März 31

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Schriftsteller werden: Die 13 Geheimnisse erfolgreicher Autoren

Schriftsteller werden: Die 13 Geheimnisse erfolgreicher AutorenKokain.

Alex kann nicht genug davon bekommen. Er breitet seine tägliche Dosis vor sich aus, legt sein Röhrchen an und zieht es sich kräftig rein.

Ein grausames Bild.

Diese Menschen werden uns immer gezeigt, wenn man von „Abhängigkeit“ spricht.

Dabei gibt es eine große Menschengruppe, die genauso abhängig ist und es gar nicht merkt:

Schriftsteller.

Besser gesagt: Möchtegern Schriftsteller. Menschen, die gerne das Schreiben zum Beruf machen möchten.

Diese Menschen sind abhängig von einer Sache: von Tipps.

Tipps über das Schreiben. Tipps für bessere Texte. Tipps für mehr Leser.

Sie lesen täglich ihre Ratgeber, Blogs und kaufen einen Schreibratgeber nach dem anderen. Warum? Weil sie dadurch ihren Kick bekommen.

Sie haben das Gefühl, dass sie besser geworden sind und ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen sind.

Ein gutes Gefühl.

Doch wirklich getan haben sie nichts. Sie haben gelesen, aber nicht geschrieben.

Und das ist die Gefahr dieser „Ratgeber-Drogen“: Man konsumiert, aber handelt nie.

Man liest, aber man schreibt nicht.

Man denkt, aber setzt nie etwas um.

Warum du kein Schriftsteller werden kannst

Ich kenne diese Phase nur zu gut: Ich wollte Schriftsteller werden und konsumierte jeden Tipp wie ein Junkie (daher auch mein Domain-Name).

Das Problem: Irgendwie kam ich meinem Ziel nicht näher.

Warum?

Es lag nicht an der „Schreibtechnik“, sondern an meiner Persönlichkeit.

Ich als Person war einfach langweilig, nicht mein Schreibstil. Meine Geschichte war langweilig, nicht meine Wortwahl. Es lag an mir, nicht an meinen Worten.

Viele Menschen haben schon einen guten Schreibstil, aber ihnen fehlt immer noch das Zeug zum Schriftsteller.

Warum?

Es liegt an ihrer Persönlichkeit.

Die 13 Geheimnisse erfolgreicher Schriftsteller

Eine starke Persönlichkeit schreibt immer starke Text – über jedes Thema. Albert Einstein wird häufig zitiert – und zwar zu allen Themen des Lebens. Von Erfolg bis hin zu Glück, Zeit und Physik. Warum? Es lag an seiner Persönlichkeit.

Damit du ein Schriftsteller werden kannst, musst du an deinem Charakter arbeiten – nicht nur an deinem Schreibstil.

Hier sind die 13 Charaktereigenschaften erfolgreicher Autoren. Diese Eigenschaften sind die 13 Geheimnisse erfolgreicher Schriftsteller.

Große Schriftsteller haben:

1) Einen Altar

Zu Beginn möchte ich dich enttäuschen: Du kannst nicht alles haben. Was? Ein Motivationsredner hat dir gesagt, dass du alles erreichen kannst, wenn du nur fest an dich glaubst?

Quatsch mit Soße.

Du hast nur einen Pfeil. Du kannst damit nicht 17 Ziele auf einmal treffen. Schriftsteller werden, Profiboxer, ehrenamtlicher Katastrophenhelfer in Nigeria…könnte schwierig werden.

Alles hat seinen Preis - das Schreiben auch. Klick um zu Tweeten

Um Schriftsteller zu werden, musst du etwas opfern. Dein Hobby? Deinen Sport? Deinen Schlaf? Was bist du bereit auf den Altar des Schreibens zu legen? John Grisham schrieb nachts und opferte seinen Schlaf – das Opfer hat sich gelohnt.

# Lesetipp: Keine Zeit zum Schreiben? Hier sind 15 Tipps für mehr Zeit zum Schreiben.

2) Zauberkräfte

Menschen haben Träume. Menschen haben Ziele. Menschen haben Wünsche.

Das Lustige daran ist: Sie wollen sie selbst erreichen. Wenn du jemanden übers Ziel trägst, dann wird er sich nicht als Sieger fühlen. Er merkt, dass du die ganze Arbeit gemacht hast.

Du musst mehr der Schuh am Fuß des Läufers sein – du hast ihm geholfen, aber den Lauf hat er selbst vollbracht.

Wenn du es schaffst diese Zauberkraft zu sein, die Menschen hilft, ihre Ziele zu erreichen, dann werden dich die Menschen lieben. Sei es durch Romane, Ratgeber oder Blogs. Manche Menschen werden dir deine tintenbefleckten Finger küssen.

Schon mal überlegt, warum „Motivationsredner“ eine so hingegebene Fangemeinschaft haben und sich ihre Bücher verkaufen wie das neue iPhone? Tony Robbins und Co. haben diese Geheimnis für sich entdeckt.

3) Einen Sandsack

Im Leben gewinnt nicht, wer am meisten austeilt, sondern wer am meisten einsteckt.

Austeilen können viele – einstecken nur wenige.

Wie viel Kritik kannst du vertragen? Wie viel Korrektur kannst du annehmen? Kannst du grundlose Beleidigungen einfach wegstecken?

Als Schriftsteller stellst du dich und der Welt als Sandsack zur Verfügung. Du traust dich nach draußen und musst damit rechnen, dass Gegenwind herrschen wird.

Menschen werden auf deine Texte einschlagen, wie auf einen Sandsack. Doch wenn du durchhältst, wird die Belohnung umso größer.

Je größer der Kampf, desto größer der Triumph. Klick um zu Tweeten

4) Hunger

Willst du mehr?

Hungrige Menschen schreiben Geschichte – nicht die vollgefutterten Aristokraten in ihren handgemachten Ledersesseln, deren größtes Problem es ist, ob sie einen weißen oder einen schwarzen Mercedes kaufen sollen…

William Wallace schrieb Geschichte, weil er hungrig war nach Freiheit.

Martin Luther King schrieb Geschichte, weil er hungrig war nach Gleichberechtigung.

John Grisham schrieb immer nachts neben seiner Anwaltstätigkeit – und er ist immer noch hungrig und gehört deshalb zu den produktivsten Autoren unserer Zeit.

Große Schriftsteller haben Hunger. Immer. Klick um zu Tweeten

5) Ausdauer

Journalismus ist ein toller Beruf. Wenn bloß das Schreiben nicht wäre.

Was ist der langweiligste Prozess beim Schreiben eines Buches?

Das Schreiben.

Cover aussuchen? Das macht Spaß. Leuten erzählen, dass man gerade ein Buch schreibt? Das macht Spaß. Sehen, wie die Verkaufszahlen steigen? Das macht Mega-Spaß.

Doch das Schreiben? Das ist der langweiligste und härteste Teil des Bücherschreibens. Wenn das Schreiben eines Buches leicht wäre, dann hätte jeder heute ein Buch veröffentlicht.

Doch so trennt die schiere Ausdauer die Welt in zwei Menschengruppen: Die einen mit Buch, die anderen ohne Buch.

Ausdauer ist ein wichtiges Heilmittel gegen Schreibblockaden.

6) Eine Dusche

Wenn du nicht an dein Buch unter der Dusche denkst, dann wird es vermutlich kein gutes Buch.

Mit anderen Worten: Wenn du nicht ständig an dein Thema denkst, dann bist du nicht mit ganzem Herzen dabei.

Das Dumme daran: Leser merken sofort, wenn etwas halbherzig geschrieben wurde. Beim Schreiben setzt man sich vor sein Papier und gießt sein Herz aus. Wut, Hass, Liebe, Freude – alles fließt in den Text und lässt den Leser diese Emotionen miterleben.

Wenn dein Thema dich nicht beim Kacken beschäftigt, dann liegt es dir nicht genug am Herzen. Klick um zu Tweeten

7) Eine lange Nase

Die Schule hat es geschafft, in vielen von uns die Neugier zu töten. Erst Jahre später, nachdem wir merken, dass ein „normaler Job“ nicht die Fülle des Lebens ist, machen wir uns wieder auf die Suche.

Die Welt sagt uns ständig, dass wir unsere Nase nicht in Dinge stecken sollen, die uns nichts angehen. Doch gerade erfolgreiche Journalisten und Autoren machen das täglich. Sie stecken ihre Nase tief in den Mist dieser Welt und schreiben darüber – und werden von den Massen gelesen. Sie stellen Fragen, die keiner stellt. Sie geben Antworten, die sich keiner traut zu geben.

Der Autor, der seine Neugier verloren hat, hat seine Ideen verloren. Klick um zu Tweeten

8) Ein stilles Kämmerlein

Als Schriftsteller könnte man den ganzen Tag über das Schreiben reden. Mit seinen Freunden, Familie oder auf Konferenzen.

Netzwerken, Visitenkarten austauschen, bisschen Werbung machen…

Doch irgendwann kommt dieser Moment: der Moment des Schreibens. In diesem Moment bist du ganz allein. Kein Gerede, kein Getue. Nur du und das Papier.

Als Autor muss man bereit sein, Stunden alleine zu verbringen. Du musst die Stille und die Zweisamkeit zwischen dir und dem Blatt lieben.

Du und der Text – und sonst niemand. Klick um zu Tweeten

9) Eine Party

Auf der anderen Seite musst du auch Freundschaften schließen, neue Leute kennenlernen, deine Botschaft an den Mann bringen, Hände schütteln.

Höre auf zu „netzwerken“. Hör auf dir ein Netzwerk aus Menschen zu bauen, die für dich nützlich sind. Fang lieber an, für andere nützlich zu sein. Das wird dir einen großen Freundeskreis einbringen.

Hör auf, zu versuchen so interessant zu sein und fang an, dich zu interessieren – für den Menschen und nicht dafür, was er für dich tun kann.

10) Eine Mission

Die erfolgreichsten Bücher sind die, die nicht das Bedürfnis des Autors stillen („Ich will ein Buch schreiben“), sondern Bücher, die das Leben des Lesers verbessern. Schau dir mal die Bestsellerlisten an: Auf Platz eins findest du die Bibel, die das Leben zahlreicher Menschen verändert hat.

Ebenfalls gehören Ratgeber (du kannst von ihnen halten, was du willst) regelmäßig zu den meistverkauften Büchern.

Menschen interessieren sich nun mal nicht für dich – wie hart das auch klingen mag. Sie interessieren sich dafür, was du für sie tun kannst – und wenn es nur Unterhaltung ist (deshalb verkaufen sich auch Romane sehr gut).

Tim Ferriss schrieb einen Bestseller, nicht weil sein Stil so umwerfend ist, sondern weil seine Geschichte und seine Mission („Menschen sollen weniger arbeiten, mehr verdienen“) so umwerfend ist.

Was ist deine Mission? Wo möchtest du die Welt verbessern? Was sind deine 2 Cent für eine bessere Menschheit?

# Lesetipp: Der geheime Grund, warum ich schreibe – und warum du aufhören solltest zu schreiben

11) Eine Augenbinde

Die bittere Erkenntnis des Lebens ist: Du kannst nicht alles sehen. Du kannst nicht alles wissen. Und du kannst erst recht nicht alles planen.

Manchmal musst du einfach nur blind vertrauen. Einfach vertrauen, dass alles gut wird, wenn du jeden Tag das Beste aus dir herausprügelst.

Jeden. Einzelnen. Tag.

12) Eine große Uhr

Manchmal musst du einfach nur warten.

Lange warten.

Sehr.

Lange.

Warten.

Du hast dein Manuskript abgeschickt und musst warten. Du hast einen Beitrag angeboten und musst warten. Die besten Dinge kommen wie ein Trabi in der DDR: Nach 25 Jahren Warten.

Viele verspielen ihren Erfolg als Schriftsteller, nur weil sie nicht bereit sind zu warten. Dein Geduldsfaden muss so lang sein, dass man daraus einen Dreiteiler nähen kann.

# Lesetipp: Die einzigen 3 Gewohnheiten, die dich als Blogger erfolgreich machen

13) Ein großes Herz

Ich sehe viele Blogger, die konkurrieren, kritisieren, machen den anderen nieder. Das funktioniert zwar – aber nur eine zeitlang.

Ich vermisse bei vielen Autoren die Liebe. Die Liebe zum Nächsten. Die Liebe zum Publikum. Sogar die Liebe zum Schreiben. Klick um zu Tweeten

Wenn du alles vergisst, was du gerade gelesen hast, dann merke dir nur eins:

Liebe deinen Nächsten. Liebe dein Publikum. Denn was du säst, das wirst du ernten.

Mein Wunsch für dich

Ich wünsche mir, dass du Schriftsteller wirst. Egal ob als Buchautor, eBook-Autor oder als Blogger – wir alle sind Schriftsteller und ich möchte, dass du dazugehörst.

Deshalb: Suche dir eine Charaktereigenschaft aus und arbeite an ihr. Nur eine. Wenn du sie gemeistert hast, dann gehst du über zur nächsten.

Du wirst sehen: Der Charakter eines Autors ist ein großes Geheimnis, das sich zu erforschen lohnt.

Wenn du auf dem Weg zum Schriftsteller bist, dann will ich dir eine Frage stellen:

Was ist das größte (Charakter)-Hindernis, das du zurzeit hast?

Meins: Ich habe zu viele Baustellen und lerne noch, sie zu opfern (Punkt 1).

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bleib großartig, schreib großartig.

Dein Walter


  • Hi Walter,
    good post!
    Mein größtes „Hindernis“ (besser: „Hürde, dich ich ständig nehmen muss“):
    Ich bin ziemlich breit mit meinen Interessen und meiner Botschaft.
    Lässt sich aber schwer ändern. Daher die Gefahr, dass ich die Butter zu dünn verstreiche.
    Aber meine Stärke: sehr langer Geduldsfaden 😉
    Noch ein schönes Zitat von Kafka:
    „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns“
    Gruss vom Jan

    • Ja, das kenne ich leider nur zu gut. Habe auch sehr viele Interessen (und auch Familie). Und jedes Jahr nehme ich mir vor eine Sache abzuspalten, damit meine Energie gebündelt ist. Es wird langsam aber sicher besser (habe zum Beispiel mit Sport wie Fußball, Volleyball und Co. aufgehört…)

  • Walter, das hast du großartig zusammengetragen. Bei jedem einzelnen Punkt habe ich überlegt, ob ich das habe oder nicht. Ich sage jetzt nicht, ob was fehlt. 🙂 Dafür nenne ich dir mein größtes Hindernis: Die verdammten Zweifel. Ok das verrät mich doch, mir fehlt die Augenbinde.
    Ich werde daran arbeiten.
    Herzlichen Gruß,
    Vera

    • Klar, mir fehlen 14 von den 13 Eigenschaften 😉
      Ich habe hier nur meine größte Schwäche aufgelistet. Das ist allerdings auch eine wichtige Eigenschaft: Zu wissen, dass man nichts weiß. Viel Erfolg beim daran arbeiten…
      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    super Artikel, gut zusammengefasst und absolut hilfreich – Danke!
    Bei Punkt 5 muss ich Dir leidenschaftlich widersprechen – es gibt nichts Großartigeres als zu schreiben, Arbeit ist alles andere wie Cover basteln, Layout erstellen etc. Zumindest für mich 🙂
    Und da ich mit Punkt 9 – Händeschütteln, Beziehungen knüpfen – echt Schwierigkeiten habe, sehe ich jetzt auch, woran ich arbeiten darf!

  • Lieber Walter,

    ein toller und erfrischend-ehrlicher Post, ich habe mich in vielem wiedererkannt. Nur eine Sache erscheint mir etwas widersprüchlich: Zum einen schreibst du, man solle sich für die anderen Menschen interessieren und nicht dafür, was sie einem nützen. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Anschließend schreibst du jedoch, dass andere Menschen genau so denken, wie du es kritisch betrachtest. Meinst du, diese egozentrischen Menschen verändern ihre Sicht genauso, wenn man mit gutem Beispiel vorangeht?

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • Hallo Walter,

    gestern erst war ich wieder auf deinem Blog unterwegs und habe mir gedacht, dass ich schon zu lange nichts neues mehr von dir gelesen habe und dann kommst Du heute mit diesem Artikel um die Ecke…dieser Artikel, den jeder, der gern ein Schriftsteller wäre einmal gelesen haben sollte.

    Mein größtes Hindernis ist das Loslassen. Wenn ich Dinge angefangen habe, die ich tue, dann fällt es mir sehr schwer diese loszulassen. Dadurch arbeite auch ich immer an zu vielen Baustellen zugleich und irgendwann werden dann doch Baustellen geschlossen…leider sind das dann oft die wichtigsten Baustellen. So liegen inzwischen 3 angefangene Romane in meiner Schublade… :-/

    Immerhin schaffe ich es inzwischen regelmäßig meine Blogartikel zu veröffentlichen. Das verbuche ich ganz klar auf der Siegesseite! 😀

    Viele Grüße
    Jahn

    • Gratuliere dir dazu 😉 *Auf die Schulter Klopf*
      Loslassen ist wirklich schwer. Ich kämpfe immer wieder damit, weil immer wieder neue Dinge ins Leben kommen, die man nicht verpassen möchte.
      DIese Angst etwas zu verpassen…ich glaube deshalb sagen so selten Nein.
      LG, Walter

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich bin ein Neuling unter den Schreibenden und dankbar für jede Information. Es bedarf eine hohe Disziplin, auch wenn mich das Thema Tag und Nacht beschäftigt und berührt.

    Bis Dezember 2015 muss mein Manuskript (Ratgeber) bei Kösel sein…. na dann. 😉

    Viele Grüße

    Alexandra

    • Ich drücke dir meine vom Tippen abgenutzen Daumen…
      Disziplin, auf jeden Fall. Aber auch Freunde, die dich unterstützen und dir helfen – und dir in den Hintern treten 😉
      LG, Walter

    • Sehr geehrte Frau Dr. Widmer,

      Sie sagen ja, dass Sie für jede Information dankbar seinen:

      Für den Ratgeber im Kösel-Verlag auf jeden Fall noch mal die Grammatik Ihres Manuskriptes überprüfen (lassen).
      „Es bedarf“ benötigt den Genitiv, also

      Es bedarf einer hohen Disziplin.

      oder:

      Es braucht eine hohe Disziplin (Akkusativ).

      Den Grammatik-Verfall höre ich inzwischen jeden Tag im Rundfunk, auch in sogenannten „Kultursendern“.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Reinhard Roßdeutscher
      (selber als Fachbuchautor tätig)

      • Ja, wie richtig! Aber dann bitte auch kein Komma hinter „Mit freundlichen Grüßen“!
        Viele Grüße von jemandem, der Geschriebenes jeden Tag lesen muss!!

  • 14. Misserfolge lieben lernen

    Wir alle, auch ich, neigen dazu, für Misserfolge alle möglichen Erklärungen zu finden. Die Umstände, eine Krankheit oder andere Menschen sind dafür verantwortlich, dass wir ein Ziel nicht erreicht haben. Dies verhindert aber zuverlässig, dass wir aus unseren Misserfolgen lernen. Wir resignieren, statt es noch einmal versuchen, und wieder zu versuchen und noch einmal von vorne zu beginnen.
    Erlichkeit mit sich selbst, hilft uns die Fehler zu finden und beim nächsten Mal zu vermeiden.

    „Mißerfolg ist ein Erfolg, aus dem sich besonders viel lernen läßt.“
    © Prof. Querulix (*1946), deutscher Aphoristiker und Satiriker

  • Hallo Walter,
    jetzt habe ich doch ganz vergessen, was ich noch schreiben wollte.
    Deinen Blog verfolge ich erst kurze Zeit und bin begeistert.
    Danke Dir für Deine Beiträge und freue mich bereits auf den nächsten.

    Liebe Grüße
    Siegfried

  • Lieber Walter,

    als Schriftstellerin kenne ich vieles sehr gut, was du da beschreibst. Für mich war am Anfang die größte Hürde, dass ich geglaubt habe, schreiben muss man einfach können. Als ich gemerkt habe, dass man es lernen kann (und muss), gab es für mich kein halten mehr. Seitdem schreibe ich und kann gar nicht mehr aufhören, es ist eine Sucht. Ich kann also auch nicht ganz zustimmen, dass Schreiben langweilig ist, wenn es tatsächlich mal langweilig ist, dann stimmt was nicht mit dem Thema oder der Struktur des Buches, dann mache ich mich sofort daran, das zu ändern und schwupps, macht es wieder Spaß.

    Meine Schwäche ist wohl das Warten. Obwohl ich genug zu tun habe, hasse ich es, dass alles so lange dauert. *seufz* 🙂

    Noch viel Erfolg mit dem Blog und danke für die interessanten Beiträge.

    Liebe Grüße,
    Alana

    • Dass Schreiben „an sich“ langweilig ist, sage ich ja auch nicht. Es gibt bloß Momente, durch die man sich durchquälen muss.
      Ich nenne das „die Wüste“. Danach kommt aber die Oase. Wenn es aber zu viele Wüsten sind, dann sollte man sich Gedanken machen…
      LG, Walter

  • Lieber Walter,

    vielen herzlichen Dank für Deine immer wieder spannenden Anregungen!
    Darf ich noch etwas hinzufügen? Ich habe erst kürzlich einen schon älteren „Vortrag“ von Elizabeth Gilbert („Eat Pray Love“) entdeckt, in dem es um den kreativen Prozess geht. Er heißt „Your elusive creative genius“. Demnach muss man nicht zwingend total allein im stillen Kämmerlein mit dem leeren Blatt kämpfen :-). Ich finde die Sichtweise jedenfalls großartig inspirierend – und sehr unterhaltsam rübergebracht.
    Wen(n) es interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=86x-u-tz0MA
    Viele Grüße!

    • Danke für deinen Kommentar.
      Ja, man muss nicht immer im stillen Kämmerlein kämpfen. Aber meiner Erfahrung nach, ist das der Ort vor dem viele Angst haben – weil an diesem Ort die „richtige“ Arbeit gemacht wird.
      LG, Walter

  • Hi Walter,

    Ich muss mal wieder das ausgelutschte Beispiel mit dem Sport treiben auspacken.

    Man kann sich einfach nicht aufrappeln und hat die (wie Du schon mal so schön geschrieben hast) berühmte Krankheit „Aufschieberitis“. Irgendwann zwingt man sich dann doch dazu, weil man sich sein WARUM wieder vor Augen führt.

    Was passiert?

    Genauso wie beim Bloggen fühlt man sich während dem Sport gut und danach einfach nur großartig!

    Übrigens ein wirklich genialer Schreibstil! Vor allem der Einstieg mit dem Koks und der Spruch bezüglich des „Verrichtens des Geschäfts“ kann „Suchtis“ wie Du und ich echt von der Schüssel hauen!

    Weiter so!

    Liebste Grüße
    Dein “ VertriebsJunkie! „

    • Hi Arthur,
      Ja Sport und Schreiben haben viel gemeinsam. Irgendwie haben alle großen Dinge des Lebens die gleichen Prinzipien, oder?
      Viel Erfolg beim Bloggen und „Vertreiben“ 😉
      LG, Walter

  • Hy Walter,

    danke für den schönen Post.
    Den ersten Schritt zum guten Autoren habe ich schon hinter mir, ich habe zwei Blogs eröffnet (der wichtigere ist der zu meiner Fotografie) und habe angefangen zu schreiben.

    Ich merke zwar bei meinen Artikel immer dass Sie nicht Perfekt geschrieben sind, aber es ist besser als das Wochenlange lesen davor damit ich die Perfekten Artikel schreiben kann.

    An den anderen Punkten muss ich allerdings zum Teil noch arbeiten, werde Sie aber ins Auge fassen und angehen.

    Gruß
    Chris

  • Hallo Walter,

    ich wollte schon immer schreiben und hab mir vorgestellt, wie es sein würde, wenn mein erstes Buch da ist. Nun ist es soweit – am 7.4. geht es online 🙂

    Obwohl ich das nun innerhalb eines Monats hinbekommen habe, gingen doch Jahre voraus. Jahre des „Sichtbarmachens“. Das war wohl meine größte Angst. Darf ich mich sichtbar machen, was passiert dann usw.

    Sehr geholfen hat mir hier mein Blog, den ich seit 1 1/2 Jahren betreibe und die vielen Rückmeldungen.

    Das Schreiben war bei mir auch kein Problem, aber das ganze andere danach: Cover, Editieren (für Kindle), Marketing … das sah schon anders aus.

    Aber ich spüre diese Freude und ich kann es nun kaum erwarten, mein Baby in Amazon zu sehen 🙂

    LG
    Cornelia

  • hallo walter,
    ausgezeichnet erkannt und zusammengefasst. dem gibt es nichts hinzuzufügen. bitte weiter so, die inhalte sind wirklich sehr hilfreich und bestätigend.
    alles gute, viel erfolg…

  • Ah, ich mag deine Seite 🙂 Ich hol mal kurz aus: Vor etwa 7 Monaten wurde sie mir empfohlen, in dieser Zeit habe ich Schreiben gelernt, über 350.000 Wörter getippt, einiges von dir gelesen und jetzt bekommst du deinen ersten Kommentar. Ui, diese Schrift hier ist übrigens auch ganz geil 😀

    Was mich hindert: Ich kann NULL mit Kritik umgehen, sie raubt mir die Luft zum Atem und noch einige Dinge, die man zum Leben braucht. Das macht mich zu einer Perfektionistin, die gute Leseproben abliefert (in kleinen Autorengruppen auf Facebook), aber irgendwann werde ich mich diesen grausamen, gefühllosen Monstern stellen müssen, die sich Lektoren nennen … Hach ja. Und danach kommen ja erst die Leser …. oh mein Gott! *Panik*

    Ganz liebe Grüße
    L

    • Danke für deinen Kommentar.
      Mit Kritik umgehen, muss ich auch noch lernen. Natürlich habe ich als Blogger mittlerweile auch ein dickes Fell, aber trotzdem kenne ich das Gefühl gut, wenn einem das Herz stockt, wenn man so richtig was abbekommt…

      Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉
      Viel ERfolg beim Schreiben,
      LG, Walter

  • Hallo Walter

    Ich stalke dich nun auch schon länger und bin begeistert von deinen Beiträgen (Wollte ich nur mal loswerden).
    Ich selbst habe ebenfalls den grossen Traum Schriftstellerin zu werden, eigentlich schon seit ich in der Schule meine ersten Aufsätze geschrieben habe.
    Und nun, sitze ich tatsächlich an meinem ersten Roman.
    Bis anhin habe ich mir auch nur ein einziger Ratgeber gekauft (Wie man einen verdammt guten Roman schreibt).
    Daher muss ich sagen das ich bei Punkt 5 nicht so ganz deiner Meinung bin 🙂 Zumindest nicht in dem Punkt das dass Schreiben der langweiligste Teil wäre. Ich liebe es in diese Welt einzutauchen, da kann ich besonders gut abschalten und mich voll und ganz auf meine liebgewonnenen Charaktere konzentrieren.
    Mein grösstes Manko ist mein mickriges Selbstvertrauen, ich stehe mir sozusagen meist selber im Weg… 🙂

    Danke, Walter, das du deine Gedanken mit uns teilst.
    Liebe Grüsse
    Larissa

    • Ja, das mit dem Selbstvertrauen, das kenne ich.
      Ein berühmtes Zitat dazu: „Dein Herz weiß schon, was es schreiben will. Also geh ihm aus dem Weg.“ Weiß nicht mehr von wem das ist.

      Es gehört Mut dazu, sein Herz auszuschütten – aber auch hier gilt: Ein Schritt nach dem anderen. So ein Blog und die „Öffentlichkeit“ hilft übrigens dabei über bestimme Barrieren zu kommen.

      LG, Walter

  • Toller Beitrag, danke!
    Ich glaube man muss das mit Schreiben einfach so richtig von Herzen wollen. Egal wie schnell man vorankommt oder ob es mal schwierig wird. Solange man an seiner Grundüberzeugung (dass man schreiben will) nicht rüttelt, ist man auf dem richtigen Weg und dann wird das auch irgendwann klappen! 🙂
    LG

    • Hi anja,
      Ja, ich stimme dir zu.
      „If want to succeed as bad as you want to breathe – than you will be successful.“
      Das gilt für alles – auch fürs Schreiben.
      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    ich glaube, ich habe noch nie einen Beitrag darüber gelesen, dass ein gutes Buch (oder ein guter Blog) von der Persönlichkeit des Autors oder der Autorin abhängt. Du sprichst mir damit aus der Seele. Gerade auf Twitter habe ich manchmal das Gefühl, die Menschen sind so sehr mit selbstvermarktung beschäftigt, dass sie gar nicht mehr darüber nachdenken, warum ihr Buch für jemand anderen interessant sein sollte.
    In diesem Sinne: Tausend Dank für diesen ehrlichen Artikel!

    Das wollte ich nur mal eben loswerden.

    Lieben Gruß

    • Danke Katharina für deinen Kommentar. Höre ich immer wieder gerne, dass jemandem meine Ansicht gefällt. Und ja, ich bin ein großer Verfechter der Idee, dass Person und Text zusammenhängen.
      Alles Liebe und viel Erfolg beim Schreiben,
      Walter

  • Hallo Suchti,
    erst heute morgen fragte mich eine meiner Kolleginnen:
    Du, was macht eigentlich Dein Buch?
    Wann kriegen wir das zu sehen?
    Ich:
    och, muss noch das eine oder andere überarbeiten, dann noch das Cover und – räusper- es hat ja Zeit, ich hab´s ja nicht eilig damit…….(Du ich muss jetzt auch arbeiten, lass uns später……..)ARRRRGH! Und nun lese ich DAS HIER! Mist , erwischt, erkannt, aufgedeckt! Da gibt es nur eine Lösung!
    D R A N B L E I B E N , danke Walter.

  • ach ja, und das Peinlichste, ich selbst habe auf unserem Blog einen Artikel über Aufschieberitits geschrieben und dabei keine Sekunde an das Buch gedacht! Wie peinlich ist das denn?

  • Sehr passend 🙂 Ich kenne das Problem leider auch zur Genüge. Ratgeber konnte ich gut fertigstellen, aber ein Roman liegt schon so lange in der Schublade, dass ich beim Überarbeiten veraltete Technik wie den Walkman ersetzen musste (bitte nicht nachschaun, wann der aktuell war 🙂

  • Hi Walter

    Danke für den tollen Artikel und die treffenden Zitate.

    Meine Herausforderung: Immer wieder trichtern, fokussieren, innere und äussere Klarheit schaffen. Und RAUSGEHEN. Ich habe nämlich noch gar keinen Blog geschweige denn ein Buch, und das liegt wohl daran, dass ich lange keine Klarheit zu „meinem“ Thema hatte, oder ich hatte sie und wusste es nicht, oder ich habe mich nicht getraut mich zu zeigen. Wahrscheinlich alles auf einmal.

    Ein anderes Thema für mich als freiberufliche Texterin: die eigene Sprache schreiben bzw. wiederfinden. Da schreibst du seit Jahren für verschiedene Kunden in verschiedenen Disziplinen und Corporate Languages, und plötzlich fragt eine Stimme von Innen: Wie klingst DU eigentlich, wenn du mit DEINER Stimme über DEINE Themen schreibst? Muss man aber auch erstmal drauf kommen…

    Danke nochmals, und schöne Grüsse aus der Schweiz
    von einer ausgewanderten Ruhrpottlerin 🙂

    Natascha

    • Na dann wünsche ich dir viel Erfolg beim Stimme finden. Ich hoffe ich kann dich dabei begleiten.
      Das mit dem Stimmer verändern für Kunden kenne ich auch 😉
      LG, Walter

  • Hallo in die Runde.

    Ich bin neu hier und nicht nur hier sondern überhaupt in der Schreibwelt 🙂
    Ich wollte schon immer schreiben aber diverse Lebensereignisse haben mich immer davon abgehalten. Nachdem ich Deinen Beitrag gelesen hab, weiss ich mit Sicherheit, dass ich auch zum größten Teil dazu beigetragen habe, dass ich meinen Traum einfach in eine Schublade gesteckt habe und in diese typische Gedankenfalle getappt bin, die einem immer wieder einredet, der „richtige“ Moment würde eines Tages kommen.

    Manchmal bedarf es an Lebenskrisen, um herauszufinden, was man wirklich will. Und mit „wollen“ meine ich nicht nur das , was man sich wünscht, sondern eben auch das, wofür man kämpfen möchte und für das man sich bereit erklärt, Opfer aufzubringen.

    Ich arbeite in einer Branche, in der das Schreiben angesagt ist, aber nur als reine, dürre und sachliche Kommunikationsform. Meistens verwenden wir Textbausteine, so dass der Berufsalltag meistens zur Folter wird.

    Nach einer Tiefphase meines Lebens, habe ich das Schreiben von der verstaubten Schatzkiste neu entdeckt und als therapeutisches Mittel gegen den Alltagsfrust entdeckt.

    Dabei hat sich herausgestellt, dass diese Beschäftigung für mich nicht nur ein Medikament ist. Ich möchte tatsächlich davon leben. Mir geht es nicht darum, reich zu werden (andernfalls hätte ich einen wirtschaftswissenschaftlichen oder juristischen Fach an der Uni gewählt) sondern, wie Du schön in einem Gastbeitrag im Michaels Firnkes Blog erläutert hast, um frei zu sein. Ich glaube, Freiheit oder zumindest Geistesfreiheit ist die Eigenschaft, die permanent abgewertet wird, verbilligt und, mit Verlaube, vergewaltigt. Geistesfreiheit kann einem nie weggenommen werden, ganz egal, wie dagegen vorgefahren wird. Deshalb wird sie auch so stark gefürchtet und, als unmittelbare Konsequenz, wird sie missbilligt und als „faule“ Variante des Daseins dahingestellt. Traurig aber zur gleichen Zeit auch verständlich. Schriftsteller haben eine große Macht. Wir können Menschen dazu bewegen, eigenständig zu entscheiden und diejenigen entmachten, die uns vom Gegenteil überzeugen wollen.
    Das ist keine gute Nachricht für diejenigen, die die Welt dominieren wollen. Ein Schriftsteller hat es nicht nötig, mächtiger als andere zu sein. Es geht ihn ums Berichten, ums Beschreiben, ums Darstellen. Er überlässt dem anderen die Freiheit, für sich selbst zu entscheiden. Deshalb finde ich diesen Beruf so toll.
    Bitte entschuldigt diese Predigt, ich wollte auf was völlig Anderes hinaus *lach*.

    Walter, ich wollte Dich fragen, ob Du auch Nicht-Muttersprachler berätst?
    Gerne kannst Du als Antwort meine hinterlegten E-Mail Adresse verwenden. Ich erteile hiermit mein Erlaubnis.

    Dem Rest der Leser wünsche ich viel Spaß beim Bloggen, beim Schreiben und beim Kreieren!

    Sara

  • Hey Walter,
    ein wirklich ganz großer Artikel. Tatsächlich ist es auch meine Erfahrung, dass die schwerste Lektion des Schreibens die ist, dass man schreiben muss. Ich habe es jahrelang gepredigt, aber selbst viel später erst wirklich verstanden. Nur in einem Punkt widerspreche ich vehement: Opfere nie, nie, NIE deinen Schlaf! Sehr gerne gelesen.

  • Hallo Walter,
    dein Artikel ist einfach nur super. Er spricht mir bei vielen Punkten direkt aus der Seele. Und dennoch: Ich liebe das Schreiben und ich liebe es ebenso, meine Phantasie mit anderen zu teilen.
    Ein eigenes Buch? Mein Traum. Und ich werde nicht aufgeben. Eines Tages werde ich es schaffen. Vielleicht sogar mit der Geschichte die ich momentan schreibe. Die Geschichte, die mich jeden Tag und zu jeder Zeit träumen lässt. Die ich wie einen Film vor mir sehe, während ich 5 bis 6 Stunden täglich an ihr schreibe. Und ich liebe es.
    Aber was ist eine Charaktereigenschaft, die ich verbessern möchte? Wobei stehe ich mir selber im Weg? Ich weiß nicht ob man es dazu zählen kann, aber ich angst. Angst, enttäuscht zu werden. Ich möchte den Menschen das zeigen was ich schreibe und was ich liebe und von dem ich denke, dass sie es auch lieben werden – ich wünsche mir, dass meine Geschichte die Herzen der Menschen erreicht und sie so träumen lässt, wie ich, wenn ich schreibe.

    • Hallo Marina,
      Angst ist wirklich das größte Hindernis. Ich kenne es von mir und jedes Mal, wenn ich mit anderen Autoren rede, dann fällt immer wieder das Stichwort Angst.
      Ich habe vor kurzem gelesen:
      „Angst ist gut. Sie zeigt dir nämlich den richtigen Weg. Denn der Erfolg liegt hinter der Angst.“
      Überwinde die Angst und du wirst (früher oder später) deinen Traum erfüllen. Viel Erfolg dabei.

      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und fande diese ’13 Geheimnisse‘ sehr interessant. Nach jedem Tipp/Geheimniss habe ich erstmal innegehalten und überlegt wie das bei mir ist. Ich denke meine Hürden an denen ich noch arbeiten muss ist der wahrscheinlich zu kurze Geduldsfaden und die fehlende Akzeptanz für Kritik. Und ich muss dir wiedersprechen. Ich schreibe weil ich es für mein Leben gern tue. Ich bin noch jung (14, falls es eine Rolle spielt) und schreibe an einem Roman. Der erste ist bereits fertiggestellt jedoch habe ich nicht vor irgendetwas mit ihm anzufangen. Einfach weil ich daran zweifele dass er überhaupt das Zeug dafür hat verlegt zu werden. Okay ich bin vom Thema abgekommen?
    Ich finde das schreiben nicht anstrengend oder langweilig, weil ich es liebe. Wäre es für mich langweilig oder anstrengend ,würd ich es nicht machen. Ich liebe es durch das Schreiben meine Meinungen und meine Standpunkte vermitteln zu können.
    Ich denke ich habe fürs erste genug gesagt?
    Ich werde jetzt hier auf deiner Website noch ein wenig rumstöbern und danke dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast ich hab es mit sehr großem Interesse gelesen☺
    LG Georgia

    • Hi Georgia,
      Danke für deine Gedanken. Respekt, dass du deinen Roman schon fertig hast. Ich rate dir, es zu versuchen und ihn zu verlegen. Wenn du nicht fragst, dann ist jede Antwort ein „Nein“ 😉
      Und ich liebe das Schreiben auch. Aber es kommen Momente (ich verspreche dir, sie werden kommen), in denen es auch anstrengend ist, weil man keine Ideen hat usw. In diesen Momenten muss man durchhalten 🙂

      LG, Walter

  • Son Bllsht. Wenn dein einziges Ziel, die Menschen zu verunzusichern ist, hast du es mit Leichtigkeit hinbekommen. Dein einziges Problem liegt, wie du es schon sehr schön erkannt hast, in deiner Persönlichkeit. Pessimisten schreiben selten ein gutes Buch welches sich auch verkaufen lässt. Du solltest lieber an die selbst arbeiten anstatt anderen Falsche Tipps zu geben. Denn das was du hier von dir gibst ist unter aller Sau. Fast alle Tipps sind schlecht und die guten sind komplett Falsch untermauert. Hör auf den Menschen Unmut zumachen und kümmre dich lieber um deinen Charakter. Dies hilft die sicher besser zu schreiben!!!

    • Hallo Can,
      Ich arbeite immer noch an meinem Charakter, danke für die Erinnerung. Ich bin noch lange nicht am Ende meiner Charakter-Reise..Und Menschen wie du helfen mir dabei, mich in Demut und Bescheidenheit zu üben. Danke deshalb für deinen Kommentar.
      Alles Liebe,
      Walter

  • Mein Hindernis?..
    mein Kopf; dass er so eckig ist manchmal, dass alles die Kanten entlangholpert, in den Ecken sich all das sammelt, das getrennt gehört – die Ängste, die sich gegenseitig befruchten, die Verwirrungen, die sich ineienander verknoten … und manchmal, dass er so rund ist. Da nimmt ein Gedanke anlauf und hört gar nicht mehr auf sich im Kreis zu drehen, immer schneller, und so wie bei Autorädern, scheint er sich dann plötzlich rückwärts zu drehen und ich weiß nicht mehr wo oben, unten, Norden, Süden ist.
    Ich fürchte mich am meisten vor mir selbst. Da kann man nicht weit gehen bis zur Schranke … Was wäre, wenn ich meine Leidenschaften lebte und dann feststellen müsste, dass mein eigener Kopf doch eine Wand ist? Wäre das nicht die schlimmste aller unerwiderter Lieben? Also bleibe ich lieber stehen und rühre mich nicht, mache die Augen zu und träume mein Leben.
    Immerhin keine Schranken in Sicht.

    • Hi Johanna,
      Danke für deine ehrlichen Worte.
      Wir alle fürchten uns vor uns selbst. Bei mir ist es auch so. Wir haben Angst, dass wir zu groß werden oder wir haben Angst, dass wir zu klein sind.
      Und der ganze Kampf findet im Kopf statt. Wünsche dir, dass du diesen Kampf gegen dich selbst gewinnst.
      LG, Walter

  • Deine Seite ist die erste, die mich davon überzeugt hat, dass es Leute gibt die so denken wie ich.
    Dein post hat mich dazu ermutigt, meinen Traum von dem Schreiben eines eigenen Buches
    zu verwirklichen.
    Du hast mich auch davon überzeugt das jeder Zweifel den ich jemals hegte, so klein er auch sein mochte, unberechtigt war. 🙂

    Danke.
    LG Franci

  • Hallo Walter,

    schon richtig, was Du schreibst, aber so ganz 1:1 ist das nicht mit der Persönlichkeit. Denn es gibt durchaus eine Menge sehr erfolgreicher Schriftsteller, die keine haben. 😉 Worauf beruht also deren Erfolg?

    Sicherlich, ein langweiliger Mensch schreibt vermutlich langweilige Texte. Ein wenig intelligenter Mensch schreibt wenig intelligente Texte. Ein arroganter Mensch schreibt arrogante Texte. Ein bösartiger Mensch schreibt bösartige Texte. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

    ABER … es gibt auch eine ganze Menge langweiliger, wenig intelligenter, arroganter, bösartiger (die Adjektive kann man beliebig fortsetzen) Leser. Die Medaille hat zwei Seiten: diejenigen, die schreiben, und diejenigen, bei denen das Geschriebene auf fruchtbaren Boden fällt, weil sie genauso sind wie die Schreiber.

    Insofern bleibt für mich nur der Schluss: Schreib das, was die Leute lesen wollen. Dann wirst Du Erfolg haben. Sollte das, was Du schreibst, nur Dich selbst interessieren und sonst niemanden, wirst Du nie Erfolg haben, wie großartig Deine Persönlichkeit auch sein mag.

    • Hallo Anna,
      Was der Walter meinte, sind die Schriffsteller an denen sich ganze Generationen erinnern. Mag sein das ich falsch liege, aber jemand der anders schreibt, weil sein Leben eine andere Welt kennt, kann nichts anderes schreiben. Mein schreibstill ist Gegenstand eine andere Sichtweise, die mir mehr Kritik brachte, als alles andere was ich davor tat.

  • Als Schriffsteller, werde ich nie das schreiben was jeder lesen will, denn das ist kein Beruf wie jeder anderer. Es ist eine Art Kunst, vielleicht die beste was die Menschen hervorgebracht haben. Bücher die man ließt, sich dort fallen lässt, die Zeit vergessen kann, bringen uns Menschen wieder glaube ins Leben zurückzukehren… Das ist die Kunst des Schreibens

  • Hallo Walter,

    zwar kenne ich Deinen Blog bis dato nicht, aber dieser Artikel hat es schon in sich. Vor allem die Stelle:
    „Liebe deinen Nächsten. Liebe dein Publikum. Denn was du säst, das wirst du ernten.“
    Das gilt nicht nur das Schreiben, sondern betrifft jede Lebenslage.
    Als DJ fühle ich mich ebenso vollends angesprochen, denn hier gilt genau dasselbe.

  • mir komt die kotze hoch
    lass doch das bla bla bla dieses und jenes . es gibt keine gebrauchsanweisung fürs schreiben , einigen reicht es nicht , das sie sich selbst verarschen , sie müsen auch andere verarschen , warum und wieso keine ahnung , vielleicht geht es ihnen dadurch etwas besser . ihr wollt schreiben nun gut dann tut es doch, wenn juckt das ob es gut oder schlecht ist ,ob es sich verkauft und zum ruhm und menge kohle beiträgt . das gelaber von nächstenliebe und desgleichen ist bulshit drei hoch , wer aus nächstenliebe schreibt , schreibt höchstens gebrauchsanweisung für eine kaffeemascheine , mehr kommt dabei nicht raus und wenn ihr mit anfang 30 oder ende 30 keine persönlichkeit habt , und die hat jeder , dann werdet ihr ende 60 auch keinen haben . ihr müsst auch an euch nichts ändern um schreiben zu können , nur wollen müsst ihr das schon und wer nicht will , dem helfen auch tipps von gott nicht. alles andere was dann kommt wenn ihr beginnt zu schreiben ist nur ein meer von zufällen , deren wellen euch tragen oder in den abgrund ziehen , nicht jammern zweifeln und klaggen und viel fragen sondern tun machen oder alles liegen lassen , ihr narren

  • Hallo Walter,

    erst mal muss ich sagen….die Worte, die ich eben gelesen habe, haben sich gerade echt eingebrannt. Ich bin gerade erst zufällig darauf gestoßen, weil ich mich langsam wieder dafür entschieden habe, endlich meinen Traum weiter zu verfolgen.
    Bei mir ist das irgendwie alles ein sehr schwieriges Thema…ich arbeite nicht an einem einzelnen Roman, sondern gleich an einer langen Buchreihe, weil es einfach so verdammt viele Dinge gibt, die ich in diese Geschichte reinbringen will. Daran arbeite ich schon seit 15 Jahren, bzw seit etwas 5 Jahren schreibe ich intensiv daran.

    Mein größtes Problem ist definitiv das Thema Selbstzweifel…ich habe Angst, dass schon der erste Band nicht laufen wird und niemand Inetresse an den weietren hätte. Damit wäre alle Arbeit umsonst. Ich könnte diese Geschichte nicht einmal im Notfall als eigenständige Story schreiben, weil einfach alles mit den Personen zusammenhängt, die ich geschaffen habe. Außerdem hab ich leider niemanden in meiner Umgebung, der diese Sache wirklich mit mir teilen könnte. Im Klartext: ich gelte nur als Träumerin, ich bin ja so jung und kann das nicht, ohne das zu studieren. Dass mein Herzblut und jahrelange Arbeit darin steckt, und ich das einfach liebe, was ich schreibe, spielt da auch nie eine Rolle.

    Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich mir das auch nicht mehr sagen lassen will. Ich bin dann eben eine Träumerin, aber ich will für diese Sache kämpfen. Ich liebe diese Arbeit, und ja, ich muss den einen Punkt doch von zwei Seiten betrachten 😀
    Schreiben kann super ätzend sein, aber manchmal auch das schönste daran. Es gibt Szenen, da ist mein Kopf schneller als meine Finger, und es gibt Szenen, da sitze ich stundenlang an ein paar Seiten. Es gibt Momente, da bin ich (ausnahmsweise) mal stolz auf das, was ich geschrieben habe, und Momente, wo ich mich ernsthaft frage, ob ich noch ganz bei Trost war, als ich diese Zeilen niederschrieb.

    Ich werde mir diesen Text auf jeden Fall zu Herzen nehmen und daran arbeiten. Schließlich istd as mein einziges, wirkliches Ziel im Leben. Danke schon mal für diese Hilfe 🙂

    LG Lenny

    • Hi Lenny,
      Danke für deinen offenen und ehrlichen Kommentar.
      Ich kann dich auch nur ermutigen, deinem Herzen zu folgen und das zu tun, was du wirklich willst. Für alles andere ist das Leben viel zu kurz.
      LG, Walter

  • Hallo liebe Schreibsuchties,

    sicherlich ist dieser klasse Artikel schon ein paar Tage älter, aber dennoch nicht weniger relevant. Da einige sich zum Schreibprozess geäußert haben, möchte ich gern meine fünf Cent dazu in die Waagschale werfen.

    Für mich ist das Schreiben wie Fernsehen: ich weiß nie was als nächstes passiert und das ist auch gut so. Allerdings bezieht sich das auf die rein belletristische Textproduktion. Geht es um wissenschaftliche oder fachliche Texte jedweder Art, greift dieses Prinzip natürlich nicht mehr. Zu viel Recherche und Prüfung des eigenen Geschriebenen sind nötig, um einfach so drauf los tippen zu können. Zumal es auch hier darauf ankommt mit möglichst wenigen und klaren Worten genau zu benennen, was gemeint ist, ohne groß darum herum zu schwafeln. So viel dazu. Fundierter Widerspruch und konstruktive Ergänzungen sind natürlich jederzeit erwünscht. 😉

    Mein größtes Problem? Durchhalten!
    Nicht auf den letzten fünfzig Seiten die Krise kriegen, weil man meint, das müsse jetzt schnell fertig werden. Es kribbelt in den Fingern, weil man das eigene Buch so schnell wie möglich im Store haben und sehen will, wie der Verkaufszahlenticker nach oben schnellt.

    Falsch!

    Sollte es Dir genauso gehen, geneigter Leser, sofort Finger weg von der Tastatur und der Maus! Du begehst einen schweren Fehler. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe diesen Fehler selbst gemacht und teuer bezahlt.

    Wie kommst Du darauf, dass jemand ein Buch gut finden wird, das im letzten Viertel dermaßen flach und schwach wird, dass man keine Lust mehr hat, bis zum Ende durchzuhalten? Die Bewertung Deiner Leserschaft wird miserabel ausfallen und dann ist es vorbei mit dem explodierenden Verkaufszahlenticker. Für sicherlich eine lange Zeit, wenn nicht gar für immer.

    Du kennst dieses Prinzip vielleicht auch: Du bist auf einer Party und es ist die geilste Party, die Du je erlebt hast. Es gibt jedes Getränk, das Du Dir vorstellen kannst und die Musik ist super. Jeder hat fantastische Laune und Du unterhältst Dich geradezu prächtig. Irgendwann gegen ein Uhr wirst so richtig müde und denkst Dir, Du solltest vielleicht langsam heimfahren. Aber was ist mit der Tänzerin, die aus der Torte hüpft? Die würdest Du dann verpassen. Du beschließt zu bleiben. Kurz nachdem die Katze aus der Torte ist, kotzt Dir jemand volles Pfund über Schuhe, Hose und Jackett. Du bist also richtig bedient. Jetzt stinkst Du wie eine furchtbare Kombination aus Sauerkraut und Sangria und Du musst noch eine halbe Stunde mit dem Taxi nach Hause fahren. Du hast keine Wechselkleidung dabei und der Gastgeber trägt vier Nummern kleiner als Du. Pech gehabt. Du kämpfst die ganze Zeit dagegen an, Dich selbst übergeben zu müssen, weil Du Dich so furchtbar ekelst. Und so weiter. Ich denke, es ist klar geworden, worauf ich hinaus möchte.

    Wie wird dieser Abend also für Dich im Gedächtnis bleiben? Du wirst VIELLEICHT sagen: So ein scheiß Abend. Und dabei war bis zu dem Moment mit der Kotze alles so richtig klasse! Was ist also passiert? Das letzte Ereignis der Party überschattet die gesamte Party, weil Du nach dem unglücklichen Ereignis nur noch Ärger hattest: Erst das dritte Taxi wollte Dich mitnehmen und der Fahrer war ein ziemlich mieser Kerl, der Dir am Ende hundert Euro Reinigungsgebühr abgeknüpft hat.

    So ist es auch mit deinen Texten: Lass nicht im letzten Moment nach, nur weil Du Hummeln im Hintern hast. Sonst wird jeder in der Bewertung schreiben, dass das Ende deiner Buchstabenparty scheiße war und nur zwei von fünf Sternen vergeben, obwohl Du auf den tausend Seiten davor richtig geglänzt hast. Es interessiert niemanden, ob Du bis zum Kotzemoment den Literaturnobelpreis gewonnen hättest, wenn dieser Moment dann trotzdem kommt. Du verstehst?

    Was also tun, wenn das große Kribbeln in den Fingern kommt? Hände falten, sich im Stuhl zurück lehnen, einen Blick durch das Fenster nach draußen werfen und sich bewusst machen, dass Eile noch nie zu einem guten und ausgereiften Ergebnis geführt hat. Warum sollte das jetzt anders sein? Das ist ja auch nicht fair Deinem Baby gegenüber: Deinem Buch oder Text. Gut Ding will Weile haben. Immer und überall. Also nimm Dir die zwei Minuten zum durchatmen und runterkommen und entspann Dich. Du hast es bis hierhin super gemacht, also halte noch ein wenig durch.

    Beste Grüße,
    Dan

    • Hi Dan,
      Danke für deinen langen Kommentar. Die Geschichte mit der Kotze beschreibt das Problem sehr treffen. Ich sage auch immer: Geniales Ende, genialer Text. Deshalb sollte man das Ende nicht einfach so hinklatschen. Danke dir für die tolle Erinnerung.
      LG, Walter

  • Hallo, Walter,

    habe zu lange, meine Ressourcen verdrängt und bin hauchdünn den einstürzenden Bauten meines Lebens und meiner Selbstillusionen eben so entkommen.
    Seitdem bewege ich mich, zunächst tastend und taumelnd, traumatisiert, ohne Empfindung, orientierungslos im Staub und in Trümmern. Monate … Bis sich irgendwann da im Bauchraum diese Stimme („Hör auf die Stimme“ klingt es ja auch derzeit auf allen Kanälen.) meldete, leise, kaum hörbar, doch die Sinne erwachten wieder.
    „Ich weiß, wo es lang geht“, lockte sie, mir die Hand ins Leben anbietend.

    Tiefer Kopf, niedergedrückt vom Empfinden einer übermächtigen Schuld brauchte lange, um sich ihr anzuvertrauen.

    „Es geht um mich“ wurde zum Leitsatz durch das Labyrinth einer zerbrochenen Lebensfassade.

    Und – jetzt stelle ich die Verbindung mal zum Schreiben her – das Wort, die Sätze, die passendste Beschreibung des Empfundenen, das Feilen am Ausdruck, das Komponieren einer Stimmung, die Musik, die einem Text innewohnt und der Tanz der geschaffenen Charaktere, das Ringen mit sich selbst um Dranbleiben, am als zutiefst innerlich als seins Empfundenes, all dies tauchte in diesen Trümmern auf.

    Es führt mich zum Schreiben.

    Ich weiß noch nicht, welche Formen es annehmen wird. Derzeit schreibe ich Tagebuch.
    Manchmal rast ein Text in mich und ich hacke ihn in die Zeilen.

    Worte fließen aus mir in Briefe und Simse.

    Träume, die glücklich sind, daß ich sie wahrnehme, inspirieren mich, rufen nach Gestaltung.

    Immer wieder hält mich fehlender Mut, Zögern, Zaudern, Angst zurück.

    Immer stärker wächst jedoch die Entschlossenheit Ich zu sein. Und mich auch – trotz der Gefahren des Boxsacks – zu zeigen.
    Mich nackig zu machen.

    Nur, wenn du hart arbeitest, also sowas Handwerkliches, was sichtbar Greifbares, dann ist das von Wert.
    Kultur zu schaffen, Schönes, Bewegendes, Inspirierendes, zum Nachdenken oder zum Weinen Bringendes, das gilt ja alles nicht soviel. Davon kannst du nicht leben. So wurde ich Koch.
    Und selbst da umtreibt mich die Schlichtheit, die Schönheit des Schnittes, die Entscheidung, die in der Zerkleinerung von Mitteln zum Leben liegt, die Alchemie der Garprozesse und das Porträt, das auf die Teller gemalt wird oder die Pracht, die ein farbenfrohes, vielfältig duftendes Büfett verbreitet. Und die Kurzlebigkeit des Geschaffenen. Vielleicht auch daher die Sehnsucht nach den Worten…

    Dieses zerstörerische, gewaltsame Lebensempfinden, die verhindernden, tief verinnerlichten, Kraft und Antrieb raubenden Glaubenssätze, weichen von mir. Machen einer Lust Platz, einem Bedürfnis die Myriaden an zauberhaften Buchstaben sich finden zu lassen und in Gestalt zu bringen. Zentraler Motor dabei ist die Liebe, die ich in der Begegnung mit Menschen, insbesondere in der Herzbegegnung mit meiner Herzensfrau finde und alles in allem umso mehr, je stärker ich in meiner Liebe verwurzelt und schwebend bin.

    Ich muss es niemandem Recht machen, jedoch darf ich mir so gerecht werden wie mir möglich. Jeden Tag ein wenig mehr.

    Solche Blogs wie dieser, wo sich Menschen mit teilen, du ihnen eine Plattform bietest, unterstützen auf dem Weg. Denn tatsächlich ist es ganz viel das Sein in der Welt, das in die Nähe, die Verbindung, die Freude und den Schmerz mit anderen gehen, was inspiriert, Neues entstehen lässt oder Altem Odem einhaucht.
    Und dann vollgesogen, aufgeschwemmt mit Eindrücken, muss ich mich auf mich zurück ziehen und Ausdruck finden. So wie in diesem Kommentar an Dich und die lieben Menschen, die sich hier ebenfalls getraut haben.

    Viel Kraft und Mut und Vertrauen in das Eigene wünsche ich allen Schreibenden und überhaupt allen, die auf ihre innere Stimme hören. Es ist ein kreativer Prozeß, ein Schaffen, ein „Stirb und Werde“ (Dürckheim). Ein schöpferischer Akt.

    Ich freue mich über Austausch und Kontaktaufnahme mit dir, Walter, und mit anderen, welches vielleicht über dich erfolgen kann.

    Viele liebe Grüße
    Klaus

    • Hallo Klaus,
      Danke für deine ehrlichen und tiefen Worte. Ich bin froh, dass ich dich auf dem Weg begleiten kann. Freue mich auch auf den Austausch.
      LG, Walter

      • Moin, Walter,

        wenn ich jetzt meinen Text nochmal lese, würde ich ihn nach der Lektüre deiner Tipps kürzer verfassen. Ich würde manches Adverb wegnehmen und lange Wörter kürzen. Etliche Füllwörter flögen raus. Die Sätze erhielten eine angenehmere Länge.

        Gerne fange ich Sätze mit „Und … “ an. Ich will damit die Dynamik voran treiben.
        Na, in erster Linie spreche ich auch so.
        Schönen Gruß
        Klaus

    • Hallo Klaus. Dein Text ist wunderschön geschrieben. Ich würde sehr gerne mehr von Dir lesen. Liebe Grüße Natascha

  • Hallo Walter,

    auch wenn der Beitrag schon älter ist, ich habe ihn erst jetzt entdeckt – über einen Twitter-Tweet – und habe ihn zunächst wie einen neuen Beitrag gelesen. Für mich heißt das: Er hat nichts an Aktualität verloren.

    Ich finde ihn super und habe ihn daher auch gleich retweetet.
    Die Kommentare hier sind es auch, sowohl die einen wie die anderen.
    Ich fand es ausgesprochen unterhaltsam auf diese Art – ich hätte gesagt mit einem Augenzwinkern – auf Schwächen der Schreiberei aufmerksam zu machen. Für mich ist das eine Art der Ansprache, die ich sehr gerne mag.

    Ich finde es super auf den Punkt gebracht und jeder kann sich an die Nase fassen, was auf ihn vielleicht zutrifft und was nicht. Zu mir passt auch nicht, dass ich das Schreiben am Wenigsten mag. Ich schreibe total gerne. Und wenn ich dann unter der Dusche mit meinem Thema beschäftigt bin, brauche ich Stift und Papier in der Nähe, damit ich es gleich festhalten kann.
    Ohne Schreibwerkzeug fühle ich mich fast nackt 🙂
    Trotzdem lese ich eine Wahrheit daraus. Für viele ist es ein schwieriges Unterfangen mit dem Schreiben zu beginnen. Sie haben Rituale, bis sie sich schließlich doch hinsetzen und schreiben.
    Und manche aber erledigen erst so viele Sachen, putzen sogar den Computer, dass anschließend keine Zeit mehr bleibt, um wirklich zu schreiben.
    Ja, das Anfangen, das kann allerdings ein großes Problem sein.

    Vielen Dank für diese Artikel, ich werde ihn gerne noch weiter empfehlen.

    Viele Grüße
    Rosemarie

  • Keine Ahnung, wie ich auf diesem Blog gelandet bin, aber ich freue mich! So herrlich ehrlich … und wahr. Eine ganz wundervolle Zusammenfassung der nötigen Punkte, um Schriftsteller zu werden (und zu bleiben ;-). Denn obwohl ich schon Schriftstellerin bin, hilft es dabei sich zu fokussieren, wenn man von Zeit zu Zeit liest worauf es ankommt. Nummer 5 spricht mir aus der Seele. Ich nenne es gerne „Mut zur Langeweile“. Das Ausharren vor dem Papier (Monitor) in unkreativen Phasen, ist zwingen notwendig, um weiterzukommen – aber es ist unglaublich langweilig 🙂
    Allen angehenden Autoren viel Glück!

    • Hi Joel,
      Danke für die Ermutigung. Schön zu sehen, dass du dich nicht auf den Erfolgen ausruhst, sondern dich weiterentwickelst.

      Das mit der Langeweile ist besonders ein Problem unserer Zeit. Viele Menschen zücken sofort das Handy sobald es etwas langweilig oder schierig wird. Wer allerdings fokussiert bleibt, der gewinnt.

      Da gibt es ein tolles Buch zu: Deep Work (lesenswert!).

      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    großartiger Artikel. Wirklich hilfreich.
    Abgesehen davon, dass ich noch ziemlich jung bin und die meisten mich nicht für voll nehmen, ist mein größtes Hindernis, dass ich es nicht schaffe etwas zu Ende zu bringen. Ich beginne mit dem Schreiben und explodiere geradezu vor Ideen und Kreativität…

    Aber nach ein paar Tagen? Das komplette Gegenteil. Keine Motivation, kein Antrieb, keine Ideen mehr.

    Ich arbeite schon sehr lange daran mit Mühe meine begonnenen Arbeiten zu Ende zu bringen, allerdings kommt nie etwas dabei raus, womit ich auch wirklich zufrieden bin.

    Aber nochmal ein riesiges Kompliment an deinen Artikel. Ich kann jedem Punkt nur zustimmen.

    LG Lisanne

  • Geschrieben, wie du in deinen eigenen Regeln forderst. Du willst der Schuh sein, selbst mit diesen Stichpunkten. Nicht der Träger. Da bin ich froh, dass ich das vor deinem Artikel für mich selbst heraus gefunden habe. Schöne Ansicht, gefällt mir. Ich bin kein Freund von schönen Unwahrheiten, arbeiten kann ich nur mit unschönen oder schönen Wahrheiten. Dieser Artikel ist eine Schöne! Ich hoffe, dass die Leser sie nicht als Checkliste verwenden, sondern anfangen diese Aspekte für sich selbst in sich zu finden! Ich fühle mich wunderbar, nachdem ich es für mich getan habe!

  • Ein wunderbarer Artikel. Ich kenne meine Stärke: Kompliziertes in Verständliches übersetzen. Das will ich jetzt nutzen, mich darauf konzentrieren. Angst vor dem Gegenwind? Und wie! Aber diese Angst darf mich nicht mehr zurückhalten. Heute mein erstes Buch veröffentlicht, weiter geht es. Nur wer schreibt, wird Autor 😉

  • Sehr gut geschrieben!
    Du warst gerade die von dir genannte Nummer 2 für mich:

    „Zauberkraft“ 🙂

    Es hat die Sicht in mir geschärft und etwas spürbar bewirkt…
    Vielen Dank dafür!!!

  • Sorry, aber das hilft ernsthaft keinem weiter, ein guter Schriftsteller zu werden. Personaltrainerplatitüden statt Dramaturgie (das wichtigste Thema wird nicht mal erwähnt!). Wer sich an diese Empfehlungen hält, arbeitet in 50 Jahren noch an sich selbst, statt an einem Roman.

  • Ich muss für mich gestehen ich höre sehr gerne Musik zum schreiben und dann nicht viele unterschiedliche Lieder sondern nur immer ein und das selbe Lied hoch und runter ohne Pause dazwischen, aber das bringt mich sehr gut voran.

    Ich bastle derzeitig an einem Fantasy Buchdings und habe da sehr kreative Ideen und die kann ich mit Hilfe dieses einen Liedes immer weiter und weiter spinnen. Aber ich merke schon, irgendwann ist das Lied vorbei und ich brauch was neues, wobei das eine jetzige Lied schon ziemlich lange läuft. Ein Deathmetal Lied von Architects.

    Ich kann mich vermutlich nicht mit allem Identifizieren wobei ich, wenn ihr ehrlich bin nie wirklich so ein Ratgeber gelesen habe „Wie schreibe ich richtig.“ ich bin hier drüber gestolpert und es hat mich angesprochen.

    Mein Problem aber ist. Die Korrektur, das ist für mich das langweiligste und mühsame, da kotzt es mich schon fast wieder an. Ich schreib mein Zeugs gerne hin und erwarte dass das schon perfekt ist aber ich weiss von mir her selbst das man vieles noch überarbeiten muss aber dazu fehlt mir der Sinn des Lebens.

    • Ja, das mit dem übersrbeiten hat mir früher auch sehr viel Mühe bereitet, besonders wenn man dazu neigt, sich einem gewissen Perfektionismus hinzugeben.

      Aus Erfahrung kann ich dir sagen, wenn du von einer Geschichte überzeugt bist und die Leidenschaft dafür brennt, wird das überarbeiten fast schon zur Sucht. Besonders wenn es sich um eine längere Geschichte handelt. Der erste Entwurf ist mit Sicherheit der spannendste und spassigste Teil des Schreibens. Aber in der Überarbeitung liegt meiner Auffassung nach das Handwerk.

      Als ich mit dem Schreiben anfing, hab ich auch vieles einfach so hingeschrieben, selten überarbeitet, weil es halt mühselig und langweilig sein kann. Dabei habe ich mir eben auch Mühe gegeben, den Text direkt so perfekt wie möglich zu formulieren, um so wenig Nacharbeit wie es nur geht zu haben. Das Problem war dann stockender Schreibfluss und im schlimmsten Fall Schreibblockade. Wenn ich heute zurückblicke, hatten meine Geschichten immer gute Ansätze und auch eine gute Würze, aber es fehlte meistens an Substanz. Sozusagen geradewegs vom Bauch aufs Papier.

      Heute schreibe ich systematischer, bereite mich deutlich besser vor, bevor ich mich hinsetze und den Text fliessen lasse. Meine Storys wurden dadurch nicht nur solider, ich habe auch Spass daran gefunden daran zu feilen, zu streichen und zu ergänzen, verbessern und angleichen. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich an der Überarbeitung gefallen finde, aber man entwickelt sich.

      Bitte nicht falsch verstehen, ich will damit nicht sagen das deine Geschichten substanzlos oder nur so dahingeschrieben sind. Kann das ja überhaupt nicht beurteilen. 😉 Aber wenn du vielleicht etwas an deiner Arbeitsweise änderst, ändert sich auch deine Ansicht nur Korrektur, auch wenn sie um einiges zäher als Vorbereitung und Durchführung ist.

      Achja, noch ein Tipp, falls du irgendwann doch Gefallen an der Pberarbeitung findest: Übertreibs nicht! Perfektion gibt es nicht, heute ist die Stelle gut so wie sie ist, morgen wiederrum denkt man dass es sich einfach nicht so recht einfügen will. Immer Sicherheitskopien des Entwurfs aufbewahren. Hab dadurch schon ein zwei Geschichten verhunzt, die im Entwurf ganz ordentlich waren. Manchmal einfach, wie oben bei den Geheimnissen geschrieben steht, guter Hoffnung sein.

      Grüsse, Morti

      • Ich Stimme voll und ganz zu — die ersten Entwürfe meiner Geburtsgeschichten triefen vor Leidenschaft, Persönlichkeit und komischen Sätzen. Die Überarbeitung ist dann das Handwerk, aber letzendlich auch das, wofür mich die Frauen bezahlen: ihre Geschichte ist einzigartig — und gut zu lesen!

  • Spannend zu lesen. Mein Hindernis ist der fehlende Fokus, fast so wie bei deinen Baustellen. Die vielen Ablenkungen des Alltags, die Arbeit und manchmal auch einfach nur Faulheit, verhindern das erreichen des erwünschten Ziels.

    Kleinere Dinge, die man in einer Sitzung durchziehen kann – Kurzgeschichten, Gedichte – sind für mich kein Problem. Die grossen Geschichten, die in meinem Kopf herumgeistern, finden keinen Anfang. So viele Ideen und Konzepte stappeln sich in meinen Notizheften, dass ich bereits mit der Auswahl des Themas überfordert bin. Und vor allem, was will ich nun schreiben? Sci-Fi, Horror, Fantasy oder doch lieber ein spannender Krimi? Ich schaffe es nicht, eine Entscheidung zu treffen und mich dann auf diesen Weg festzulegen.

    Diese Geheimnisse, so wie es die Überschrift beschreibt, sind mir – wenn vieles wohl eher unbewusst – bereits vertraut, als wären sie schon seit jeher verinnerlicht. Doch das Schlusswort hat mich sehr zum bachdenjen gebracht und bewegt, die Sache mit dem Charakter. Damit meine Zerstreuung endet bzw. nicht nehr so launenhaft mein Leben bestimmt, werde ich daran arbeiten, konsequenter zu werden. Wankelmut mag ja gut sein, um verschiedene Perspektiven zu erfahren, aber man dreht sich im Kreis, statt weiter nach vorne zu gehen.

    Darum möchte ich mich herzlich bei Walter bedanken. Manchmal braucht es einen Schubser in die richtige Richtung, damit sich etwas bewegt. Ich bin davon überzeugt, wenn ich konsequent bleibe, werde ich den Fokus nicht mehr verlieren und endlich aus dem Schatten treten unter dem ich schon zu lange ruhe.

    Ausserdem möchte ich meine Bewunderung für deinen unterhaltsamen Stil ausdruck verleihen. Der Text ist amüsant und zugleich aufschlussreich. Weiter so!

    Herzliche Grüsse,

    Morti

    • Hallo Mortifer, mir hat es geholfen, Termine in meinem Kalender einzutragen. Natürlich muss man dann auch die Disziplin haben, sich tatsächlich hinzusetzen. Aber man hat sich diese Zeit freigehalten. Mittlerweile ist es bereits für mich völlig normal jeden Abend einmal kurz hinzusetzen und ein wenig zu tippen und wenn es nur 10 Minuten sind. Schreiben muss mit in den Alltag eingebaut werden.

  • Mein Hindernis ist ganz klar Angst. Sie ist so ungreifbar und irrational, dass ich regelmäßig wütende Monologe halte, versuche, mir selbst irgendwie in den Arsch zu treten. Da ist alles, was ich brauche. Ich habe alles. Sogar das Feuer, dass nur darauf wartet, dass man es wieder füttert. Da sind meine Ideen, meine Manuskripte, die überarbeitet werden müssen. Ich müsste soviel mehr raus schicken. Und ich muss mich vom Müssen lösen. Denn Müssen macht Angst.

  • Es wurde schon viel zu viel über Schreibtipps geredet – überall.
    Endlich mal was, was ich auch so sehe. Ich würde sogar noch weiter gehen: Ausschließlich die Arbeit an der Persönlichkeit bringt einen auf Dauer weiter. Ich finde, es gehört noch etwas dazu, was einige der größten Autoren auszeichnet: Du hast zuviel Boden – vermeintliche Sicherheit – und du liebst dich (dein Spiegelbild, dein Image, deine Ausstrahlung, dein Auftreten), weil du dich präsentieren kannst – aber nicht, weil du bist, wie du bist.
    Solange du labberst, bist du noch nicht tief genug gefallen…

  • Mein größtes Hindernis ist, dass ich sehr ungeduldig bin. Außerdem habe ich mindestens 3 Bücher im Kopf, die ich schreiben will/werde. Das ist verwirrend für mich. 😅
    Vielen Dank für den Text, ich denk jetzt drüber nach.

  • Sehr sympathisch, was Du schreibst und nur zu wahr! Leider ist es nicht ratsam sich eine größere Hose anzuziehen, als die die man hat. Man wirkt darin nicht größer und wird zur komischen Figur.

  • Wenn ich von ROMAN schreiben auch nur höre, sträuben sich mir die Haare. Die Anzahl von Leuten die mit einen ROMAN erfolgreich werden wollen, sind Einer von 10 000. Wer dann noch einen Verlag beauftragt, hat sein Geld zum Fenster raus geschmissen. ( Ja jetzt steinigt mich ruhig ) Wer dann noch versucht seriös und in gepflegten Deutsch zu schreiben hat restlos verloren und sollte Beamter oder Lehrer zu werden. Ich hatte 15 Jahre eine Art Sicherheitsfirma und schrieb für meine Kunden das ,,Büchlein,, LADENDIEBSTAHL DAS MILLIARDENGESCHÄFT und beschrieb die Tricks der Diebe und Einbrecher. Jeder Kunde hat mein Buch gekauft, weil sie was mit anfangen konnten. Später ,,schreib ich das Buch ,,Zukunftsperspektiven,, was aus 100 schwarzen unbeschriebenen Seiten bestand ( kein Erfolg aber ein Geschenkgag for Dummys ) 2018 ,, DAS BUCH ZUM ÜBERLEBEN,, mit Beschreibungen wie man Tabak anbaut, Schnaps brennt, eine Inselsolaranlage baut, Silberwasser herstellt, ein Haus Einbruchssicher macht und sich auf kommende Krisen vorbereitet. Hat sich gut verkauft. Vor 6 Monaten ist die 2. Auflage mit 31 ähnlichen Themenbereiche ,,DER BUCHHEIMER MACHT EUCH BEREIT FÜR DIE KOMMENDE ZUKUNFT,, raus gekommen 180 Seiten zu 13,50. Auch das verkauft sich einigermaßen. Alles im Selbstverlag im mittelmäßigen Deutsch und Schreibfehlern zum gotterbarmen. Egal, illegal, scheißegal, die Leute können mit Sachbüchern was anfangen und im Zeitalter von Youtube- usw. ( Kanal; Der Buchheimer ) braucht es keine Verlage die einen als Autor gerade mal 90 Cent pro Buch ( wenn überhaupt ) spendieren und mehr als eine ISBN Nr. kaum liefern und den Rest mit angeblichen Schreib und ,,Sachprüfungen,, abschöpfen. ………….Ein Buch zu schreiben bedarf weder Fantasie noch viel Zeit wenn man ein Sachthema hat und ein wenig davon versteht über was man schreibt. Im Baumarkt findet selbst ein Buch darüber wie man einen Nagel in die Wand schlägt mehr Leser als ein schmachtenden Liebesroman.
    Biografienen von irgendwelchen Otto-Normalos interessieren kein ,,Schwein,, und wer mal mal schaut welche Art von Bücher für 99 Cent bei den ,,Sonderangeboten,, im Supermarkt landen, sollte gewarnt sein.

    Wer kann schreiben? ist Schreiben ein Lernberuf ? Muss man sich zum schreiben berufen fühlen ? Alles Blödsinn. wer über so was nachdenkt, sollte erst gar nicht mit schreiben anfangen. Ich habe etwas über 10 Jahre von 2004 bis 2016 eine kleine Bezirkszeitung herausgebracht DER BUCHHEIMER ( 3000 Stammleser und 27 Verkaufsstellen ) Ich habe über Menschen, Bürokraten und Skandale geschrieben, war vor Ort bei den Menschen und jede Menge Interviews geführt. War in jeder Kneipe, auf jeder Stadtratssitzung und auf jeden Fest und Sportveranstaltung. Qualitätsjournalismus HAHAHahaha von wegen. Auch wenn sich meine DJV-Kollegen über mich lustig machten. Meine kleine Zeitung ( 28 Seiten in SW ) kostete 2 Euro und hatte 40 % Werbung als Inhalt. Nicht weil ich gut schreiben kann, sondern die Sprache der Menschen sprach und ihre Sorgen und Probleme, sowie Hunger nach Wahrheiten befriedigt habe. Nicht den üblichen Presse-Einheitsbrei und ohne Angst Werbekunden zu verlieren oder Regionalpolitiker zu vergraulen. Kein politisches Gender- und korrektes
    schreiben. Nichts war mir heilig, selbst wenn ich Artikel wie über die Vorhaut von Jesus schreib oder den gut aussehenden ,,Chauffeur,, eine ,,norddeutschen Bischöfin und ihre Suff-Fahrt mit dem Auto.

    Nein, man kann über alles schreiben, wenn man mit Herz dabei ist und dabei noch die Bedürfnisse der Menschen befriedigt. Wer ein Sachbuch schreibt, sollte als Test erst mal einen Youtubekanal aufmachen und das Thema antesten. Klickzahlen geben einen schönen Einblick wie ein Thema ankommt und man bekommt dazu neben blöden Kommentaren auch noch gute Ideen dazu geliefert.
    Allerdings eine kleine Sache muss man immer beachten, das Presserecht und das Bürgerliche Gesetzbuch. Titelschutz-Rechte am Bild und dem Umgang mit Persönlichkeitsrechten, sowie nachweisbare Wahrheiten die nicht nur von Hören-Sagen stammen.

  • Vielen Dank für die plastischen Vergleiche. Das ist klasse. Ich habe mehrmals geschmunzelt bzw. auch herzhaft für mich gelacht, weil Du‘s genau auf den Punkt triffst. Das setze ich jetzt auch mal um.

  • Walter is a cool guy ! Thank you and cheers ! ( das habe ich einfach ganz salop auf englisch geschrieben, weil ich schon zu viel getrunken habe, aber dieser Artikel bestätigt, dass ich vielleicht doch nicht auf dem falschen Weg bin, daher : DANKE

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    Deine ersten 10.000 Leser:
    Mit diesen 11 Rezepten in meinem E-Book.

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