Dezember 15

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Der Weg zum Tagebuch – Schreibtipps und Ideen fürs Tagebuch schreiben

Ein Tagebuch ist was feines. Man kann seine Gedanken ordnen, niederschreiben und später nachlesen. Man kann seine Gefühle ausdrücken oder einfach nur den Tag rückschauend betrachten und daraus Erkenntnisse gewinnen.

Ein Tagebuch ist eine gute Möglichkeit, um an seiner Persönlichkeit zu feilen. Doch wie fängt man an? Was muss man beachten? Wie schafft man es motiviert zu bleiben? Ein paar Tipps und Inspirationen:

Motivation

Das wichtigste ist die Motivation und Intention hinter dem Tagebuch. Wenn diese fehlt, braucht man gar nicht erst auf die Details einzugehen.

Man muss sich deshalb klar mache: Für wen schreibe ich das? Wenn wir nur schreiben, um andere zu beeindrucken, wird die Motivation schnell verfliegen. Doch schreiben wir für uns und schreiben wir einfach aus unserer Seele heraus, kann uns nichts davon abhalten.

Also: Vergiss was andere sagen. Ob sie es cool finden oder nicht, fang an zu schreiben.

Warum ein Tagebuch?

Analysiere den Tag, dein Leben und deine Umgebung. Arbeite an deinem Charakter, lass deine Gefühle raus, ordne deine Gedanken.

Gute Ideen, Einfälle und Offenbarungen und Erkenntnisse kannst du niederschreiben und dich regelmäßig inspirieren und motivieren lassen.

Der erste Schubser zum Tagebuch

Aller Anfang ist schwer. Den entscheidenden Impuls kann man sich allerdings von außen holen. Kaufe dir speziell für das Tagebuch ein Notizbuch und einen Füller oder ähnliches. Als Notizbuch empfehle ich Paperblanks (Wenn du über diesen Link einkaufst, bekomme ich Prozente. Dich kostet es natürlich nicht mehr.)Die Designs und die Verarbeitung sind sehr schön und wertig.

Jedes Mal, wenn du nun das Notizbuch vor dir siehst, wirst du daran erinnert: „Schreibe los.“ Außerdem hat man dann schon Geld investiert und es gibt kein Zurück und keine Ausrede mehr.

Tagebuch auf PC - Schreibtipps
Tastatur oder Stift?

Computer, Papier oder iPad?

Nächster Schritt ist sich für eine Form zu entscheiden.

Klassisch: Das Notizbuch und der Füller. Hier rate ich etwas wertiges und ruhig etwas teureres zu kaufen. Man schätzt das Buch mehr und neigt dann eher dazu dieses wertvolle Buch mit Gedanken zu füllen.

Ich empfehle hier die Größe DIN A6. Diese ist am leichtesten zu transportieren.

Computer:

a) Man kann einfach eine Word-Datei anlegen und einfach drauf los schreiben.

b) Wenn man nicht nur zu Hause schreiben will, kann man die Word-Datei auch in der Cloud speichern und überall (Internet vorausgesetzt) darauf zugreifen. Mehr dazu siehe meinen Post über das Retten von Texten.

c) Man kann auch Online ein Tagebuch bei einem speziellen Anbieter anfangen.

Man kann einen WordPress-Blog anfangen, diesen aber nicht öffentlich machen.

Blog steht für Web Log. Also Online-Tagebuch.

Oder man meldet sich bei Online-Diaries oder anderen Anbietern an.

Ein weiterer guter Blog-Anbieter ist der Google-Dienst Blogger.com.

d) Man kann sich eine Software installieren. Für Mac benutze ich das Programm Memories – Juicy Cocktail.

Der Vorteil: Sehr schönes Design, einfache Bedienung und Synchronisation auf allen Apple-Geräten. Dies ist allerdings eine reine Mac-App. Für iPhone und iPad gibt es leider (noch) keine.

Ob es ähnliches für Windows-Geräte gibt, weiß ich leider nicht. Aber ich vermute schon.

Zeit finden

Plane die Zeit für dein Tagebuch in deinem Stundenplan ein. 10 Minuten reichen meistens vollkommen aus. Wichtig ist aber, dass diese 10 Minuten in deinem Tagesplan, meist Abends, irgendwo einen festen Platz bekommen.

Schreibe dir ruhig in deinen Kalender: 21:50 – Verabredung mit Tagebuch (täglich wiederholen)

Natürlich hält dich das nicht davon ab spontan am Tag loszuschreiben.

System und Ordnung

Natürlich ist ein Tagebuch etwas privates. Außenstehende müssen es nicht verstehen. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Tagebuch sich schöner liest, wenn es eine gewisse Ordnung hat.

Beispiel:

Von vorne nach hinten schreibst du immer den Tagesrückblick und die wichtigsten Ereignisse auf.

Von hinten nach vorne schreibst du Ideen, Offenbarungen, Pläne, Geistesblitze oder zeitlose Gedanken auf.

Natürlich kannst du dir auch dein eigenes System ausdenken. Farben, Zeichen, Kreuzchen und Überschriften können deine Gedanken unterstreichen und ordnen.

Eigene Sprache finden

Vergiss, was du im Deutschunterricht gelernt hast. Denke nicht zu lange nach, was du schreibst, denn sonst ist der Gedanke weg. Der erste Gedanke ist meist der beste.

Andere müssen dich nicht verstehen. Das Buch ist ja für dich.

Gedanken finden – „Ich weiß nicht was ich schreiben soll“

Man möchte schreiben, aber man weiß nicht was. Meine Tipps gegen Schreibblockaden:

1. Schreibe erst Mal die wichtigsten Ereignisse des Tages auf.

2. Wie hast du dich gefühlt bei den Ereignissen oder Begegnungen?

Jetzt fängt die Analyse an:

3. Versuch einfach dir selbst folgende Fragen zu beantworten:

Warum hast du gesagt, was du gesagt hast?

Warum hast du getan, was du getan hast?

Hättest du auch anders handeln können?

Bist du mit dir selbst zufrieden? Wenn ja, warum?

Was kann man nächstes Mal besser machen?

Wieso hat der andere so gehandelt?

Wie kann ich besser auf meine Mitmenschen eingehen?

Ich hatte eine tolle Idee. Wann kam diese Idee?

Wie kann ich sie umsetzen?

Wenn jeder Tag so wär wie der heutige, wäre ich glücklich?

Wohin führt mich mein Leben?

4. Sobald man eine Frage beantwortet hat, drängt sich die nächste meist von selbst auf. Nach kurzer Zeit fließt es förmlich.

Jeder Tag ist anders

Wenn dir deine Einträge nicht immer gefallen, ist das nicht schlimm. Es kommen gute und schlechte Tage. Gute Gedanken oder auch gar keine. Wichtig ist nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen und weiterzuschreiben.

Viel Spaß mit deinem Tagebuch!

Ich hoffe meine Schreibtipps haben euch weitergeholfen. Ich wünsche euch viel Spaß und eine schöne Zeit beim Tagebuch führen und schreiben.

Autor: Walter Epp


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