September 26

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Das Geheimnis des Schreibens: Die Macht der Gewohnheit

Dein Buch ist immer noch nicht fertig und dein Blog ist wie eine Wüste? Es gibt einen Grund warum du mit dem Schreiben nicht vorwärts kommst: dir fehlt die Gewohnheit.

Doch wie baut man eine auf und worauf sollte man achten? Hier ein paar Tipps für angehende Autoren aus meiner Erfahrung.

Ich kenne viele, die gerne ein Buch schreiben oder einen Blog betreiben wollen. Doch sie fangen entweder gar nicht an oder bleiben nach einigen Tagen stecken.

Der Trick jeder Kunst und deshalb auch des Schreibens ist jedoch ein einfache Eigenschaft: die Gewohnheit.

Wer es sich zur Gewohnheit gemacht hat jeden Tag zu laufen, der wird ein guter Läufer – und nicht der, der sich an einem Tag 500 km vorknöpft.

Doch oft ähneln wir solchen Läufern. Wir sagen uns: „Heute schreibe ich mindestens zehn Seiten.“ Dabei ist es doch viel leichter, erfüllender und sinnvoller zehn Tage lang eine Seite zu schreiben.

Warum ist das so? Uns fehlt die Gewohnheit.

„Ok, das habe ich verstanden, doch wie baue ich eine Gewohnheit auf?“

Diese Frage beschäftigt die Menschheit schon seit Generationen und es gibt viele Ansätze dazu. Hier ein paar Vorschläge:

1) Damit eine Gewohnheit entsteht, muss eine feste Zeit dafür eingeplant sein. Sonst wird das Schreiben immer wieder verschoben und verdrängt. Doch wenn das Schreiben bei dir einen festen Platz im Stundenplan hat, dann kann es zur Gewohnheit werden. Ich persönlich schreibe immer morgens bevor ich zur Arbeit fahre.

2) Durchhalten. Eine Gewohnheit hat man erst nach etwa 40 Tagen. Andere sagen man braucht 100 Tage. Doch ich finde 40 reichen aus, um sich das Schreiben zur Gewohnheit zu machen.

3) Erzähle anderen von deiner Gewohnheit. Erzähle deinem besten Freund(in), deinen Eltern, Kindern, Verwandten, Kollegen oder wem auch immer von deinen Plänen. Sie werden dich dann regelmäßig danach fragen: „Na was macht dein Buch?“

4) Gemeinsam klappt es besser. Noch effektiver als einfach jemandem davon zu erzählen ist sich einen Gleichgesinnten zu finden, der auch ein Buch oder ähnliches Schreiben will. Ihr könnt euch dann gemeinsam anspornen, motivieren und beim Schreiben korrigieren.

5) Finde dir ein Vorbild und lerne von ihm. Wie hat der Autor XY eine Gewohnheit aufgebaut? John Grisham zum Beispiel musste immer nachts Schreiben, weil er tagsüber noch als Anwalt arbeitete.

6) Bau andere Gewohnheiten ab. Wenn du keine Zeit hast, dann schau weniger fern. Wenn du immer noch keine Zeit hast, dann such im Alltag nach Dingen auf die du Verzichten kannst. Der Kegelabend, das Fußballspiel oder der Kinogang sind zwar schön, aber man muss auch Opfer bringen.

7) Stell dir vor, du seist fertig. Stell dir vor, du hältst dein eigenes Buch in Händen oder erntest viel Leserlob auf deinem Blog. Dieser Gedanke, diese Gefühl, wird dich antreiben. Nutze die Kraft der Bilder in deinem Kopf zu deinem Vorteil.

8) Fang einfach an. Ob erfolgreich oder nicht. Ob dir deine Sätze gefallen oder nicht. Fang an und zieh es durch. Schreiben lernt man durch Schreiben.

Lift.do ist eine coole Webseite mit der man gute Gewohnheiten aufbauen kann und Gleichgesinnte finden kann. Probier‘s doch mal aus. Mich findest du unter meinem echten Namen auf www.lift.do

Hier ein kleiner Tipp wie man am besten mit dem Schreiben anfängt.

9) Hör nicht auf diese kleine, fiese und subtile Stimme, die dich wieder zurück ins Bett und zurück zum alten Leben drängt. Höre nicht auf andere, die dir sagen, dass du es nicht schaffst. Hör auf deinen Traum.

Viel Erfolg beim Schreiben.

Und nun zu dir. Mich interessiert was dich daran hindert eine Gewohnheit aufzubauen. Woran scheiterst du, was klappt bei dir nicht?

Freu mich auf deine Meinung.

Autor: Walter Epp

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  • Guten Tag

    Ich wollte mich schnell vergewissern, dass diese Tipps aktuell sind. Ist es richtig das die Tipps am 26. September 2013 verfasst wurden? Es geht darum, dass ich eine Funktionalstilistische Analyse machen muss und der Text darf nicht älter als 4 Monate sein.

    Vielen Dank für die Antowort und freundliche Grüsse

    Kathrin W.

  • Hallo Walter, wir kennen uns vom ersten LYL-Treffen (Captain Future und Kindergarten 😉 ).

    Zum Thema Gewohnheiten bin ich heute bei fb über diesen Ansatz hier gestolpert. Es geht darum, neue Gewohnheiten erstmal in Minischritten (2 Minuten Aufwand zu Beginn) täglich zu vollziehen. Sind sie dann gefestigt, wird das Pensum ausgeweitet.

    http://jamesclear.com/how-to-stop-procrastinating

    Funktioniert für mich sehr gut. Das ein oder andere hat sich schon für mich damit geändert. Ich denke ich fange nun an jeden Morgen etwas zu schreiben (Willkommen in meinem accountability Team 😉 ) Deswegen werde ich in Zukunft bestimmt ab und an vorbei schauen. Machs gut und bis bald, Daniel

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