erlaubt. Denn auch die „schlechten“ Blogs haben ihre Leser, es entsteht Kontakt und Austausch. Und wenn es nur Tante Frieda ist. In meinen Schreibwerkstätten sehe ich immer wieder, wie befreiend die Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks auf die Menschen wirkt!
    Businessblogger, Wolkenblogger – Ergebnisoffenheit darf sein!
    Ich freue mich, lieber Walter, auf Deine nächsten Artikel!

    • Hallo Daniela,

      die meisten „Wolkenblogs“, über die ich so stolpere, sind weder Kunst, noch Weg. Sie sind vielmehr lediglich zu Sätzen geronnene Belanglosigkeit, Tat eines Verzweifelten. Diese Blogger wollen sich ausdrücken, irgendwie cool sein. Aber haben keine Ahnung, wie sie das anstellen sollen.

      Auch die Blog-Kontakte sind nicht echt. Ein Mensch, zu dem ich aufrichtigen Kontakt halte, der ist ehrlich zu mir. Mit dem tausche ich mich direkt aus und nicht in aller Öffentlichkeit. Letzteres bleibt in den meisten Fällen an der Oberfläche.

      Der Idee mit dem Blog für die Erstklässlerin ist super. Aber das willst du doch nicht ernsthaft Blog nennen, oder?? Dann könnte ich das Kleinkind, das gerade seine ersten Schritte gegangen ist, auch 100-Meter-Läufer oder Leichtathlet nennen.

      Ich glaube, Walter will dazu anregen, über die Richtung und das Anliegen deines Blogs nachzudenken. Es gibt genug Buchstaben-Müll im Netz. Lasst uns Wertvolles schreiben, was die Leute gern lesen!

      Viele Grüße

      Axel

  • Hallo Walter,

    das ist wieder einmal großartig. Ich mag es, wie du immer wieder den Finger in die Wunde legst. Das dann mitgelieferte Heilpflaster ist mehr als nur erste Hilfe.

    Danke für deine Offenheit. Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag,
    Michaela

  • Lieber Walter, Du siehst schon an meiner Anrede, dass ich außerhalb Deiner empfohlenen Zielgruppe liege, sonst hätte ich nämlich Hi Walter geschrieben! Richtig?
    Ja, und da bin ich natürlich schon bei meinem ersten Experiment. Meine Konzept-Zielgruppe sind die Älteren. Du hast sicher recht, da sind nicht viele beim Blog lesen. Also ein Experiment.
    Nun noch einen Gruß an die hübsche blonde Maxie. Ich schätze, dass 80-90% unseres Wissen als von anderen abgespickt angesehen werden kann. Denn erst seit wir Hochschulen und Uni´s haben, konnte sich unser Wissen schlagartig vermehren. Die sind doch nichts anderes als Abschreiber oder Abgugger, die dann das Wissen aufbereiten, katalogisieren und so seriöses Grundwissen produzieren, das jeder verwenden kann. So gesehen sind wir alle kleine Uni´s auf unserem „Fachgebiet“.
    Und deshalb, bedanke ich mich vielmals bei Walter für seine sehr inspirative Schreibe, und bei all denen die kommentierten und -als älterer Herr- besonders bei Maxie!
    Herzliche Grüße, Guntram

  • Lieber Walter,

    Danke für den Artikel. Ich bin gerade in der letzten Zeit auf der Suche nach Antworten in welche Richtung ich etwas ändern muss. Also muss ich weg von dem „mein Leben….“ Mal sehen wie ich das anstelle. Wobei ich auch sagen muss dass eines der Hauptkeywords tatsächlich das Wort „Erfahrungen“ ist. Aber vielleicht muss ich es dann anders verpacken.

  • Hallo Walter,
    ich liebe alle deine Texte, aber dieser Beitrag zählt definitiv meinen Favoriten. Du hast voll ins Schwarze getroffen. ?
    Vielen Dank.
    Liebe Grüße, Alena

  • Hallo Walter

    Ich schrieb ja schon mal, dass ich dienen Blog genial finde, denn ich mag dieses „Klartextreden“. Du sprichst klar und deutlich aus, was gut und was schlecht ist und erklärst es auch verständlich.

    Genau deshalb bringen mich deine Artikel dort hin, wo ich hin will.
    Dabei ändere ich gerade die Richtung und es fühlt sich gut an, denn es ist etwas, über das niemand sonst bloggt, wuhin aber mein ganzes Herzblut fließt. Das macht es spannend. Es wird spannend, zu erleben, wie die Menschen merken werden, dass sie dafür einen Bedarf haben, es ihnen nur noch niemand gesagt hat.

    Wer schreibt denn sonst auch über unser angeborenen Naturell und damit über Menschenkenntnis.

    Ich freue mich wie immer schon jetzt auf deinen nächsten Artikel.

    Danke fürs „auf die Füße treten“.

    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Hi Sabine,

      Du musst hier aufpassen. Wenn du über etwas schreibst, wovon die Menschen „noch nicht wissen, dass sie es brauchen“, dann wirst du kaum Leser finden.

      Es ist als ob du ein Produkt verkaufst für ein Problem, das keiner hat.

      Du musst deine Lösung also nicht anpreisen, sondern den Leser dort abholen, wo er ist: bei seinem Problem.

      Gib dem Leser das, was er braucht. Vielleicht kennt er die „Lösung“ noch nicht, die du anbietest, aber das „Problem“ sollte bekannt sein.

      LG, Walter

  • Kleine Klugscheißer-Anmerkung am Rande – aber da Du ja selbst auch kein Kind von Traurigkeit bist, was die klare und direkte Leseransprache angeht – hoffe ich, Du wirst damit leben können.
    Dein Labyrinth-Bild hinkt. Was Du meinst, ist ein Irrgarten. Ein klassisches Labyrinth hat nur einen – wenn auch gewundenen -Weg. Dort kann man eben nicht entscheiden, wie man wo abbiegt. Das Labyrinth ist ein langer gewundener Weg zu einem Ziel, also im Prinzip so etwas wie ein Marathon. Verlaufen kann man sich da auch nicht, denn es gibt nur diesen einen Weg, dem man folgen muss.

    • HI Mirko,
      Verstehe, was du meinst. Deine Kritik ist berechtigt.

      Ich habe – als ich das Wort „Labyrinth“ verwendet habe – an den Film „Mazerunner“ gedacht 😉 Deshalb der Vergleich.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    schonungslos dein Artikel. Manchmal ist es aber das einzige was hilft.
    Es gibt einen Blog über Wolken? Da musste ich gerade herzhaft lachen. 😀
    Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, dem Traffic allerdings schon.

    Danke für die 6 Tipps, da bin ich ja froh, dass ich meinen Blog nicht schließen muss. Wobei ich auch einige Dinge immer wieder anpasse und verändere. Die Zeit und Erfahrung trägt dann ihren Beitrag dazu.

    Beste Grüße

    Denise

  • Hallo Walter,

    danke für diese klaren, ehrlichen Worte.

    Insbesondere wo immer mehr Menschen nach einer anderen Art suchen, Geld zu verdienen durch bloggen ist es wichtig, auch das Bloggen genauer zu betrachten.

    Wer über etwas schreibt, sollte für dieses Thema brennen. Und über Google kann man dann herausfinden, ob es auch andere interessiert.

    Keyword-Recherche ist ein Muss – und wer dann auch noch etwas SEO lernt muss nicht jahrelang in die falsche Richtung marschieren.

  • Hey Woidl 😉
    über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos…. 😀
    Super Artikel. Alle Punkte die du anführst treffen bei mir zu (Pfuhhh).
    Bin gerade dabei meinem Blog eine Richtung zu bringen, die nicht jeder fährt.
    In meiner Nische gibt es eher zu viele Blogs. Aber auch viel Interesse..

    Gruß Jürgen

  • Servus Walter,

    starker Artikel, schön polarisierend, gefällt mir.

    In einem Punkt muss ich dir aber widersprechen: Es gibt durchaus Blogs, die gut laufen und davon leben, was der Protagonist so treibt und wie er über sich, sein Leben und seine Ansichten erzählt. Meinen zum Beispiel 🙂

    Ich hatte diesbezüglich auch Zweifel und habe mich von verschiedenen schlauen Ratgebern anstecken lassen „Es kommt nicht auf dich, sondern auf deine Leser an!“ Pustekuchen. In einer Leserumfrage wollte die überwältigende Mehrheit mehr von mir und meiner Sicht auf die Welt lesen. Also halte ich mich daran und erfülle damit den Wunsch meiner Leser. Ganz einfach.

    Viele Grüße
    Mischa

  • Hallo Walter,
    das musste mal gesagt werden! Hilft mir selbst auch weiter, nicht länger auf den nächsten Marathon zu trainieren, sondern mich in einem Irrgarten zu befinden und neue Wege auszuprobieren – einer wird schon weiterführen! Theoretisch ist mir klar, dass mein Leben und meine Themen nicht für die Allgemeinheit spannend sind. Es gilt die Schnittmenge zu finden: etwas, das mich fesselt, so anzubieten, dass andere auch gefesselt sind.
    Danke und Grüße
    Thomas

  • Hallo Walter

    Nach diesem Artikel müsste ich meinen Blog per sofort einstampfen. 🙁
    Es gibt keine grossen Blogs in der Nische (oder ich kenne sie nicht), meine Haupzielgruppe ist zu jung, etc. etc.

    Bin ich jetzt ein Feigling oder ein hoffnungsloser Optimist? Laufe ich in die falsche Richtung oder bin ich mutig zum Experimentieren?
    Hmmm

    Das muss ich zuerst einmal setzen lassen.

    Lieber Gruss

    Martin

    • Vielleicht musst du nicht sofort einstampfen, sondern etwas die Richtung korrigieren.
      Also du musst deine Nische einfach anders definieren: Menschen, die im Sport erfolgreich sein wollen. Davon gibt es eine Menge. Und die sind nicht alle 16. Was ist denn mit dem 30-Jährigen, der sich vorgenommen hat, den Marathon zu laufen? (so wie ich zum Beispiel).
      Also, nicht aufgeben, sondern Richtung etwas korrigieren und in alle Richtungen denken 😉

      Wie gesagt: Nimm als Nische: Erfolgreiches Mindset für Sportler.

      LG, Walter

  • Lieber Walter

    Du schüttelst mich immer wieder mit Deinen treffenden Artikeln! Vielen Dank für Deine scharfen Worte. Ich fühle mich jedes mal angesprochen. Bin begeistert wie Du das schaffts.

    Seit 7 Monaten versuchen wir neben unsere neu gewählten Lebensform- der orstunabhängigkeit und dem Eltern sein das „Bloggen“ bisher mit viel Energie und viel Zeit. Da gibt es Tage da strömen nur so die Leute und es gibt Tage da tut sich nix. Im Moment kommen wir nicht weiter- und ich habe das Gefühl ich schreibe nur für die Freunde und Familie. Fühle mich im Labyrinth- probiere und probiere.

    Ich hoffe ich finde – des Spass macht es allemal!

    Danke !

    Diana

  • Lieber Walter,
    erst habe ich Markus‘ und im Anschluß deinen aktuellen Artikel gelesen. Ist ein bisschen so, als wenn ein kleiner, ziemlich schlauer Kerl auf meiner Schulter sitzt und mir sagt: „Siehst du, Münster, guck was du machst, finde deine Stimme, glaub nicht den Gurus und sei um himmelswillen nicht langweilig und erzähl nur deinen Krams.“ Ihr (und ein paar wenige andere) im deutschsprachigem Raum habt es einfach drauf mich (und viele andere) zu erreichen. Es ist 21:00 h, ich bin müde, habe viel gelesen und getan heute und dennoch habe ich mich von deinem Artikel unterhalten gefühlt und etwas gelernt. Danke.

    Liebe Grüße

    Claudia

  • „Gibt es schon große Blogs zu deinem in deiner Blog-Nische? Wenn nicht, dann bist du auf dem Holzweg. Wenn es keine Konkurrenz gibt, dann gibt es auch keine Kunden.“

    Ich gebe zu, dieser Absatz hat mich frustriert. Denn in meinem Bereich bin ich tatsächlich die einzige, die regelmäßig zum Thema Kinesiologie bloggt und auch wirklich bloggt. Andere Blogs nutzen ihre Beiträge nicht zum Problemlösen sondern lediglich zum Anbieten ihrer Produkte.

    Da ich ziemlich allein in der Nische bin, habe ich meine Themen auch Richtung Positives Denken ausgeweitet, ein Thema, das populärer ist und am Rande mit Kinesiologie zu tun hat (aber nur am Rande).

    Diese Themen gehen nun wesentlich besser und erzeugen mehr neue Leser. Die Themen sind jedoch nicht das, was ich will. Ich frage mich, wie ich das Ganze weiterentwickeln kann, ohne zu sehr von meinem Thema abzukommen.

    Schließlich will ich mit meinem Blog ja für meine Akademie und die Intensivausbildung interessieren.

    Hast du da einen Tipp?
    Liebe Grüße
    Swantje

    • Hi Swantje,
      Die Lösung ist die: Du musst nicht über die Lösung schreiben, sondern über das Problem.

      Kinesiologie ist die Lösung.
      Das Problem ist: Stress, mangelnde Gesundheit, fehlendes Wohlbefinden usw.

      Siehst du den Unterschied?

      Der Haken ist der: Wenige suchen direkt nach „Kinesiologie“, sondern nach „Wie habe ich weniger Stress?“. Du musst den Leser bei seinem Problem abholen und dann erst die Lösung auftischen. Und nicht über die Lösung schreiben, sondern über das Problem 🙂

      LG, Walter

  • Hallo Walter, ja, Du schreibst großartig und inspirierst mich. Deine Leidenschaft für Deine Sache ist spürbar. Ich blogge zum Thema Arbeitslosigkeit besiegen, ich habe ein Konzept für Gemeinden, Städte und Regionen. Hoffe, dass die auch irgendwann mitbekommen, dass Arbeit für jeden Bürger eine Existenzfrage ist und deshalb superwichtig ist.

    • Hi Friedhelm,
      Ich denke, dass deine Zielgruppe dann die „Entscheider“ sind, von denen es nicht so viele gibt. Das sollte dir bei der Analyse der Leserzahlen schon bewusst sein 😉
      Aber natürlich kannst du damit etwas bewirken und dich auch als Experten zu diesem Thema etablieren.
      LG, Walter

  • Hallo. Sehe ich ganz ähnlich, schöner Artikel. Solche „Weisheiten“ wie diejenige, man müsse sich nur anstrengen, dann würde man schon zum Erfolg kommen, führen nicht selten in die Irre. Denn auf dem falschen Weg erreicht man nie sein Ziel. Allerdings gilt natürlich auch, dass man nicht selten ein gewisses Durchhaltevermögen braucht, um überhaupt abschätzen zu können, ob ein eingeschlagener Weg aussichtsreich sein könnte. Nötig ist darum immer so eine Art Feed-back-Mechanismus, mit dem man sich selbst Rechenschaft darüber ablegen kann, ob man wohl (noch) in die richtige Richtung geht.

    Viele Grüße
    Elmar Basse

  • Hi Walter,
    cooler Artikel. Ich sehe das wie du, viele Blogger gehen kaum Risiken bei ihrem Content ein oder schreiben alle über den gleichen Kram. Am meisten fällt mir das bei den Reisebloggern auf, wo echt wenig originelle Schreiber zu finden sind. Es scheint manchmal, als schreibt grad jeder vom anderen ab.

    Es ist sehr erfrischend wenn dann mal doch jemand mal Stellung bezieht und seine eigene Meinung hat. Ironischerweise macht es das für Blogger viel einfacher, sich von der Masse abzusetzen und so mehr Leser anzuziehen. Ich wünsche mir, dass mehr Blogger aufhören, ein „Ich auch“ blog zu betreiben.

    Viele Grüße
    Pascal

    • Hi Pascal,
      Ich denke, dass es eine Frage der Zeit ist. Viele Blogs da draußen sind noch „jung“ und trauen sich nicht. Ich musste auch viele Jahre in das hineinwachsen, was ich heute bin.
      Ich drücke dir die Daumen.
      LG, Walter

  • Alter Walter 🙂 dein Schreibstil kommt echt gut!

    Toller Artikel!

    Eigentlich ist es doch wie fast überall im Leben: Wenn du etwas ereichen willst, musst du dich zwar aus der Masse erheben, allerdings darfst du dann nicht glauben du brauchst die anderen nicht mehr.

    Wenn du mit der Masse schwimmst, bekommst du auch was alle anderen bekommen. Du kannst das so machen, aber darfst dich dann nicht beschweren, wenn dir das Ergebnis missfällt.

    Aber natürlich hat vieles im Leben einen Haken.

    Wenn du nämlich etwas anders tust, als es die anderen machen, gibt es zwei mögliche Ergebnisse:

    1. Du wirst richtig erfolgreich, oder…jetzt das Risiko bei dieser Strategie…
    2. Du kackst richtig ab und du stehst noch schlechter da, als die Masse!

    Jetzt kommt der mMn springende Punkt ins Spiel:

    Es ist vermessen zu glauben, dass du Punkt zwei immer wirst vermeiden können, wenn du nur hart & clever genug arbeitest.

    Punkt zwei -also das Versagen- gehört einfach dazu. So ist das Leben. Ohne Versagen kein Erfolg und vice versa yin yan…

    Die meisten, die irgendwo erfolgreich sind, haben vorher schon mal auf irgend eine Art und Weise in den ‚Abgrund‘ geschaut bzw sich in die Scheisse gesetzt.

    Allerdings haben sich diese Leute dadurch nicht abschrecken und entmutigen lassen!

    Stattdessen haben sie sich geschüttelt, gekotzt, dann gelacht und sich erstmal eine kleine Verschnaufpause gegönnt und ihr Versagen – wenn auch zähneknirschend – akzeptiert, die Schuld nicht bei anderen gesucht und Verantwortung übernommen.

    Nach einer Pulle Vodka und wieder halbwegs freiem Kopf :p , haben sie dann analysiert, warum sie in der Scheisse sitzen und den Konfuzius als Motivator aus der Tasche geholt:

    „Unser größter Ruhm ist nicht, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen, wenn wir fallen“

    Also: Mach etwas anders, aber probiere es nie zweimal auf die gleiche Art, wenn du damit schon einmal keinen Erfolg hattest.

    Dein Labyrinth-Modus fast es gut zusammen:

    ‚Korrigiere deine Richtung. (Punkt 1)

    Verbessere deine Methoden. (Punkt 2)

    Trau dich, zu experimentieren. (Punkt 3)

    Schreib großartig und sei großartig,‘

    P.S. Der letzte Satz ist, glaube ich, auch vielen nicht ganz geläufig. Mittelmaß gibt es zuhauf. Du musst also schon richtig gut sein, indem was du machst. Eine einmalige Koriphäe musst du nicht sein, aber ein echter Experte. Blender können sich nicht langfristig halten. Wohl auch zu Recht, denn sie stiften keinen Nutzen für andere. Echte ‚Taker‘ oder Faultiere eben.

    Danke für die AUfmerksamkeit 😀

    Mach weiter so Walter…du bist ne echte Bereicherung im Netz!

    In diesem Sinne,
    cheers…und auf ins Labyrinth

    Ingmar

  • Hey Walter,

    vielen Dank für diesen Artikel. Ich kann dir nur zustimmen. Insbesondere, was die Sache mit den Gastartikeln angeht. Eine wunderbare Möglichkeit, um sich und sein Thema bekannt zu machen.

    Gruß

    Micha

  • Allen Ratschlägen zum Trotz geht es ja letztlich darum, Spaß zu haben. Der ganze SEO-Facebook-Twitter-Linkschwachsinn ist ja grundsätzlich OK, um sich bekannt zu machen, faktisch zählt aber vor allem exklusiver Content und Zeug, das, wie Du schreibst, die Leute lesen möchten. Grundsätzlich ist aber auch gegen abseitige Themen nichts einzuwenden, wenn man nur authentisch ist. Klar: Reich wird man damit dann nicht, aber es gibt jetzt auch nicht all zu viele Blogger, die von ihrem Hobby überhaupt leben können.

    • Klar kann man über alles schreiben, was man will. Ich richte mich bewusst an Menschen, die VIELE Leser haben wollen. Und da muss man sich an bestimmte Regeln halten und kann nicht einfach „irgendwas“ schreiben.
      LG, Walter

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