November 4

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Wie du deinen ersten Kunden findest ohne zu betteln – 10 Lektionen aus der Realität

Neue Kunden gewinnen als Autor oder Texter - KundenaquiseEs gibt Personen in deinem Leben, die haben die Macht alles zu verändern. Sie hinterlassen tiefe Spuren in deinem Leben.

Einige erinnern sich ihr Leben lang daran, wie sie dem Papst die Hand geschüttelt haben, andere zeigen ständig ihr Selfie mit dem Dalai Lama und manche Menschen werden nie vergessen wie ihre erste Liebe sie in der vierten Klasse anlächelte.

Menschen haben die Macht unser Leben zu verändern – ins Gute wie ins Schlechte.

Heute geht es um den Menschen, der bei mir alles verändert hat und der auch dein Leben komplett verändern wird: dein erster Kunde.

Der erste Kunde ändert alles. Man ist ab dem Zeitpunkt nicht mehr ein „Hobby-Autor“. Sobald du bezahlt wirst, bist du ein „Profi“.

Viele wollen gar nicht aus der „Hobby-Ecke“ heraus und wollen gar nicht in den Ring steigen, in dem sich professionelle Autoren und Schriftsteller mit literarischen Meisterstücken die Schädel einschlagen.

Viele haben Angst mit ihrer Leidenschaft Geld zu verdienen (sei es Bloggen, Tanzen oder Schach spielen).

Wenn du für immer ein „Hobby-Autor“ bleiben möchtest, dann lies nicht weiter. Dieser Beitrag ist nicht für dich. Außerdem könnte er dein Weltbild zerstören 😉

Wenn du niemals Geld mit deiner Leidenschaft verdienen willst, dann klick jetzt weg.

Jetzt.

Du bist noch da? Sehr schön, dann können wir jetzt anfangen.

Mal im Ernst: Wie viele Menschen kennst du, die sagen: „Ich würde gern ein Buch schreiben.“ „Ich würde gern Schriftsteller werden.“ „Ich würde gern vom  Bloggen leben.“ – mir fallen sofort 5 konkrete Menschen ein.

Aber was tun diese Menschen dafür?

*Trommelwirbel – ein Elefant fährt auf einem Dreirad durch die Manege und hebt ein Schild:*

Nichts!

Das ist das schöne am Menschen: Er meckert, er heult, er schimpft – aber er ändert nichts.

Doch du bist anders.

Du liest diesen Beitrag, weil du das ändern möchtest. Also legen wir los:

1) Oute dich

Das Leben ist wie eine große Party. Hunderte, Tausende, Millionen von Menschen unterhalten sich, trinken Champagner und tauschen sich aus.

Plötzlich bekommt jemand die Idee: „Ich brauche einen Autoren für mein neues Magazin. Kennt ihr jemanden?“

Nein.

Niemand kennt einen Autoren. Sie kennen Lisa, Daniel, Walter und Anna. Aber keinen Autoren.

Deshalb erzähl immer und überall, dass du ein Autor bist und dass du auch für Kunden schreibst. Die Menschen werden deinen Namen dann mit „Schreiben“ verbinden (oder einer anderen Leidenschaft).

(Manche meiner Freunde rufen mir vom weiten zu: „Hey du Blogger“)

Wie habe ich das erreicht? (Oder: Wie konnte ich so tief sinken?) Ich habe mich selbst als Blogger bezeichnet und selbst als Blogger ernst genommen.

Oute dich als Autor und Schriftsteller so oft du kannst. Erwähne auch immer, dass du für Kunden schreibst.

(Mehr darüber: Wie du mit Bloggen Geld verdienst, mehr Freiheit im Leben bekommst und fürs Helfen bezahlt wirst)

 

2) Nein, du brauchst keine Webseite

Viele trauen sich nicht nach draußen, bis sie nicht den perfekten Maßanzug und eine edle 100-Euro-Krawatte haben. Sie schneidern und fummeln an ihrem Anzug herum – aber dieser wird nie fertig.

Bei mir war das so ähnlich. Ich wollte unbedingt eine Webseite haben, falls mich die Menschen fragen.

Doch soll ich dir etwas verraten: Es hat niemand gefragt.

Der Grund: Die wichtigsten Kunden findest du (noch) in der Offline-Welt. Diese Kunden interessieren sich für Printmagazine, Bücher und Broschüren – und nicht für Webseiten.

Sie interessieren sich dafür, wie du dich im wahren Leben verhältst – und nicht wie schön du dich auf deiner Homepage präsentierst.

Übrigens: Die Offline-Welt zahlt immer noch besser als die Online-Welt. Zwar stocken viele Online-Magazine ihr Budget auf, doch die Preise sind oft immer noch viel zu niedrig.

 

3) Nein, du brauchst auch keine Visitenkarte

Soll ich dir etwas verraten: Ich habe immer noch keine Visitenkarte.

Natürlich ist es schön, wenn du eine hast. Natürlich ist es gut, wenn du dein Logo, deine Webseite, Fan-T-Shirts und eine eigene Barby-Puppe hast – aber wichtig ist es nicht.

Und oft dienen diese Nebensächlichkeiten einfach nur als Ausrede, um nicht anzufangen.

 

4) Du brauchst keinen Zettel, der deine Kompetenz bescheinigt

Ich bin aber kein professioneller Autor, da ich nicht studiert habe…

Na und? Wen interessiert’s? Es gibt Journalisten, die können nicht schreiben. Es gibt Lehrer, die können nicht erklären und es gibt Unternehmensberater, die nie ein eigenes Unternehmen hatten.

Du brauchst kein Papierchen von einer Uni oder sonst wem, das dir bescheinigt, dass du mit deiner Leidenschaft Geld verdienen kannst (es sei den du bist im Wald und musst mal dringend auf Klo).

Was du wirklich brauchst: Leidenschaft und den Wunsch Dinge fertig zu bringen.

Lernen, lernen, lernen ist oft leider nur eine Ausrede, die wir uns selbst erzählen, weil wir Angst haben.

Verständlich. Ich habe heute immer noch Angst, dass mir jemand sagt: Walter, du kannst nicht schreiben. Doch da muss ich durch.

Wenn du mehr über das Leben und Lernen ohne Uni wissen willst, dann schau mal im Blog von Ben vorbei.

 

5) Biete deine Hilfe an

Wenn du Kunden gewinnen willst, dann spiel nicht den Obermacker mit Sonnenbrille und rauchender Zigarre. Biete deine Hilfe an. Das Wort Dienstleistung kommt von Dienen.

Belehre den Kunden nicht wie ein unmündiges Kind, sondern diene ihm dabei sein Ziel zu erreichen.

Sei ein Helfer.

Menschen empfehlen gerne Menschen weiter, die ihnen geholfen haben – und nicht Menschen, die ihnen das Gefühl gaben ein Idiot zu sein…

 

6) Verlange Geld

Das klingt jetzt banal, aber das ist einer der wichtigsten Punkte. Wenn du immer alles umsonst machst, nehmen dich die Menschen nicht ernst.

Sogar mehr: Wenn du zu wenig Geld nimmst, nehmen dich die Menschen nicht ernst. (Über dieses Problem habe ich hier geschrieben)

Das hat einen einfachen psychologischen Grund: Menschen müssen Dinge (und Menschen) bewerten und einschätzen können. Bei Gegenständen ist dies der Preis – bei Dienstleistungen auch.

Wenn du also sagst: „Ich mach das umsonst“, dann denken die Menschen zwei Dinge:

  • Die Leistung ist schlecht…
  • Da ist irgendein Haken… Wieso macht der Idiot das umsonst?

Mit „umsonst“ wirst du nie deinen ersten Kunden bekommen…

 

7) Nimm alles, was du kriegen kannst

Sei keine Diva. Stell dich nicht an und rümpf nicht deine Nase. Nimm erstmal, was du kriegen kannst.

Wenn dein erster Kunde ein Maler ist, dann musst du dich halt einarbeiten und etwas übers Malerhandwerk erfahren.

Im Schreibbusiness ist das Wichtigste, dass du überhaupt erstmal hereinkommst. Du wirst auf der Party nicht sofort den Ehrensitz erhalten, aber du bekommst immerhin eine Eintrittskarte. Nimm also jeden Job an, auch wenn er nicht so „sexy“ ist.

Später kannst du ihn dann immer in dein Portfolio aufnehmen.

Vergiss nicht: Es geht um den ersten Kunden. Danach darfst du dich Profi nennen.

Und später kannst du deine Preise erhöhen und in neue Ebenen vorstoßen.

 

8) Bastle dir ein Portfolio

Frage: Wie bastele ich mir ein Portfolio, wenn ich doch gar keine Kunden hatte?

Antwort: Der erste Kunde, ist der erste Mensch der zahlt. Dein Portfolio kann aber auch aus anderen Schreibprojekten bestehen, die du schon gemacht hast – auch kostenlose. (Vereinsbroschüre, Artikel für Online-Medien, etc.)

Eine Webseite ist nicht zwingend, aber wenn du eine hast, dann solltest du dort immer zeigen, für wen du schon geschrieben hast. Das weckt Vertrauen.

Wenn du keine Webseite hast, dann erwähne im persönlichen Gespräch, was für Projekte du schon geschrieben hast. Dass sie kostenlos waren, musst du ja nicht erwähnen. Es geht nur darum, dass du etwas vorweisen kannst.

Ein kleiner Trick, um schnell ein Portfolio aufzubauen: Schreibe kostenlos. Ja, das widerspricht dem Punkt oben, aber es ist Mega-Effektiv. Du brauchst nur 2-3 Referenzen. Danach kannst du anfangen Geld zu verlangen.

 

9) Melde dich beim Finanzamt!

Schreiben ist ein freier Beruf und kein Gewerbe, deshalb musst du (in der Regel) kein Gewerbe anmelden. Sicherheitshalber rate ich dir trotzdem vorbeizuschauen und das beim Gewerbeamt abzuklären.

Aber viel wichtiger ist das Finanzamt: Wenn du deine selbstständige Tätigkeit nicht anmeldest, bekommst du keine Steuernummer. Und ohne Steuernummer werden viele deine Rechnungen nicht akzeptieren.

Also: Finanzamt anrufen! Die schicken dir dann ein „Buch“, das du ausfüllen musst 😉

 

10) Vergiss die Portale und Vermittlungsseiten

Meine Bloggerkollegin Katharina Lewald bekam mal ein unverschämtes Angebot. Solche Angebote bekommen wir „Texter“ ständig. Egal ob von „echten“ Menschen oder von „Portalen“ wie Textbroker.de

Mein Rat an dich: Vergiss Textbroker.de und alle anderen Contentvermittlungsseiten. Denn:

  • Die Bezahlung ist miserabel (teilweise Stundenlohn von 2 Euro)
  • Du kannst nicht wirklich ein Portfolio aufbauen
  • Du lernst du Kunden nicht wirklich kennen und kannst kein Netzwerk aufbauen.
  • Die Anweisungen per Text führen immer wieder zu Missverständnissen und du musst nachbessern

Also: Trau dich an echte Menschen heranzutreten. Vergiss die Preisdumping-Seiten.

Glaube mir: Deine Worte sind mehr als ein Cent pro Wort.

Was hindert dich?

Ich möchte dich ermuntern die obigen Tipps anzuwenden und deinen ersten Kunden zu finden.

Wenn du schon Kunden hattest, wie war deine Erfahrung? Wie bist du an den ersten Kunden gekommen?

Wenn du noch keinen Kunden hattest, dann sag mir doch einfach, was dich hindert oder was deine größte Sorge ist!

Teile jetzt mit mir deine Erfahrung. Es interessiert mich. Wirklich!

Bleib großartig, schreib großartig,

Walter

 


  • Toller Artikel.

    Das Beispiel mit dem perfekten Maßanzug und der 100 Euro Krawatte kommt mir sehr bekannt vor…

    Ich schreibe gerade an einem ebook. Schon fast fertig. Irgendwie schaffe ich es trotzdem, hier und da Texte zu verbessern oder umzuschreiben.

    Cover ist auch fertig. Jetzt bin ich aber wieder am Überlegen ob ich vielleicht einen anderen Subtitle nehmen soll. Der jetzige ist nicht wirklich Werbetext-mäßig..

    Am liebsten hätte ich es gestern schon veröffentlich. Woher weißt Du wann ein Artikel oder bspw. auch Dein ebook bereit ist für die Veröffentlichung?

    Du hast glaube ich mal geschrieben, dass Du 2000€ hättest verdienen können WENN du das Buch 1 Jahr vorher gepublished hättest.

    Viele Grüße
    Timo

    • Mein Buch bzw. Artikel ist fertig, wenn mein inneres Ich mir sagt: „Jetzt reicht es zu fummeln. Hau das Zeug raus!“
      Da die Versuchung groß ist nie herauszurücken, setze ich mir selbst Deadlines und Fristen.
      So soll mein eBook noch diesen November erscheinen.
      2. Ich lass immer jemanden drüberlesen. Wenn dieser sagt es ist fertig, dann ist es fertig. Sonst dauert es ein weiteres Leben, wenn ich nochmal anfange alles umzuschreiben.
      3. Etwas ist nie perfekt. Besser gut und fertig als perfekt und niemals fertig 😀

  • Hallo Walter,
    bezüglich aktiver und spannender Text bist Du ab heute mein Role-Modell. Die Bilder haben sich in mein Hirn gebrannt, vor allem der Elefant mit dem Schild.

    Danke, David

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für deine Texte, die mich extrem inspirieren. Danke!

    Meinen ersten Kunden habe ich auf einem Event kennengelernt. Zuerst habe ich meine Hilfe kostenlos angeboten, mit der Bitte, mir eine Referenz zu schreiben. Heute arbeiten wir zusammen, ich kümmere mich um den Webauftritt und bekomme im Gegenzug mein eigenes Imagevideo.

    Dennoch habe ich Schwierigkeiten, Dinge zu Ende zu bringen. Der für mich wichtigste Punkt, dem ich aus Deinem Artikel mitnehme. Danke nochmal.

    Besten Gruß
    Martin

  • Ich kenne das Problem aus meiner Nische, wenn auch es hier etwas anders gelagert ist. Bei Do it yourself-Blogs kommen immer und immer wieder Anfragen nach Gastartikeln (inkl. Follow-Links, versteht sich).

    Die Artikel werden zwar grundsätzlich als supertoller Mehrwert für den Leser angepriesen, aber meist ist es nicht mehr als ein SEO-optimiertes Stück Text ohne wirklichen Inhalt.

    Als Gegenleistung werden meist zwischen 50 und 80 Euro geboten. Hier habe ich zwar so gut wie keinen Aufwand und das ist schnell verdientes Geld, aber hallo?! Auf meinem Blog liegt dann bis in alle Ewigkeit dieser Text als Werbefläche inkl. Backlink.

    Das schlägt genau in die angesprochene Kerbe, dass Blogger nicht ernst genommen werden. Dazu kommt noch, dass die Leser i. d. R. bereits die angepeilte Zielgruppe sind. Es wird also kein Geld mit der Gießkanne verteilt.

    Ich glaube kaum, dass diese Agenturen auf die Idee kämen, für eine Zeitungsanzeige o. ä. eine ebenso lächerliche Summe bezahlen zu wollen.

    Aber so lange es Leute gibt, die da mitmachen, wird sich auch nicht allzuviel ändern. Und da schließt sich der Kreis wieder zu Deinem Artikel 🙂

    • Ja, so ein Angebot hatte ich auch schon öfter. Ich lehne mittlerweile immer ab, weil der Inhalt einfach Kacke ist…
      Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass eine SEO-Agentur gutes Zeug liefert…leider.

  • Da ich meine Arbeit für verschiedene Schreibbüros aufgeben musste und eine Pause brauchte, starte ich jetzt neu durch und möchte meine Blogs zu einem Bestandteil meines Broterwerbs machen. Ich möchte über Bücher und Buchevents bloggen. Ich frage mich, ob es Sinn hat, z. B. den Buchverlag Kämpen anzumalen und mich kurz vorzustellen. Ich kann denen ja nicht die Tür einrennen, obwohl der Verlag hier in der Nähe ist, und Kontakte habe ich zum Verlagswesen noch keine.

    Liebe Grüße

    Christiane

    • Klar macht es Sinn. Du könntest Bücher anfordern, über die du dann eine rezension schreiben willst.
      Am Besten ist natürlich, wenn du eine Person kennst, aber wenn nicht, dann ist immer das erste Mal. Und nicht aufgeben, wenn die einfach „Nein“ sagen oder nicht reagieren (sehr häufig).
      Wie willst du denn mit deinen Blogs Geld verdienen?

  • Hallo Walter,

    wieder einmal ein toller Artikel von dir!

    Ich habe kürzlich mit dem Bloggen angefangen und erwarte nun auch ungeduldig meinen ersten „Kunden“. Dieser wird mir zwar kein Geld einbringen, aber ich glaube, dieser Moment wird auch von jedem Blogger sehnsüchtig erwartet. Wenn aus einem Klick auf die Seite dann zehn werden und vielleicht irgendwann hundert… Mir kribbelt es schon in den Fingern!

    Ich hoffe, bis dahin von dir und anderen Bloggern noch viel zu lernen, um Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen und auch dem „Berufsbild Blogger“ keine Schande zu bereiten! Ich freue mich daher auf weitere hilfreiche Blogs und eure Tipps!

    • Stay tuned!
      Es wird noch eine Menge an Artikeln folgen, aber du solltest dir auch die alten Beiträge reinziehen. Ich denke da ist noch eine Menge Holz, das du verarbeiten kannst.

      Und Schande bereiten kannst du uns nicht 😉 Jeder Blogger ist für sein Gesicht verantwortlich 😀

  • Hallo Walter,

    erst einmal herzlichen Dank für Deine Antwort! Da ich eigene Prosa, über Barrierefreiheit und Bücher aller Art blogge, wollte ich mich an den Buchverlag Kämpen wenden, da sie Lehrbücher, Lernmaterialien in Form von Hörbüchern, Kinder- und Jugenbücher anbieten und Events zu diesen Themen machen. Inklusive ist auch ein Thema dieses Verlags, und sie sind nur zwei Stationen mit der Bahn von meinem Wohnort entfernt. Ich möchte Ihnen Buchrezensionen, Werbung für ihre Events in der Umgebung und Rat und Tat zum Thema Barrierefreiheit bzw. Inklusive anbieten. Ich selbst bin vollblind und ursprünglich Diplompädagogin von Beruf, obwohl ich lange eine „Textsklavin“ für Schreibbüros und Texterportale war.

    Mal sehen, wie ich das Anschreiben an sie genau gestalte. Ich traue mich noch nicht so recht, obwohl es interessant, passend und naheliegend ist.

    Liebe Grüße

    Christiane

    • Mehr als Nein sagen können sie nicht. Und ich denke dein Angebot, vor allem mit den Events vor Ort, klingt sehr interessant.
      Einfach mal versuchen, kostet ja nichts.
      Und wenn sie nein sagen, dann einfach noch zweimal versuchen 😉 Manchmal testen uns andere Menschen, ob wir es wirklich wollen, indem sie uns abweisen.

  • Hallo Walter!

    Super Artikel, wie immer. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor gut einem halben Jahr für eine Musikrezension Geld angeboten bekommen und es nicht angenommen habe. Ich war mir unsicher, wie viel man für einen solchen Artikel überhaupt verlangen kann. Gibt es da so eine Art Faustformel, in der man Seitenaufrufe, Länge des Texts, Schreibprozess in Stunden, Textqualität und ggf. Sonderleistungen (wie das Übersetzen ins Englische, ist bei Musikrezensionen immer recht praktisch für den Künstler) berücksichtigt, oder so in der Richtung? Ich habe nach wie vor nicht so wirklich eine Vorstellung davon, wie viel Geld angemessen ist.

    Zum dem Aspekt, dass kostenlose Leistungen nicht ernst genommen werden in dem Sinne, das habe ich und Schreibkollegen von mir oft erlebt, vor allem, wenn es um Interviews oder den Kontakt mit PR Agenturen usw. angeht. Da werden Termine vergessen, Interviews ohne Erklärung abgesagt, Künstler beantworten E-Mail-Interviews teilweise erst, nachdem man drei Mal nachgefragt hat und die Manager Druck gemacht haben und andere ähnliche Geschichten. Noch schlimmer ist es, wenn man als Autorin noch relativ jung ist, aber man trifft auch immer wieder auf sehr aufrichtige und zuverlässige Menschen.

    Liebe Grüße,
    Cristina

    • Wie viel Geld angemessen ist, hängt von dir ab.
      Wie viel brauchst du zum Leben? Wie hoch sollte dein Stundenlohn sein? Inwieweit sehen dich die Menschen als „Experten“?

      Und zum zweiten Problem, dass man einen nicht ernst nimmt: Oft ändert sich das, wenn man für große Nachrichtenseiten oder Zeitungen schreibt. Dann erhoffen sich die Interviewpartner nämlich positive Berichterstattung und Werbung.
      Wenn du das nächste Mal jemanden interviewn willst, dann biete das Interview zunächst einem Musikmagazin oder Webseite an, das recht bekannt ist.
      Und erst dann wendest du dich an den Interviewpartner und sagst: „Ich schreibe für das Magazin XYZ und wollte sie dazu interviewen.“ Du wirst sehen wie gerne dir die Menschen antworten und „hinterherlaufen“ 😀

  • Hey Walter!

    Sehr cooler Artikel! Vor allem Nr. 6 resoniert gerade sehr mit mir – we’re on the way!

    Mach weiter so, ich finde deinen Schreibstil ziemlich cool muss ich sagen.

    Cheers!

    Ben

  • Hello zusammen!

    Mir persönlich haben Punkt 1 und Punkt 7 extrem geholfen. Ich habe mich lange nicht getraut, mich als Autor zu bezeichnen oder gar als solcher für mich zu werben und mich auch sehr darauf versteift, nur ‚Anspruchsvolles‘ schreiben zu wollen. Anfang des Jahres habe ich das ganz bewusst geändert, die E-Book-Messe in Berlin besucht, einfach jemanden angesprochen, der alleine rumsaß, mich gut unterhalten, dadurch Kontakt zu Bastei-Lübbe bekommen, ein Exposé für eine dortige E-Book-Reihe geschrieben und siehe da: Hat funktioniert, mein erster Band erscheint im Februar. Der erste Schritt hat mich Überwindung gekostet und es war natürlich auch ein bisschen Glück dabei, aber alles in allem hat mir diese Erfahrung gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur zu schreiben, sonder auch mal den Mund aufzumachen 🙂

    Liebste Grüße,
    Myriam

  • Die besten Punkte sind die Nummer 6 und 8. Hast du 8 kannst du 6 oder so ähnlich.

    Deine Art zu schreiben ist wirklich beeindruckend. Dein E-Book habe ich durchgearbeite, danke für den Mehrwert!

    VG Dimitri

  • Mein erster Kunde kommt aus dem Freundeskreis. Er weiß, dass ich schreibe und ist bedingungslos von mir überzeugt. Und deswegen hat er gesagt, ich solle aus seinen Texten ein Buch machen. Wie, überlässt er mir. Aber bitte mit Ruhe und Liebe. Und gegen Bezahlung. In diesem Moment wusste ich, dass es jetzt losgeht. Dass ich wahrgenommen werde und meine Arbeit geschätzt und honoriert wird. Aus diesem Selbstbewusstsein heraus steigt auch die Motivation, auf andere zuzugehen und ihnen Hilfe anzubieten.
    Jetzt muss ich es nur noch schaffen, mich selbst zu strukturieren… 😉
    LG
    Sybille

  • Hallo Walter,
    Ich bin jetzt seit einiger Zeit im Schreibgeschäft unterwegs, habe aber Probleme, direkten Kontakt zu Kunden zu knüpfen.
    Und das aus einem ganz banalen Grund:

    Ich weiß einfach nicht, WO ich potenzielle Kunden finde und WIE ich diese kontaktieren kann. (Dazu kommt, dass ich nicht gerade eine extrovertierte Persönlichkeit bin.)

    Ich hoffe, du kannst mir da in irgendeiner Weise weiterhelfen.

    Gruß,
    Freddy

    P.S.: Ich bin zwar noch lange nicht durch, aber: Klasse Blog, weiter so!

    • Hi Freddy,
      Deine Kunden findest du in deinem Freundes und Bekanntenkreis. Ich weiß nicht genau, was du schreibst aber oft bieten sich kleine Unternehmen als erste Kunden an: Handwerker, Freiberufler, Autohändler etc.
      Erzähl einfach immer und überall, was du tust.

      Erster Kontakt sieht bei mir so aus:
      1) Was ich mache
      2) Welchen Nutzen das für das Unternehmen des Kunden hat.

      Lg und viel Erfolg beim Schreibbusiness.

  • Hallo Walter,
    wieder wunderbar auf den Punkt gebracht. Bei Punkt 6, verlang Geld, musste ich schmunzeln. Es geht bei mir in diesem Fall zwar nicht ums Schreiben, sondern um Coaching, doch meine Kinder sind jedes Mal entsetzt, wenn ich wieder einmal ohne Verrechnung gecoached habe. Passiert mittlerweile immer seltener….
    Liebe Grüße
    Birgit

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    Deine ersten 10.000 Leser:
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