August 14

56 comments

Achtung: Gift für Blogger!

Erfolgreich Bloggen - Schreibtipps - Blogger

Ich mache mir Sorgen.

Wirklich.

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das nicht gut enden wird.

In letzter Zeit sehe ich vermehrt Blogger Gift zu sich nehmen. Danach behaupten sie meistens, dass es ihnen besser geht und sie sich endlich von den Zwängen anderer Menschen befreit haben.

Andere Blogger sehen andere dieses Gift konsumieren und springen mit auf. Dieses Gift ist auch noch ansteckend.

Leider zerstört dieses Gift langsam nicht nur die Blogger, sondern auch ihre Blogs.

Wie heißt dieses Gift?

Selbstgefälligkeit.

Leider sehe ich das immer öfter und ich möchte ausdrücklich davor warnen. Auch wenn es sich kurzfristig gut anfühlt, langfristig wird es dir und deinem Blog schaden.

Synonyme für Selbstgefälligkeit sind: Arroganz, Eitelkeit, Stolz.

Bin ich selbstgefällig?

Du stellst dir jetzt bestimmt die Frage: Bin ich selbstgefällig? Bin ich in Gefahr? Oder du fragst dich: Ist der Walter selbstgefällig?

Ja, ich habe diesen Trend leider mitgeprägt. Manche haben mich falsch verstanden, als ich sagte, du sollst selbstbewusst schreiben.

Selbstbewusst ist aber nicht selbstgefällig. Mutig ist nicht dreist. Standhaft ist nicht arrogant.

Also, machen wir den Test.

Hier sind 5 Anzeichen für Selbstgefälligkeit:

1) Blocke ich Kritik ab?

Viele Blogger blocken Kritik einfach ab. Nichts kommt an sie ran. Alles perlt einfach ab, wie von einer teflonbeschichteten Bratpfanne.

Das ist falsch.

Wir Blogger leben doch von der Kritik unserer Leser. Wir leben vom „Feedback“ anderer Blogger. Wir leben von unserem Tribe.

Wer nicht auf Kritik hört und reagiert, der wird einestages ganz alleine im Regen stehen – ohne Regenschirm.

Klar, ich sage immer, dass du mutig sein sollst, dass du dich nicht verunsichern lassen sollst. Nein-Sager und Hater wird es immer geben. Du sollst deinen Weg als Schriftsteller mutig beschreiten.

Damit das klar ist: Auf Hater solltest du nicht reagieren. Auf Nein-Sager und Skeptiker auch nicht.

Aber auf fundierte und sachliche Kritiker solltest du hören. Überlege dir, ob etwas dran ist.

Denk.

Nach.

Selbst in der schlechtesten Kritik steckt etwas Wahrheit.

Kleiner Tipp: Wenn du konstruktive Kritik (zum Beispiel zu deinem Buch) haben möchtest, dann frage nicht deine Freunde, sondern Fremde, die keine Anst haben, dir die Meinung zu sagen.

Das ist der Grund, warum manche mein Coaching nicht mögen – weil ich zu ehrlich bin.

Wie gehe ich mit Kritik um?

Thomas Leuthard hat mir auf Facebook gesagt, dass mein militantes Profilbild unangemessen ist. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht. Und: Er hat Recht. Ich habe daraufhin mein Profilbild geändert. Thomas, wenn du das hier liest: Danke 😉

Weitere Beispiele siehst du hier und hier:

In diesem Beitrag widersprach mir Afschin direkt. Schaut euch mal die Unterhaltung an:

Dein Durchbruch wird kommen, wenn du aufhörst „einfach so“ zu schreiben und anfängst das Leben deiner Leser zu verändern.Mehr dazu: -> http://bit.ly/1rb3Cev

Posted by Schreibsuchti.de – Schreibtipps für Blogger, Texter und Autoren on Mittwoch, 15. Juli 2015

 

2) Reagiere ich auf E-Mails?

Die meisten Blogger haben es schon verstanden: Auf Kommentare muss man antworten.

Kommentare sind für alle sichtbar und wenn der Blogger nicht reagiert, dann ist das ein schlechtes Zeichen.

Doch was ist mit E-Mails?

Viele Blogger reagieren einfach nicht auf E-Mails. Je größer der Blogger, desto schwieriger ist es, ihn zu erreichen. Desto länger dauert es, bis man eine Antwort bekommt. In den meisten Fällen bekommt man gar keine Antwort.

Das ist nicht die feine englische Art.

Größe ist keine Ausrede für schlechten Umgang.

Größe ist keine Ausrede für schlechte Kommunikation.

Die Airline KLM schafft es innerhalb von 17 Minuten auf Fragen über Facebook zu reagieren. 17 Minuten.

KLM

Wenn du mit deinen Mails nicht klar kommst, dann belege einen Kurs über E-Mail-Management oder stelle einen Assistenten ein.

Thomas Mangold kann dir auch beim Selbstmanagement helfen.

„Wer groß ist, braucht keine E-Mails zu beantworten“ – das ist selbstgefällig.

Mein Freund Vladislav, drüben beim Affenblog, hat über 10.000 E-Mail-Abonnenten – und er beantwortet jede einzelne Mail.

Jede.

Einzelne.

3) Ich, ich, ich?

Blogger werden besser bloggen

Welcher Mensch wird im Internet am meisten promotet?

Welche Person pushen wir immer nach vorne und räumen ihr einen besonderen Platz ein?

Diese Person heißt „Ich“.

Aus Social Media ist Selbstpromotion-Media geworden.

Klartext: Wenn du nur deine Inhalte teilst, dann ist das selbstgefällig. Hat niemand anderes deine Aufmerksamkeit verdient?

Kennst du diese Menschen, die zum gemeinsamen Grill ihr eigenes Fleisch, ihr eigenes Bier und ihren eigenen Stuhl mitbringen – und dann mit niemandem teilen?

Das bist du, wenn du keine fremden Inhalte teilst, wenn du niemanden promotest.

Mache andere Menschen zu etwas Besonderem – dann wirst du ein besonderer Mensch für sie.

Besonders gut macht das unter anderem Christina Emmer, die in ihrer Facebook-Timeline nicht nur ihre Inhalte postet, sondern auch die Beiträge anderer Coaches.

4) Heule ich wegen der Spielregeln?

Vielleicht denkst du gerade, dass meine Kritik hier an große Blogger gerichtet ist.

Nein, ist sie nicht.

Sie richtet sich in erster Linie an kleine Blogger. Denn leider haben viele „kleine“ Blogger mehr Selbstgefälligkeit als die Großen – und das ist der Grund, warum sie klein bleiben.

Kleine Blogger lieben es zu meckern und sich zu beschweren, dass „alles nur gekauft ist“ und „alles nur durch Vitamin-B“ entsteht.

Natürlich ist das so.

Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Doch wenn du meckerst und jammerst, dann gewinnst du damit keinen Blumentopf. Dein Blog wird dadurch nicht besser.

Anstatt also die da oben zu kritisieren, die mit ihren Blogs großes Geld verdienen, solltest du lernen, wie das Spiel geht – und aufhören dich über die Spielregeln zu beschweren.

20 Prozent der Menschen verdienen 80 Prozent des Geldes.

20 Prozent der Blogger haben 80 Prozent der Leser.

Das ist das Pareto-Prinzip.

Das kannst du nicht ändern.

Aber du kannst ändern, ob du zu den 20 oder zu den 80 Prozent gehörst (das lehre ich zum Beispiel in meinem Kurs).

5) Empathie ist ein Fremdwort

Viele Blogger schreiben über Dinge, die sie nicht verstehen.

Sie kennen die Situation des Lesers nicht und wollen sie auch gar nicht wissen.

Sie schreiben einfach drauf los und glauben, dass ihre Texte genial sind, wenn sie mit Selbstverständlichkeiten auf den Leser eindreschen.

Doch eine Sache vergessen sie dabei: Empathie.

Der Leser muss spüren, dass du ihn verstehst. Dass du seine Situation kennst. Dass du das Gleiche durchgemacht hast, wie er jetzt.

Ohne Empathie kannst du gleich einpacken. Ohne Empathie funktioniert kein Buch – und auch kein Blog.

Stattdessen wird einfach behauptet, der Leser sei feige, schwach oder dumm.

Klar, ich habe diesen Trend wahrscheinlich mitgeprägt – und dafür entschuldige ich mich. Manche haben mit falsch verstanden, als ich sagte, dass man mutig schreiben soll.

Mutig heißt nicht dreist. Selbstbewusst heißt nicht beleidigend. Und ich schreibe nur über Gefühle und „dumme“ Fehler, die ich selbst gemacht habe – alles andere wäre selbstgefällig.

Wenn ich den „Leser-Bashing“ betreibe, dann nur, wenn ich in der gleichen Situation war und dem Leser helfen möchte diese Situation zu meistern.

So hatte ich lange das Problem, ein berühmter Blogger zu werden. Das habe ich dann hier verarbeitet.

Markus Cerenak provoziert seine Leser auch – aber er weiß, wovon er spricht. Er war im Hamsterrad. Er darf das.

Marcus Johanus gibt Schreibtipps – und auch er weiß, wovon er spricht. Er hat mehrere Bücher geschrieben. Er darf das.

Gegengift

Ich wünsche mir, dass Blogger aufhören, einander zu kritisieren. Ich wünsche mir, dass nicht mehr mit dem Finger auf andere gezeigt wird, sondern dass Blogger Hand in Hand gemeinsam neue Höhen erreichen.

Nimm bitte Kritik an, höre auf Menschen, die dir Fehler aufzeigen.

Reagiere auf deine Leser, reagiere auf andere Blogger. Arbeite mit anderen. Nicht gegen andere.

Teile die Inhalte anderer Blogger, sei nützlich, interessiere dich für andere Menschen.

Gemeinsam können wir dieses Gift besiegen.

Bleib großartig, schreib großartig

Dein (etwas besorgter) Walter


  • Was soll man dazu noch sagen? Selbstgefälligkeit finde ich momentan tatsächlich immer wieder auf Blogs – und das sind die, die dann nicht in meinem Feed landen und bei denen ich keine Mailadresse hinterlasse.

    Kleine Blogger führen sich auf wie Platzhirsche und die großen Blogger sind die, mit denen eine vernünftige Diskussion möglich ist. Authentizität spielt da für mich eine große Rolle.

    Ein großartiger Beitrag, den wir uns alle zu Herzen nehmen sollten!

    • Danke Freddy, dass du mit auf meiner Seite bist.

      Ich glaube, dass die Diskussion der springende Punkt ist 😉

      Leider ist das mit vielen Bloggern nicht möglich. Blogger müssen es schaffen eine klare und feste Meinung zu haben, ohne überheblich zu sein. Diese Balance ist die Kunst.

      LG, Walter

  • Lieber Walter,

    vielen Dank für diesen Appell an uns alle! Sich selbst zurückzunehmen und Kollegen, Freunde und Bekannte emporzuheben, ist eine Kunst, und sorgt dafür, dass wir uns regelmäßig auf unsere Herkunft besinnen und auf den Boden zurückkehren können.

    Schönes Wochenende
    Christine

    • Hallo Christine,
      Danke für deinen Kommentar. Ich lerne auch noch und muss es immer wieder lernen, andere Menschen über mich zu stellen, anstatt sich ständig selbst zu loben.
      Dieser Beitrag soll mir und anderen dabei helfen.
      LG, Walter

  • Lieber Walter,

    danke für deinen tollen Beitrag und den imaginären „Arschtritt“ 😉
    Steckt sehr viel Wahres in deinen Worten und es ist eigentlich schade, dass das Miteinander unter den Bloggern noch nicht ganz so toll funktioniert wie bspw. in Amerika.

    Ich werde gleich heute Abend mal nach tollen Inhalten von anderen Bloggern stöbern und diese teilen 🙂

    Schönes Wochenende!
    Liebe Grüße,

    Nadine

    • Hi Nadine,
      Ja von den Amis können wir noch viel lernen – was viele auch nicht wollen, wegen ihrer Selbstgefälligkeit 😉

      Viel Erfolg beim Teilen fremder Inhalte 😉

      LG, Walter

  • Oh ja, jetzt können wir uns alle mal an unsere eigene Nase packen, denn ein bisschen Selbstgefälligkeit ist wohl in jedem zu finden. Jetzt gilt es das Maß gering zu halten. 🙂

  • Hallo Walter,
    danke für diesen tollen Beitrag. Wie immer freue ich mich über deine lebendige Art und Weise zu schreiben.

    Selbstgefälligkeit, Selbstüberhöhung, Entwertung anderer und Missachtung von Kontaktangeboten/E-Mails/Kommentare … triffst du auch in anderen Professionen an. Leider oft bei den Anfängern, die stolz auf ihre neuen Kenntnisse sind.

    So schade (und geschäftsmindernd), wenn sie die – zum Beispiel als Coach oder Berater – nicht mit ihrem Einfühlungsvermögen verbinden. Falls dies nicht ganz fehlt; das kommt vor.

    Meistens ist es aber die erfreute Selbstliebe, die das Erreichte so sehr hätschelt, dass andere Miterfreute aus dem Blick geraten. Dabei wäre der Dialog sicher erfüllend, selbst dann, wenn es sich um freundschaftliche Kritik handelt.

    Herzlich

    Anne

    • Hallo Anne,
      Ja, das ist bestimmt ein Phänomen, das es auch unter anderen Professionen gibt. Doch auch da ist das geschäftsmindernd, da gebe ich dir recht. Insgesamt gilt fürs Leben der Grundsatz: Wer gibt, dem wird gegeben.
      LG, Walter

  • Hallo Walter, ich finde diesen Beitrag so genial. Er ist nicht nur an Blogger gerichtet, denn man kann es auch im „realen“ Leben anwenden.

    Mir fällt bei einigen Bloggern auf, das die sich oftmals wie ein Grashalm im Wind bewegen. Die Meinung ist mal so, dann doch wieder so, und am nächsten Tag wieder anders 🙂 Ich finde , wer eine Meinung hat, sollte auch wirklich dazu stehen. Oftmals wird nur ein Beitrag geschrieben, weil man gerade zwischen Stuhl und Angel „irgendwas “ schreiben muss, da werden auch gerne ein paar Wortfetzen von anderen Beiträgen mit aufgenommen und dann als Eigenkreation verarbeitet : Solche Blogger kann, will und werde ich nicht ernst nehmen 😉 und deren Beiträge teilen schon gar nicht..

    Geile Beiträge ( scusi für den nicht ladyliken Ausdruck ) werden asap mit der Welt geteilt. Was geile Beiträge sind, wird sich so manch einer nun fragen? Naja, inspirierende Eigenkreation ohne den Hauch von Copy Cats, Inhalte die ins Hirn knallen, um mal die Worte von Karl Kratz zu benutzen 😉
    Und – was viele Blogger sowie Leser mal endlich durchsetzen sollten, diese tollen Beiträge nicht nur (oftmals kommentarlos) zu teilen, sondern auch mal im Blog einen Kommentar zu hinterlassen.

    Wenn man die Amis dagegen beobachtet, sieht es wirklich anders aus. Die unterstützen sich gegenseitig und kommentieren, was das Zeugs hält. Sie profitieren voneinander und es macht Spaß sie dabei zu beobachten.
    Bin mal gespannt, ob wir es in diesem Leben noch schaffen, unsere Bloggernation ebenfalls dorthin zu bekommen.

    Lange Rede – kurzer Sinn: Vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag
    LG Tina

    • Hallo Tina,
      Klar, die Amis sind uns weit voraus. Doch ich glaube wir schaffen das auch, wenn wir uns alle ein bisschen Mühe geben, an die eigene Nase packen und fleißig einander pushen anstatt uns selbst.
      Danke für dein Lob,
      LG, Walter

  • Hallo Walter Epp,

    ein klasse Beitrag, der zum nachdenklichen Blick in den Spiegel animiert. Besonders gefallen mir die konkreten Anzeichen für Selbstgefälligkeit und auch die Beispiele, wie man es besser machen kann.

    Viele Grüße
    Monika

    • Hallo Monika,
      Ja, wir alle sollten öfter in den Spiegel schauen und seltener mit dem Finger auf andere zeigen, wenn es um die Schuldfrage geht. Wenn es um die Belohnung geht, sollten für öfter auf andere zeigen und weniger auf uns 😉
      LG, Walter

  • Zum bloggen gehört immer auch ein bischen Demut. Ich teile immer wieder Beiträge von Bloggern, die es verdient haben, gesehen zu werden. Dazu gehört für mich derzeit der Stille Stärken Blog.

    • Hallo Ralf,
      Demut ist leider fast schon eine Seltenheit geworden. In Zeiten von „Selfies“ und Selbstlob wissen vor allem die Jüngeren nicht, was das ist. Wer das als Blogger mitbringt, bloggt und schreibt besser – und stellt den Leser in den Mittelpunkt und nicht sich selbst.
      LG, Walter

  • Ich habe Deinen Beitrag sehr aufmerksam gelesen, wie immer ist er sehr interessant und berührt mich. Vielen Dank!
    Besonders im realen Leben bemühe ich mich um Zusammenarbeit, was manchmal ein hartes Brot ist, da Autoren in dieser Hinsicht eher scheu veranlagt sind. Aber ich werde nicht nachlassen und mir außerdem Deine Ermahnungen hinter die Ohren schreiben!
    Schönste Grüße,
    Andrea

    • Hallo Andrea,
      Ja, leider sind viele Menschen sehr scheu – nicht nur die Autoren 😉 Ich wünsche dir, dass du dran bleibst und nicht aufgibst. Ich habe auch sehr viele Monate an Türen geklopft bis sie aufgingen…
      LG, Walter

  • Du sprichst von „Selbstgefälligkeit“, bezeichnest sie als Gift – und beim Lesen blinkte dieses Wort die ganze Zeit in meinem Kopf. Denn obwohl ich dir inhaltlich oft zustimme, ist der Tonfall überheblich und distanziert. Mir fehlt tatsächlich die „Empathie“, die du ansprichst.

    Als Autor ist es wichtig, sich in den Leser hineinzuversetzen, sofern das dank fehlender Kritik möglich ist…, aber ich denke, viele Autoren schreiben, um sich auszudrücken. Das Internet bietet die unfassbar tolle Möglichkeit, seine Meinung zu sagen und dass man gehört wird. Das nutzen viele Menschen, weil sie ihre Gedanken teilen und die Leser bereichern wollen. Es ist aber keine Absicht, dass sie am Leser vorbeischreiben. Es passiert einfach, weil Bloggen manchmal eine ziemlich abgegrenzte, einsame Tätigkeit ist.

    Es ist ja nicht so, dass man, sobald man sich fürs Bloggen entscheidet, ein Paket mit Fähigkeiten geschenkt bekommt mit dem Ziel, diese effektiv einzusetzen. Und bei dem man regelmäßig überprüfen lassen muss, ob man sie gut einsetzt. Bloggen ist kein Pokemon-Spiel.

    Was die Kommentare betrifft, stimme ich dir zu – Kommys sind wichtig und es sollten viele geschrieben werden 🙂 Vor allem, weil eine Meinung nicht fest ist, nur, weil sie in einem Beitrag verpackt wurde. Man kann sie in den Kommentare weiterentwickeln.

    Kritikfähigkeit sollte man üben, auch wenn es etwas dauert 🙂

    Wo wir grade dabei sind: Ich finde die Links auf deine Kurse und deine eigenen Beiträge ein bisschen zu penetrant. Es ist einfach zuviel des Guten. Möglicherweise ist es nett gemeint, aber auf mich wirkt es nicht sympatisch.

    • Hallo Evy,
      Danke für deine Hinweise. 8 Links auf meine Inhalte, 6 Links auf fremde Inhalte…Hmmm…Hast recht, dass ich mehr auf mich verlinkt habe als auf andere. Darauf werde ich das nächste Mal achten.
      Allerdings verlinke ich auf meine Inhalte, weil es meinem Google-Rang gut tut und ich ja auch von meinen Inhalten überzeugt bin. Und viele Leser kennen meine alten Inhalte einfach noch nicht 😉
      Und was den Kurs angeht: Es ist nur ein Link 😉 Und ja, es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem Bloggen und meinen Kursen Geld verdiene. Und das geht nun mal nur, wenn ich auf meine Kurse verlinke. Ich bezahle gerne meine Rechnungen. Da muss ich in Kauf nehmen, dass das auch jemandem nicht gefällt.
      LG, Walter

  • Walter! Chapeau! Was bleibt mir da noch zu sagen außer wieder mal DANKE.Grossartig. Immer wieder bringst Du es auf den Punkt. Erst mal habe ich mich im Haus umgeschaut um sicher zu gehen, dass hier keine Kamera versteckt ist. Du schreibst so oft, als könntest Du Gedanken lesen oder uns heimlich zuhören. Da ich ein ganz „kleiner“ Blogger bin, habe ich mich nicht getraut, das zu schreiben. Aber gedacht habe ich das schon oft. Obschon ich gern Klartext rede. Heißt aber nicht, dass ich jedem meine Meinung um die Ohren fege. Ich liebe Deine Artikel. Herzlichst grüßt die Lilli.

    • Hallo Lilli,
      Ich habe eine Kamera bei dir zuhause installiert 😀
      Nein, ernsthaft: Danke für dein Lob und es freut mich zu hören, dass ich ins Schwarze getroffen habe 🙂
      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    dein Artikel ist wirklich interessant. Über diese Art und Weise des bloggens habe ich selbst mir nie Gedanken gemacht, es bisher nicht wirklich wahrgenommen, aber auch nach deinem Artikel könnte ich jetzt nicht auf Anhieb und ohne nachzuschauen sagen wo ich einen „selbstgefälligen Blog“ oder Autoren finde.

    Ich muss dir aber beipflegen das daß allgemeine Bild ebenfalls darauf hinausläuft das immer mehr Menschen versuchen vor allem sich selbst zu promoten. Mir ist das auch bei MIR aufgefallen. Ich arbeite so viel an Promotion für meinen eigenen Blog das ich einfach zwischen dem schreiben, recherchieren, Spielen, Arbeiten und ja es gibt auch ein Real Life keine Chance finde andere zu promoten… es einfach nur vergesse…

    Vielleicht sollte ich mich selbst auch mal ein bisschen daran versuchen ein bisschen mehr an andere zu denken, vielleicht klappts ja. Nicht das ich mich jetzt wirklich beschweren könnte, aber ich fange einfach mal wieder an ein paar mehr KOmmentare bei anderen zu hinterlassen, vielleicht kommentieren ja dann auch bei mir mal wieder mehr… und sooooo schlecht sind meine Besucherzahlen ja nun auch nicht, mein kleines Games-Magazin läuft an und für sich lange nicht so schlecht wie andere in dieser Kategorie aber es ist verdammt viel Luft nach oben von der ich für mich und meine anderen Autoren auch irgendwann mal was abhaben will 😉

    Übrigens dein Artikel wurde promoted von: https://www.facebook.com/birgit.c.heinz?fref=nf

    So hab ich dich gefunden!

    Gruß Frank

    • Hallo Frank,
      Ja ich verstehe das total. Das kenne ich auch von mir. Ich bin auch sehr daran interessiert meinen Blog voranzubringen – dabei vergesse ich schlicht die anderen.
      Ich muss mich selbst immer daran erinnern, dass man zuerst geben muss, um zu bekommen. Dass man zuerst sähen muss, um zu ernten.
      LG, Walter

  • Es gibt nichts besseres, was einem weiter bringt, als ehrliche Kritik. Deswegen sollte man dankbar sein, wenn man mit Menschen zu tun hat, die geradeaus sagen was sie denken.

    • Hi Victorius,
      Ja, da gebe ich dir voll recht. Leider ist es schwer Menschen zu finden, die offen und ehrlich, aber auch liebevoll ihre Meinung sagen.
      Meist ist es entweder das eine oder das andere. Wer aber solche Menschen gefunden hat, der hat gute Freunde gefunden.
      Danke für deinen Kommentar.
      LG, Walter

  • Lieber Walter,
    dein heutiger Artikel hat mich recht nachdenklich gestimmt. Ich stehe beim Bloggen nach 6 Monaten noch in den Kinderschuhen.
    Bisher habe ich mich erst einmal darum bemüht, meine eigenen Themen vernünftig und ansprechend „rüberzubringen“.
    Ich finde deine Message wirklich wichtig!
    Und ich werde künftig gut darauf achten, dass ich nicht selbstgefällig werde und vor allem, dass ich hochwertige Blogs von Kollegen stärker einbinde.
    Danke für diese Einsichten
    und herzliche Grüße,
    Silke

    • Hallo Silke,
      Viel Erfolg dabei.
      Ich rate dir auch sehr, vor allem als Einsteigerin, dass du große und auch kleine Blogs mit einbindest und sie promotest. Das baut auch eine Beziehung zu den anderen Bloggern auf und die Leser sehen, dass es nicht nur um dich geht.
      LG, Walter

  • ja, da is was dran. Denke aber auch, dass es dies in allen Professionen gibt. Trotzdem Danke für den „A…tritt“ und das Bewusstmachen.
    Ein anderes Gift fällt mir auf. Dass ist das „Ach, wir sind die Guten“, die Blogger-Welt ist eine gute PR-Welt, nicht so hässlich wie normale PR und Marketingwelt.

    Hä?

    • Hi Farbenfreunden,
      Ja, da gebe ich dir Recht. Viele Blogger halten sich für was Besseres als die PR und Marketingwelt. Andersherum halten sich auch klassische Journalisten für was Besseres als Blogger.
      Ich denke, das hängt nicht vom Beruf ab, sondern von jeder Person an sich. Jeder entscheidet selbst, was für eine Art Mensch er sein will.
      Deshalb sollten wir immer auf uns achten, dass wir nicht selbstgefällig werden – sonst hören wir auf zu wachsen.
      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    danke für diese wichtigen Anregungen. Ich möchte auch bald mit einem Blog starten. Ich denke ich werde mir die Punkte die du ansprichst sogar auf ein Blatt Papier schreiben und aufhängen. Daran sollte man ständig arbeiten und aufpassen, daß man nicht in eine falsche Richtung abdriftet.
    LG, Joachim

  • Lieber Walter,

    großartiger Beitrag – wie immer.

    zu 2) Jede E-Mail beantworten, auch wenn man über 10.000 Abonnenten hat.
    Geht das? Wirklich? – Vladi vom Affenblog macht das tatsächlich (andere sicherlich auch, aber das hab ich noch nicht ausprobiert).
    Ich als Leserin fühle mich da total wertgeschätzt und als Bloggerin bin ich echt beeindruckt und bewundere euch dafür.

    Danke, Daniela

    • Ja, Vladi macht das wirklich 😉 Er ist aber auch sehr gut organisiert 🙂
      Und das ist auch genau das Ziel: Man zeigt seinen Lesern, dass jeder einzelne zählt.
      LG, Walter

  • Ich bekenne mich des ersten Punktes für Schuldig. Ich blocke Kritik ab. Nicht jede Kritik, aber grob unhöflich formulierte, negative Kritik. Wenn es sich um einen Kommentar handelt, verschwindet dieser auf Nimmerwiedersehen in den Untiefen meines Spam-Ordners.

    Es ist nicht so, dass mir diese Kommentare übermäßig zu Herzen gehen – man kann nicht von allen gemocht werden – aber wenn ein Hund in meinen Vorgarten kackt, dann lasse ich den Haufen doch auch nicht dort liegen, sodass ich mich jedes Mal beim Vorbeigehen wieder über ihn ärgern kann.

    So mein bisheriges Vorgehen.

    Umso inspirierender fand ich deine Reaktion auf den im Beitrag verlinkten Kommentar von „Can“. Du hast um den Scheißhaufen einen kleinen Komposter gebaut und so Dünger hergestellt. Einfach perfekt. Davon will ich versuchen mir eine Scheibe abzuschneiden.

    Viele Grüße
    Alexandra

  • Hallo Walter,
    sehr schöner Artikel – danke!

    Mir gefällt vor allem, dass deine Worte sehr authentisch rüberkommen und eben nicht selbstgefällig 🙂
    Ich teile oft und gerne Artikel von anderen – ich finde, das ist einfach ein Geben und Nehmen. Außerdem lerne ich ja von allen Artikeln, die ich lese und da sehe ich es einfach als Wertschätzung, den Artikeln zu teilen – immerhin bekomme ich die Informationen ja sozusagenkostenlos 🙂

    Ich selbst bin durch solche Blogger manchmal etwas verunsichert – aber das liegt u. a. auch an meiner eigenen (zu hohen) Selbstkritik 😉

    Viele Grüße
    Bettina

    • Hallo bettina,
      Danke für deinen Kommentar. Ich arbeite stark daran, nicht selbstgefällig zu sein, aber ich habe auch noch meine Baustellen. Wichtig ist, dass man den Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Selbstgefälligkeit versteht und immer auf der Hut bleibt.
      LG, Walter

  • Ein sehr schöner Beitrag.
    Ich für meinen Teil bin selber etwas Selbstgefällig. Ich glaube, das kommt immer mal wieder vor, aber ich versuche möglichst alle oben genannten Punkte einzuhalten oder gar ganz zu vermeiden. Es ist definitiv nicht immer einfach, aber irgendwann will man ja mal irgendwo hin kommen oder? Sonst wären die meisten Blogger sicher keine Blogger.

    Danke für diesen tollen Beitrag! Sowas sollte man sich mal öfters durchlesen und zu Herzen nehmen.

    • Dir steht es frei diesen Beitrag öfter zu lesen 🙂
      Viel Erfolg beim Umsetzen und lass dich nicht entmutigen, wenn nicht alles sofort klappt. Eins nach dem anderen.
      LG, Walter

  • Das ist ein toller Artikel. Wurschtel mich seit Wochen durch und hab mich bis jetzt nicht getraut einen Blogg zu erstellen. Hat mir geholfen und mich mutig gemacht. DANKE

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