November 15

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Die unangenehmste Wahrheit für Autoren – und wie man mit ihr umgeht

Wir Schreiber sind oft von unseren Texten begeistert und finden unsere Idee besonders originell. Nur haben wir oft ein kleines Detail bei unserem Meisterwerk nicht bedacht: den Leser. Er interessiert sich einfach nicht für unseren Text. Wie man dies ändern kann:

Die unangenehmste Wahrheit für Autoren

Kennst du das? Du bist von einer Idee begeistert, die Muse ist über dich gekommen und dein Text liest sich einfach nur genial. Doch dabei hast du eine wichtige Kleinigkeit vergessen: Eine unangenehme Wahrheit, die viele Schreiber verdrängen!

Diese unangenehme Wahrheit klingt so:

Es interessiert niemanden.

Es.

Interessiert.

Niemanden.

Diese Kleinigkeit vergessen wir manchmal. Wir schreiben drauf los, hauen in die Tasten und sind von unserem Text begeistert. Der Leser nicht. Ihn interessiert dein Text nicht. So ist das nun mal in dieser Welt. Jeder kümmert sich nur um seinen Kram. Wieso sollte jemand deinen Text lesen?

Und genau diese Frage führt uns auch schon zum Ziel:

Warum sollte jemand deinen Text lesen?

Beantworte dir diese Frage. Bei all dem Zeug, das durchs Internet und durch die Buchhandlungen fliegt soll der Leser sich die Zeit nehmen deine Worte zu lesen. Warum?

Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, warum du keine Leser hast. Denn sie können sich diese Frage auch nicht beantworten.

Leser interessieren sich (normalerweise) nicht für dich (ich gehe jetzt mal davon aus, dass du nicht Lady Gaga bist – und wenn doch, willkommen auf meinem Blog).

Das klingt hart, ist aber so.

Deshalb musst du sie in ihrer Welt abholen, du musst auf ihre Bedürfnisse und ihre Sorgen eingehen. Dann werden sie dich lesen.

Das Interesse musst du dir verdienen!

Wie? Schreibe über den Leser, schreibe für den Leser. Schreibe nicht über dich, wie toll du bist, was für ein spannendes Leben du schon erlebt hast und was du über letzte Präsidentschaftswahl in den USA denkst. Wen interessiert’s?

Fang an dich für den Leser zu interessieren, dann wird er sich für dich interessieren.

Nochmal:

Fang an dich für den Leser zu interessieren, dann wird er sich für dich interessieren.

So verdienst du dir das Interesse. Indem du gibst, bevor du nimmst. Zuerst Interesse geben, dann nehmen. Anders läuft das nicht.

Halte dir diese unangenehme Wahrheit demnächst vor Augen, wenn du einen Text schreibst, der gelesen werden soll. Und beantworte für den Text folgende Fragen:

Wieso sollte jemand meinen Text lesen? (Und nicht den von 1000 anderen)

Leser haben in der Regel ein Bedürfnis. Befriedige es. Es kann ein Bedürfnis sein nach:

  • Nachrichten
  • Informationen
  • Unterhaltung
  • Ratgebern

Interessiere ich mich für mein Publikum? (Kennst du die Sorgen und Nöte deiner Leser?)

Habe ich etwas getan, um mir das Interesse zu verdienen?

Ich denke, wenn wir uns (mich eingeschlossen) diese Fragen öfter stellen würden, dann wären unsere Texter ansprechender und unsere Leser wären uns sehr dankbar.

Was denkst du über diese kleine unangenehme Wahrheit?

Mich interessiert dein Kommentar:

Autor: Walter Epp


  • Hallo,

    im Allgemeinen hast Du schon recht, es wird geschrieben, dass es auch gelesen wird. Von den Lesern natürlich. Nun spreche von der Erfahrung eines Herausgebers einer studentischen Online Zeitschrift. Und hier ist das wichtige und unlustige. Das Magazin wird gelesen, aber ein Feedback kommt nicht zurück. Warum?

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    Deine ersten 10.000 Leser:
    Mit diesen 11 Rezepten in meinem E-Book.

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