Oktober 26

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Das wichtigste Prinzip, um großartige Überschriften zu schreiben – ohne unnötig zu hypen

Großartige Überschriften schreiben: Das wichtigste Prinzip!Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.

Zuerst die Schlechte: 80 Prozent deiner Leser lesen nur deine Überschrift.

Das heißt: 80 Prozent deines „Fließtextes“ gehen vor die Hunde – wirklich schade, wenn man bedenkt, dass du Stunden, wenn nicht sogar Tage, in deinen Content gesteckt hast.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Du kannst deine Überschriften verbessern.

Logisch, oder?

Nicht ganz.

Ich dachte im Jahr 2015 wäre die Botschaft angekommen, dass man großartige Überschriften schreiben muss, um gelesen zu werden.

Falsch gedacht.

Ich sehe immer noch Überschriften wie:

„Hallo!“

„Rückblick meiner drei Konferenztage der letzten Hundetagung“

„Die drei Freunde“

Wahrscheinlich denken die Autoren, dass diese Überschriften großartig ist, aber sorry: Sie sind es nicht.

Woher ich das weiß?

Ich schaue einfach auf die Shares, Kommentare und Klicks des Artikels – alles tendiert gegen Null.

So, jetzt habe ich mich aus dem Fenster gelehnt und muss dir natürlich auch erzählen, wie eine großartige Überschrift funktioniert.

Das wichtigste Prinzip beim Überschriften schreiben

Dazu brauchst du eigentlich nur ein einziges Prinzip merken. Wenn du dieses Prinzip verinnerlicht hast, wirst du nie wieder Probleme beim Überschriften schreiben haben.

Das Prinzip lautet:

Eine Überschrift ist ein Versprechen.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Aus diesem Prinzip leitet sich auch die nächste Regel ab:

Je größer das Versprechen, desto besser.

Die besten Überschriften sind also die Überschriften mit dem größten Versprechen.

„In 3 Schritten zum Millionär – innerhalb eines Jahres“ – das ist ein großes Versprechen und jedes Jahr werden Millionen von Menschen mit solchen Überschriften geködert.

Für immer die Schreibblockade überwinden“ – für viele Autoren ein Traum.

1.000 E-Mail Abonnenten innerhalb von 6 Monaten bekommen“ – der Wunsch vieler Blogger.

Aus diesem Prinzip geht auch im Umkehrschluss hervor, was eine Überschrift nicht ist.

Die 5 schlimmsten Fehler beim Überschriften schreiben

„Schreiben ist leicht – man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ Dieses Zitat von Mark Twain ist weltberühmt und er hat Recht: Auch beim Überschriften schreiben kannst du schon gut werden, wenn du einfach nur die typischen Fehler vermeidest.

Hier sind sie:

Fehler 1: Die Überschrift als Kategorie

Nein, ich muss dich leider enttäuschen. Eine Überschrift, die einfach nur kategorisiert, ist keine gute Überschrift.

Beispiel: „Über das Überschriften schreiben“

Damit kann der Leser erfahren, um welche Kategorie es zwar geht, aber er weiß nicht genau, womit er rechnen soll.

Ist es ein Besinnungsaufsatz? Ist es eine Studie? Eine Umfrage? Ein Video?

Es ist, als ob man auf einen grauen Karton einfach einen Aufkleber mit der Aufschrift „Brot“ klebt.

Der Verkäufer wird sich zwar denken, dass das besonders originell und intrigant ist, weil er so wenig wie möglich über sein Produkt verrät. Der Käufer fühlt sich allerdings nicht angesprochen und er kauft keine Katze im Sack.

Also kauft er nicht.

Also liest der Leser nicht.

Was lernen wir daraus?

Sei möglichst spezifisch.

Sprich: „Weltmeisterbrot aus deutscher Bäckertradition. Reine Biokerne, reines Biomehl, reiner Geschmack“

Fehler 2: Die Überschrift als Spoiler

Ich hasse es.

Ich hasse es, wenn mir jemand das Ende eines Buches verrät. Ich habe danach keine Lust mehr das Buch zu lesen.

Das gleiche gilt für deine Leser. Sie haben einfach keine Lust mehr, deinen Artikel zu lesen, wenn du das Ende schon verraten hast.

Beispiel: „Time Blocking ist die beste Zeitmanagement-Methode für Unternehmer“

Besser: „Die beste Zeitmanagement-Methode für Unternehmer“

Siehst du den Unterschied? Die erste Überschrift verrät schon die Methode. Ich habe keine Lust mehr, den Artikel zu lesen, weil ich die Lösung des Problems schon kenne.

Was lernen wir daraus? Wenn du willst, dass deine Artikel gelesen werden, dann verrate den Mörder nicht in der Überschrift – und auch nicht im ersten Satz.

Fehler 3: Die Überschrift als Rätsel

„Was Apple, Hähnchenbrustfilets und Streber gemeinsam haben“

Was nach einer sehr kreativen und originellen Überschrift aussieht, ist eigentlich ein gefährliches Spiel mit der Aufmerksamkeit des Lesers.

Nehmen wir an, ich interessiere mich für Apple, aber nicht für Hähnchenbrustfilets – dann interessiert mich der Artikel nicht. Oder ich interessiere mich für Streber, aber nicht für Apple. Dieser Spagat zwischen diesen so unterschiedlichen Themen, macht es fast unmöglich, eine Zielgruppe anzusprechen.

Was lernen wir daraus? Sprich eine Zielgruppe an und sprich nicht in Rätseln.

Viele Menschen hassen Ratespiele.

Fehler 4: Die Überschrift als Lüge

Einige Blogger und Autoren lesen gerne Buzzfeed, heftig.co und upworthy.com. Die reißerischen Überschriften funktioneren herrlich und die Klicks dieser Seiten sind phänomenal.

Also übernehmen einige Blogger ihre Überschriften:

„Diese Geschichte wird dich zu Tränen rühren“ – ähm, sorry, tut sie nicht.

„Das ist das Süßeste, das du je gesehen hast“ – Nein, meine Tochter ist für mich das Süßeste.

„Dieser Artikel wird dein Leben verändern“ – Hmmm, irgendwie hat sich auf meinem Konto nichts verändert…

Du siehst das Muster.

Wenn du versuchst, den Leser für dumm zu verkaufen, dann wird das nicht funktionieren – jedenfalls nicht langfristig.

Was lernen wir daraus?

Wenn du in der Überschrift etwas versprichst, dann musst du es auch halten.

Fehler 5: Die „Na-Und-Hürde“ wird nicht überwunden

Unsere Welt ist lauter geworden – deutlich lauter.

Die ganzen iPhones und iSonstwas haben unser Lebenstempo erhöht und unsere Aufmerksamkeitsspanne gesenkt.

Um durch diesen Lärm hindurchzukommen, braucht man ein Nebelhorn – oder eine gute Überschrift.

Deine Überschrift darf deshalb nicht belanglos sein und muss die erste Hürde nehmen: Die „Na und?“-Hürde.

Mache den Test: Erzähle deinem Freund deine Überschrift. Wenn dieser Freund antwortet: „Na, und?“, dann ist entweder das Thema nicht wichtig genug oder die Überschrift ist schlecht formuliert.

Beispiel: „5 Gründe, warum du kein Brot mehr essen solltest“ klingt zwar spannend, behandelt aber ein banales Thema, das mich nichts angeht.

Meine Reaktion: Na, und?

„5 Gründe, warum Brot deine Fitness zerstört, dick macht und dein Gehirn verlangsamt“ geht mich allerdings schon etwas an.

Was lernen wir daraus?

Alltägliche Banalitäten haben in einer Überschrift nichts verloren.

Stelle den Nutzen, das Problem oder die Gefahr in den Mittelpunkt, dann überwindest du die „Na, und?“-Hürde.

Überschriften schreiben – ohne zu hypen

Wenn du die obigen Fehler vermeidest, dann gehörst du schon zum oberen Drittel der Bloggerwelt.

Wenn du noch das Prinzip „Eine Überschrift ist ein Versprechen“ verinnerlichst, wirst du mit viel Übung zum Großmeister des Überschriften schreibens.

Viele haben jedoch einen Einwand gegen „verführerische“ Überschriften. Sie werden immer als „reißerisch“, „unnötiger Hype“ oder als „übertrieben“ abgetan.

Ja, ich weiß, dass viele gute Überschriften missbraucht wurden (und werden), um Leser für dumm zu verkaufen.

Damit du den Spagat zwischen verführerisch und wahr schaffst, musst du folgende Aussage immer anwenden:

Ein Versprechen musst du auch halten.

Wenn eine Überschrift ein Versprechen ist, dann ist es auch deine Aufgabe, dieses Versprechen zu erfüllen. Versprich nichts, was du nicht halten kannst – dann gewinnst du das Vertrauen deiner Leser.

Wenn dein Artikel genau das hergibt, was in der Überschrift steht, dann ist es auch kein unnötiger Hype – es ist die Wahrheit.

Also:

Gehe hin und mach deinen Lesern ein möglichst großes Versprechen.

Je größer, desto besser.

Und dann erfülle es.

Bleib großartig, schreib großartig,

Dein Walter


  • Hallo Walter,

    wo liest Du denn bitte noch solche Überschriften, wie Du sie als schlechte Beispiele nennst? Ich lese ja wirklich viele Blogs und solche Überschriften sind mir verdammt selten untergekommen! 😀
    Mich würde ja mal interessieren, was Du so von meinen Überschriften auf meinem Blog hältst. Ich glaube ja Deine Tipps schon weitestgehend zu beherzigen. Vielleicht hast ja mal Bock vorbeizuschauen. 😉

    VG
    Jahn

    • Hi Jahn,

      Ich nenne schlechte Beispiele nicht beim Namen. Wer sich angesprochen fühlt, der weiß bescheid.

      Ich verlinke nur positive Beispiel 😉

      Zu deinem Blog:
      „Fitter, gesünder, erfolgreicher und glücklicher mit einem Morgenritual“ verrät schon (fast alles).

      Ich fände besser: „Das Geheimnis erfolgreicher, gesunder und glücklicher Menschen“.

      „Schmerzen und Training – Teil 8: Die Hand“

      Das ist, was ich oben als „Kategorie“ bezeichne. Sehr allgemein und wenig spezifisch. Wo ist der Nutzen für mich?

      Also: Stellenweise sehr gut, aber es gibt auch noch Verbesserungsbedarf 😀

      LG, Walter

      • Danke für das schnelle Feedback. 🙂

        Die Schmerzartikel mahne ich schon länger an…die hat mein Mitblogger geschrieben. Die Artikel sind wirklich gut aber werden zu wenig gelesen, weil sie noch nicht keywordoptimiert sind und die Überschriften nicht ansprechend genug sind. 😉

        VG

        • Ich finde „Fitter, gesünder, erfolgreicher und glücklicher mit einem Morgenritual“ viel besser als „Das Geheimnis erfolgreicher, gesunder und glücklicher Menschen“. Warum? Erstere Überschrift ist konkreter. Jeder schreibt Texte über DAS GEHEIMNIS, daher zucke ich nur mit den Schultern: Na, und? Noch so ein Text, der mir etwas vorgaukeln möchte und nach Klicks aus ist, nein Danke! Morgenritual dagegen hört sich spannender an. Was für Morgenritual kann es sein? Ich will mehr wissen!

    • Hi Walter,

      toller Post. Wird abgespeichert und geteilt.

      @Jahn:

      Du sagst es ja selber: “ Ich lese ja wirklich viele Blogs und solche Überschriften sind mir verdammt selten untergekommen! “

      Du liest in diesen Blogs!

      Die Blogs, von denen Walter spricht, schaffen es nicht, Leser in den Blog zu ziehen. Ihre Headlines zünden nicht und werden nicht geteilt.

      Daher kennst du sie auch nicht.

      Ich stoße jeden Tag über meine Google Alerts auf Blogs, die sich mit meinen Themen beschäftigen (Landing Pages, Conversion-Optimierung) und stoße regelmäßig auf diese Headlines. Leider ist der Content dann meistens ebenso mäßig…

      Grüße,

      Ben

  • Hallo Walter,

    ich habe Deinen Blog vor Kurzem erst richtig entdeckt: Tolle Beiträge und Tipps hast Du hier!

    Mir gefällt im Blogbeitrag oben vor allem das Prinzip: „Die Überschrift ist ein Versprechen.“ Kann man sich gut merken und trifft es auf den Punkt.

    Auch der „Na und“-Test ist eine interessante Möglichkeit, um die Wirkung seiner Überschriften zu überprüfen.

    Keep it up!

    Viele Grüße
    Artur

    • Hi Artur,
      Danke für dein Lob.

      Den „Na, und?“-Test vergessen leider viele Blogger. Man muss sich immer fragen: Beschäftigt meine Zielgruppe dieses Problem? Würden Sie dafür länger wach bleiben?
      Das sind Fragen, die sich viele nicht stellen.

      Viel Erfolg mit deinem Blog Artur,
      LG, Walter

      • Hey Walter,

        true! Ich denke, dass „Onliner“ selten den „Na und?“-Test machen können, weil sie den persönlichen Kontakt meiden.

        Die besten Copywriter haben 1zu1 Verkaufserfahrung. E-Mails oder Chat verzerren dagegen die Kommunikation. Oft behält man die Wahrheit auch für sich, um keinen zu verletzen (das geht online leichter).

        Ich bin deshalb ein Fan von persönlichen (oder telefonischen) Gesprächen mit potenziellen Kunden / Lesern.

        Dadurch lernt man viel über die Menschen, die man begeistern möchte – und hartes Feedback gehört auch dazu 😉

        Danke für die Erfolgswünsche!

        Grüße und schönen Abend noch,
        Artur

  • Hallo Walter,

    erst einmal vielen Dank, dass du dieses Thema angefasst hast, ohne einen Riesen-Hype darum zu machen. Das kenne ich von deinen Mitbewerbern anders. Ist mir auf deine Weise wesentlich sympathischer.

    Ich gebe dir in fast allen Punkten Recht. Nur über das Verraten der Lösung denke ich etwas anders. Denn sollte die Person danach doch nicht meinen ganzen Beitrag lesen, hat sie immerhin die Chance, nur durch die Überschrift oder den ersten Satz das Wichtigste zu erfahren. Das zieht natürlich nicht in den Blog rein.

    Mir ist beim Lesen wieder etwas klar geworden, was mich irgendwie stört und worüber niemand redet: Die ganzen Blogger, die auf deine beschriebene Weise ihren Blog anpreisen wollen (sollen), liefern eigentlich richtig nutzwertigen Content. Das ursprüngliche Bloggen ist für mich eher das Schreiben eines Tagebuches. Das Erzählen. Da braucht es für mich keine magnetische Überschrift.

    Früher bot man auf seinen Seiten Content an, heute übernimmt das ein Blog. Da hat sich in meinen Augen einiges verschoben. Doch es gibt eben auch noch die anderen Blogs, die ihre Stammleserschaft haben. Ich mache beides in insgesamt drei Blogs: Das Erzählen und das nutzwertige-Inhalte-liefern-und-Kompetenz-transportieren. Für Letzteres sind deine Tipps sehr hilfreich! Danke.

    Sonnige Grüße
    Dunja

    • Hi Dunja,
      Das Problem, wenn man in der Überschrift schon den Mörder verrät:
      Dein Leser scannt die Überschrift und zieht weiter und du hattest keine Chance durch deinen tollen Beitrag eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

      Hier geht es nicht um Klicks und so. Mir geht es um die Beziehung zum Leser.

      Aber wenn der Leser deine Texte nicht LIEST, sondern nur SCANNT und nicht wirklich drin ist, dann kannst du keine Beziehung zu ihm aufbauen. Und gerade das wollen wir Autoren doch, oder?

      Unabhängig davon, ob man „erzählt“ oder „Nutzwert liefert“ – wir alle wollen doch eine Beziehung zum Leser. Und das geht nur, wenn er unsere Texte auch liest 🙂

      LG, Walter

      • Hallo Walter,

        natürlich! Wir wollen eine möglichst langfristige Beziehung aufbauen.
        Es ist nur so: Wenn ich erzähle und dabei vom Hundertste ins Tausendste komme (was schon mal passieren kann), dann gibt es am Ende keine Überschrift, die alle deine Kriterien erfüllen würde. Kein Versprechen. Keine Kompetenz. Weil es auch gar nicht um Nutzwert geht, sondern idealerweise um Impulsgebung und wenn nicht das, dann doch zumindest um Unterhaltung.

        Vielleicht ist es einfach mein persönliches Ding, dass es keine Grenzen mehr gibt zwischen Content und Blog.

        Liebe Grüße
        Dunja

        • Ich verstehe, was du meinst… Gerade, wenn man persönliche themen und Impulse auf dem Blog verarbeitet, dann wird es schwierig mit den Überschriften.

          Aber es gibt auch viele amerikanische persönliche Blogs, die verführerische Überschriften schreiben 😉 Aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

          LG, Walter

          • Gegen verführerisch spricht aus meiner Sicht nichts. Es gibt verführerische Überschriften, etwa in Zeitungen, die keines deiner Kriterien erfüllen.

            Die Sache ist doch die: Will ich mit meinem Blog meine Kompetenz und meine Leistung verkaufen, dann brauche ich sehr wahrscheinlich genau diese Form der Überschrift, wie auch ich versuche sie hinzubekommen.

            Auf der anderen Seite lese ich immer wieder, wie müde die Leute werden, weil sie mit so vielen Versprechen konfrontiert sind und ihnen ständig das Gefühl vermittelt wird, sie müssten an ihrem Leben dringend etwas verändern – und ohne dieses oder jenes Geheimnis oder 5-Punkte-Programm oder was auch immer funktioniert das nicht.

            Vielleicht braucht es eines Tages wieder eher etwas anderes. Wir bleiben drank 🙂

            Liebe Grüße,
            Dunja

  • Moin.

    Kurze Frage:
    „Beispiel: „5 Gründe, warum du kein Brot mehr essen solltest“ klingt zwar spannend, behandelt aber ein banales Thema, das mich nichts angeht.

    Meine Reaktion: Na, und?

    „5 Gründe, warum Brot deine Fitness zerstört, dick macht und dein Gehirn verlangsamt“ geht mich allerdings schon etwas an.“

    Was unterscheidet die „bessere“ Variante von Nr. 2, dem Spoiler?

    „5 Gründe, warum Brot deine Fitness zerstört, dick macht und dein Gehirn verlangsamt“ klingt zumindest für mich ähnlich wie „Time Blocking ist die beste Zeitmanagement-Methode für Unternehmer“. Nach dem Lesen der Überschrift brauche ich den Artikel nicht mehr, weil ich weiß, dass Brot mich dick macht und mein Gehirn verlangsamt.

    Muss aber zustimmen, was da im Bereich heftig & Co. so abläuft ist schon schlimm.

    • Hi Michael,

      Der Unterschied: Wenn du sagst, dass Brot all diese negativen Eigenschaften hat, dann ist das an für sich schon ein ungewöhnliches Versprechen. Der Leser will den Artikel dann wegen des „Warum“ lesen.

      Bei der Überschrift „Du sollst kein Brot essen“ fehlt die Dringlichkeit. Es fehlt ein anfassbares Problem, das mich zum handeln bringt. Die zweite Variante beinhaltet mehr „Gefahr“ – die Menschen gewöhnlich zum Handeln bringt.

      Verstehst du, was ich meine?
      Sorry, wenn ich mich unklar ausgedrückt hatte.

      LG, Walter

  • Der Spoiler-Fehler ist meiner Meinung nach der am meisten unterschätze.

    Oft gesehen auch bei großen Online-Magazinen mit hoher Reichweite.
    Durch die Überschrift wusste man eigentlich schon alles und den Rest zu lesen, hat sich nicht mehr gelohnt.

    Zack, nächster Tab, nächster Artikel.

    • Hi Falco,

      Der Spoiler-Fehler war lange in Journalisten-Kreisen üblich. Auch der „Katgegorie“-Fehler wird immer noch von Journalisten begangen.

      Das liegt daran, dass Journalisten Klarheit vor Neugier stellen müssen – was ja nicht schlecht ist.

      Ideal ist es, wenn man beides verbinden kann: Eine klare, aber trotzdem spannende Überschrift.

      LG, Walter

      • Das sind keine Fehler, sondern journalistisches Handwerk. Hast Du aber bereits gut erklärt.

        In Blogs gibt es nichts schlimmeres als Listen-Überschriften: Dort werden Versprechen erzeugt und gefühlt zu 90% nicht eingehalten. Wenn ich Listen sehe, geht bereits mein virtueller Spam-Filter an und ich ergreife die Flucht.

        Guter Beitrag zu einem wichtigen Thema – mach weiter so Walter

        • Hi Chris,
          Aus Sicht eines Werbetexters sind es Fehler 😉 Aber gerade deshalb können sich diese zwei Gattungen auch nicht ausstehen 😀
          Ich persönlich liebe Listen-Überschriften (wie unschwer zu erkennen ist). Wenn man einhält, was man verspricht, dann ist es auch nicht spammy.
          Danke für deinen Kommentar.
          LG, Walter

  • Hey Walter,

    ich habe mein ganzes Leben nie wirklich einen Nutzen von einem Newsletter gehabt und diese meist sehr schnell wieder abbestellt. ANDERS bei Dir! Ich schau schon auf die Uhr und warte auf Post! Danke für den großartigen Input! Von Bildverkleindern.com bis Headline-Boosting!

    Bitte mach weiter so! Bleib großartig.

    Herzlichst Marlene

    • Hi Marlene,

      Danke für das dicke Lob, ich fühle mich wirklich geehrt.

      Und ich versuche, dass mein Newsletter nicht nur ein Newsletter ist. Ich antworte auch auf jede Mail meiner Leser und stelle auch Fragen.

      Ich versuche – soweit es geht – es mehr zu einer E-Mail-Community zu machen 😉

      LG, Walter

  • Danke für deine guten Tipps, ich gebe zu, dass ich meine Überschriften viel zu oft stiefmütterlich behandle. Und ich glaube ich habe auch ein kleines Spoiler-Problem! 😀 Der Artikel kam mir also gerade recht.

    LG

    • Hi Anja,

      Wir alle müssen noch an unseren Überschriften arbeiten. Vor allem ich.

      Deshalb habe ich diesen Artikel in erster Linie für mich selbst geschrieben 😀

      Hey und so Spoilerisch (gibt es so etwas?) sind deine Überschriften nicht 😉

      LG, Walter

  • Hey Walter,

    großartiger Artikel! Das Thema Überschriften ist sehr wichtig… Trotzdem tue ich mich oft schwer damit… Die „Na-Und-Hürde“ merke ich mir jetzt aber 😉
    LG

    • Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass allgemein „Mama-Blogs“ sich bei Themen wie „Überschriften, Copywriting und Sales Pages“ schwer tun 😀

      Zugegeben, es ist ein Thema, das aus der Schmuddelecke des Marketings kommt. Aber man muss ja nicht wie ein schmieriger Verkäufer auftreten. Ein ehrliches Versprechen, ein ehrliches Produkt zu verkaufen: Das ist ethisch korrekt und verbessert die Welt 😉

      LG, Walter

      • Ja, da hast du vollkommen recht. Ich bin ja deiner Meinung und es gibt auch immer mehr Mama-Blogger, die von ihrem Blog „leben“. Leider passiert es gut wie jede Woche, dass irgendeine Mama-Bloggerin dafür ausgebuht wird…

        Und manchmal habe ich fast das Gefühl, als wäre es verwerflich sein Blog halbwegs professionell zu betreiben. Und wenn man das so ‚laut ausspricht‘, dann erscheint es einem erst recht lächerlich 😉

  • Hallo Walter,

    nun kenne ich deinen Blog schon so lange und ich gebe zu, dass ich nur sporadisch reingeschaut habe. Ich habe mich immer fürs Schreiben interessiert, doch wenn dein Ziel nicht konkret ist, dann ist das allgemeine Interesse noch kein richtiger Grund loszulegen. Jetzt habe ich endlich angefangen, Blogartikel zu schreiben und siehe da, jetzt brauche ich deine Tipps ganz akut und finde, dass dir mal wieder ein exquisiter Artikel gelungen ist. Ich nehme gleich ganz old school einen Stift zur Hand und notiere mir deine Tipps auf einem Blatt Papier. Ich will sie immer parat haben 🙂 Vielen Dank für deine Arbeit! Ich werde mir jetzt einen Artikel nach dem anderen rausfischen, um mich nach und nach zu verbessern.

    Liebe Grüße, Katharina

    • Hi Katharina,
      Das freut mich sehr, dass du jetzt auch zu den Schreiberlingen gehörst. Schau dir auf jeden Fall auch meine älteren Artikel an, da ist sehr viel Nützliches dabei.
      LG, Walter

  • Lieber Walter,

    dein Beitrag arbeitet in mir, seit ich ihn gelesen habe … Erst am Morgen, als ich meinen ersten Kommentar hier schrieb, war ich in die „Na und?“-Falle getappt. Jedesmal, wenn ich jetzt für meinen Beitrag werbe, denke ich: „Hättest du doch mehr Zeit in die Überschrift investiert!“

    Doch ganz ehrlich: Ich habe viele Tage über die Überschrift nachgedacht! Noch bevor ich den Artikel schrieb! Und trotzdem ist das dabei herausgekommen. Heute wüsste ich, was ich anders machen würde!

    Was mich dennoch nicht daran gehindert hat, erneut in eine der anderen Fallen zu tappen. Warum erscheint das so unendlich schwer, eine treffende Überschrift zu schreiben (vor allem, wenn man mit Schreiben seine Brötchen verdient)?

    Du siehst, auch wenn ich manchmal kritisch über lockenden Blog-Überschriften denke, deine Botschaft(en) sind angekommen!

    LG, Dunja

    • Hi Dunja,
      Ich merke an deinen Ausführungen, dass du zuerst den Artikel schreibst und dann die Überschrift.

      Ich mache es andersherum.

      Zuerst überlege ich mir ein Versprechen. Und dann versuche ich es zu erfüllen.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    gerade Fehler 4 geht mir immer durch den Kopf, wenn ich mir mal eine spannende Überschrift überlegen will.

    Meistens schalte ich dann lieber zwei Gänge zurück bevor ich meine Leser mit sowas nur enttäusche.

    Klickraten sind das eine, glückliche Leser aber eine ganz andere Geschichte.

    Grüße
    Jonas

  • Hi Walter,

    ich habe keine Ahnung, wieso ich erst jetzt über Deine Seite gestolpert bin. Jedenfalls hat mich dieser erste Lesehappen sofort begeistert. Um alles zu begreifen, muss ich den Text wohl noch mehrfach lesen. Gut gefallen hat mir die Aussage, dass wir schreiben, um eine Beziehung mit unseren Lesrn einzugehen. Das gilt auch für kleine Nischenblogs oder persönliche Selbstdarstellerblogs. Wenn kein Feedback kommt, weiß man ja nicht, ob es irgend jemanden interessiert, was man da so vor sich hin textet.
    Also, ich freue mich wie blöde über jeden Klick und jeden Kommentar. Einfach so, weil mich das ein kleines bisschen glücklich macht. 😉
    Allerdings habe ich noch keine richtige Linie gefunden und ob meine Überschriften was taugen, weiß ich auch nicht. Magst mal gucken?

    Liebe Grüße, Claudia

    • Hi Claudia,
      Deine Überschriften haben auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial. Wie gesagt: Bei vielen fehlt ein Versprechen? Was bekomme ich als Leser? „Träume sind keine Schäume“ ist zwar ein nettes Wortspiel, aber als Leser ist dies für mich zu vage, damit ich es lese. Besser wäre: Wie du mit Symbolen deine Träume interpretierst.
      Siehst du den Unterschied?

      LG, Walter

  • E_in bisschen Hype ist ja nie verkehrt. Aber wie du sagst, man muss das Versprechen dann im Text auch einlösen sonst kommt sich der Leser schnell verarscht vor.

    Von Clickbait Seiten wie Buzzfeed & Co. kann man ja halten was man will… aber wer immer die Headlines dort textet, der versteht sein Handwerk.

    • Ja die Jungs haben Ahnung vom Headline Texten. Ich kritisiere sie ja auch nicht für ihre Headlines, sondern dafür, dass sie ihr Versprechen nicht erfüllen 😀
      LG, Walter

  • Hey Walter!

    Deine Seite ist für mich -die- Seite, die ich zu Rate ziehe, wenn ich bei einem Thema hänge.
    Was mir besonders gefällt ist, das sie auch nicht so kommerziell rüberkommt. Man spürt, das Dir Dein Thema einfach wichtig ist.
    Ich hab natürlich nichts dagegen, das jemand mit was Gutem etwas verdient. Im Gegenteil. Aber wenn man nicht so mit der Nase reingetunkt wird, ist man da viel offener, finde ich!
    Ich bin erst seit ein paar Wochen Blog-Leserin und erst seit noch viel weniger Wochen Bloggerin(wenn auch schon viel länger Schreiberin). Hab mich mit hängen und würgen und heulen durch die Technik gekämpft.
    Ich hab Deine Tips gelesen und versucht umzusetzen, bezüglich der Überschriften. Jetzt kommen sie mir selbst aber etwas knallig vor… vielleicht hast Du ja kurz Zeit einen Blick drauf zuwerfen?!
    das wäre super
    liebe Grüße,
    Susanne

    • Hi Susanne,
      Ich habe mir deine Überschriften angeguckt. Ich weiß leider nicht wie sie vorher waren, aber ich finde sie in Ordnung. Natürlich sind sie etwas verlockend und versprechen viel. Aber das ist ja auch der Sinn.
      Der Haken ist, dass du dich selbst noch an diese Überschriften gewöhnen musst. Am Anfang kommen sie einem etwas reißerisch vor. Aber wenn man gelernt hat, diese Versprechen auch zu erfüllen, dann fühlen sie sich gut an.
      Deshalb die Headline immer am Anfang schreiben – und dann den Artikel 😉
      LG, Walter

      • Hey Walter!

        super, vielen Dank! Und danke, das Du Dir Zeit genommen hast!
        ja, wahrscheinlich ist das die Sache mit der Sichtbarkeit… ich bin ja auch im Leben nicht der Typ „Tadaaa, hier bin ich“… das ist sicher so ähnlich.
        – man fällt ja so ein bisschen mit der Tür ins Haus oder klingelt Sturm, mit so einer Überschrift.
        ganz liebe Grüße
        Susanne

  • Hallo Schreibsuchti,

    Kann ich alles unterschrieben, was Du da schreibst. Sofort. Ob ich es dann selber so schreiben kann, die Headlines, die die Leute reinziehen, bin ich sehr gespannt. Theorie ist noch lang nicht Praxis.

    Danke für all die tollen Ideen!
    Michael
    jetzt-selbstsicher.de

  • Hi Walter!
    Nochmal ich! Eine Frage: wie gehen knallige und gut getextete Überschriften mit Seo Hand in Hand?
    Ich erarbeite mir gerade dieses Seo und demnach müsste eine gute Überschrift Keywords enthalten. Also das tausendundeinste: Beziehungsprobleme mit Goldfisch – wie löse ich sie?
    Oder so ähnlich.
    aber Keywords, also Worte, die jeder sucht und also ständig im Netz kursieren zu verwenden klingt für mich nicht nach Knallern, die einen interessieren.

    Ich verzweifle eh grad ein bisschen mit Seo. Seo scheint mir der beste Weg zu sein, eine saubere Schreibblockade zu ergattern.

    wie gehst du damit um? Oder musst du das gar nicht mehr?

    liebe Grüße
    Susanne

    • Hi Susanne,

      Mein Tipp an dich: SEO kommt ersten im zweiten Schritt.

      Im ersten Schritt schreibst du für Menschen und für Neugier.

      Im zweiten Schritt optimierst du für SEO.

      Ich mache das so:
      Auf dem Blog und auf Facebook ist eine „Neugier“-Überschrift, die Menschen anlockt.

      Mit dem Plugin Yoast SEO stelle ich dann einen anderen SEO-Titel ein, der besser zu Google passt und das Keyword enthält. Außerdem sollte die URL des Artikels das Keyword enthalten.

      Somit gibt es zwei Überschriften: Eine für Social Media (Neugier) und eine für Google (mehr beschreibend + Keyword).

      Beispiel:
      Mein Artikel zu dem Keyword „Zeit zum Schreiben finden“

      Die Überschrift auf dem Blog: „Zeit zum Schreiben finden – Trotz Familie, Kinder und Full-Time-Job – 15 Tipps aus meinem Leben“

      In Google: Zeit zum Schreiben finden – 15 Tipps für Vielbeschäftigte!

      Das gleiche gilt für den ganzen Artikel: Schreibe den Artikel zuerst für Menschen und habe deinen idealen Leser im Kopf. Erst im zweiten Schritt solltest du ein bisschen für Google optimieren.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    Danke für deine wertvollen Tips, ich habe soeben meinen ersten Blogartikel veröffentlicht! Überschrift:
    WARUM SCHMERZEN UNSERE GRÖSSTEN WACHSTUMSIMPULSE SIND
    Alternativ hatte ich überlegt: WARUM SOLL ICH IN DIESEN SCHEISS-SCHMERZ REINSPÜREN?!
    nachdem ich das mit dem Versprechen bei dir gelesen habe, hab ich mir die andere überlegt und würde gerne wissen, wie du sie findest?
    Herzliche Grüße,
    Moritz

  • Den Link „1.000 E-Mail Abonnenten innerhalb von 6 Monaten bekommen“ = gastbloggen.de gibt es zwar, aber da lande ich auf einer Schuh-Shop-Seite. Vielleicht magst du das ändern.
    Sonst: Auch in 2018 Danke für den Artikel. Ein Evergreen. Gruß, Peter

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