Juli 24

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Der geheime Grund, warum ich schreibe und warum du aufhören solltest zu schreiben – Das Manifest eines Autors

Blog Bang Warum Blogparade Warum ich schreibe blogge

(Achtung: Dieser Beitrag ist Teil des Blog-Bangs von Markus Cerenak. Dieser Beitrag könnte dich verändern. Also vorsichtig lesen.)

„Du verschwendest dein Talent.“

„Was versprichst du dir davon?“

„Mach doch mal was Vernünftiges.“

Diese Aussagen höre ich ständig, wenn ich anderen erzähle, dass ich blogge.

Ich stoße auf Zweifler, Hasser und Skeptiker. Sie belächeln mich, sie halten mich für einen Freak – für einen Schreibsuchti halt.

Ich denke du kennst das. Wenn du dich getraut hast deinen Freunden, Bekannten oder sogar Arbeitskollegen von deinem „Blog“ zu erzählen, dann ist dir das bestimmt schon mal passiert.

„Wieviel Euro verdienst du denn so pro Monat?“, ist meistens die zweite Frage. „Ich schreibe nicht wegen des Geldes“, ist meine Antwort.

Ich schaue in verständnislose Gesichter, die eine Augenbraue hochziehen und mich anschauen als hätte ich gerade meine Großmutter für eine Schachtel Kekse verkauft.

„Warum bloggst du dann?“

Diese Frage werde ich jetzt beantworten.

Diese Menschen verstehen mein „Warum“ nicht.

Sie verstehen nicht, warum ich zwei Stunden früher aufstehe, warum ich keinen Fernseher habe und warum ich aus jeder Minute meines Lebens das Beste herausquetsche, um noch ein paar freie Minuten zum Schreiben zu finden.

Schreiben kann der einsamste Job der Welt sein und doch so erfüllend.

Kennst du das?

Nun habe ich die Zeit es zu erklären.

Warum mir mein Leben keinen Spaß machte

Wann warst du das letzte Mal von etwas begeistert? Wann hast du das letzte Mal etwas getan, bei dem du die Zeit vergessen hast? Wann hast du etwas getan, das du sieben Tage die Woche tun könntest – ohne dich zu langweilen und dafür Geld zu verlangen?

Solche Momente sind selten in unserem Leben.

Solche Momente werden für den Urlaub, für den Feierabend oder für besondere Anlässe aufbewahrt. Im Alltag haben sie keinen Platz. Ich finde das falsch.

Zu viele Menschen leben ein Leben ohne Begeisterung, Leidenschaft und Mut. Ich finde das schade.

Und ich gehörte auch dazu.

Warum?

Weil ich kein „Warum“ hatte. Ich wusste nicht, warum ich zur Arbeit gehe, warum ich früh aufstehe und warum zum Geier ich alles so machen muss wie die anderen. (Zu der Frage mit der Arbeit hat mich Markus Cerenak angestiftet)

Ich hatte kein „Warum“.

Deshalb ist es so wichtig ein „Warum“ zu haben.

Zu viele Menschen haben ihr „Warum“ nicht gefunden. Nicht, weil sie schlechte Menschen sind, sondern weil sie sich nicht entschieden haben. Das Problem unserer Gesellschaft ist heute, dass wir nicht wissen, was wir wirklich wollen.

Das ist die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest: Was will ich wirklich? (Mehr dazu von Chris Guillebeau: A Brief Guide To World Domination)

Ich wollte nicht mehr dazugehören.

Ich musste mein „Warum“ finden.

Die Welt sagt uns immer: „Mache das, was du gut kannst.“ Danke für den Hinweis. Nur was ist das? Ich kann schreiben, tanzen, Klavier spielen, predigen, Witze erzählen und lachen – alles irgendwie gut.

Jetzt musste ich nur noch einen Job finden, der all diese Eigenschaften vereint…

Nach langem suchen habe ich den Job gefunden:

Das Manifest eines Autors

Ich habe mein „Warum“ gefunden. Mein „Warum“, das mich lebendig macht, das mich die Zeit vergessen lässt.

Ich schreibe aus einem einzigen Grund.

Ich schreibe nicht wegen des Geldes. Wenn ich Geld verdienen wollte, wäre ich Jurist geblieben.

Ich schreibe nicht, wegen des Ruhms. Wenn ich berühmt werden wollte würde ich Fußball spielen.

Ich schreibe auch nicht, weil ich sonst nichts zu tun habe – ich habe Frau und Kinder.

Ich schreibe,

weil Schreiben verändert.

Das ist mein Warum: Schreiben verändert.

Es verändert meine Leser und es verändert mich.

Alle Dinge, die ich gut kann, sind in diesem Job enthalten: Veränderer.

Den Job gibt es nicht? Dann habe ich ihn gerade erschaffen.

Ich bin ein Menschenveränderer.

Das Herz des Lesers

Beim Schreiben geht es nicht um mich. Es geht um meinen Leser.

Es geht um dich.

Das Spannende beim Schreiben ist nicht ein paar leblose Worte hinzuklatschen und dann zu hoffen, dass sie etwas bewirken. Das Spannende am Schreiben ist, den Weg zum Herzen des Lesers zu finden.

Was sind die Probleme, die mein Leser derzeit hat? Welche Hindernisse sind meinem Leser im Weg? Welche Informationen fehlen ihm, um erfolgreich zu sein?

Die Antworten zu finden ist schon schwer. Sie dann noch so aufzuschreiben, dass sie den Weg zum Herzen des Lesers finden, ist noch schwerer.

Ich liebe diese Herausforderung. Und noch mehr liebe ich das Ergebnis.

Wie finde ich den Weg zu meinem Leser?

Der Schreibprozess ist leicht. Man setzt sich an den Schreibtisch – und gießt sein Herzblut aus.

– Ernest Hemingway (frei übersetzt)

Ich kann nur über etwas schreiben, das mir auf dem Herzen liegt. Ich schreibe nur über Dinge, die mir wichtig sind. Dinge, für die mein Herz brennt. Wenn mein Herz nicht dabei ist, dann wird das Herz des Lesers es auch nicht sein.

Ich kann den Leser nur verändern, wenn ich zuvor mich verändert habe.

Ich muss zuvor die Veränderung durchleben, die ich bei meinem Leser, bei dir, sehen möchte.

Gleiches gilt für all meine anderen Lebensbereiche: Ich kann nur jemanden zum Lachen bringen, wenn ich den Witz selbst lustig finde. Ich kann nur predigen, wenn die Botschaft in meinem Herzen lebendig geworden ist. (Hier mehr zu meiner Tätigkeit als Jugendprediger: GG-Jugend)

Ich möchte sehen, wie Menschen durch meine Worte und mein Handeln verändert werden – zum Besseren. Ich möchte sehen, wie sie neuen Mut fassen, wie sie neue Ideen bekommen und leidenschaftlich durchs Leben gehen.

Das ist mein „Warum“.

Ich möchte Menschen verändern.

Warum die Welt dich braucht

Möchten die Menschen überhaupt verändert werden?

Denk jetzt mal an deinen Weg zur Arbeit. Was für Menschen triffst du in der Bahn, im Aufzug oder auf den Treppen?

Du triffst traurige, enttäuschte, wütende, nachdenkliche, bedrückte, grimmige, hoffnungslose oder leblose Gesichter. Die Mehrheit der Menschheit heutzutage ist lebendig tot. Ihre Seele wurde durch Arbeit, Sorgen und Sinnlosigkeit abgetötet.

Du glaubst mir nicht? Dann schau mal in Facebook vorbei. Warum sitzen Menschen jeden Tag immer wieder in Facebook und scrollen die Timeline durch? Weil sie auf der Suche nach einem Impuls für ihre Seele sind. Sie wollen sich lebendig fühlen. Sie suchen Inspiration.

Und hier kommst du ins Spiel. Du bist dafür da, um deine Leser lebendig zu machen, sie zu inspirieren und zu motivieren.

Tote Informationen gibt es genug. Was deine Leser brauchen ist ein Stückchen Leben. Gib ihnen etwas von deinem ab.

Auch hier: Du kannst nur weitergeben, was du selbst hast. Lebe ein bedeutsames Leben und du kannst deinen Lesern etwas Bedeutsames bieten.

Warum du aufhören solltest zu schreiben

Wenn du dein „Warum“ noch nicht gefunden hast, dann hör auf zu schreiben.

Ernsthaft.

Denn, wenn du nicht weißt, warum du schreibst, warum sollten es die Leser wissen? Und wenn sie es nicht wissen, dann werden sie dich nicht lesen. Warum sollten sie?

Mache dir keine Sorgen um das „Wie“ oder „Was“. All das wird folgen, wenn du ein starkes „Warum“ hast.

Mögliche „Warums“ sind zum Beispiel:

  • Ein gesundes Leben – körperlich, geistlich und seelisch
  • Obdachlosen Kindern helfen
  • Ein Vater zu sein, der für seine Kinder da ist
  • Unternehmen bei ihrem Problem XYZ zu helfen
  • Ein Leben frei von Büro und Arbeitszeit

Ich erinnere: Geld ist kein „Warum“. Geld ist der Nebeneffekt, der kommt, wenn du dein „Warum“ gut ausführst.

Wenn du Menschen wirklich hilfst, gibt es keinen Weg, dass du kein Geld verdienen wirst. Es ist ein Gesetz: Hilf Menschen, dann helfen sie dir.

Was ist dein „Warum“?

Finde dein Warum.

Es ist vielleicht die schwerste, aber auch die wichtigste Frage im Leben: „Was will ich wirklich?“

So habe ich es gemacht:

  • Stehe jeden Morgen früher auf
  • Denke eine halbe Stunde (komplett ohne Ablenkung) nach. (Hier sind 13 Wege für mehr Zeit zum Denken)
  • Schreibe deine möglichen „Warums“ auf.
  • Streiche so lange, bis nur noch ein „Warum“ übrig bleibt
  • Habe Geduld: Ich habe mehr als ein Jahr gebraucht…

Teile dein „Warum“ mit uns in den Kommentaren, wenn es für dich nicht zu persönlich ist.

Wenn du dein „Warum“ noch nicht gefunden hast, dann werden dir diese Links weiterhelfen:

Weiterführende Links und kostenlose Ressourcen:

Simon Sinek: Start with Why

Chris Guillebeau: A Brief Guide to World Domination

Scott Dinsmore: Does What You’re Doing Actually Matter?

Markus Cerenak: Wie du Geld verdienst, mit dem was du gerne tust

Von mir: 13 Geheimnisse, um Schriftsteller zu werden

Lebe bedeutsam, schreibe bedeutsam.

Autor: Walter Epp


  • Sehr schön geschrieben. Das ist eine häufig gestellte Frage, bei allem was man tut, ob man Geld dafür erhält. Ich schreibe und blogge, weil es mir Spaß macht. Wenn das nicht mehr der Fall ist, höre ich auf. Bloggen hat etwas mit Begeisterung und Leidenschaft zu tun, eine Inspiration oder Idee aufs Papier zu bringen.

    • Ich finde den Artikel wirklich ansprechend. Genau so ist es, Freunde und Verwandte sehen ein mit großen Augen an und sagen Sätze wie, was ist Schreiben für eine Tätigkeit,
      oder es kommt und wie viel hast du bis jetzt damit verdient?
      Das warum ich mein Buch geschrieben habe, war aber mein Wissen über universell Gesetzmäßigkeiten und Gedankenkräfte an Leser in neuer Form weiterzugeben.
      Im Fall meines Romans ist das Warum ich schreibe ein ganz anderes. Ich finde es einfach gut mir Dinge von der Seele zu schreiben, indem ich Figuren entwickel und Ereignisse aus meinem wirklichen Leben damit beschreiben kann.

  • Zum Blog habe ich es bisher noch nicht geschafft. Vielleicht wird es bald was. Mein „Warum“ kann ich jedoch beantworten.
    Ich schreibe aus einem inneren Drang heraus. Es erfüllt mich sobald ich diesem Drang nachgegeben habe. Nachher fühle ich mich, als wenn ich einen Maraton gelaufen wäre. Ich habe hart gearbeitet und freue mich über jede Zeile. Selbstverständlich freut es mich mindestens genauso sehr Menschen mit meinen Worten zu erreichen. Ihnen ein wenig aus dem Herzen und der Seele gesprochen zu haben.

  • Ich finde es mutig, wie du deinen Weg gehst!
    Denn sind wir mal wirklich ehrlich zu sich selbst, dann haben wir uns alle schon mal gefragt, was wäre wenn, wir unseren konventionellen bzw. von der Gesellschaft vorgeschriebenen Weg mal verlassen und ganz anders leben ?!
    Ich muss wohl meinen Mut zusammennehmen 😉

    Super Beitrag!

  • Guter Artikel! Beinahe hätte ich ihn ungelesen gelöscht bei dem „Betreff“ *lach.

    Ich weiß übrigens ganz genau, warum ich schreibe, in meinen Blogs und Newslettern. Nämlich aus genau demselben Grund wie du , Menschen zu verändern, ihnen das Leben leichter zu machen indem ich Wege aufzeige, anbiete, die sie für sich nutzen können und sie dabei unterstütze, zu erkennen, warum sie eigentlich hier sind. Was ihre Aufgabe ist.

    Die vornehmste Aufgabe ist das Glücklichsein, wenn es gelingt, dass sie aus dem Mangel und der Haltung des „ich kann ja doch nichts ändern“ raus kommen und ihr ganz persönliches Warum finden.

    Und, ganz wichtig ist dein Satz :
    „Geld ist kein “Warum”. Geld ist der Nebeneffekt, der kommt, wenn du dein “Warum” gut ausführst.
    Genauso ist es. Danke für die klaren Worte
    Barbara

  • […] Walter, du hast einen tollen Text geschrieben. Ich habe ihn genossen, als ich ihn las. Denn er spricht mir viel aus der Seele. Der Artikel ist ein wirkliches Manifest geworden. Ich weiß, dass ich das nicht so gut formulieren kann, aber ich versuche es trotzdem. Es kann ja nichts schaden, immer mal wieder auf den Grund hinzuweisen, warum ich diesen Blog überhaupt habe. Ich will es Ihnen erklären, die Sie diesen Artikel lesen. Und ich mache damit einfach beim Blog-Bang von Markus Cerenak mit. Es geht um die simple Frage “Warum”. […]

  • Und deshalb liebe ich deinen Blog so.
    Bei mir ist es nicht das Schreiben. Das ist und bleibt ein nettes Nebenhobby falls mal Zeit ist. Aber deine Tipps lassen sich auch gut auf andere Lebensbereiche transportieren. Und die sind wirklich erstaunlich gut. Wenngleich sie mir nicht alle neu sind, aber du formulierte sie sehr… energetisch. Gebündelt. Anspornend. Ich finde hier Ideen, die ich schon anwende, welche, die ich immer mal anwenden wollte und ganz neue Inspirationen. Das finde ich gut.
    Und ich hoffe es ist gstattet deine Schreibtipps auch aufs Leben an sich zu transportieren und auf die eigene Situation anzupassen ;->

  • Lieber Walter,

    dieses Manifest kommt in mein Creative Journal und wird immer dann aufgeschlagen, wenn ich wieder einmal einen creative „Hänger“ habe 😉
    Das >>MANIFEST DER LEIDENSCHAFT<<, wie ich es ab jetzt nenne, ist Dir phänomenal gut gelungen! Ich danke Dir für Deine Inspiration, Dein offenes Herz und Deinen Blog, der für mich zum Besten gehört, was es derzeit im Netz zu lesen gibt. Ich kritzele nun seit einigen Jahren so vor mich hin, arbeite ENDLICH an meinem Blog und möchte alle BloggerInnen ermutigen, mit jedem Schritt wird der Mut größer!
    Das Leben ist schön.

    In diesem Sinne: keep on blogging!!!
    N.

    PS: ein Creative Journal, ist eine Art Notizbuch, in das gemalt, gezeichnet, geschrieben, geklebt, usw. werden darf und das eine wunderbare Inspirationsquelle darstellt, um zwischendurch mal vom Tippen loszukommen….

  • Danke für diesen erhellenden Artikel!

    Ich schreibe, weil ich meine Begeisterung weitergeben möchte! Ich bin selbständig im Bereich Gesundheit und möchte mit meinen Produkten und Konzepten vor allem Kunden helfen und nicht den schnellen Euro machen!

    Wie schon im Artikel erwähnt, muß man sich heutzutage gleich schief ansehen lassen, wenn man mit seinem Wissen Geld verdienen möchte. So könnte man natürlich bei mir sagen: „Oh, der Herr Motschenbacher möchte nur sein Zeug verkaufen!“

    Markus Cerenak hat hierzu im weiterführenden Link ebenfalls ein paar nette Anekdoten geschrieben.

    Wie weit kann man mit gratis, gratis gehen? Wie überzeuge ich als Person und mit Fachwissen, ohne daß permanent die Dollar- Pardon, Eurosymbole in den Augen funkeln?

    Dieser und viele weitere Artikel auf Schreibsuchti inspirieren mich in der Hinsicht ungemein, weniger auf noch mehr Design, irgendwelche Alibi-Arbeiten oder noch eine (verpuffende) Facebook- oder Google-Werbeaktion zu setzen, sondern mich und meinen Blog als „Persönlichkeit“ weiterzuentwickeln.

    Ich freue mich auf weitere Artikel und den einen oder anderen Austausch mit Bloggern.

    LG

    Alexander Motschenbacher

  • Hammer Artikel, Walter!

    Schreiben verändert – und zwar nicht nur dich selbst, sondern im besten Fall auch deine Leser.

    Du bist auf einem verdammt guten Weg würde ich sagen.

    Ben

    P.s. Vielleicht resoniert der Artikel auch deshalb so stark mit mir, weil ich der Juristerei den Rücken gekehrt habe (und meine Hauptmotivation damals tatsächlich viel Geld war.)

  • Hallo Walter,

    dein Artikel hat mich sehr angesprochen, da ich mich auch gerade mit einem Blog selbstständig mache, bei dem es darum geht, sein Warum und seine Leidenschaft zu entdecken und vllt sogar zum Beruf zu machen. Und auch wenn ich irgendwann beabsichtige, darüber auch Produkte zu verkaufen und Dienstleistungen anzubieten, geht es doch weniger ums Geld. Es geht mir darum, dass ich Menschen unterstützen kann, damit sie nich (so wie ich) Jahre ihres Lebens damit zubringen, ihre Berufung zu suchen. Und darum schreibe ich.

    Dein Beitrag hat mir Mut und Zuversicht gegeben, dass ich mit dieser Einstellung auf dem richtigen Weg bin.

    Herzlichen Dank, Steffi

    • Hallo Steffi,
      Das freut mich. Genau das ist einer der wichtigsten PUnkte: Mut und Zuversicht. Wünsche dir nur das Beste auf deinem Weg. und nicht aufgeben.
      Wenn ich etwas für dich tun kann, dann lass es mich wissen.
      LG, Walter

      • Hallo Walter

        Der Text ist tiefgründig und spricht seinen Lesern aus der Seele. Mir zumindest. Ich sehe oft Blogs oder Seiten in den Sozialen Medien und frage mich, warum sie wohl ihre Texte publizieren. Ich bin erst 14 Jahre alt (ich gehe nicht dem Schreibtrend nach, der in meinem Alter gerade total in ist, ich schreibe, weil ich ein „Warum“ habe ????) und dementsprechend geht es in meinem Umfeld oft noch nicht um’s Geld. Es geht um Ruhm. Sie wollen möglichst viele Abonnenten.
        Auch ich hatte nicht wenige Male eine Seite auf Sozialen Medien, auf der ich meine Texte gepostet hatte (Klar ist das nicht das Selbe, wie ein Blog, aber es ist ein guter Anfang????). Ich wollte immer nur Follower. Follower, Follower und noch mehr Follower. lrgendwann habe ich begriffen, dass ich nicht für mich schreiben soll. Sondern für meine Leser. Ich habe genau dann, zu diesem Zeitpunkt, als ich das bemerkt habe, mein „Warum“ gefunden. Und das sieht folgendermassen aus:
        Ich will meinen Lesern helfen, bestimmte Situationen zu überwinden. Ich will meine Erfahrungen mit ihnen teilen, um zu helfen. Und dabei helfe ich mir.
        Liebe Grüsse 🙂
        Ps: Ich habe mein „Warum“ zwar schon vor längerer Zeit gefunden, aber erst jetzt ist mir wirklich klar geworden, dass dies auch von Bedeutung ist. Danke, für diesen Text.

        • Hallo Delilah,
          Dein Warum zu kennen ist unbezahlbar. Es wird dir helfen, nicht aufzugeben. Auch ich habe mal nach Zahlen, Klicks und Co. gejagt. Doch als ich mein Warum fand, hörte das auf. Jetzt jage ich nach Momenten, um Menschen zu verändern 😉
          Viel Erfolg beim Schreiben,
          Walter

  • Hallo Walter,
    ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, warum ich schreibe / blogge.

    Als ich deinen Artikel gelesen habe, wurde es mir klar:
    Ich habe meine Berufung zum Beruf gemacht als Hypnosetherapeutin und Hypnose Ausbilderin. Ich liebe, was ich tue.

    Und darum liebe ich es, darüber zu schreiben und die Menschen über die natürlichste Methode der Welt zur persönlichen Veränderung aufzuklären. Eine Methode ohne Medikamente und Nebenwirkungen. Ich möchte den Menschen mitteilen, warum viele (Langzeit-)Therapien nichts bringen, weil da nur auf der bewussten Ebene gearbeitet ist. Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, ist es oft nötig, dort anzusetzen, wo die wahre Ursache des Problems abgespeichert ist: im Unterbewusstsein.

    Das ist mein Grund und meine Schreibstimme wird immer deutlicher 🙂

    Hypnotische Grüße aus der Schweiz, Sandra

  • Schöner Artikel. Hat mich in meinem aktuellen Weg bestärkt. Danke dafür!

    Ich habe mich auch gerade viel mit der Frage beschäftigt, was mein Grund zum Bloggen und Fotografieren ist. Ich glaube meinen Grund gefunden zu haben. Was meinst du, wenn ich mir dieses Gefühls noch nicht 100%ig sicher bin? Kann es dann trotzdem mein Warum sein oder ist es definitiv nicht mein Grund, wenn ich mir nicht 100%ig sicher bin?

    Doch was ist nun mein Warum?: Andere inspirieren

    Etwas detailierter: Ich glaube für mich das Warum für meinen Blog da drin gefunden zu haben, dass ich andere inspirieren will. Ich will sie inspiriere ihre Kamera in die Hand zu nehmen. Ich will sie inspirieren sich mehr mit der Fotografie zu beschäftigen. Viele knippsen, aber weniger machen wirklich bewusst Fotos. Ich glaube nicht, dass es am Mangel von Talent liegt, sondern daran, dass viele nicht bewusst fotografieren. Wer es nicht will, ok. Aber oft höre ich „Wie machst du so schöne Bilder? Kannst du mir was beibringen?“ – Kann ich, aber wer nicht bewusst fotografiert, dem hilft das Wissen nichts. Also will ich genau diese Personen inspirieren anzufangen über ihr Foto nachzudenken, noch bevor sie auf den Knopf drücken. Aber da endet es nicht. Ich will die Menschen zum Reisen inspirieren, denn eine Reise ist eine super Möglichkeit sich inspirieren zu lassen. Reisen ist nicht nur Inspiration für die Fotografie, sondern Inspiration für das Leben allgemein. Durch die Dinge, die man sieht und de Menschen, die man trifft. Die Menschen sollten mehr reisen! Darum reise ich gerade auch selber.

    Danke nochmal für den Artikel, auch quatsch, für den ganzen Blog und deine Arbeit die du hier rein steckst (und auch im affenblog). Danke für’s motivieren, danke auch für’s Wegweiser in schwierigen Fragen wie dieser zu sein 🙂

    • Hi Niklas, mache dir keine Sorgen, wenn du dir bei deinem Warum nicht 100-prozentig sicher bist. Die eigene Berufung ist keine Mathematik. Hier kann man nicht ausrechnen, was das Warum ist und was nicht. Man muss es spüren und dem Herzen folgen. Natürlich schreit das Herz nicht, deshalb ist es schwierig, es zu hören.
      Folge weiter deinem Herzen. 100prozentig sicher ist nur der, der nichts tut 😉
      LG, Walter

      • Danke Walter! Ich versuche es einfach mal wie du und schreibe immer wieder, wenn ich Zeit für mich selber habe auf, was eventuell Gründe sein könnten, dass ich „das alle“ überhaupt mache. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.

        Eine Frage hab ich noch: Hattest du schon den Blog bevor du dein Warum gefunden hattest und was hast du in der Zeit gemacht, die du „auf der Suche“ warst?

  • Hallo Walter,

    wundervolle Worte, die direkt mein Herz berührten. Denn ich dachte bei jeder Zeile „Ja, ja, ja genau ?!“

    Genau das möchte und fühle ich auch.

    Ich habe jede Menge Fehler gemacht in meinem Leben, über Jahrzehnte nur von meinen Schwächen gehört.

    Was mir seit je her niemand nehmen konnte, war die Liebe zum Schreiben und der tiefe Ruf meiner Seele, damit etwas zu bewirken.

    Auch ich habe lange nach dem Warum gesucht. Bis ich herausgefunden habe, dass ausgerechnet meine Schwächen, gekoppelt mit meinen Weiterbildungen als Trainerin und Coach, bei anderen Menschen etwas bewirken können.

    Mein Blog widmet sich dem MUTivationscoaching für Übergewichtige. Und ich zeige ihnen, dass sie mehr drauf haben als Gewicht!

    Herzlichen Dank für Deinen tollen Beitrag und noch viele wunderbare Inspirationen!
    Molly Muse

  • Hallo Walter,

    die Anzahl an Kommentaren zeigt auch hier wieder, das du den Nerv der Leute triffst, was sie wirklich bewegt.

    Mein Warum ist ganz klar: Ich will FREI sein. Ich will endlich die FREIHEIT haben, das zu tun, wonach mir ist und mit dem, was ich dann tue, nicht Geld verdienen zu „MÜSSEN“, was es aktuell leider noch ist.

    Mein Leben lang war ich Grenzen ausgesetzt. Ich habe es satt. Das spiegelt auch mein Wunsch wieder, den Pilotenschein zu machen.

    Ich weiß, dass es vielen Menschen so geht und wenn ihnen dabei helfen kann, dies ebenfalls zu erreichen – why not?

    Vielen Dank auch für diesen inspirierenden Beitrag.

    Beste Grüße
    Claudia

    • Hi Claudia,
      Ich verstehe, was du meinst. Viele Menschen haben diesen Drang nach Freiheit, weil die moderne Arbeitswelt am modernen Menschen vorbeigeht.
      Ich wünsche dir viel Erfolg auf deiner Reise!
      LG, Walter

  • begeisternd lieber Walter, einfach begeisternd,

    Deine Worte nehmen an die Hand, werfen mich einfach in die Luft und lassen mich Purzelbaum schlagen – herrlich. Auch wenn ich keine Bloggerin sondern eine youTuberin bin, so kann ich doch so viel eins zu eins übernehmen.
    Es fing ganz harmlos an – Tochterherz meinte, „du musst der Welt da draußen mal sagen wie toll es ist alt zu sein – das weiß da keiner“. Gesagt getan – am nächsten Tag ging’s los. Keine Ahnung von der ganzen Technik – alles erlesen, abgeschaut und ab ging die Reise (mit 66 Jahren). Mein Warum kam eigentlich beim Tun. Ich merkte ich kann das Weltbild da draußen verändern (der Funken der Begeisterung sprang über – dass man sein Glück selbst in die Hand nehmen kann, in jedem Alter). Mein Weltbild wurde ebenfalls gerade gerückt – es ist begeisternd zu erleben, dass da draußen ganz viele Menschen so lebensfroh durch die Welt gehen und nicht in der Opfer-Jammer-Rolle feststecken. So ist eine win-win-Situation entstanden. Im ersten halben Jahr bedeutete das 10 Std. am Tag 7 Tage die Woche begeistert weitermachen. Nach 9 Monaten hatte ich auf google+ 1 Mio clicks und wußte: Tschakka, irgendwas muss wohl richtig gelaufen sein. Aber mit mehr Durchblick erfasse ich auch, was noch alles zu tun ist. So ist es spannend.
    Also bleib vergnügt, es steht Dir so gut
    herzlichst
    Greta

    • Hallo Greta,
      Danke für deinen erheiternden und belebenden Kommentar. Mein Respekt, dass du in so fortgeschrittenem Alter Youtuberin geworden bist.
      Ich wünsche dir alles Liebe und nur das Beste für deine Reise.
      LG, Walter

  • Hallo Walter,
    ein herausragender Artikel! (Ich kann mir wirklich aus fast jedem deiner Artikel was für mich rausholen, aber dieser ist nochmal besonders.) Ja, so kommt deine Stimme an: fordernd, aber auch zugewandt-motivierend. Eine gute Mischung.
    Aus diesem Artikel nehme ich mir mit:
    – „Leser suchen Impulse für ihre Seele.“ Sehr wichtig, sehr schön.
    – Und ich will noch gezielter auf die Suche nach meinem „Warum“ gehen. Ich habe ein Warum, aber ich möchte es noch klarer, knackiger und kürzer formulieren können.
    Danke und liebe Grüße!
    Gudrun

  • Ich schreibe die Geschichten, die ich veröffentliche, weil es kein anderer tut. Geschichten, die sonst vielleicht verloren gegangen wären. Wenn ich etwas erleben möchte, ein Abenteuer, eine Liebesgeschichte, was auch immer…dann suche ich nach einem Buch darüber. Meistens gibt es das nicht, und dann schreibe ich es auf. Jeden. Einzelnen. Satz. Weil ich die Geschichte erleben will, weil meine Leser es wollen. So war es immer schon und so wird es immer sein;) Ich möchte einfach nur Geschichten erzählen, die es sonst nicht geben würde.

  • Lieber Walter,

    das gehört bei mir hinter den Spiegel – wunderbar. Ich warf nur mal ein paar Bälle in die Luft in Form von Videos auf meinem frischen youTube-Kanal und dann passiert es…… ich habe Herzen erreicht – meine Zuschauer veränderten meinen Blick auf diese Welt. Da draußen gibt es Hunderttausende die so denken wie ich, die nicht nur jammern wollen, sondern die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Großartig. Sie vermitteln mir das Gefühl, so wie ich bin bin ich richtig und ich bereichere ihr Leben – was für ein Geschenk – immer noch unfassbar, das meine kleinen Filme das können. Es scheint eine Win-Win-Situation zu sein – sie lassen sich von meiner Lebensfreude anstecken, verlieren Ängste, schöpfen Mut und lassen die Grenzen im Kopf fallen.
    Ich hatte kein eigenes Warum aber ganz viel Neugier als ich startete – meine Tochter meinte: Du musst der Welt da draußen mal sagen wie toll es ist alte zu sein – das weiß da keiner. Schon machte ich mit 66 Jahren einen youTube-Kanal auf obwohl ich noch nicht mal facebook-erfahren war.
    Selbst junge Menschen lassen sich erstaunen, dass man mit jetzt 68 Jahren noch so voller Ideen sein kann – die Bilder in den Köpfen von alten Menschen verblassen – selbst die Presse nimmt mich liebevoll auf und berichtet erstaunt.
    Nun hast Du mir mein Warum so wunderbar in Worte gepackt – ich danke Dir von Herzen.
    Mein branding nannte ich vor vielen Jahren mal „Freudefinder“ – ich finde die Freude, egal wo sie versteckt ist – später nannte ich es Fackelträger für Begeisterung – andere können sich ihre eigene Fackel daran anstecken.
    Wie immer ist Dein Artikel für mich ein großes Geschenk – und Dankbarkeit ist ein großer Glücklichmacher.
    Ich liebe die Freiheit, das zu tun, was meinem Leben einen Sinn gibt – neben all den anderen sinnvollen Geschenken des Lebens. Ich liebe es, so voller Vorfreude auf den Tag aufzustehen und schon begierlich zu schauen, was da wieder für Geschenke auf mich warten.
    Dir alles Liebe
    wie wunderbar, dass Du Schreiberling bist. Jurist kann jeder……. so zu schreiben ist eine Kostbarkeit.
    herzlichst
    Greta

  • Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag,

    ich habe mich nie gefragt, wieso ich schreibe, dieser Wunsch war einfach da, doch oftmals kamen Aussetzer. Was ich damals schrieb, nehme ich heute noch als qualitativ hochwertig wahr, denn es ist die Basis meines Manuskriptes. Für mich lautete die große Frage viel eher: Wieso lasse ich das Schreiben so oft aus? Vermutlich lag es daran, dass ich das „Warum?“ nicht entdeckt hatte, zumindest konnte ich es nicht explizit benennen, auch wenn es latent immer vorhanden war. Mir fehlte der wahre Grund, der Glaube daran, dass ich damit etwas erreichen kann und der Mut, es zu versuchen.
    Und mir fehlte das Anliegen, denn zu Beginn ging es nur darum, etwas zu schreiben, was mich interessierte, was meine Zeit kostbarer machte, aber die Leser waren mir völlig egal. Da ich keinen Ansport hatte, etwas zu verändern, bleib der Ansporn aus, viel Zeit zu investieren und zu veröffentlichen. Dabei war das „Warum?“ eigentlich einfach zu finden – weil ich etwas tun will, was ich liebe, weil ich etwas bewegen will. Ich hatte es eines Tages satt, etwas zu tun, weil ich es muss oder weil es dazugehört, doch ohne jegliche Freude daran.
    Das sind zwei „Warums“ und ich sehe keinen Grund, eines davon zu streichen, denn beide gehen Hand in Hand. Man tut nichts, ohne sich selbst etwas davon zu versprechen, aber wer Autor sein will, muss etwas zu bieten haben. Das Nehmen (wie Geld und Anerkennung) kann nicht an erster Stelle stehen, denn es ist die Gesetzmäßigkeit des Autorendaseins, etwas zu geben und zu hoffen, dass es angenommen wird.

    Danke nochmal für diese tollen Worte, die nicht nur für Autoren gelten, sondern für alle.

  • Oh ja, wie wahr! „Oh, noch ein Mama- Blog. Muss das sein?“ — ja, es muss sein. Es muss so lange sein, wie wir Frauen uns unsere Geburten unnötig vermiesen lassen. So lange wir uns unserer Geburten nicht ermächtigt haben, so lange werde ich weiterhin auf http://www.ichgebaere.com für selbstbestimmte Geburten schreiben.

    Danke, Walter — es tat mir gut, mein WARUM nochmal so deutlich zu formulieren!

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