Juli 31

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Meine 5 dümmsten Fehler beim Geld verdienen, die mich Geld, Zeit und Autorität gekostet haben

Freelance Fehler - Walter Epp - BloggenIch bin Freelancer.

Ich bin es noch nicht sehr lange, aber ich hatte genügend Gelegenheiten, um auf die Nase zu fallen. Naja, ehrlich gesagt habe ich mein eigenes „Business“, wenn man es so nennen konnte, fast eigenhändig in die Luft gejagt.

Ich beging alle Fehler, die man als Freelancer nur machen konnte.

Im Nachheinein lese ich Bücher und Guides für Freelancer und denke mir: „Die kennen mich! Die listen alle meine Fehler auf.“

Wie man mit Bloggen Geld verdient

Viele Fragen mich: „Wie kann man mit Bloggen Geld verdienen.“

Meine Antwort: Die schnellste Art ist die Dienstleistung.

Mit einer Dienstleistung kannst du sofort beginnen. Du brauchst kein Produkt, kein Buchcover, du brauchst rein theoretisch nicht einmal eine Webseite.

Du bist das Produkt.

Welche Art von Dienstleistung? Du bloggst für Unternehmen.

Das war mein Einstieg in das „professionelle“ Bloggen. Vorher war alles nur ein Hobby. Aber sobald du den ersten Euro mit Bloggen verdienst, wird es zum Geschäftsmodell.

Bevor du dich jetzt aber einfach ins Freelance-Blogger-Leben wirfst, möchte ich dir ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben. Ratschläge, die dir viel Zeit, Geld und Autorität bringen werden.

Diese Ratschläge stammen direkt aus meiner Fehlerdatenbank. Damit du diese Fehler nicht mehr machst.

Hier kommen nun meine dümmsten Fehler als Freelancer.

Übrigens: Fast alle Fehler begehen auch „normale“ Blogger, die es mit ihrem Blog ernst meinen.

1) Ich wusste nicht, wer ich bin

Stell dir vor, du gehst in einen kleinen Tante-Emma-Laden und der Verkäufer grinnst dich hinter der Theke an. Du fragst, was das beste Produkt des Ladens sei. Die Antwort: „Keine Ahnung“. Der Verkäufer kennt die Produkte nicht. Er weiß nicht einmal, was er überhaupt verkauft.

Unvorstellbar, oder?

Doch genau so war mein Anfang.

Was biete ich eigentlich an? Was ist meine Dienstleistung? Was ist mein Produkt?

„Ähhh, ehmmm, pfffff“. Das war meine Antwort, wenn mich jemand nach meiner Nische fragte.

Ich bot einfach alles an. Alles, was mit Schreiben zu tun hat. Alles rund um Texte.

Das Dumme nur: Ich merkte schnell, dass ich das alles gar nicht bedienen kann – und auch gar nicht will.

Als mich jemand darum bat, seinen Mitarbeiterbrief zu verbessern, spürte ich das Gefühl, das ich aus meinem Jurastudium sehr gut kannte: Langeweile und Ablehnung.

Mein Herz sagte mir, dass es das nicht sein kann.

Also begann ich mich festzulegen.

Ich entschied mich, dass ich mich auf Online beschränke. Keine Flyer, keine Printmagazine, keine Broschüren. Nur Webtexte.

Damit fühlte ich mich direkt wohler.

Auf die Frage nach meiner Nische, antworte ich jetzt: Ich bin freier Autor und Berater für Online-Medien und Blogs.

2) Ich wusste nicht, wer meine Kunden sind

„Wer ist eigentlich dein perfekter Kunde?“

„Keine Ahnung.“

„Wer ist eigentlich dein perfekter Leser?“

„Keine Ahnung.“

So sah immer ein Dialog mit erfahrenen Freelancern und Unternehmern aus. Ich hatte mir gar keine Gedanken über meine Zielgruppe gemacht.

Wen will ich erreichen? Und womit?

Zuerst dachte ich, ich will für kleine und mittelständische Unternehmen bloggen.

Doch dann merkte ich schnell, dass solche Kleinunternehmen kein Geld oder keine Lust haben, mich anständig zu bezahlen. Ich nehme ihnen das nicht übel. Aber sie passten damit einfach nicht zu mir.

Mein Fokus fing dann an, etwas höher zu wandern. Ich bewarb mich nicht mehr bei den kleinen Fischen, sondern fing sofort oben an.

Mittlerweile blogge ich (unter anderem) für einen an der Frankfurter Börse notierten Konzern (als Ghostwriter). Diesen Job habe ich über eine Agentur bekommen. Und die Agentur habe ich auch nur bekommen, weil ich anfing größere Brötchen zu backen und mich auszustrecken nach mehr.

3) Ich habe zu wenig Geld verlangt

Das ist ein Klassiker.

Egal ob Blogger, Autor oder Designer. 99 Prozent aller Freelancer verlangen am Anfang zu wenig Geld.

Die Idee dahinter: Je billiger ich bin, desto mehr Kunden bekomme ich.

Dieses denken kennen wir von der Preisschlacht der Großkonzerne, die sich mit ihren niedrigen Preisen für Milch, Butter und Brot bekämpfen. Wer günstiger ist gewinnt.

Doch als Einzelkämpfer kannst du dir einen Preiskampf nicht leisten. Beim Preiskampf verlieren alle. Man bietet sich gegenseitig in den Keller und am Ende gewinnt keiner. Nicht einmal der Kunde. Denn der Kunde bekommt einen unzufriedenen Freelancer, der mürrisch arbeitet, weil er nur 10 Euro die Stunde bekommt.

Wenn du Geld verdienen möchtest, dann vergiss den Preiskampf. Klick um zu Tweeten

Wenn du Geld verdienen möchtest, dann versuch nicht 1000 kleine Fische einzufangen. Diese machen einen enormen Verwaltungsaufwand und du wirst kaum satt.

Angele dir lieber einen oder zwei große Fische.

„Wer Premium Preise verlangt, kann auch Premium Dienste anbieten.“ Das ist mein Motto, seitdem ich verstanden habe, dass billiger nicht besser ist.

Wenn ich gut bezahlt werde, kann ich meinem Kunden mehr Zeit widmen. So einfach. Wer billig ist, schadet seinen Kunden mehr als dass er ihnen nützt.

Außerdem zerstören niedrige Preise deine Autorität.

Das wurde mir klar, als ein Kunde zu mir sagte: „Walter. Dir ist doch klar, dass du deine Preise mal anheben solltest. Mit diesen Preisen nimmt dich keiner ernst.“

Er hatte recht. Und wie er recht hatte.

Ich habe zu diesem Fehler ausführlich einen Beitrag auf dem Blog von Sebastian Kühn geschrieben: # Der Fehler, denn 99 Prozent aller Freelancer begehen.

4) Ich dachte, ein Stundenlohn sei cool

Zu Beginn verlangte ich immer Stundenlöhne.

Aber nicht sehr lange.

Ich merkte schnell, dass es nicht das Wahre ist.

Warum?

Weil ich wieder in der Falle steckte. Diese Falle heißt: „Ich tausche Zeit gegen Geld.“

Dabei war es doch mein Ziel gerade dieser Falle, diesem Hamsterrad, durch mein Freelancing zu entgehen.

Ich wollte Geld verdienen, nicht für die Stunden, die ich investierte, sondern für die Arbeit, die ich machte. Also begann ich pro Projekt Geld zu verlangen.

Das hat mehrere Vorteile:

Es gibt keinen Widerspruch zu den Interessen des Kunden. Wenn ich einen Stundenlohn nehme, dann liegt die Vermutung nahe, dass ich möglichst viel Zeit ziehe, um meinen Lohn zu erhöhen. Wenn ich aber pro Projekt bezahlt werde, dann weiß der Kunde, dass ich keine Zeit vergeuden werden.

Der größte Vorteil ist jedoch, dass der Kunde meinen Stundenlohn nicht kennt. Er weiß nicht, wie viel Zeit ich brauche, um drei Seiten zu schreiben. Er weiß nur, wie viel er für die drei Seiten zahlt. So entgeht man der unangenehmen Diskussion: „75 Euro Stundenlohn ist aber etwas hoch, oder?“

Tausche nie wieder Zeit gegen Geld. Klick um zu Tweeten

5) Ich schlug mich selbst

Welcher Boxer schlägt sich selbst im Kampf? Keiner.

Doch welcher Freelancer schlägt sich selbst? Viele.

Ich gehörte dazu.

Jedes Mal, wenn ich ein Angebot vorlegte, ging ich in Deckung. Ich sagte sofort, „dass man über den Preis reden könne“. Dass ich alles tun würde, um es dem Kunden recht zu machen.

Ich kroch bereits auf den Knien, bevor der Kunde überhaupt etwas gesagt hatte.

Es ist ein Fehler, von einem „Über-Unter-Verhältnis“ auszugehen. „Der Kunde hat immer Recht“ gilt für nicht für uns Freelancer, weil wir Experten auf unserem Gebiet sind.

Wenn ich sehe, dass der Text kacke ist, dann sage ich das. Natürlich mit netten Worten.

Aber wenn ich schlechte Texte einfach durchwinke, nur weil der Kunde es will, dann ruiniere ich den Ruf des Kunden und auch meinen Ruf (denn ich stehe unter dem Text oder in der Referenz).

Besser: Arbeite mit deinen Kunden auf Augenhöhe. Ihr seid Partner. Der Kunde ist nicht dein Chef. Er ist aber auch nicht dein Schuldner. Arbeite mit dem Kunden, wie mit einem Arbeitskollegen. Ihr habt ein gemeinsames Ziel.

Jede andere Form des Arbeitens, wird dich mit der Zeit kaputt machen – oder dein Business.

Übrigens: Als Blogger ist dies auch eine gute Einstellung. Viele Blogger kriechen vor ihren Lesern auf den Knien. Andere erheben sich bis in den Olymp. Die Lösung liegt in der Mitte: Auf Augenhöhe. Schreibe klar, offen und direkt – aber nicht überheblich, stolz oder arrogant.

Deine Karriere als freier Mensch

Das Freelancer-Dasein hat viele Vorteile. Ich bin davon überzeugt und liebe es.

Doch es hat auch viel Zeit gefressen, weshalb ich heute kein Freelancer mehr bin.

Heute lebe ich komplett von meinen Produkten. Damit lebe ich nicht nur ortsunabhängig, sondern auch noch zeitunabhängig.

Wenn du wissen willst, wie ich das geschafft habe, dann komm in meinen Schreibclan:

www.schreibclan.de

Bleib großartig, schreib großartig,

Dein Walter


  • Hi Walter,

    in dem Artikel sprichst Du viele Probleme an, die sicherlich viele Freelancer haben, nicht nur im schreibenden Bereich.
    Gerade das „aber über den Preis kann man sprechen“ kenne ich nur zu gut. Präventiv den Preis zu senken, um einen Kunden zu halten ist ein ähnliches Thema.
    Ich bin manchmal selbst überrascht, welche Tagessätze meine Company bei den Firmen raushandelt, für die ich als Berater im Einsatz bin. Das darf man eigentlich keinem sagen… 😉
    Wenn man erstklassige Leistung bringt, dann darf nein muss man auch einen entsprechenden Gegenwert verlangen. Das muss in den Köpfen vieler Leute noch ankommen.

    Viele Grüße
    Jahn

    • Hi Jahn,
      Ja, leider ist das bei vielen noch nicht angekommen. Ich glaube aber am meisten ist es bei uns Textern selbst noch nicht so angekommen. Viele verkaufen sich unter Wert.

      LG, Walter

  • Dankeschön, für die Tipps 🙂 Ich komme zwar aus einer anderen Ecke, aber kann diese Tipps auch auf meine Tätigkeit anwenden.
    Ich denke vor allem am Anfang ist es schwer seinen Preis zu finden, da man seinen eigenen Wert unter- oder überschätzt. Da muss aber wohl jeder Dienstleister durch! 🙂

    • Mein Tipp ist da: Egal wo du anfängst, Erhöhe regelmäßig deine Preise. Nicht nur wegen der Inflation, sondern vor allem, weil du mit jedem Auftrag besser und erfahrener wirst – und damit wertvoller 😉

      LG, Walter

  • Danke, Walter. Wieder einmal wesentliche Dinge auf den Punkt gebracht.

    Ich kenne das: Am Anfang macht man sich manchmal zu klein, sieht sich als Bittsteller.

    Meine Erfahrung ist zum Teil aber auch anders. Heißt: Kleine Kunden zahlen fairer als große.

    Würdest du der guten Referenz wegen bei einem namhaften Kunden auf die Zähne beißen und (einmalig) für einen unterdurchschnittlichen Lohn arbeiten?

    Viele Grüße

    Marvin

    • Hi Marvin,

      Einmalig einen großen Kunden nehmen? Klar.

      Mein Rat an totale Einsteiger ist: Arbeite für ein gute Referenz – wenn es sein muss sogar kostenlos 🙂

      Wenn du die Referenz hast, dann kannst du anfangen Geld zu machen.

      Am Anfang muss man sähen, um später zu ernten.

      LG, Walter

      • Hey Zusammen

        Denkt aber daran das dem Kunden auch mitzuteilen vor Auftragsbegin.

        Wenn du nach Ende des Auftrages dem Kunden mitteilst das du ihn als Referenz gerne erwähnen oder gar ein Testimonial möchtest und der abwinkt hat der Auftrag auch nicht viel gebracht.

        Am besten gleich ansprechen und dies vielleicht sogar zur Bedienung machen und an den günstigen Preis anknüpfen.

        Gruss

        Remo

          • Hey Walter, hey Remo,

            dann habe ich ja alles richtig gemacht. Für kleines Geld für großen Kunden gearbeitet, vorher aber klargemacht, dass ich es zu dem Kurs vor allem für den Backlink und die Referenz tue. Dazu, dass es zu dem Preis einmalig ist.

            Viele Grüße

            Marvin

  • Hi Walter,

    Vielen Dank für die treffende Auflistung.
    Gerade bei Musikern und Musiklehrern (meine Nische) muss ich immer wieder den Kopf um die niedrigen Preise schütteln, die da genommen werden.
    Vor allem im Musikunterricht ist ja Eigenleistung vom Schüler nötig. Die ist viel höher, wenn man für eine Stunde entsprechend zahlt. Da sind dann auch die Hausaufgaben gemacht.
    Ich denke, dass wir Produkte /Dienstleistungen auch mehr wertschätzen, wenn wir mehr bezahlt haben.

    Schöne Grüße,
    Denis

    • Hi Denis.
      Da gebe ich dir voll Recht. Meine Kunden gehen mit mir auch anders um, wenn sie hohe Preise zahlen. Sie schätzen meine Zeit – und die eigene auch.

      Ja, wenn man mehr zahlt, dann ist das Commitment auch größer, da gebe ich dir voll Recht.

      LG, Walter

  • Danke Walter,
    das Bild vom grinsenden Verkäufer hat mich gepackt. Kennst du mich so gut? Ich blogge noch nicht lange und folge der Empfehlung: Anfangen und dann ein Produkt entwickeln, das nachgefragt wird. Ich übe mich gerade in Vertrauen und Grinsen…
    Das mit den Preisen kenne ich von einer anderen Ecke. Es kommt halt darauf an, in welcher Liga du spielen willst.
    Liebe Grüße
    Birgit

    • Hi Birgit,
      Genau das mit der Liga stimmt. Dabei vergessen leider viele, dass sie es selbst in der Hand haben, sich die Liga auszusuchen. Viele lassen es „einfach auf sie zukommen“ und schauen, welche Liga sich ergibt.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für die tollen Tipps. Ich habe mir im Rahmen einer Blogparade vor kurzem auch mal die Zeit genommen um über meine Anfängerfehler nachzudenken. In vielen deiner Punkte habe Ich mich wiedergefunden.

    Gruß,

    Claudius

  • Hallo Walter,
    tolle Zusammenfassung!

    Zum Stundenlohn möchte ich folgendes anmerken:
    Es ist wichtig, dass man für sich selbst den Stundenlohn berechnet.
    Dabei darf man nicht nur die Zeit für den konkreten Auftrag berücksichtigen, sondern muss auch alle Vorbereitungen, die Zeit für Marketing und Akquise sowie die Verwaltungsaufgaben mit einbeziehen und umrechnen.

    Live Musiker sind ein sehr gutes Beispiel.
    Der eigentliche Auftritt nimmt nur ein Bruchteil der Zeit in Anspruch.
    Den zwei Stunden auf der Bühne stehen und Spaß haben, stehen stark verkürzt dargestellt gegenüber:
    Allgemeine Vorbereitung:
    Eine langjährige Ausbildung, tägliches mehrstündiges Üben, kontinuierliche Weiterbildung, Anfahrten zum Proberaum, Pflege des Instrumentes, Beschaffung von Noten, gegebenenfalls Komposition und Arrangement.
    Akute Vorbereitung:
    Briefing, Erstellung des Programms, gesonderte Proben, Einladen der Instrumente, An- und Abfahrt, Präsenz Zeit, Auf- und Abbau, Soundcheck.
    Dazu kommen die Büroarbeiten, mit denen sich jeder Selbstständige herumschlägt.

    Bei schreibenden Freelancern ist es zwar nicht das Selbe, und einen Kugelschreiber zu warten ist billiger als eine Klarinette, aber weiterbilden und vorbereiten muss er sich doch.
    Sich diesen zeitlichen und finanziellen Aufwand selbst vor Augen zu führen, hilft, den eigenen Preis zu finden und dazu zu stehen.
    Ich habe festgestellt, dass vielen Kunden nicht klar ist, was alles an einem Auftrag dran hängt.
    Wenn wir dem Kunden, der sich über den vermeintlich hohen Stundenlohn des Musikers beschwert, diesen Aufwand vor Augen führen, kauft er vielleicht trotzdem nicht, weil er (momentan) das Budget nicht hat. Trotzdem sieht er ein, dass unser Preis gerechtfertigt ist und behält unser Angebot als fair in Erinnerung.

    Viele Grüße,
    Lita

  • Hallo ihr,

    ich arbeite zwar auch lieber für Pauschalen oder gleich für eigene Projekte wie meine E-Books. Aber wenn ihr schon in Stunden rechnet, dann sagt bitte „Stundensatz“ und nicht „Stundenlohn“, einfach weil ein Freiberufler-Honorar was anderes ist als der Stundenlohn von Angestellten. Wir bekommen keinen bezahlten Urlaub, müssen Akquise machen, finanzieren Fortbildungen selbst …

    Frohes Schaffen
    Irene

  • Hallo Walter,
    unsere schlimmsten oder dümmsten Fehler sind die besten Lehrmeister. Dein Artikel bringt es überzeugend auf den Punkt. Ein wenig schmunzeln musste ich auch dabei, weil du so locker darüber schreibst und es teilweise meine Erfahrungen wider spiegelt. Wobei manche Erfahrung als andere als lustig war. Daraus habe ich jedoch viel gelernt und vor allem erkannt, was ich nicht möchte. Dadurch fand ich den Mut auch weitere Aufträge von einem Kunden abzulehnen, der immer mehr Ansprüche stellte und gleichzeitig einen ordentlichen Rabatt aushandeln wollte. Von Wertschätzung keine Spur. Freelancer sollten sich also auch ihre Kunden aussuchen bzw. genauer anschauen. Anfangs ist das vielleicht nicht immer einfach, auf Dauer zahlt es sich aus. So bleibt die Freude am Schreiben besser erhalten.
    Danke für den ehrlichen und humorvollen Artikel.
    Freundliche Grüße
    Helen

    • Hallo Helen,

      Ja vieles war auch für mich nicht amüsant – obwohl ich heute darüber so locker schreiben kann.

      Auch ich habe über diese Fehler vorher gelesen und sie trotzdem begangen. Doch ich glaube, wenn man sie gelesen hat, dann entlarvt man diese Fehler auch und überwindet sie.

      Und du hast Recht: Das große Privileg eines Freelancers ist, dass er sich aussuchen kann, mit wem er arbeitet. DAs ist am Anfang nicht möglich, aber später sollte man auf jeden fall davon Gebrauch machen, sonst wird es noch schlimmer als im Hamsterrad 😀

      LG, Walter

  • Danke für den sehr interessanten Artikel! Besonders die Erkenntnis mit dem „pro Projekt bezahlen lassen“ ist ja an und für sich nix Neues, aber deine Erklärung dazu gefällt mir sehr und bringts auf den Punkt 🙂 ! Weiter so!
    Lg Martin

  • Gefällt mir. Einfach ein gemeinsames Ziel mit dem Kunden festlegen und
    den Preis dafür verlangen. Ich habe früher auch viele Texte eingekauft und
    der Stundenlohn hat bei mir unwohl verursacht.
    Daher wollte ich immer den Festpreis wissen, auch wenn der Gesamtpreis für mich als Einkäufer überhöht war.

    L.G. Alex

  • Hi Walter

    Ich stehe noch ganz am Anfang mit meinem Business und lasse mich von einem Business Coach begleiten um allzu viele Fehler zu vermeiden. Mich beschäftigt die honorarfrage grad ganz besonders und da kommen deine tips goldrichtig. Vielen Dank dafür, du hast mich damit einen Schritt weitergebracht??

    Sonnige Grüsse
    Moni

  • Hi Walter,
    ich selber habe erst vor einigen Monaten als Freelancer angefangen und dennoch all diese Fehler bereits erlebt und soweit möglich versucht zu korrigieren. Am Anfang glaubt man einfach zu wenig an sich und will es dem potentiellen Kunden Recht machen. Niedrige Preise, schnellere Lieferung, mehr Überarbeitungen und ständige Kompromisse. So wird man immer anhängiger vom Kunden und dessen Vorstellungen. Dabei hat man als Freelancer begonnen, um freier zu sein.
    Gruß Timm

  • Vielen Dank für die guten Tipps hier. Ich lasse mich gern mit Ratschlägen versorgen und versuche, aus den Fehlern anderer zu lernen. Leider gelingt mir das nicht immer.
    Mir sagte mal jemand: „Muss man denn in jede Pfütze treten, nur um zu merken, dass sie nass ist?“
    Tja, vielleicht müssen manche das mehr als andere. Ich denke nämlich auch ein bisschen, Fehler sind dazu da, gemacht zu werden 🙂 Erst mit der Erfahrung wird man wirklich klüger, vorher ist vieles nur Theorie.
    Zumindest kann ich so meine eigenen größten Fehler im Nachhinein etwas gelassener sehen.
    Obwohl, so Heinrich Waggerl, doch auch Erfahrungen eigentlich nur dann gut wären, wenn man sie hätte, ehe man sie machte…
    Weiterhin viel Spaß beim Schreiben wünscht
    Uwe

  • Hallo, der erste Fehler („Ich wusste nicht, wer ich bin“) steht zu Recht auf Platz 1, finde ich. Es ist wichtig herauszufinden, was man wirklich kann und wer man wirklich ist. Leider gehört nicht selten ein recht schmerzhafter Prozess des Scheiterns auf all den Wegen dazu, die nicht zu einem passen. Aber so ist das Leben nun mal. Oder zumindest: So kann es sein.

    Gruß
    Elmar Basse

    • Hi Elmar,
      Ja, die Selbstfindung bzw. Selbstformung ist ein langer und schmerzhafter Prozess. Was uns am meisten daran hindert, diesen Prozess zu machen, ist die Angst, auf etwas zu verzichten. Wir versuchen leider zu oft, es allen REcht zu machen – das ist der größte Fehler, den man machen kann.
      LG, Walter

  • Hi Walter

    Vielen Dank für die guten Ratschläge.

    Ich arbeite gerade daran, mich selbständig zu machen und will als erstes mit einem Blog starten, den ich momentan noch neben meiner Arbeit als Angestellter aufbaue.

    Es stimmt schon, ich z.B. habe noch keine Ahnung, wo ich meine Preise ansetzen soll, wenn es dann so weit ist. Ich hoffe, durch das Bloggen mit Leuten in Kontakt zu kommen, die mit mir ihre Erfahrungen austauschen werden. Vermutlich wird sich vieles auch im Tun von selbst klären.

    Dein Blog ist sehr hilfreich für mich. Vielen Dank noch einmal.

    LG Philippe

  • Auf die Idee sich pro Projekt zu bezahlen zu lassen bin ich noch nicht gekommen. Vielen Dank für diese Anregung. 🙂

    Ich denke ein weiterer Vorteil davon ist auch, dass man sich nicht für jede einzelne Stunde (und deren Inhalt) rechtfertigen muss, weil man alles einzeln aufschlüsselt… Das kostest wiederum Zeit und Nerven.

    Danke!

  • Guter Artikel. Ich predige seit Jahren, dass Freelancer sich nicht unter Wert verkaufen sollten.

    Das hilft am Ende niemand weiter.

    Der Freelancer verdient weniger Geld.

    Der Kunde bekommt oftmals ein schlechteres Produkt (denn die Versuchung liegt nahe, zu schludern und weniger sorgfältig zu arbeiten… so kann der Freelancer immer noch einen besseren Stundenlohn kassieren)

    Und im Fall von Artikeln leidet darunter auch der Leser denn nun steht dieser hingeschluderte Artikel im Internet.

    • Hi Pascal,
      Ja ich habe auch gemerkt, dass Freelancer, die sich unter Wert verkaufen am Ende doch nur wieder unmotiviert arbeiten – kenne es auch von mir 😉
      LG, Walter

  • Wunderbar, lieber Walter,

    ja, ein reiches Feld für Fehler. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, am Anfang zum Kennenlernen etwas kostenfrei oder sehr günstig anzubieten aber gleich erwähnt, dass wir uns hinterher zusammensetzen, um das Honorar auszuhandeln. Ja selbst dann kann man noch eine Staffelung einbauen (bis ich mich völlig eingearbeitet habe). In 15 Jahren meiner unterschiedlichen freiberuflichen Tätigkeiten wurde das nur einmal ausgenutzt.

    Regelmäßig seine Preise zu erhöhen und mit dem Nutzen für den Kunden zu argumentieren finde ich vorzüglich. Sicherlich kann man durchblicken lassen, was alles noch an „unsichtbarer“ Arbeit dahinter steht – das ist sicherlich auf die Dauer sehr hilfreich. Ich biete auch nur Pauschalpreise an – schließlich ist meine Kreativität nicht in Std. zu berechnen.

    Es ist immer wieder eine große Bereicherung, Dein Ideen-Feuerwerk zu genießen.
    Beste Grüße
    Greta

    • Hi Greta,
      Danke für deinen Kommentar. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kunden selten jemanden „ausnutzen“. Klar gibt es Ausnahmen, aber wegen dieser Ausnahmen sollte man sich nicht die Preisstruktur kaputt machen.
      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    bitte überprüfe deine Links. Teilweise funktionieren sie nicht und führen auf nicht vorhandene Seiten. Das Problem hatte ich jetzt bei 3 Artikeln. Inn diesem Artikel ist es der Link zum Buch von Sebastian.

    Ansonsten: Weiter so, deine Texte sind sehr aufschlussreich. Ich blogge selber auf meinem Vermietertagebuch und mir helfen deine Tipps!

    Liebe Grüße,
    Alexander

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